Sonntag, 22. April 2018

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SPD stellt sich für die Zukunft auf

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Die Sozialdemokraten im Kreis Neuwied nehmen den Erneuerungsprozess der Partei ernst und wollen ihn getreu dem Motto „Von Unten nach Oben“ gestalten. Im Kreisverband sollen nun organisatorische Modernisierungen erfolgen, zudem wird die Diskussionskultur gestärkt und ausgebaut.
Ebenfalls soll es verstärkt basisdemokratische Elemente geben, die die Mitbestimmung aller Mitglieder erhöhen. So wurde zum Beispiel das sogenannte Vollversammlungsprinzip vorgeschlagen, bei dem nicht mehr Delegierte, sondern alle Mitglieder entscheiden können.
Mehr Bürgerbeteiligung und eine erhöhte Transparenz sind weitere Ziele, die eng mit den erarbeiteten Ideen verbunden sind. So wird die SPD das Format der „Bürger- und Mitgliederforen“ weiterentwickeln, damit regelmäßig neben den Parteimitgliedern auch die interessierten Bürgerinnen und Bürger in den Diskussionsprozess eingebunden werden.
Im Erpeler Bürgersaal eröffnete SPD-Kreisvorsitzender Fredi Winter dann auch die Versammlung mit dem Aufruf: „Wir müssen näher am Menschen sein und wieder mehr inhaltliche Diskussionen darüber führen, wohin es mit der Sozialdemokratie und dem Land hingehen soll.“ Die vielfältigen Ideen und Vorschläge aus den drei Arbeitsgruppen (Jugendförderung, Bürgernähe, Mitgliederbeteiligung) wurden festgehalten und werden nun von SPD-Kreisgeschäftsführer Martin Diedenhofen ausgewertet und zusammengeführt.
Daraus wird ein Maßnahmenkatalog entstehen, der neuen Schwung für die Parteiarbeit bringt und den SPD -Kreisverband Neuwied fit für die Zukunft macht. „Erneuerung bleibt im Kreis Neuwied kein bloßer Slogan. Die SPD ist nicht nur Mitmachpartei, sie ist auch Mitentscheiderpartei“, betonte Martin Diedenhofen zum Abschluss der Veranstaltung.

Ausbringung von holländischem Geflügelkot in Asbach

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Landrat: „Dieser Gülletourismus gehört verboten !“

Kreis Neuwied – Landrat Achim Hallerbach reagiert empört auf die Ausbringung von holländischem Geflügelkot im Umfeld von Asbach-Heide am ersten Frühlingssonntag des Jahres. „Im Kreis Neuwied betreiben unsere Landwirte – einige wenige schwarze Schafe ausgenommen – eine vorwiegend extensiv ausgerichtete landwirtschaftliche Produktion mit sachgerechter Ausbringung von Gülle und Stallmist auf betriebsnahen Flächen. Für die Sünden in den Intensiv-Veredelungsstandorten werden sie dann noch mit an den Pranger gestellt!“

„Leider sind unserer Behörde bei diesem Gülletourismus die Hände gebunden“, so der Landrat. Die Anträge auf Verbringung von ausländischer Gülle oder Trockenkot werden direkt beim Landesministerium beantragt und bewilligt. „Unsere vorgebrachten Bedenken und unser Veto wurden beim Antragsverfahren nicht gehört“, so Achim Hallerbach.

In den Intensiv-Veredelungsstandorten in Holland, am Niederrhein und im Münsterland schwappen die Güllebehälter über. Viele Tiere und wenig Fläche. Mit Schiffen und LKW wird die stinkende Fracht über hunderte von Kilometern transportiert.

Grundsätzlich sei die Praxis, organischen Dünger von Überschussgebieten in Ackerbauregionen zu bringen, nicht verwerflich, so die Kreisverwaltung. Ackerbaubetriebe ohne Viehhaltung benötigen zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit organische Masse. Diese kann dem Boden im Rahmen der Fruchtfolge oder durch Zwischenfruchtanbau nur bedingt zugeführt werden. „Die Übernahme von organischem Dünger sollte nach Möglichkeit innerhalb einer Region erfolgen. Das Risiko der Seuchenverbreitung wäre damit deutlich minimiert. Aber in die Abwägung zwischen Handelsfreiheit und tierseuchenrechtlichen Bedenken hat sich der Gesetzgeber für eine liberale Handelspolitik entschieden“, bedauert Thomas Ecker von der unteren Landwirtschaftsbehörde der Kreisverwaltung Neuwied.

„Wir müssen als Sündenböcke für die industrielle Landwirtschaft in anderen Regionen herhalten“, ist sich Ulrich Schreiber, Kreisvorsitzender des Bauern- und Winzerverbandes mit dem Landrat einig. Er verweist auf die zahlreichen Diffamierungen, denen sich die Landwirtschaft durch eine gesellschaftliche Minderheit ausgesetzt sieht. „Unsere Landwirte werden durch immer schärfere gesetzliche Regelungen gegängelt und müssen sich permanent Rechtfertigen. So allmählich verlieren die meisten Bauern die Lust und wollen ihren Kindern keine Hofübernahme zumuten. Bei dem Altersdurchschnitt unserer Landwirte kann man ausrechnen, wann das Licht ausgeht. Dann werden Investoren aus anderen Regionen die Flächen übernehmen. Und dann wird sich auch im Kreis Neuwied eine andere Form der Landwirtschaft entwickeln, die letztendlich keiner haben will“, fürchtet Ulrich Schreiber.

„Wenn wir genau diese Intensiv-Landwirtschaft verhindern wollen, dann müssen wir jetzt unsere vorhandenen Extensiv-Landwirte im Landkreis Neuwied unterstützen und ihre Arbeit wertschätzen. Unsere Landwirte sind wichtige Landschafts- und Kulturpfleger sowie die Produzenten regionaler Lebensmittel. Diese gilt es zu sichern. Unsere mit der Region verwurzelten Landwirte importieren keinen holländischen Hühnerkot“, betont Landrat Achim Hallerbach. Er bedauert, dass ein Betrieb die gesamte Landwirtschaftsbranche in ein derart schlechtes Licht führe. Dies sei auch ein Zeichen einer fehlenden regionalen Bindung und Identifikation.

Alle betonen, dass absolut keine Notwendigkeit bestanden habe, diese Aktion an einem Sonntag durchzuführen. In derartigen Fällen empfiehlt die Kreisverwaltung, unverzüglich die Polizei zu informieren, damit das Gesetz zum Schutz von Sonn- und Feiertagen eingehalten werden könne.

Regina Berger leitet Abteilung für Soziales und Integration

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Regina Berger (Mitte) ist die Abteilungsleiterin der neu geschaffenen Abteilung für Soziales und Integration (Abt. 500) innerhalb des Amtes für Jugend und Soziales (Amt 51). Das komplette Amt wurde kürzlich aufgrund einer Vielzahl von gesetzlichen Reformen und einem damit verbundenen Anstieg sowohl des Arbeits- als auch des Personalvolumens organisatorisch neu strukturiert. Bürgermeister Michael Mang (links) bewertet das sehr positiv. „Wir messen dem Themenfeld Soziales eine sehr hohe Bedeutung zu. Von daher war es wichtig, wieder eine eigene Abteilung aufzubauen. Wir haben im Zuge der notwendigen Umgestaltung des Amtes 51 wichtige Pflöcke für die Zukunft eingeschlagen und neben der Abteilung 500 auch die Abteilung 510 für Jugend neu eingerichtet. Das ganze Amt ist nun seinem breiten Aufgabenfeld entsprechend aufgestellt.“ Amtsleiter Wolfgang Hartmann (rechts) betont: „Mit Regina Berger hat eine erfahrene Fachfrau mit viel Know-how die wichtige Funktion der Leiterin der Abteilung für Soziales und Integration übernommen.“

Sachgebiet „Staatsangehörigkeits- u. Personenstandswesen nicht besetzt

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Wegen einer Fortbildungsveranstaltung ist das Sachgebiet „Staatsangehörigkeits- u. Personenstandswesen (Einbürgerungen)“ bei der Kreisverwaltung Neuwied am Donnerstag, den 19.04.2018 nicht besetzt.

Know-How für eine qualitative Jugendarbeit

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Landrat Hallerbach: Ehrenamtliche und Fachkräfte der Jugendarbeit stehen vor anspruchsvollen Aufgaben

Kreisjugendpflege setzt die Qualifizierungsoffensive „Know-How für eine qualitative Jugendarbeit“ für Fachkräfte in der Jugendarbeit im April und Mai fort

Neuwied. Fachkräfte in der Jugendarbeit leisten immer wieder den Spagat zwischen individueller, lebensweltorientierter Kompetenzförderung des Einzelnen, auf der einen Seite und Umsetzung fachlicher Standards und Leitlinien, auf der anderen Seite. Eine ständige Anpassung an neue Situationen und Entwicklungen ist notwendig und stellt zugleich eine große Herausforderung für die Akteure dar. Haupt-, und ehrenamtlich Tätigen, aus dem Bereich Jugendarbeit bietet die Qualifizierungsoffensive Weiterbildungsangebot zu aktuellen Themenschwerpunkten.

„Bereits die Auftaktveranstaltung ’Konfrontative Pädagogik - Alles eine Frage der Richtigen Haltung?!’ im März mit Dipl. Sozialarbeiter FH und Antiaggressivitätstrainer Markus Brandt als Referenten war ein gelungener Programmstart“, so die Kreisjugendpflegerin Lena Schmuck.

Nun wird die Reihe mit folgenden Veranstaltungen fortgeführt:

28. April: 9:30 - 14:00 Uhr: Workshop: „Ankommen und Verstehen – Handwerkszeug in der interkulturellen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“ in Kooperation mit der FachstellePlus des Kinder- und Jugendpastorals Koblenz.

„Ehrenamtliche und Fachkräfte der Jugendarbeit stehen vor der anspruchsvollen Aufgabe, ein immer neues Verständnis für die Vielfältigkeit von Kindheit und Jugend zu entwickeln“, so Landrat und Jugendamtsdezernent Achim Hallerbach im Vorwort des Flyers zur diesjährigen Veranstaltungsreihe und ergänzt: „Nicht selten sind junge Menschen aus anderen Kulturkreisen Adressaten der Jugendarbeit. Dies stellt Fachkräfte immer wieder vor neue Herausforderungen.“ Was bedeutet interkulturelle Kompetenz in diesem Zusammenhang und welche Konflikte können in dieser Arbeit entstehen? Diese Fragen greift der Workshop auf und bietet gleichzeitig konkretes Handwerkszeug für die Praxis. Die Teilnehmer erwartet ein umfassendes Angebot an Theorie sowie spannenden Übungen und Spiele für  die interkulturelle  Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die auch in anderen Einsatzbereichen hilfreich sind, um Hemmnisse und Vorurteile abzubauen.

5. Juni: 18:00 -19:30 Uhr:  Infoabend: „ ’Legal-Highs’ Neue Drogen – neue Vertriebswege - neue Gefahren?“, Referent: Ralf Wischnewski, Dipl.-Sozialpädagoge, Fachkraft für Suchtprävention, Drogenhilfe Köln Projekt gGmbH. Der Infoabend findet in Koperations der Gemeinschaftsinitiative  „Wir Westerwälder“ und der FachstellePlus des Kinder und Jugendpastoral Koblenz statt.

Die neuen synthetisch hergestellten Substanzen, die sogenannten „Legal-Highs“ verbreiten sich in den letzten Jahren in rasantem Ausmaß. Viele dieser Substanzen fallen derzeit nicht unter das Betäubungsmittelgesetz und werden vorwiegend über das Internet z.B. als Badesalze, Dünger oder Räuchermischungen beworben und vermarktet. Fundierte Informationen über Risiken und Nebenwirkungen liegen meist nur unzureichend vor. Die Leidtragenden sind am Ende die meist jungen und naiven Konsumenten, die sich der gesundheitlichen Gefahren nicht bewusst sind. Ein neues Gesetz, welches Ende 2016 in Kraft trat, konnte bislang den Vertrieb nur unzureichend stoppen.

Die Veranstaltung will einen Überblick geben, über das momentane Angebot an „Legal-High“-Substanzen, sowie deren Wirkung und Nebenwirkungen. Zudem wird näher auf die betäubungsmittelrechtliche Grundlage eingegangen.

Der Flyer mit allen Terminen und Veranstaltungen kann unter www.kreis-neuwied.de heruntergeladen werden. Da die Teilnehmerzahlen begrenzt sind, wird um frühzeitige Anmeldung gebeten.

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter Kreisverwaltung Neuwied: Lena Schmuck und Franlin Toma, Tel. 02631/803-621 oder 02631/803-442, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

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