Samstag, 18. November 2017

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Höchste Auszeichnung für MRE-Netzwerk

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Rhein-Lahn-Kreis. Die zunehmende Verbreitung „Multiresistenter Erreger“ (MRE) gilt als eine der größten Herausforderungen der Gesundheitssysteme. Daher haben sich die Landkreise Rhein-Lahn, Altenkirchen und Westerwald zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, um dieser Herausforderung gemeinsam zu begegnen. Dass die drei Landkreise damit auf dem richtigen Weg sind, zeigt die hohe Anerkennung, die das Projekt jetzt erfahren hat: Das MRE-Netzwerk erhielt jetzt in Düsseldorf den ersten Preis der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen, die höchste Auszeichnung im öffentlichen Gesundheitswesen in Deutschland.

Das unter der Leitung des Netzwerkkoordinators Dr. Wolfgang Dörwaldt eingereichte Projekt „Prävention der Verbreitung multiresistenter Erreger in drei ländlich strukturierten Flächenkreisen unter Koordination eines MRE-Netzwerkes“ wurde mit einem der beiden ersten Plätzen ausgezeichnet. Das Projekt der drei Landkreise setzte sich damit gegen 20 weitere hochqualifizierte Projekte der Gesundheitsämter großer Städte wie Berlin, Hamburg, Stuttgart und Dresden durch.

Der Preis wird alle zwei Jahre von der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf an herausragende Projekte des kommunalen öffentlichen Gesundheitsdienstes verliehen und steht für Innovation, Weiterentwicklung und Verbreitung von „good practice“-Beispielen in der kommunalen bevölkerungs-medizinischen Versorgung. Dies bescheinigte Hildegard Esser als Vorsitzende der Jury und Leiterin der Abteilung Gesundheit der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg in ihrer Laudatio genau den MRE-Netzwerkern aus Altenkirchen, Westerwald und Rhein-Lahn. Das Netzwerk habe nach Ansicht der Jury, so erläuterte sie die Gründe für die Verleihung der diesjährigen Auszeichnung, mit seinem innovativen und nachhaltigen Konzept des sektorübergreifenden Ansatzes, der Ausarbeitung der Hygienestandards und des Schulungs- und Informationsmaterials gemeinsam mit den Institutionen, den vor Ort durchgeführten Schulungen mit anschließender Wissensüberprüfung überzeugt.

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Katholische Jugendfreizeit St. Nikolaus Kamp-Bornhofen

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Mehr als 80 Teilnehmer, Eltern, Betreuer und Ehemalige feiern ihre KaJu und schwelgen in Erinnerungen

Zwischenzeitlich seit drei Jahrzehnten begeben sich alljährlich Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 15 Jahren aus Kamp-Bornhofen und Umgebung mit ihren Betreuern im Rahmen der katholischen Jugendfreizeit St. Nikolaus (KaJu) für 10 Tage in den Sommerferien auf Tour. Grund genug dies jetzt mit einem Jugendgottesdienst, der von Pater Marcjan zelebriert wurde, und einem anschließenden kleinen Jubiläumsfest zu feiern. Mehr als 80 ehemalige Teilnehmer, Betreuer, Eltern und Kinder der aktuellen Freizeit nutzten die Gelegenheit, einen Rückblick auf 30 Jahre KaJu zu halten.

„Wenn Sommer ist, beginnt die Freizeit.“ So lautet der Beginn des Refrains des in diesem Jahr verfassten neuen KaJu-Liedes. Was ein Sommer ohne KaJu wäre – für die Freizeit-Teilnehmer und Betreuer undenkbar. 1112 Teilnehmer sind während der 30 Jahre zur KaJu mitgefahren, tatsächlich waren es jedoch nur 487 Kinder, was eindeutig belegt, dass viele mehrmals dabei waren und aus großem Gefallen an der Freizeitmaßnahme oft so lange mitgefahren sind, bis sie aus dem Freizeitalter herausgewachsen und sich meist schweren Herzens andere Urlaubsziele suchen oder sich einer Maßnahme für Ältere anschließen mussten. In diesen drei Jahrzehnten wurden sie dabei von insgesamt 39 Betreuern begleitet. Dabei sind viele Betreuer ehemalige Teilnehmer, genauso wie viele ehemalige Teilnehmer heute ihre Kinder mit zur KaJu schicken. „So schließt sich der Kreis, die KaJu begleitet inzwischen Generationen“, unterstreicht Freizeitleiter Mike Weiland. Weiland selbst ist das beste Beispiel für ein „Kind der KaJu“, war er fast von Anfang an mit dabei: 1991 und 1992 fuhr er als Teilnehmer mit, bevor er zwei Jahre später Betreuer wurde. Im Jahr 1998 übernahm er dann von Adolf Querbach, der beim Jubiläum ebenfalls mit seiner Frau Liisa mitfeiert, bis zum heutigen Tage die Leitung. Im nächsten Jahr ist Mike Weiland zum 25. Mal als Betreuer dabei – und hat daher selbst erlebt, wie sich die Freizeit im Laufe der Zeit wandelte. „Haben wir früher noch Ganztageswanderungen mit Papierwanderkarten und Schnitzeljagden unternommen, bei denen sich die Gruppe auch so manches Mal verlaufen hat", sagt er mit einem Augenzwinkern in Richtung seines Vorgängers Adolf Querbach, „muss man heute den Kindern schon etwas mehr bieten, wie beispielsweise Geocaching.“ Einem Prinzip ist die KaJu jedoch über all die Jahre hinweg treu geblieben: Während der gesamten zehn Tage gilt absolutes Handyverbot. Dies sei für die Gruppendynamik mehr als förderlich. Und genau dies erntet bei der Jubiläumsfeier seitens der Eltern viel Applaus. Tina Reinhardt und Sabrina Lukas, die beide 12 Mal als Betreuerinnen mit zur KaJu gefahren sind, wissen: „Im Laufe der zehn Tage entwickelt sich unter den Kindern eine richtige Gemeinschaft. Es entstehen Freundschaften, die auch über die KaJu hinaus jahrelang bestehen.“

Die Ziele der Freizeit haben in den zurückliegenden 30 Jahren genauso wie die Teilnehmerzahl stark variiert: Von den Alpen bis zur Nordsee, vom Saarland bis nach Sachsen oder auch nähere Ziele wie beispielsweise den Odenwald oder das Karlsheim in Kirchähr bei Montabaur haben die Freizeitteilnehmer schon besucht. Dabei habe es Jahre gegeben, in denen es schwierig war, überhaupt die Mindestteilnehmerzahl zu erreichen.


Foto: Mit einem Jugendgottesdienst begann die Feier zum 30-jährigen Bestehen der KaJu-Freizeit der Pfarrei St. Nikolaus. Auch während der jährlichen Ferienfreizeiten legt das Betreuerteam viel Wert darauf, täglich mit dem Lied "Die Erde ist schön" den Tag zu beginnen und mit einem Gottesdienst sich auf Gott zu besinnen und ihm für die schöne und beschwerte Zeit zu danken.

Die kleinste Gruppe war demnach im Jahr 1989 mit gerade einmal 19 Teilnehmern unterwegs. Zweimal fuhr die Gruppe gemeinsam mit einer anderen Pfarrei zur Freizeit. Die größte Gruppe umfasste daher 76 Kinder. In den letzten Jahren sind die Teilnehmerzahlen jedoch konstant gewachsen, so dass man gerade in diesem Jahr sogar einen zusätzlichen Bus buchen musste. Man erreicht heute als Kamper Pfarrei alleine 60 Kinder. „Für uns ist das ein Zeichen, dass wir als Betreuer viel richtig machen und auf einem guten Weg sind“, erklärt Weiland. Auch das Bistum Limburg erkennt die Arbeit der ehrenamtlichen Betreuer und deren für die Pfarrei St. Nikolaus wichtiges Freizeitangebot an: Bischof Georg Bätzing übermittelt seine Glückwünsche zum Jubiläum. Sein Büroleiter schreibt: „Es sind Initiativen wie Ihre, die dem Bischof Lebendigkeit unserer Gemeinden zeigen.“ Heribert Schneller, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Pfarrei, dankte dem Betreuerteam im Namen der örtlichen Kirchengremien und überbrachte Glückwünsche. Für die Betreuer lobte Mike Weiland die hervorragende Zusammenarbeit mit Heribert Schneller. Er habe stets ein offenes Ohr für die Freizeit und schenke den Betreuern ebenso wie die Eltern immer wieder aufs Neue Vertrauen. Das sei Grundvoraussetzung für ein gutes Miteinander, dass von Seiten des Betreuerteams ausschließlich im Sinne der Mädchen und Jungen und des Fortbestands der Jugendfreizeit stehe.

Nach dem Jugendgottesdienst in der Pfarrkirche St. Nikolaus, der von Mike Weiland und einigen Betreuern gemeinsam mit Kindern vorbereitet worden ist und von vielen Besuchern auch außerhalb der Freizeit viel Lob erfährt, geht es ins benachbarte Pfarrheim. Dort hat das Betreuerteam ein kleines Rahmenprogramm vorbereitet, das dennoch auch viel Gelegenheit zum gemeinsamen Plausch und Wiedersehen gibt. Neben einem Freizeitspiel, das insbesondere für die Eltern und Ehemaligen vorbereitet ist und bei dem die Kinder einmal die Erwachsenen anfeuern können, gibt es ein Quiz über die 30-jährige Freizeitgeschichte. Eine Vorführung der Kinder rundet das Programm ab. Als besonderen Höhepunkt jedoch haben die Betreuer im Nebenraum eine Fotoausstellung aufgebaut. Viele ehemalige Freizeitteilnehmer erkennen hier altbekannte Gesichter – und schmunzeln dabei über den einen oder anderen Schnappschuss aus Jugendzeiten. Zugleich startet das Team das Anmeldeverfahren für das Jahr 2018. Am Ende des Tages ist die Freizeit für das nächste Jahr bereits mehr als zur Hälfte ausgebucht - die Freizeitgeschichte schreibt sich erfolgreich fort.

VHS Lahnstein – Kursergänzungen in diesem Semester

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Das vollständige Kursangebot mit den Beschreibungen der einzelnen Kurse finden Sie online unter www.vhs-lahnstein.de.

Interessenten können sich online oder persönlich im Sekretariat der VHS Lahnstein, am Kaiserplatz 1, anmelden.

V2 Die Kunst zu hören
In diesem Workshop werden wir durch verschiedene Übungen unseren Körper und unseren Geist zur Ruhe bringen, damit sich unsere Wahrnehmung auf die akustische Umgebung verschärft und wir wieder ein Gehör für die kleinen und einfachen Dinge erlangen.
Sonntag, den 17.12.2017, 10:00 – 17:00 Uhr, VHS- Kaiserplatz 1 in Lahnstein

V4 Helen & Elmar „Celtic Folk and more“
Live.Authentisch. Abwechslungsreich. Lassen Sie sich mitreißen von einer außergewöhnlichen Stimme - begleitet durch Gitarre, Bouzouki, Mundharmonika und einer irischen Trommel.
Freitag, den 27.10.2017, 19:00 – 21:00 Uhr , Hospitalkapelle Lahnstein

GL2 Erste-Hilfe-Kurs
Unfälle passieren. –ob zuhause, unterwegs oder bei der Arbeit, Wer in solchen Situationen souverän agieren und sich mit Erster Hilfe Auskennen möchte ist in diesem Kurs genau richtig.
Samstag, den 25.11.2017, 09:00 -17:00 Uhr, VHS- Kaiserplatz 1 in Lahnstein

GL7 ZERO SUGAR & WEIZEN
Hochwertige und natürliche Lebensmittel für eine gesunde Ernährung die den Körper stärken, fit halten und Verdauungsbeschwerden mindern.
Sonntag, den 29.10.2017, 17:00 – 20:00 Uhr, VHS- Kaiserplatz 1 in Lahnstein

G7 Gymnastik und „LineDance“
Das ausgedehnte Herzkreislauftraining, gekoppelt mit Koordinationsschulung, bringt gleich zu Anfang den Körper in Schwung und den Schweiß auf die Stirn. Darauf folgend wird in Reihen, ohne jeglichen Leistungsdruck, auf aktuelle und vergangene Hits getanzt.
montags, durchgehend (Sie können jeder-zeit einsteigen), 18:00-19:00 Uhr, Mehrzweckraum Statdthalle Lahnstein Renate Krell

G8 Körper und Geist in Bewegung
Es erwartet Sie ein rückengerechtes, mit Musik begleitetes Multi-Tasking-Training, welches Sie körperlich und geistig beweglich hält. Ganz bestimmt werden Sie feststellen, dass Bewegung zur Gesundheitsförderung Spaß machen kann und Sie mit Freude und gesteigerter Motivation den Alltag wieder besser meistern können.
montags, durchgehend (Sie können jederzeit einsteigen),
09:45 10:45 Uhr , Mehrzweckraum Statdthalle Lahnstein

G14 Faszientraining – So bleibt das Bindegwebe in Form
Der menschliche Körper ist umhüllt von einem faserigen Netz aus Bindegewebe, den Faszien.In den vier Bereichen Dehnen, Federn, Beleben und Spüren erhalten Sie in diesem Workshop Anregungen für die Ergänzung Ihres bisherigen Bewegungsprogramms oder Ideen für ein eigenes Trainingskonzept zum Faszientraining.
Samstag, den 02.12.2017, 09:30 – 12:30 Uhr , VHS- Kaiserplatz 1 in Lahnstein

G17 Seniorentanz
Die Volkshochschule Lahnstein (VHS) bittet, in Kooperation mit dem Verein der Freunde und Förderer des Seniorenbüros „Die Brücke“, e.V., Bad Ems, zum Tanz. Eingeladen sind Einzelpersonen, Paare und Gruppen. Getanzt wird für sich oder JEDER mit JEDEM. Das Angebot richtet sich in erster Linie an Seniorinnen und Senioren. Ziel ist es, Standardtänze (Grundschritte) in langsamer Schrittfolge aufzufrischen, und dabei auch noch nette Leute zu treffen. Tanzen ist gut für die Gesundheit, für Körper, Geist und Seele.
Ab Sonntag, 5. November 2017,15 - 16 Uhr, Gasthaus „Koppelstein“, danach freies Tanzen bis in den frühen Abend.

PC9 Tabellenkalkulation mit Excel-Auffrischung
Dieser Kurs richtet sich an alle, die bereits Erfahrungen mit der Arbeit von Excel gemacht haben und nun wieder Ihre Kenntnisse und Ihr Wissen auffrischen wollen. Voraussetzungen: EDV-Grundkenntnisse.Nach einer kurzen Einführung in die Excel-Grundlagen, werden Sie in diesem Seminar Ihr Wissen durch viele Tipps und Tricks für einen effizienteren und sicheren Umgang mit Excel erweitern.
Donnerstag, den 16.11.17 und Freitag, den 17.11.17, 08:30 – 13:30 Uhr, VHS- Kaiserplatz 1 in Lahnstein


PC10 Briefgestaltung nach DIN 5008
Sie lernen praxisnah die Regeln zur DIN-5008. Anhand einer Vorlage erhalten Sie Kenntnisse über das Positionieren von Betreff, Anrede, Brieftext und Briefabschluss etc. Dazu gehört auch das normgerechte Schreiben von E-Mails. EDV Kenntnisse sind Voraussetzung.
Freitag, den 12.01.18, 08:30 – 11:30 Uhr,VHS – Kaiserplatz 1 in Lahnstein

Roger Lewentz und Kreis-SPD begrüßen Mittel zur Förderung der Schulinfrastruktur

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Bei der Sanierung von Schulen sind wir in unserer Region in den letzten Jahren schon gut vorangekommen. Jetzt stehen weitere Mittel über ein Förderprogramm zur Verfügung: Der Landkreis Rhein-Lahn wird vom neuen Schulsanierungsprogramm profitieren. Wie der Landtagsabgeordnete Roger Lewentz (SPD) mitteilt, soll der Rhein-Lahn-Kreis mit 5,730 Millionen EURO gefördert werden. Das Programm umfasst für ganz Rheinland-Pfalz 256,6 Millionen Euro. Die Bundesmittel sind für Schulinfrastruktur-Investitionen in finanzschwachen Kommunen vorgesehen.

Der Abgeordnete Roger Lewentz betont, dass die rheinland-pfälzischen Kommunen mehr Geld erhalten, als zu erwarten war: „Die Fördersumme wurde im Rahmen der Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern ausgehandelt. Die Landesregierung unter Malu Dreyer konnte in den Verhandlungen erreichen, dass 7,33 Prozent der Gesamtmittel nach Rheinland-Pfalz gehen. Damit werden hiesige Schulen stärker gefördert, als dies nach dem sonst üblichen Verteilungsschlüssel der Fall wäre.“ Das Land habe sich überdies dafür entschieden, die Mittel relativ breit zu verteilen, so dass besonders viele Kommunen Nutznießer seien. Der Betrag werde aufgeteilt unter Berücksichtigung der Finanzschwäche der Kommunen und unter Berücksichtigung der Anzahl der Schülerinnen und Schüler.

Der Abgeordnete Roger Lewentz erläutert weiter, dass die Mittel für den Zeitraum 2017 bis 2022 bewilligt werden: „Sie sind vorgesehen für energetische Sanierungen von allgemeinbildenden Schulen, aber auch für sonstige Sanierungen und Umbauten. Die Förderquote liegt bei bis zu 90 Prozent. Welche Projekte in den einzelnen Städten und Landkreisen konkret gefördert werden, wird vor Ort entschieden.“

SPD-Kreisvorsitzender Mike Weiland und Kreistagsfraktionsvorsitzender Carsten Göller begrüßen die angekündigten Zuwendungen für den Rhein-Lahn-Kreis. Vor geraumer Zeit habe man mit der SPD-Fraktion das Kindertagesstätten-Paket mit verschiedenen Verbesserungen in diesem Bereich auf den Weg gebracht und auch bereits mit dem Kreishaushalt 2016 Mittel für die Beschaffung von Smartboards in Schulen beantragt. Daraus hat sich eine weitere Abfrage seitens der Kreisverwaltung um die Ausstattungsbedarfe ergeben. Weiland und Göller betonen: "Für uns ist beste Bildung der Kinder und Jugendlichen im Kreis einer der wichtigsten Bausteine, alles andere wird die SPD im Kreis nicht akzeptieren."

SPD vor Ort: Kreistagsfraktion informiert sich beim Autohaus Gemmer über Elektromobilität

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Im Zuge des Dieselskandals und drohender Fahrverbote hat sich die SPD-Kreistagsfraktion um ihren Vorsitzenden Carsten Göller (Eschbach) dem Thema Elektromobilität angenommen. Bei einem Betriebsbesuch im Autohaus Gemmer in Singhofen haben Fraktionsmitglieder von Inhaberin Susanne Gemmer viele Informationen zum Thema erhalten und sind auch selbst eine Runde Elektroauto Probe gefahren. Parallel dazu hat die Fraktion im Kreis einen Antrag auf den Weg gebracht, mit dem die Kreisverwaltung zum Vorbild in Sachen Elektromobilität gemacht werden soll.

Nach dem Willen der Kreis-SPD soll die Kreisverwaltung prüfen, ob mit finanzieller Förderung von EU, Land oder Bund eine Schnellladesäule auf einem der Parkplätze am Kreishaus gebaut werden kann. Beim Bau soll auch der regionale Energieversorger Süwag, sofern möglich, mit einbezogen werden. Außerdem will die SPD, dass im Kreis künftig vor der Neuanschaffung von Fahrzeugen geschaut wird, ob ein Elektrofahrzeug eingesetzt und angeschafft werden kann. „Wir sehen den Kreis in einer Vorbildfunktion und wollen daher in das Thema einsteigen“, erläutert Carsten Göller den Antrag. „Wenn der Kreis mit gutem Beispiel voran geht, folgen wahrscheinlich andere in Gewerbegebieten, an Einkaufsmärkten oder in den Innenstädten“, ergänzt Kreistagsmitglied Thomas Scholl (Oelsberg).

Viele Informationen haben die SPD-Kreistagsmitglieder zum Thema Fahrzeugtechnik und Ladeinfrastruktur mitgenommen. So gibt es derzeit mehrere Systeme, die zum Teil untereinander kombinierbar sind. Auch gibt es Ladesäulen, die in kurzer Zeit ein Auto auf 80 Prozent laden können und solche, die das Auto nur über mehrere Stunden auf volle Akkukapazität bringen. „Mich erinnert das an die Anfangszeit der Handys, da hatte jeder Hersteller sein eigenes System und heute ist das Laden vereinheitlicht. Ich denke das wird auch beim Elektroauto so kommen“, sagte SPD-Kreisvorsitzender Mike Weiland (Kamp-Bornhofen) im Gespräch. Zentrales Thema ist derzeit die Ladeinfrastruktur, die auch die SPD mit ihrem Antrag in den Blick nimmt. Susanne Gemmer berichtete auch, dass fast alle Kunden vor dem Kauf genau wissen wollen, wie und wo sie das Auto laden können. Dazu stellte auch MdL Jörg Denninghoff (Allendorf) fest, dass im Rhein-Lahn-Kreis noch viel zu tun ist, man aber jetzt den Einstieg suchen muss.

Zum Abschluss des Termins haben sich die SPD-Kreistagsmitglieder Eva Schmidt (Singhofen) und Peter Schleenbecker (Katzenelnbogen) selbst ans Steuer eines vollelektrischen Nissan LEAF gesetzt und eine Runde durch Singhofen gedreht. Beide zeigten sich begeistert von der Fahrweise des Autos. Neben dem LEAF hat Nissan auch einen kleinen elektrischen Transporter im Angebot, der 770 Kilogramm laden kann. Susanne Gemmer bietet Kommunen an die Fahrzeuge vor der Anschaffung kostenfrei zu testen. Beides vielleicht Optionen für die Kreisverwaltung oder den Eigenbetrieb Abfallwirtschaft.

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