Sonntag, 22. April 2018

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Pharmazie

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Fünf Jahre konstruktiver Pharmadialog in Rheinland-Pfalz

„Wir freuen uns, dass wir in Rheinland-Pfalz mit dem Pharmadialog dauerhaft eine Plattform geschaffen haben, auf der alle Beteiligten regelmäßig die aktuellen pharmapolitischen Themen intensiv diskutieren können. Bei diesem Austausch haben alle Mitwirkenden Gelegenheit, ihre praktischen Erfahrungen einzubringen und mögliche Initiativen für gesundheitspolitische Maßnahmen und Strategien zu benennen“, lobten Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt die gute Zusammenarbeit mit allen Partnern im Rahmen der Feierlichkeiten zum fünfjährigen Bestehen des Dialogs.

„Die forschenden und entwickelnden Pharma-Unternehmen im Land besitzen einen hohen Stellenwert bei der Einführung neuer und innovativer Arzneimittel und Medizinprodukte. Deshalb legt die Landesregierung einen besonderen Wert auf die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen, damit Pharma-Unternehmen weiterhin Produkte vor Ort entwickeln und produzieren können. Denn eine kontinuierliche Produktion trägt entscheidend zur Versorgungssicherheit bei und vermeidet Liefereinschränkungen bei wichtigen Arzneimitteln und Impfstoffen. Deshalb werden wir werden den rheinland-pfälzischen Pharmadialog im Sinne der Patientinnen und Patienten sowie der qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unter Einbeziehung neuer digitaler Chancen fortsetzen“, so Ministerin Bätzing-Lichtenthäler.

Daniela Schmitt, Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium, betonte die hohe Bedeutung der Pharmaindustrie für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Rheinland-Pfalz. „Rheinland-Pfalz ist Standort sehr bedeutender Unternehmen der Pharma-Branche. Sie sind ein Leuchtturm unseres Wirtschaftsstandortes und für viele Regionen ein wichtiger Arbeitgeber. Zudem hat die Pharmabranche in den vergangenen Jahren erheblich zur positiven Entwicklung von Rheinland-Pfalz als Industrie- und Innovationsstandort beigetragen. Hier erwirtschaften rund 12.000 Beschäftigte einen Umsatz von etwa 4,4 Milliarden Euro“, sagte Staatssekretärin Schmitt. „Von besonderer Bedeutung ist, dass in der Pharmaindustrie überproportional viele wissensbasierte Arbeitsplätze geschaffen werden. Gepaart mit hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung leistet die Pharmabranche damit einen wichtigen Beitrag für Innovationen.“ Die Landesregierung unterstütze daher die Pharmaindustrie als Teil der Gesundheitswirtschaft im Rahmen der Innovationsförderung.

„Rheinland-Pfalz ist mit seinem Pharmadialog Vorreiter für den fachlichen Austausch in der Pharmabranche. Wir diskutieren dort gemeinsam wichtige Themen wie die Versorgung der Patienten und die Wettbewerbsbedingungen für Hersteller. Uns ist es wichtig, den Dialog fortzusetzen, um die guten Bedingungen des Standortes zu erhalten und weiter auszubauen“, betonte Stefan Rinn, Landesleiter Deutschland von Boehringer Ingelheim.

"Als globales BioPhama-Unternehmen mit einem wichtigen Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstandort in Ludwigshafen schätzen wir die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten im Pharmadialog Rheinland-Pfalz sehr. Er ist seit nunmehr fünf Jahren eine wichtige Plattform, um gemeinsam Versorgungslösungen zu entwickeln", sagte Dr. Patrick Horber, Geschäftsführer der AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG.

„Die LTS ist global führender Entwickler und Hersteller der Darreichung von Medikamenten über die Haut und die LTS bietet als Zulieferer der Pharmaindustrie seit über 30 Jahren innovative Problemlösungen. Hierbei schätzt die LTS den Pharmadialog als exzellentes Forum für den Austausch mit allen Interessengruppen im Pharmabereich. Das Ziel der LTS ist es, bessere, nachhaltige Lösungen zum Wohle der Patientinnen und Patienten, der Angehörigen, der Ärzte und Pfleger, der Pharmapartner und auch der Krankenkassen zu entwickeln. Der Pharmadialog eröffnet eine einmalige Möglichkeit für diesen Austausch“, unterstrich Dr. Tim Schlange, Mitglied des Vorstands der LTS Lohmann Therapie-Systeme AG.

„Fünf Jahre Pharmadialog zeigen, dass ein konstruktiver Gesprächsrahmen immer ein guter Weg ist, für die Beschäftigten, die Unternehmen und das Land etwas zu erreichen. Das sollten wir fortsetzen“, ergänzte Roland Strasser, Landesbezirksleiters der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie Rheinland-Pfalz/Saarland.

Der rheinland-pfälzische Pharmadialog wurde im November 2013 vom rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium initiiert, um aktuelle gesundheitspolitische und gesundheitsökonomische Themen mit besonderem Blick auf die rheinland-pfälzische Situation ergebnisoffen zu diskutieren. Beteiligt am Pharmadialog sind neben dem Gesundheitsministerium und dem Wirtschaftsministerium Arbeitgeber aus dem Bereich Gesundheitswirtschaft sowie die jeweiligen Pharmaunternehmen und ihre Verbände. Im Einzelnen sind dies: AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG, Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG, Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V., Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V., die Chemieverbände Rheinland-Pfalz, Finzelberg GmbH & Co. KG, die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie Landesbezirk Rheinland-Pfalz/Saarland, LTS Lohmann Therapie-Systeme AG, Novo Nordisk Pharma GmbH und der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V.

Frauenwerkstatt

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Wir brauchen Streitkultur statt Kulturkampf!

Bei ihrer Frauenwerkstatt in der Staatskanzlei hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer für eine neue Streitkultur geworben. Die #metoo-Debatte habe eine internationale Diskussion über sexuelle Gewalt ausgelöst. Sie habe Frauen Mut und eine Stimme gegeben. „Diese Netzfeministinnen sehen sich jedoch Hass und Drohungen ausgesetzt“, kritisierte die Ministerpräsidentin und forderte: „Lassen wir nicht zu, dass die Gleichstellungsfrage zu einem Kulturkampf stilisiert wird. Es ist eine politische Auseinandersetzung. Und wir können unsere Positionen selbstbewusst und mit fundierten Argumenten vertreten.“

Gastrednerin Julia Jäkel, mehrfach preisgekrönte Managerin des Hamburger Verlags Gruner+Jahr erläuterte, wie Verlage den Herausforderungen der Digitalisierung und des raschen gesellschaftlichen Wandels begegnen können: „Erfolg hängt heute entscheidend davon ab, wie gut wir mit der Gesellschaft agieren und wie schnell wir sind. Strategie ist natürlich weiter wichtig, aber Wachsamkeit und Gedankenschnelligkeit sind noch wichtiger.“ Die Verlagschefin hob ausdrücklich den Wert von Journalismus für die Demokratie hervor: „Meinungs- und Pressefreiheit und unabhängig agierende Journalistinnen und Journalisten werden noch wichtiger in Zeiten, in denen es nicht mehr selbstverständlich ist, dass sich die bessere Einsicht durchsetzt“, so Julia Jäkel.

Mit der Veranstaltungsreihe „Zu Gast bei Malu Dreyer - Frauenwerkstatt“ möchte die Ministerpräsidentin Frauen die Möglichkeit geben, andere interessante Frauen zu erleben und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Gastrednerinnen sind erfolgreiche Frauen aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur.


15. Landesweiter Ehrenamtstag

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Bewerbungsverfahren für Ehrenamtstag in Pirmasens ist eröffnet

Der 15. landesweite Ehrenamtstag findet auf Einladung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer am 26. August 2018 in Pirmasens statt. Er ist die zentrale Veranstaltung, um den 1,7 Millionen ehrenamtlich Engagierten in Rheinland-Pfalz Danke zu sagen. Der Ehrenamtstag wird gemeinsam von der Staatskanzlei, der Stadt Pirmasens und dem SWR veranstaltet.

„Das Ehrenamt ist unglaublich wichtig für unsere Gesellschaft. Es braucht gute Rahmenbedingungen, um sich zu entfalten. Deshalb ist mir die Unterstützung und Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements ein Herzensanliegen“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie freue sich auf Pirmasens, denn die Stadt biete beste Rahmenbedingungen, um das Ehrenamt zu feiern. Oberbürgermeister Dr. Bernhard Matheis sieht darin sowohl eine Bestätigung der Qualitäten seiner Heimatstadt als auch einer Anerkennung des herausragenden zivilgesellschaftlichen Engagements der Pirmasenserinnen und Pirmasenser. „Pirmasens ist eine Stadt des gelebten Ehrenamtes, das zeigen die vielen vorbildlichen Initiativen und Netzwerke. Rund um den Exerzierplatz bietet Pirmasens eine gute Kulisse für spannende Begegnungen und einen intensiven Austausch.“

„An diesem Tag wollen wir jene in den Mittelpunkt rücken, die sich so stark für andere engagieren“, erklärt Dr. Simone Schelberg, Landessenderdirektorin des SWR in Rheinland-Pfalz. „Wir werden live im Fernsehen und im Hörfunk berichten und dem Ehrenamt so ein gutes Forum bieten. Ehrenamtliches Engagement darf aber nicht nur an diesem Tag in Primasens im Mittelpunkt stehen, dafür ist es zu wichtig für unsere Gesellschaft.“

Mittelpunkt des Ehrenamtstages ist der „Markt der Möglichkeiten“, auf dem Organisationen, Projekte, Einrichtungen und Initiativen aus ganz Rheinland-Pfalz ihr Engagement präsentieren und sich austauschen können. Die thematische Bandbreite reicht von Sport, Kultur, Gesundheit und Selbsthilfe über Natur, Umwelt und Tierschutz bis zu Soziales, Kinder, Jugend- und Demokratiebildung oder Flucht und Asyl. Auch die Hilfs- und Rettungsorganisationen können sich am Ehrenamtstag präsentieren.

Bewerbungen für einen Standplatz auf dem „Markt der Möglichkeiten“ sind ab sofort bis zum 30. Juni möglich. Informationen dazu finden Sie im Internet unter www.wir-tun-was.rlp.de.

Ebenso haben ehrenamtliche Kulturgruppen die Gelegenheit, sich und ihr Engagement auf der SWR 4-Bühne, die in der Höfelsgasse stehen wird, zu präsentieren. Ob Tanzgruppe, Chor, Turn- oder Kampfsportverein: ehrenamtliche Kulturgruppen aller Richtungen können sich unter www.swr.de/ehrensache um einen Auftritt auf der SWR 4-Bühne bewerben.

Die große Live-Sendung „Ehrensache“ im SWR Fernsehen wird direkt vom Exerzierplatz in Pirmasens am 26. August um 18:05 Uhr übertragen.


AKW Cattenom stellt hohes Risiko auch für Rheinland-Pfalz dar

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Land wird gegen Laufzeitverlängerung aktiv werden

Zur Bekanntgabe des Sicherheits-Gutachtens zum AKW Cattenom erklärt Andreas Rahm, energiepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion: „Im Jahr des Super-GAUs in Tschernobyl, im Jahr 1986, ging das französische Atomkraftwerk Cattenom in Betrieb. Das heute vorgestellte sicherheitstechnische Gutachten belegt, dass das mittlerweile alte AKW Cattenom ein hohes Risiko für die gesamte Region und damit auch für Rheinland-Pfalz darstellt. Die Notstromversorgung ist bei Erdbeben defizitär, bei Flugunfällen oder gezielten Flugzeugabstürzen könnte Radioaktivität in großem Ausmaß freigesetzt werden. In der vorherrschenden Windrichtung im Westen befinden sich Großstädte wie Mainz und Ludwigshafen. Insgesamt liegen zum Teil gravierende Mängel bei den Zwischen- und Feuerlöschsystemen sowie bei der Anlage zur Verteilung von gasförmigem Wasserstoff in der Anlage vor.“

Rahm betont: „Es ist aber sehr bedauerlich, dass eine Klage gegen den derzeitigen Weiterbetrieb des AKWs keine Aussicht auf Erfolg hätte. Ein Klageverfahren wäre überdies sehr aufwendig, sehr teuer und sehr langwierig, da das französische Rechtssystem die Darlegung einer lückenlosen Kausalkette vom auslösenden Ereignis (etwa ein Flugzeugabsturz) zum tatsächlichen Schaden bei Mensch oder Umwelt verlangt. Das neue Gutachten zeigt in großer Klarheit, dass mit Blick auf Cattenom dringender Handlungsbedarf besteht. Es ist daher zu begrüßen, dass Umweltministerin Ulrike Höfken gemeinsam mit dem Saarland gegen die Laufzeitverlängerung des Atomkraftwerks im Rahmen des französischen Verfahrens „Enquête Publique“ im Jahr 2021 vorgehen möchte. Rheinland-Pfalz wird sich sehr kritisch und mit Verweis auf die nachgewiesenen Schwachstellen einbringen. Wir setzen dabei auch auf die Unterstützung von Bundesministerin Svenja Schulze; das Ziel ist, das AKW Cattenom spätestens 2026 stillzulegen.“

Bollinger (AfD) begrüßt Bibelturm-Entscheid: Bürger sollten auch im Land mehr mitreden können

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Der parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion Rheinland-Pfalz, Dr. Jan Bollinger, begrüßt Wahlbeteiligung und Ergebnis des Mainzer Bürgerentscheids zum Bibelturm:

Hierzu Dr. Jan Bollinger: „Die Wahlbeteiligung von über 40% zeigt, dass die Bürger über Dinge, die ihr Leben direkt betreffen, selbst entscheiden können und wollen. Wir freuen uns auch über das klare Votum der Bürger gegen ein am grünen Tisch ausgebrütetes Prestigeprojekt, dass offensichtlich an den Bedürfnissen der Bürger vorbeigeht. Die Bürgerschaft als Souverän war hier mit großer Mehrheit anderer Auffassung als die gewählten Repräsentanten und hat sich durchgesetzt. Diese Möglichkeit müssen die Bürger auch auf Landes- und Bundesebene haben.“

Dr. Bollinger weiter: „Die AfD hat schon zwei Gesetzesentwürfe eingebracht, um die unmäßig hohen Hürden für Bürgerentscheide auf Landesebene auf ein realistisches Maß abzusenken. Leider wurden diese von SPD, CDU, FDP und Grünen abgelehnt. Die Bürger sollen politisch offensichtlich nicht mitreden dürfen. Wir werden uns auch weiterhin auf allen Ebenen für echte Bürgerbeteiligung und Volksentscheide nach dem Schweizer Vorbild einsetzen.“

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