Sonntag, 17. Dezember 2017

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SPD-Bürgerpreis geht an „Frauenwürde Rhein-Lahn e.V.“

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Der Bürgerpreis der SPD Rhein-Lahn geht in diesem Jahr an den Verein "Frauenwürde Rhein-Lahn e.V." und wurde jetzt vom Kreisvorsitzenden Mike Weiland gemeinsam mit Laudator Daniel Stich, dem Generalsekretär der SPD Rheinland-Pfalz, im Kath. Pfarrzentrum am Europaplatz in Lahnstein an die Preisträger verliehen. "Mit diesem Preis, bestehend aus einer Urkunde, einer Glastrophäe und einem anerkennenden Geldbetrag, zeichnet die Kreis-SPD alljährlich ehrenamtlich in besonderem Maße engagierte Menschen, Gruppen oder Vereine aus dem Rhein-Lahn-Kreis aus, um ihren Verdienst für die Gesellschaft zu würdigen", unterstrich Mike Weiland gegenüber den Gästen.

Der Verein setzt sich seit mehr als 15 Jahren ehrenamtlich für die Beratung von Frauen und jungen Familien bei ausweglos erscheinenden Konflikt- aber auch Sozialsituationen ein und berät diese. Der Schwerpunkt liegt auf der Schwangerenkonfliktberatung. Die beiden Vorsitzenden Gabriele Laschet-Einig und Dagmar Schusterbauer nahmen den Preis gemeinsam mit Diplom-Sozialpädagogin Doris Tölkes-Geißler, die als fachlich versierte Konfliktberaterin für den Verein tätig ist, aus den Händen von Generalsekretär Daniel Stich, dem SPD-Kreisvorsitzenden Mike Weiland und dem Landtagsabgeordneten Jörg Denninghoff entgegen und zeigten sich über die Auszeichnung sehr erfreut.

"Hätte es den Verein in den zurückliegenden Jahren seit Ende der 90er, Anfang der 2000er Jahre nicht gegeben, der von den Bewegungen 'Wir sind Kirche' und der 'Initiative Kirche von unten' von Frauen und Männern gegründet wurde, wäre der Rhein-Lahn-Kreis um eine entscheidende menschliche Komponente ärmer", so Mike Weiland.

In seiner Laudatio ging Generalsekretär Daniel Stich zunächst auf seine eigene Lebenssituation ein: Bei der Geburt seiner zwei Kinder sei er glücklicherweise in einer stabilen Lebenssituation gewesen. Für meist auch noch junge Frauen, die aber ungewollt schwanger werden, stellten sich dagegen oft und schnell Fragen der Existenz. Da sei die Beratungsstelle der Frauenwürde genau die richtige Anlaufstelle. Man helfe diesen Frauen in ihrer schwierigen Lebenssituation, gebe ihnen Rückhalt, versuche Antworten zu geben und Entscheidungen zu finden. Daniel Stich dankte dem Verein zudem im Hinblick auf die zunehmende Verrohrung der Gesellschaft für dessen Einsatz: „Die Gesellschaft wäre ohne euren Verein und ohne die anderen, die sich gesellschaftlich engagieren, ein deutliches Stück schlechter, kühler und weniger lebenswert“. Fünfzehn Jahre Engagement heiße auch fünfzehn Jahre gebraucht zu werden, so Daniel Stich weiter. Der Generalsekretär zeigte aber auch auf, wie sehr der christliche Hintergrund des Vereins und die Prinzipien seiner Partei zusammenpassen: Nächstenliebe und Solidarität, eines der SPD-Ideale, hätten im Prinzip dieselbe Bedeutung und gehörten einfach zusammen.

Gabriele Laschet-Einig wandte sich mit dem Appell ans Publikum, die Position der Frau in Gesellschaft und Politik noch weiter zu stärken. Durch den Bürgerpreis fühlen sich auch die Aktiven um Dagmar Schusterbauer und Doris Tölkes-Geißler in ihrer Arbeit bestätigt und motiviert. Man helfe allen Frauen, die Hilfe brauchen und das unabhängig von ihrer Konfession. Allein in diesem Jahr habe man bereits 350 kostenlose Beratungsgespräche geführt und damit Lösungsansätze nicht nur in Fragen der Schwangerschaft, sondern auch in zahlreichen Konfliktsituationen gesucht. Auch sexualpädagogische Prävention an Schulen gehört zum Angebot von Frauenwürde. Musikalisch umrahmt wurde die gemütliche Atmosphäre des Abends im Übrigen ebenfalls sehr passend von einem Aktiven des Vereins: Peter Auras untermalte die Veranstaltung mit Gitarre, Gesang und beispielsweise dem Song "The Times They Are A-Changin" des Künstlers Bob Dylan.