Sonntag, 22. April 2018

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Löschzug Irlich agiert künftig noch sicherer

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Heimischer Betrieb hat Wärmebildkamera gespendet

Mehr als 54 Löschzugdienste sowie 36 Einsätze leistete die Feuerwehr Irlich im vergangenen Jahr. Diese Zahlen nannte Löschzugführer Kai Jost.  Die Bandbreite der Einsätze reichte von der kleineren Hilfeleistung bis hin zu Gebäudebränden. Hinzu kommen viele erfolgreich absolvierte Aus- und Fortbildungen auf Stadt-, Kreis- und Landesebene. Unter dem Strich haben die ehrenamtlich tätigen Wehrleute laut Jost „viel Zeit für das Allgemeinwohl investiert“. Das große Engagement und die Erfolge bei der Ausbildung wirken sich aus: Bürgermeister Michael Mang beförderte beziehungsweise bestellte Lea Sprenger, Daniel Weinberg und Dennis Pollok. Doch dieses Trio stand nicht allein im Mittelpunkt: Nach langjähriger Tätigkeit im Feuerwehrdienst wurde neben Manfred Pollok und Dirk Elberskirch auch Heinz Gruber, der nach Erreichen der Altersgrenze nun in den Feuerwehrruhestand gehen muss, entpflichtet. Gruber erhielt darüber hinaus für 25-jährige aktive Tätigkeit in der Feuerwehr das Silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen. Zufrieden stellte Jost fest, dass im Jahr 2017 sieben neue Feuerwehrfrauen und -männer den Weg zum Löschzug Irlich gewonnen haben. „Mit dieser Verstärkung können wir unsere vielfältigen Aufgaben auch künftig gut bewältigen“, betonte Jost.

Schließlich wartete noch ein besonderes Highlight auf die Wehrleute. Dietmar Brüning vom KFZ-Meisterbetrieb Ausbeultechnik Brüning aus Irlich spendete dem Löschzug eine hochwertige Wärmebildkamera. Im Beisein von Bürgermeister Michael Mang und Fred Gross, dem stellvertretenden Leiter des Amtes für Feuer-, Hochwasser- und Katastrophenschutz, übergab Brüning die Wärmebildkamera an Löschzugführer Kai Jost und dessen Stellvertreter Ralf Frings, die sich im Namen aller Löschzugmitglieder für dieses großzügige Geschenk bedankten. Durch Spenden weiterer Irlicher Geschäftsleute konnten zudem notwendige Zubehörteile erworben werden. „Mit der nun in Dienst gestellten Wärmebildkamera können wir künftig unsere Arbeit, insbesondere bei Bränden, erheblich sicherer und bedeutend effektiver durchführen“, unterstrich Jost. Ein Vorteil, von dem neben den Feuerwehrleuten auch die Bevölkerung profitiert.

Gleichstellungsbeauftragte des Kreises verabschiedet Karin Suppus

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Zum Abschied in den Ruhestand gab es für Karin Suppus, langjährige Mitarbeiterin des Caritasverbandes, Geschäftsstelle Simmern, einen großen Blumenstrauß von der Gleichstellungsbeauftragten des Rhein-Hunsrück-Kreises, Pia Reuter: „Wenn man eine langjährige Mitstreiterin in Sachen Frauenpolitik verliert, ist es mir ein dringendes Bedürfnis, dieser herzlich zum Abschied Danke zu sagen.“ So wirklich kann Karin Suppus es noch nicht fassen – Ruhestand. Noch ist es eher abstrakt, aber durch die vielen letzten abschließenden Gespräche in Arbeitskreisen, Gremien oder die Aktenübergabe an Kolleginnen, wird der Übergang in den nächsten Lebensabschnitt greifbarer. Auf jeden Fall wird es in Richtung Unruhestand gehen, ist sie sich sicher und lässt prompt eine Aufzählung geplanter Aktivitäten folgen. Im Gespräch mit der Gleichstellungsbeauftragten hob Karin Suppus hervor: „Ein großes Anliegen war mir immer soziale Ungerechtigkeiten zu erkennen, zu benennen und andere für ein gemeinsames Vorgehen zu gewinnen. Nur so können die notwendigen Veränderungen herbeigeführt werden.“ In diesem Sinne weist Suppus eindringlich auf die starken Veränderungen u.a. in ihrem Arbeitsfeld „Schwangerenberatung“ hin.

Diese haben mit der sich wandelnden Arbeitswelt zu tun; hier insbesondere die prekären Arbeitsverhältnisse. Letztlich produzieren sie immer Armut sind sich Pia Reuter und Karin Suppus sicher. Eine weitere Ursache ist der immer stärkere Bedarf an bezahlbarem Wohnraum für alle. Hier insbesondere für Familien mit Kindern.

Daraus resultiert auch Suppus Zukunftswunsch: intensive strukturelle Veränderungen vorantreiben!

Nichts mehr Sehen und Verändern zu wollen würde auch nicht zu ihr passen, ist sich Pia Reuter sicher. Ihre verlässliche Mitstreiterin in Sachen Frauenrechten und Frauenbelangen wird ihr ebenso fehlen wie deren sanfte Beharrlichkeit.

CDU-Fraktionschef Martin Hahn: „Ortsbeiräte in Neuwied haben sich bewährt“

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CDU-Fraktion kritisiert Scheindiskussion der SPD um Sinn oder Unsinn der Ortsbeiräte

Neuwied. Für die CDU-Fraktion im Stadtrat haben sich die Ortsbeiräte bewährt. „Mehr als 80 ehrenamtliche Mitglieder in den zwölf Ortsbeiräten der Stadt zeugen von großem Engagement für die Themen vor Ort. Dieses Engagement stellen wir nicht in Frage“, macht CDU-Fraktionschef Martin Hahn deutlich. „Wir schätzen die Arbeit. Die Ortsbeiräte sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Bürger, Rat und Verwaltung, als Ansprechpartner für die Menschen in den Stadtteilen und wertvolle Ideen- und Impulsgeber auch für unsere Arbeit im Stadtrat.“ Die CDU bleibe bei ihrer klaren Haltung: „Die jetzt von der Neuwieder SPD angezettelte Diskussion ist weder sinnvoll noch zielführend.

Dass die SPD-Fraktion, die die Ortsbeiräte zunächst bekämpft, sie nach deren Einrichtung boykottiert und seit 2009 in einer 180-Grad-Kehrtwende in allen Stadtteilen in den Ortsbeiräten aktiv mitgearbeitet hat, jetzt erneut die Sinnfrage stellt, ist für Hahn „Ausdruck größter Verunsicherung - und diskreditiert auch die gute Arbeit der SPD-Vertreter in den Beiräten.“ Dass zwei vom Bürger gewählte SPD-Ortsvorsteherinnen und weitere in Doppelfunktion in Stadtrat und Ortsbeirat arbeitende Genossen sich nun als Stadtrats-Fraktionsmitglieder selbst abschaffen wollen und damit ihre eigene Arbeit für sinnlos erklären, ist für Hahn „ein Stück aus dem Komödienstadl. Dann sollen sie sich bitte auch aus den Ortsbeiräten zurückziehen. Das wäre wenigstens ehrlich.“

Die CDU-Fraktion attestiert, dass es in der Vergangenheit sicherlich an vielen Stellen zwischen Ortsbeiräten und Verwaltung geknirscht hat. „Mit Jan Einig als Oberbürgermeister haben wir einen äußerst kommunikativen Menschen an der Spitze der Verwaltung. Er schätzt die Arbeit der Ortsbeiräte und hat bereits Abläufe im Zusammenspiel zum Positiven verändert. Dies wird sich in kürzeren Bearbeitungszeiten und schnellerer Umsetzung von beschlossenen Maßnahmen zeigen.“

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Migrationsbeirat: Neues Mitglied verpflichtet

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Woroud Nissan aus Syrien für Bülent Aktepe dabei

In der jüngsten Sitzung des Beirates für Migration und Integration hat Ilhan Sandayuk, der Vorsitzende des Gremiums, Woroud Nissan durch Handschlag als neues Mitglied verpflichtet. Nissan ist Nachrückerin für den ausgeschiedenen Bülent Aktepe, der in ein anderes Bundesland umgezogen ist. Sie stammt aus Syrien und lebt seit 2000 in Deutschland. Hier absolvierte Nissan ihre Ausbildung zur Erzieherin und arbeitet nun in einer Kita. Die Beiratsmitglieder und die Geschäftsführerin des Beirates, Dilorom Jacka, freuen sich, dass eine engagierte und sprachgewandte Frau die Integrationsarbeit in Neuwied verstärken wird. Mit Woroud Nissan steigt auch der Frauenanteil im Beirat auf knapp die Hälfte – 7 von 15 Mitgliedern sind Frauen.

Mit Nissan konnte auch eine Frau mit Fluchterfahrung und damit die Vertreterin einer weiteren Migrantengruppe gewonnen werden. „Gerade im Hinblick auf die bevorstehende Wahl in den Migrations- und Integrationsbeirat im Herbst 2019 ist es wichtig, neben Menschen mit Migrationshintergrund auch Menschen mit Fluchterfahrung rechtzeitig anzusprechen und zu motivieren, sich in den Beirat wählen zu lassen oder wählen zu gehen“, sind sich die Mitglieder des Gremiums einig. „Woroud Nissan kann helfen, diese Menschen zu erreichen und sie mit ihrem eigenen Beispiel zu überzeugen“, stellte Integrationsbeauftragte Jacka abschließend fest.

Kitas im Kreis - Entlastung von Verwaltungsaufgaben dringend nötig

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IBEB-Direktor präsentiert Studie über Anforderungen an Kita-Leitungen

Kreis Neuwied – „Mehr Leitungszeit für mehr Aufgaben ist genauso erforderlich wie eine Entlastung von reinen Verwaltungstätigkeiten“. So lautet eines der Ergebnisse einer Studie, die das „Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit Rheinland-Pfalz“ (IBEB) bei den Kita-Leitungen im Kreis Neuwied durchgeführt hat und nun dem Kreisjugendhilfeausschuss von Professor Armin Schneider vorgestellt wurde.

Initiiert hatte das Kreisjugendamt die Studie vor dem Hintergrund der Kita-Praxis, wonach die Leitung einer Kindertagesstätte im Rahmen der dafür eingeräumten Zeitbudgets kaum noch leistbar scheint. Der Landesrechnungshof, der die sogenannte Leitungsfreistellung im Kreisjugendamtsbezirk ausführlich in den Blick genommen hatte, kam indes zu einem anderen Ergebnis. Er hatte dem Kreis aufgegeben, strikt auf eine reduzierte Leitungsfreistellung vergangener Jahre einzuhalten und darauf zurückzuführen.

Gefühlt entsprechen die Zeitanteile, die Kita-Leitungen für die Wahrnehmung von Leitungsaufgaben zur Verfügung stehen, längst nicht mehr den heutigen Anforderungen“, beschreibt Landrat Achim Hallerbach die Intention für die Studie; und ergänzt: „Mit der wissenschaftlichen Unterstützung durch das IBEB können wir nunmehr sozusagen den Beweis antreten, dass die Schere zwischen den Anforderungen an Leitung und den dafür zugemessenen Zeitanteilen deutlich auseinandergeht.“

Deren Aufgaben, so eines der Ergebnisse aus der Studie, haben in den vergangenen Jahren nicht nur nach Quantität und Qualität spürbar zugenommen. Leitungszeit ist immer häufiger belegt mit administrativen Aufgaben im engeren und weiteren Sinne - Zeit, die für die pädagogische Arbeit an und mit dem Kind fehlt.

„Wir halten es deshalb für ein wichtiges Qualitätsmerkmal der Erziehungs- und Bildungsarbeit in den Kindertagesstätten, wenn wir die Schlüsselposition der Leitung noch einmal besonders ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken“, führt Landrat Achim Hallerbach aus.

Der Landrat hat die Studie deshalb auch umgehend an Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig und die Kommunalen Spitzenverbände weitergegeben. „Wir erwarten dringend, dass die Ergebnisse der Studie im Rahmen der anstehenden Novellierung des Kita-Gesetzes in den Blick genommen werden – insbesondere hinsichtlich der Festlegung eines angemessenen Rahmens für die Würdigung von Leitungsaufgaben und einer deutlichen Entlastung der Leitungen von administrativen Aufgaben“, bringt der Landrat die Erwartung des Landkreises auf den Punkt.

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