Montag, 19. Februar 2018

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Bürgerinitiative appelliert an Verantwortung der Mitglieder im Hunsrück-Kreistag

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Zorn: Nicht noch mehr wertvolle Zeit verlieren!

Mittelrhein. Der Rhein-Hunsrück-Kreistag wird sich in seiner nächsten Sitzung mit der Mittelrheinbrücke befassen. Dies entschied das Verwaltungsgericht, nachdem Landrat Marlon Bröhr das Thema nicht im höchsten Kreisgremium zur Beratung stellen wollte. Der Vorstand der Bürgerinitiative ProBrücke freut sich über die klare Botschaft des Gerichts: „Nur wer miteinander über unterschiedlichen Positionen spricht, findet tragfähige Lösungen und breite Akzeptanz. Die Mittelrheinbrücke ist ein Gemeinschaftsprojekt.“ Bröhr hat angekündigt, dass er gegen das Urteil Berufung einlegen wird. ProBrücke-Vorsitzender Bernd Zorn fordert: „Es darf nicht noch mehr wertvolle Zeit verloren werden. Es geht um das wichtigste Infrastrukturprojekt für die Menschen am Mittelrhein. Da müssen persönliche Eitelkeiten hintenan stehen!“

Die Bürgerinitiative ProBrücke erwartet von den gewählten Kreistagsmitgliedern, dass sie bei den anstehenden Beratungen zur Mittelrheinbrücke Verantwortung zeigen und den Weg freimachen für den schnellstmöglichen Start des notwendigen Raumordnungsverfahrens, um weitere Verzögerungen zu vermeiden. Die endgültige Entscheidung, ob eine kommunale Brücke oder Landesbrücke gebaut wird, hänge nicht vom initiierten Raumordnungsverfahren ab. Dazu Bernd Zorn: „Die Planungen zur Mittelrheinbrücke müssen endlich weitergehen. Die Frage der Trägerschaft kann getrennt vom zwingend zu durchlaufenden Verfahren betrachtet werden.“ Wenn dann auch noch ein aktuelles Verkehrsgutachten vorliege, könne man anhand von Fakten entscheiden und müsse „nicht aus dem Bauch heraus“ die Baulast beurteilen.