Mittwoch, 22. November 2017

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Eine besondere Herausforderung: Stress- und traumasensible Beratung

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Kreis Neuwied – Der Runde Tisch im Rahmen von RIGG (Rheinland-Pfälzisches Interventionsprojekte gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen) widmete sich im Roentgen-Museum dem Thema der stress- und traumasensiblen Beratung.

Die Beratung von traumatisierten Menschen stand im Mittelpunkt der diesjährigen Fachtagung des Runden Tisches Rhein-Westerwald im Rahmen des Rheinland-pfälzischen Interventionsprojektes gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen im Neuwieder Roentgen-Museum.

Ulrike Held vom Zentrum für Psychotraumatologie und Traumatherapie Niedersachsen veranschaulichte mit vielen Beispielen aus ihrer langjährigen Praxis wie traumatisierte Menschen in Beratungssituationen oft vermeintlich irrational, der Situation selbst unangemessen reagieren. So könnten Gerüche, Gegenstände oder beispielsweise Handlungen völlig ungeahnt Ängste, Ohnmachtsgefühle oder Erinnerungen triggern und damit für die Beratende Person unverständliche Verhaltensweisen auslösen.

Die Herausforderung für die Beraterinnen und Berater läge in einem solchen Fall darin, den betroffenen Menschen wieder in die Gegenwart zurück zu holen. Mit konkreten Übungen zeigte Ulrike Held, wie es möglich ist durch Atemtechniken und/oder Körperübungen diesen Prozess zu erwirken. Dabei sei ein sogenannter sicherer Ort, also ein gewaltfreier Raum in Wort und Tat absolut notwendig, um ein „Naturschutzgebiet für die Seele“ zu schaffen und somit eine Stabilisierung der Betroffenen zu erreichen.

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Tipps für die Biotonne bei Minusgraden

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Wöchentliche Leerung endet am 24. November

Kreis Neuwied. Mit den ersten frostigen Nächten tritt in ungeschützten Lagen ein bekanntes Problem auf. Die Biotonne ist nur halb geleert - das Müllfahrzeug aber bereits außer Sicht. Am Bürgertelefon der Abfallberatung gehen dann Beschwerden über die vermeintlich schlechte Arbeit des Abfuhrunternehmens ein. Der eigentliche Grund ist jedoch: Feuchte Abfälle, wie Laub oder Speisereste sind an der Innenwand oder am Tonnenboden festgefroren und rutschen deshalb beim Leerungsvorgang nicht heraus.

Entgegen der landläufigen Meinung lässt sich das Problem nicht dadurch lösen, dass die Tonne beim Kippvorgang noch stärker angeschlagen wird. Die durch den Frost bereits spröden Tonnen würden dabei schnell zu Bruch gehen und müssten alljährlich unter hohen Kosten ersetzt werden.

Abhilfe kann hingegen jeder leicht selbst schaffen. Die Abfallberatung der Kreisverwaltung Neuwied empfiehlt: Den Tonnenboden mit einer dicken Lage zerknülltem Zeitungspapier oder mit Eierkartons auslegen. Dadurch wird die Feuchtigkeit aufgesaugt und der Müll hat keinen direkten Bodenkontakt. Keinesfalls nasses Laub als erste Schicht in die Tonne geben. Feuchte Bioabfälle und Essensreste mehrlagig in Zeitungspapier einwickeln. Kaffeefilter und Teebeutel bereits in der Küche gut abtropfen lassen. Die Tonne möglichst an einem geschützten, frostfreien Ort aufstellen und erst am Leerungstag um 6.00 Uhr an die Straße stellen. Wenn das nicht möglich ist, die festgefrorenen Abfälle kurz vor der Entleerung vorsichtig mit einem Spaten von der Tonnenwand ablösen. Wie im Abfuhrkalender veröffentlicht, beginnt in Kürze der Winterabfuhrrhythmus für die Biotonne. Von Montag, 27. November 2017 bis einschließlich Samstag, 17. Februar 2018 werden die Biotonnen nur noch alle 3 Wochen geleert, immer gemeinsam mit der Restabfalltonne. Anschließend geht es wieder im wöchentlichen Rhythmus weiter. Weitere Infos unter Tel. 02631/803-308 Kreisverwaltung Neuwied.

Dr. Jan Bollinger (AfD) lädt Neuwieder Kinder am 17.11. zum Vorlesetag ein

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Am 17. November 2017 ist es wieder soweit: Bereits zum 14. Mal findet in ganz Deutschland der Bundesweite Vorlesetag statt. Politiker und Prominente betätigen sich dabei selbst als Vorleser und lesen den Kindern spannende Geschichten vor. Denn Kinder, denen viel vorgelesen wurde, greifen auch selbst öfter zum Buch. Lesen macht dann nicht nur Spaß, es hat auch viele positive Effekte. Bücher fördern Kreativität und Allgemeinbildung, stärken Aufmerksamkeit und Konzentration und helfen beim Schreiben lernen.

So lädt auch der Neuwieder Landtagsabgeordnete der AfD, Dr. Jan Bollinger, alle Kinder zum Vorlesenachmittag in das Bürgerbüro der AfD in Feldkirchen ein. „Ich freue mich schon sehr drauf, Euch Kinder bei uns zu begrüßen. Als Kind habe ich sehr viel und gerne gelesen. Ein gutes Buch ist durch nichts zu ersetzen!“ so Dr. Jan Bollinger.

Die Kinder und ihre Eltern erwartet ein spannender Nachmittag mit Kaffee und Kuchen. Der Vorlesenachmittag beginnt am Freitag, den 17.11. um 15 Uhr und endet um 17 Uhr. Ort: Bürgerbüro der AfD Neuwied, Feldkircher Str. 40a, 56567 Neuwied.

Erfolgreiches Kreistreffen der AfD

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Neuwied. Beim monatlichen offenen Kreistreffen der Bürgerpartei „Alternative für Deutschland“ (AfD) hat Frau Dr. Sylvia Groß ihren Vortrag "Ärztliche Versorgung auf dem Land" gehalten.

Bei der gut besuchten Veranstaltung sprach Dr. Groß auch über einen Gesetzentwurf der AfD-Fraktion zur Änderung des Rettungsdienstgesetzes (RettDG). Der Gesetzentwurf sah eine ausdrückliche Frist von 15 Minuten für das Eintreffen des Notarztes am Einsatzort vor, wurde aber mit den Stimmen der Fraktionen von CDU, SPD, FDP und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN abgelehnt.

Dazu Dr. Groß: „Die derzeitigen Vorgaben des RettDG zur Hilfeleistungsfrist sind aus unserer Sicht nicht ausreichend. Eine durch einen Notarzt frühzeitig eingeleitete therapeutische Maßnahme kann eventuelle Folgeschäden minimieren und die Sterblichkeit von Notfallpatienten erheblich reduzieren. Nicht ohne Grund gibt es in Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg vergleichbare Vorgaben für das Eintreffen des Notarztes am Einsatzort. Im Interesse der Menschen in unserem Land hätten wir uns auch eine entsprechende Regelung für Rheinland-Pfalz gewünscht.“

Im Anschluss an den Vortrag nutzten viele Besucher die Gelegenheit, um Fragen an die Gastrednerin zu stellen. Der Kreisverband der AfD veranstaltet jeden Monat ein offenes Kreistreffen, bei dem sich Bürger aus erster Hand über die Partei informieren können.

Demographischer Wandel - Eine Chance für Frauen?

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Die Chancen des Demografischen Wandels für Frauen bezogen auf den Arbeitsmarkt standen im Mittelpunkt der Infoveranstaltung  „Wiedereinstieg hat Perspektive – noch nie waren die Chancen besser“ im Mehrgenerationenhaus Neuwied.

Das Mehrgenerationenhaus Neuwied, die Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis und die Beauftragten für Chancengleichheit der Arbeitsagentur und des Job-Centers sowie die Wiedereinstiegsberaterin der Arbeitsagentur hatten interessierte Frauen eingeladen, sich zu den verschiedenen Themen rund um die Erwerbsarbeit von Frauen zu informieren.

In der Begrüßung machten Doris Eyl-Müller, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, und Edith Sauerbier, Gewerkschaftssekretärin des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Koblenz, deutlich, dass die Bewertung der Erwerbsarbeit von Frauen seit jeher gesellschaftlichen Notwendigkeiten unterliegt. So bezeichnete Edith Sauerbier in einem kurzen historischen Rückblick die Frauen als die bewegliche Masse auf dem Arbeitsmarkt: direkt nach dem Krieg als Trümmerfrauen unentbehrlich, nach der Rückkehr der Männer aus der Gefangenschaft auf dem Arbeitsmarkt unerwünscht, in den Sechzigern die nichterwerbstätige Ehefrau ein Statussymbol für den Ernährer der Familie und heute in Zeiten des Demografischen Wandels die Hoffnung zur Überwindung des Fachkräftemangels.

Eine große Chance für alle, die nochmal neu starten wollen.

Dass es jedoch nicht nur an den Frauen liegt, einen Job zu finden, wurde in den vielen Beratungsgesprächen deutlich. Trotz des staatlichen Ausbaus der Kinderbetreuung, trotz der besseren Schulabschlüsse von Mädchen und Frauen, trotz einer zunehmenden Flexibilisierung der Arbeitszeiten gibt es für Frauen jede Menge Hemmnisse, die eine eigenständige Existenzsicherung erschweren. Noch immer ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein Balanceakt, der vornehmlich von Frauen zu bewerkstelligen ist und der, wenn er nicht gelingt, oft bittere Folgen für die finanzielle Altersabsicherung hat.

Im Bewusstsein dieser Problematik beteiligten sich Fachleute verschiedenster Institutionen  und informierten über Aus- und Weiterbildung in Teilzeit, Studieren ohne Abitur oder das Aufstiegs-BAföG und gaben Tipps zu Kinderbetreuung, Minijob und Absicherung im Alter. Sie beantworteten Fragen zur Anerkennung ausländischer Schul- und Berufsabschlüsse sowie zu Bildungsangeboten für Migrantinnen oder Menschen mit Handicap und gaben Infos Jobs in der Region und zur Existenzgründung.

Die Organisatorinnen freuten sich über eine gelungene Veranstaltung mit zahlreichen Besucherinnen.

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