Mittwoch, 22. November 2017

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„Es kann ja jeden treffen, das mit der Vergesslichkeit“

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Rund um den Welt-Alzheimertag am 21. September präsentierten sie sich auf Wochenmärkten und in Einkaufszentren oder luden zu Veranstaltungen ein: Die Demenznetzwerke im Rhein-Hunsrück-Kreis. Ihr Motto: „Wir möchten das Tabuthema Demenz aus der Ecke in unsere Mitte holen und über Anlaufstellen für Betroffene und Angehörige informieren“.

Dank den regionalen Netzwerken, bestehend aus stationären Wohnheimen, ambulanten Diensten, Seniorenbeiräten und Pflegestützpunkten ist es gelungen, sich nahezu flächendeckend der breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Die Informationsstände waren gut besucht und boten neben Informationsmaterial, Kaffee und Snacks auch Unterhaltungsprogramm, wie zum Beispiel Sitztanz und Pflege-Clowns in Kastellaun.

Am Auftaktabend veranstalteten das Paritätische Pflegezentrum Beltheim und das Seniorenzentrum Kastellaun im gut besuchten Tivoli ein sehr berührendes Theaterstück. Mit dem Titel ‚Du bist meine Mutter‘ zeigte die Schauspielerin Gisela Nohl mit behutsamer Ironie die gewandelte Beziehung zwischen der alternden Mutter und ihrer Tochter.

In der Fußgängerzone in Simmern war das Netzwerk gleich zweimal gemeinsam mit der berufsbildenden Schule unterwegs. Am Welt-Alzheimertag befragten die Schülerinnen und Schüler Marktbesucher über ihre Erfahrungen mit dem Thema Demenz. Mit praktischen Tipps zum Umgang mit Demenz-Betroffenen und Aufklärung über bestehende Unterstützungsangebote konnten Sie bei den Interessierten punkten. Viele Befragten berichteten dabei von ihren Ängsten. Sie sorgen sich schon jetzt: „Was passiert, wenn ich vergesslich werde?“.

Eine Woche später flanierten die Schülerinnen und Schüler mit Senioren durch die Fußgängerzone. Beim „Einkaufsspaß“ probierten sie gemeinsam verschiedene kulinarische Produkte, erledigten Besorgungen und hielten „Schwätzchen“ mit alten Bekannten. „Es war ein sehr gelungener Vormittag für alle Beteiligten“ erläuterte Regina Justus vom Pflegestützpunkt Simmern.

Auch in Boppard beteiligten sich Schülerinnen und Schüler der hiesigen berufsbildenden Schule mit einer Selbsterfahrungsaktion ‚Demenz erleben‘. „Der Auftritt der Schülerinnen und Schüler, zum Beispiel in Rollstühlen, hat bei den Vorbeiströmenden Irritation und dann Neugier hervorgerufen“, wertete Frau Siemen vom Pflegestützpunkt. „Es war für alle Beteiligten eine humorvolle Angelegenheit“.

In Emmelshausen wurde „das leise Thema Demenz“  auf dem Wochenmarkt bei einer guten Tasse Kaffee und frisch gebackten Waffeln „zu einem lauten Thema gemacht“, so Beate Steffen-Jungbluth. Die Leiterin des Sozialen Dienstes im Alten- und Pflegeheim St. Hildegard versprach: „Das wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir unsere Angebote mitten in unserer Stadt vorstellen. Es war eine gute Veranstaltung“. Monika Vogt-Schmitt vom Pflegestützpunkt  freute sich darüber, dass Personen gezielt zu dem Info-Stand kamen und sich Informationen zum Thema Demenz und pflegeentlastende Hilfen einholten.

Ein langer Freitag war es in Kirchberg: Nachdem das Demenznetzwerk bereits im Einkaufszentrum für Aufklärung sorgte, ging es am Abend im Hotel Weber um die Seniorensicherheit. „Einige Besucher an unserem Stand waren überrascht über die bereits bestehenden Entlastungsangebote für Betroffene und Angehörige in der Verbandsgemeinde Kirchberg“, urteilte Sabine Herfen vom Pflegestützpunkt. Sie verriet außerdem, dass der neue Seniorenwegweiser der Verbandsgemeinde sehr guten Anklang fand.

Eins wurde in der Demenzwoche sehr deutlich: Das Thema spaltet nach wie vor die Öffentlichkeit. Während ein Großteil dem Thema aus dem Weg geht und nichts damit zu tun haben möchte, zeigen sich Andere wiederum sehr betroffen.

Mit der Demenzwoche ist die Arbeit nicht beendet, es muss weiter gehen. Die Demenznetzwerke im Rhein-Hunsrück-Kreis werden sich auch weiterhin um Aufklärung bemühen und die Hilfen für Betroffene sowie Angehörige ausbauen.

Sie möchten sich näher informieren? Die Pflegestützpunkte beraten kostenfrei und unverbindlich rund um das Thema Pflege und Unterstützung:

Pflegestützpunkt Boppard: 06742 8049880

Pflegestützpunkt Kastellaun: 06762 402924

Pflegestützpunkt Kirchberg: 06763 302911

Pflegestützpunkt Simmern: 06761 9650877

Pflegestützpunkt Damscheid: 06744 94009

 

Zukunftsfähige Dörfer ausgezeichnet

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Lingerhahn ist eine zukunftsfähige Gemeinde. Davon konnten sich die Gäste der Siegerehrung im Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ bei einem Ortsrundgang unter der kompetenten Führung von Ortsbürgermeister Uwe Schikorr und seinem Gemeinderat persönlich überzeugen.

„Hier in Lingerhahn spürt man das bürgerschaftliche Engagement an allen Ecken und Enden", so das Lob von Landrat Dr. Marlon Bröhr an die Ortsgemeinde.

Im Anschluss an den Ortsrundgang überreichte der Landrat den Siegergemeinden Bickenbach, Kludenbach und Lingerhahn die Urkunden und einen kleinen Geldbetrag aus der Kasse des Rhein-Hunsrück-Kreises.

Ziel des Dorfwettbewerbes ist, die Menschen dazu zu bewegen, ihre Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten zu erkennen und die Zukunft ihrer Dörfer zu gestalten. Die Platzierung der Gemeinden hatte die fünfköpfige Kreisjury bereits im Mai vorgenommen. Die Juroren hatten sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, fanden sie doch in allen drei Orten lobenswerte und vorbildliche Aspekte. Beispielhaften Aktivitäten und Initiativen hinsichtlich der strukturellen Veränderungen und des demografischen Wandels galt die besondere Aufmerksamkeit. Die Bewertung beinhaltete folgende Bereiche: Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen, bürgerschaftliches Engagement, sowie soziale und kulturelle Aktivitäten, die Baugestaltung und deren Entwicklung sowie das Dorf in der Landschaft, inklusive der Grüngestaltung und -entwicklung.

„Machen Sie weiter so, sie sind auf dem richtigen Weg und gut gerüstet für die zukünftigen Herausforderungen im ländlichen Raum.", lauteten die Schlussworte von Landrat Bröhr an die Siegergemeinden.

„2:0 für ein Willkommen“

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Fußballer des VfR Simmern nach 2016 erneut für die vorbildliche Integration von Flüchtlingen ausgezeichnet.


Foto: Norbert Neuser, stellvertretender Vorsitzender des Fußballverbandes Rheinland (hintere Reihe, zweiter von links), Samuel Johann (hintere Reihe, vierter von links), Andreas Fahning, Abteilungsleiter Fußball des VfR Simmern (hintere Reihe, fünfter von links) und Michael Boos, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Simmern (hintere Reihe, siebter von links) bei der Übergabe des Integrationspreises im Hunsrückstadion in Simmern.

Als erster von mehr als 1.000 Vereinen im Fußballverband Rheinland hat der VfR Simmern zum zweiten mal die Auszeichnung der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Aydan Özoguz und der DFB-Stiftung Egidius Braun "2:0 für ein Willkommen" für seine Integrationsarbeit erhalten. Norbert Neuser, stellvertretender Vorsitzender des Fußballverbandes Rheinland, übergab die Auszeichnung an den Abteilungsleiter Fußball des VfR Simmern, Andreas Fahning. Neuser betonte den Stellenwert des Sports bei der Integration junger Menschen und freute sich über die Kontinuität, mit der diese Aufgabe in Simmern wahrgenommen wird. Auch Michael Boos, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Simmern, überzeugte sich vor Ort von der guten Arbeit des Vereins und lobte das Engagement der Simmerner Fußballer. Andreas Fahning nahm die Auszeichnung gerne entgegen: „Die Integration von Flüchtlingen ist für unsere Trainer wegen der sprachlichen und kulturellen Vielfalt eine große Herausforderung. Ich freue mich, dass es uns dennoch gelungen ist, zahlreiche Spieler sowohl in den Jugend- als auch den Seniorenspielbetrieb zu integrieren. Mein besonderer Dank gilt Samuel Johann, der den regelmäßigen Trainingsbetrieb mit bis zu 20 Jugendlichen aus den unterschiedlichsten Heimatländern organisiert.“

Basaltkreuz für Friedhof St. Martin gestiftet

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Anonymes Urnengrabfeld aufgewertet

Seit einigen Tagen ziert ein Kreuz aus grauem Basaltstein das anonyme Urnengrabfeld auf dem Friedhof St. Martin. Die Oberweselerin Ellen Kneib, seit über einem Jahr in Boppard lebend, stellte dieses schöne Grabkreuz der Stadt Oberwesel zur Verfügung. Eigentlich hätte es mit der Aufgabe des Grabes entfernt werden müssen. Dafür ist es viel zu schade, dachte Elke Ebert und brachte Ellen Kneib auf die Idee, es auf dem anonymen Grabfeld aufstellen zu lassen. Diese Fläche war bisher in keinster Weise gekennzeichnet und stellte sich dem Betrachter als bloße Grasfläche dar. Schwiegersohn Martin Lipp trug die Idee Stadtbürgermeister Jürgen Port vor. Dieser gab gerne seine Zustimmung und als Gegenleistung auch die Zusage zur Übernahme der Montagekosten. Das Sockelfundament fertigten die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes. Abschließend dankt Stadtbürgermeister Jürgen Port allen Beteiligten für ihr Engagement.

 

Bekanntmachung der Stadt Oberwesel

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Einladung zu einer Einwohnerversammlung in der Stadt Oberwesel

Hiermit lade ich gemäß § 16 der Gemeindeordnung alle Einwohner und Bürger der Stadt Oberwesel herzlich ein zu einer

Einwohnerversammlung

am Montag, 23.10.2017, 18.30 Uhr,

im Rathaussaal der VG-Verwaltung, Rathausstr. 6, Oberwesel.

Kernthema dieser Einwohnerversammlung ist die Kommunalreform und der Sachstand zur Auswahl möglicher Fusionspartner.

Oberwesel, 05.10.2017

Jürgen Port

Stadtbürgermeister

 

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