Samstag, 16. Dezember 2017

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Joachim Paul (AfD) zur Lehrerabwanderung: Landesregierung muss dringend handeln!

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Der Verband Reale Bildung (VRB), Landesverband Rheinland-Pfalz, veröffentlichte in seiner Ausgabe von Oktober 2017 eine Lehrerbesoldungstabelle, in welcher Rheinland-Pfalz auf dem letzten Platz liegt – weit hinter den Nachbarländern Hessen und Baden-Württemberg. Deshalb verwundert die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des AfD-Abgeordneten Joachim Paul mit dem Titel „Wechsel von Schulleitern und Lehrern in andere Bundesländer“ (Drucksache 17/4741) keineswegs.

Allein bei den Versetzungen über das Lehreraustauschverfahren gingen Rheinland-Pfalz zwischen 2013 und 2017 insgesamt 126 Lehrer verloren. Bei den Versetzungen, die aufgrund von Bewerbungen im regulären Einstellungsverfahren erfolgten, ergibt sich gar ein Minus von 250 Lehrern. In allen fünf Jahren überstiegen die Abgänge die Zugänge deutlich. Zu denken gibt zudem die Differenz der Versetzungsanträge, die nur das Lehreraustauschverfahren betreffen: minus 686!

Dazu Joachim Paul, bildungspolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz: „Diese Tendenz ist besorgniserregend. Für eine gute Bildung braucht man gute Lehrer und die muss man auch angemessen bezahlen. Unattraktive Bedingungen verursachen eine Fluktuation, die der Bildung abträglich ist, denn: Bindung ist wichtig für Bildung. Hier muss Rheinland-Pfalz offenkundig nachbessern und endlich die richtigen Prioritäten setzen.“

Wie der VRB mitteilte, geht in Rheinland-Pfalz ein Viertel der Lehrer bis 2027 in Ruhestand, zugleich haben 2016 fünf Prozent weniger die Zweite Staatsprüfung der Lehrerausbildung bestanden als im Vorjahr.

Joachim Paul weiter: „Es ist also dringender Handlungsbedarf gegeben. Und deshalb werden wir das Thema auch in den Bildungsausschuss einbringen.“