Mittwoch, 17. Januar 2018

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Jugendhilfeausschuss für den Kreisjugendamtsbezirk berät Haushaltsansätze 2018

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Hallerbach ist erfreut über die positive Entwicklung

Kreis Neuwied – Die Haushaltsansätze für die Jugendhilfe hat der Jugendhilfeausschuss für den Kreisjugendamtsbezirk in seiner letzten Sitzung des Jahres beraten. Nach der Kalkulation der Abteilung Jugend und Familie (Kreisjugendamt) wird die Beteiligung des Landkreises Neuwied an den Personalkosten der Kindertagesstätten weiter steigen. „Die Steigerungen sind dem weiteren Ausbau des Platzangebotes in Kindertagesstätten – letztlich auch bedingt durch die demografische Entwicklung – geschuldet“, so der 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach. „Es ist absehbar, dass die Personalkosten der Kindertagesstätten in den kommenden Jahren einen weiter anwachsenden Anteil an den Jugendhilfeaufwendungen des Landkreises Neuwied einnehmen werden.“ Im Haushalt 2018 beträgt der Anteil des Landkreises an den Personalkosten der Kindertagesstätten 57 Prozent des gesamten Jugendhilfeetats.

Mit der Einführung der sogenannten Elternbeitragsfreiheit sollten die dadurch entstehenden Einnahmeausfälle durch Ausgleichszahlungen des Landes kompensiert werden; diese sind nach Darlegung von Jürgen Ulrich, Leiter des Kreisjugendamtes, nach wie vor nicht ausreichend, um die dem Kreis Neuwied entstehenden Einnahmeausfälle ausgleichen zu können. Hier sieht Hallerbach weiteren Nachbesserungsbedarf von Seiten des Landes.

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Elektronische Sammelakte erleichtert Arbeit

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Standesamt: Rascher Zugriff auf große Dokumentensammlung

Die Digitalisierung schreitet mit großen Schritten voran - und macht natürlich vor Behörden nicht halt. Im Gegenteil: Gerade die Standesämter erleben momentan eine Fülle an Neuerungen. Maßgeblich daran beteiligt sind die Neuwieder.

Wie umfassend die jüngsten Veränderungen in den Standesämtern des Landes waren, weiß kaum einer besser als Dirk Uhrig, der Leiter der Neuwieder Behörde. In den vergangenen Jahren erfolgte zunächst die Einführung der elektronischen Personenstandsregister, später die des  elektronischen Mitteilungswesens, anschließend wurden die Weichen für eine umfassende Digitalisierung der Arbeitsabläufe in den Standesämtern gestellt – und zwar mit dem Projekt „Elektronische Sammelakte“. Hierbei hat das Neuwieder Standesamt eine Pilotfunktion übernommen.

Welche Bedeutung hat die Sammelakte? Uhrig erklärt: „Das sind die Dokumente, die die Grundlage für das Beurkunden des Personenstands darstellen. Darunter fallen Geburts- und Sterbefallanzeigen, Vaterschaftsanerkennungen, Namenserklärungen, Hochzeiten, Scheidungen oder Nachweise über die Staatsangehörigkeit. Und die müssen wir laut Gesetz in besonderen Akten, eben den  Sammelakten, aufbewahren.“ Wegen ihrer besonderen Bedeutung als Basis jeglicher Art von Beurkundung genießen sie besonders hohen  Aufbewahrungsschutz. „Bei Verlust eines Registers müssen Standesbeamte in der Lage sein, es wiederherzustellen. Manche Akten müssen wir daher bis zu 110 Jahre aufbewahren“, berichtet Uhrig. Bislang in Papierform. Doch damit ist bald Schluss. Auch weil das Neuwieder Standesamt seit 2016 maßgeblich an der geplanten bundesweiten Einführung der elektronischen Sammelakte mitwirkt.

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Numerus Clausus fürs Medizinstudium behindert gute ländliche Versorgung

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Erwin Rüddel äußert sich zum Urteil des Bundesverfassungsgerichtes

Berlin / Wahlkreis. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes den Numerus Clausus als Zugang zum Medizinstudium teilweise als verfassungswidrig zu erklären, wird vom heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel ausdrücklich begrüßt. „Dies entspricht meinen schon lange vertretenen Forderungen“, erklärt der Gesundheitspolitiker, der damit große Chancen für eine Verbesserung der medizinischen Versorgung in ländlichen Regionen sieht.

Der Christdemokrat plädiert dafür, den Zugang zum Medizinstudium nicht von der Abiturnote abhängig zu machen. Im Hinblick auf die aktuell getroffene Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes bedauert Rüddel, dass bislang nur wenige Universitäten von der bereits bestehenden Möglichkeit Gebrauch gemacht haben, neben der Abiturnote weitere Kriterien bei der Vergabe von Studienplätzen stärker zu berücksichtigen. „Das Land Rheinland-Pfalz und die Gesundheitsministerin sind jetzt in der Pflicht. Ohne mehr Studienplätze für Medizin und ohne eine gerechtere Verteilung der Studienplätze ist eine flächendeckende Versorgung unserer ländlichen Heimat nicht möglich“, so Rüddel.

Nach dem Numerus Clausus-Urteil fordert Erwin Rüddel: „Chancengleichen Zugang zum Medizinstudium in allen Bundesländern, der nicht ausschließlich und auch nicht ganz überwiegend nach der Abiturnote ausgerichtet ist. Vielmehr gilt es auch andere Auswahlkriterien wie soziale und kommunikative Kompetenzen oder Tätigkeiten im Rettungsdienst heranzuziehen. Ganz wichtig sind auch deutlich mehr Studienplätze für Medizin!“

Nur so könnte langfristig die ärztliche Versorgung flächendeckend sichergestellt werden. Dabei verweist der Gesundheitspolitiker einmal mehr auf die Pflicht der Länder und hier insbesondere auf die Pflicht der Mainzer Gesundheitsministerin. Bund und Länder müssen nun bis zum 31. Dezember 2019 eine Neuregelung zum künftigen Auswahlverfahren treffen. Dabei müssten die Ziele des „Masterplans Medizinstudium 2020“ richtungsweisend sein.

Denn der in diesem Jahr von Bund und Ländern beschlossene Masterplan sei der richtige Rahmen, um jetzt über weitere Verbesserungen beim Zugang zum Medizinstudium zu beraten. Wer nun aber pauschal mehr Geld vom Bund für neue Medizinstudienplätze verlange, liege falsch. Der Bund unterstütze die Länder bereits wie noch nie zuvor und investiere alleine im Hochschulpakt 2020 insgesamt über 20 Milliarden Euro für zusätzliche Studienplätze.

„Wir, der Bund, haben gut überlegte, richtungsweisende Konzepte auf den Tisch gelegt. Konzepte die positive Lösungen und Erfolge nach sich ziehen und ohne die eine flächendeckende Versorgung unserer ländlichen Heimat nicht möglich ist. Dessen muss sich das Land, insbesondere die Gesundheitsministerin, bewusst sein“, bekräftigt Erwin Rüddel.

Puppenspieler begeisterten Jung und Alt in Feldkirchen

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Viele kleine und große Zuschauer füllten am dritten Advent komplett den Gemeindesaal der evangelischen Kirchengemeinde Feldkirchen. Das traditionell angebotene weihnachtliche Marionettentheater mit seinen liebevoll gefertigten Puppen und den zauberhaften gearbeiteten, detailreichen Kulissen übt stets eine große Faszination auf Jung und Alt aus. Das wissen die Veranstalter aus Erfahrung. Fröhlich jauchzend folgten auch in diesem Jahr die Besucher der Inszenierung des heiteren Stücks „Weihnachtswichtel schlafen nicht“. Das Team der Koblenzer Puppenspiele agierte mit großer Stimmenvielfalt und musikalischen Einlagen und entführte das Publikum so in die Welt eines wunderbaren Weihnachtsmärchens. Die Aufführungen des Marionettentheaters sind eine Kooperation zwischen dem  Kinder- und Jugendbüro der Stadt Neuwied und der evangelischen  Kirchengemeinde Feldkirchen. Beide Organisationen wissen bereits jetzt: Auch im kommenden Jahr sind die Koblenzer Puppenspiele wieder in Feldkirchen zu Gast.

Vielen Migranten fehlen Abschlüsse

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Handwerkskammer informierte über berufliche Integration

Das Anerkennen ausländischer Berufsabschlüsse ist kein leichtes Unterfangen. Die Handwerkskammer Koblenz informierte nun Migrationsexperten über Möglichkeiten und Grenzen.

Immer mehr Geflüchtete schließen Integrationskurse oder Sprachkurse ab und suchen nach einer beruflichen Perspektive. Neben Maßnahmen zur beruflichen Integration rückt momentan das Verfahren der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen in den Vordergrund. In einer Informationsveranstaltung, zu der die Handwerkskammer (HwK) Koblenz hauptamtliche Integrationsakteure aus der Region eingeladen hatte, ging es um Themen wie Anerkennungsberatung, Anpassungsqualifizierung und Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz. Aus Stadt und Kreis Neuwied nahmen Hilde Janzing-Schanz, die Koordinatorin des „Team Flüchtlinge“ beim Jobcenter, Dr. Martin Correll, der Bildungskoordinator für Neuzugewanderte, und die städtische Integrationsbeauftragte Dilorom Jacka teil.

Stefan Gustav, Berufsbildungsexperte der HwK Koblenz, unterstrich, dass für die Kammer die Themen Qualifizierung von Personen mit Migrationshintergrund und Beurteilung ausländischer Berufsabschlüsse nicht neu seien. Schon seit Jahren habe die HwK mit Kindern türkischer Gastarbeiter, Migranten aus den Balkanstaaten und Aussiedlern zu tun, die ausgebildet werden oder ihre Berufsabschlüsse anerkannt bekommen wollen. Mit dem großen Zuzug von Flüchtlingen habe diese Aufgabe eine neue Dimension gewonnen. Gustav stellte klar: „Die wesentliche Voraussetzung für eine Anerkennung ist ein staatlich anerkannter Berufs- oder Fortbildungsabschluss - und zwar auf Basis eines mindestens einjährigen, geordneten Ausbildungsgangs. An dieser „formalen Berufsqualifikation“ scheitern laut Gustav jedoch schon viele Antragsteller. Diese verfügten zwar nicht selten über Erfahrung und Kompetenz, nicht aber über einen formalen Abschluss. In solchen Fällen versucht die HwK,  verstärkt auf „nonformale“ Fertigkeiten zu achten, um Betroffenen eine berufliche Integration zu ermöglichen.

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