Samstag, 18. November 2017

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Sitzung des Fachbereichsausschusses 4

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„Altes Rathaus“ wurde vor Beginn der Sitzung besichtigt

Lahnstein. Vor Beginn der letzten Sitzung des Fachbereichsausschusses 4 besichtigte dieser das „Alte Rathaus“. Der Ausschuss wollte sich nochmals einen Eindruck über das Gebäude verschaffen, bevor die Beratungen zum weiteren Nutzungs- und Sanierungskonzept zeitnah in einer der folgenden Sitzungen des Fachbereichsausschusses 4 erfolgen.

Die eigentliche Tagesordnung wurde im Anschluss der Ortsbesichtigung in den Konferenzräumen der Stadthalle behandelt.

Zum Neubau der 6-gruppigen Kindertagesstätte in der Schillerstraße wurde der aktuelle Planungs- und Kostenstand vorgestellt und über einzelne Einsparvorschläge Beschlussempfehlungen zur endgültigen Entscheidung durch den Stadtrat gefasst.

Weiter ging es der Dachsanierung am alten Gebäudeteil der Grundschule Friedrichssegen und die Vergabe kleinerer Tiefbauarbeiten im öffentlichen Straßen- und Kanalbereich für die Haushaltsjahre 2018 bis 2020.

In Sachen Fassadensanierung der Stadthalle, wurde ein Planungsbüro für weitere fachspezifische Leistungen beauftragt, um möglichst im nächsten Jahr mit der Umsetzung des Projekts beginnen zu können.

Stadtverwaltung Lahnstein am Nachmittag des 4. Dezember 2017 geschlossen

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Innerbetriebliche Veranstaltung

Lahnstein. Die Stadtverwaltung Lahnstein ist wegen einer innerbetrieblichen Veranstaltung am 4. Dezember 2017 ab 12 Uhr geschlossen.

Ab Dienstag, 5. Dezember 2017 ist die Verwaltung wieder wie gewohnt für die Anliegen der  Bürger/innen der Stadt Lahnstein da.

Erkennen Sie Lahnstein?

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Neues Bilderrätsel

Lahnstein. Das Rätselbild der letzten Folge wurde in Friedrichssegen aufgenommen. Gregor Vogel schrieb uns: “Das kleine Häuschen im Vordergrund gibt es ja nicht mehr, denn es wurde im Zuge der erfolgten Baumaßnahmen „Neue Lahn- und Eisenbahnbrücke in Friedrichssegen“ abgerissen. In diesem kleinen Wohnhaus wohnten immer Mitarbeiter vom damaligen Schrotthandel Emil Baer, zuletzt Familie Erich u. Waltraud Nachtsheim darin. Die dahinterstehende Industriehalle steht noch, ist aber durch einen Baum leicht verdeckt.“

Diese Industriehalle ist die große Gießhalle des Ahler Hüttenwerks, ein Bruchsteinbau mit Gusseisenfenstern aus dem 19. Jahrhundert. Das Hüttenwerk wurde 1668 (also vor fast 350 Jahren) gegründet.1840 verfügte es über einen 30 Fuß hohen (1 Fuß= 0,31385 m) Holzkohlehochofen, einen Eisenhammer und zwei Frischfeuern, einem Glühofen und ein Walzwerk mit daran hängendem Schneidwerk zur Herstellung von Nageleisen. Der Betrieb wurde 1871 eingestellt und an die Emserhütte verkauft. Von dieser hat die Bergbaugesellschaft das Gelände um 1890 erworben und hier an der Talstation der Grubeneisenbahn die Erzverladehallen errichtet.

Das gesamte Gelände hat sich zur Straße “Ahl” durch die Baumaßnahmen in den 1990er Jahren sehr zum Vorteil verändert. Der schön angelegte Blumengarten, ist von Frau Marlene Naß, geb. Stubenrauch, angelegt worden, die ihn seit vielen Jahren liebevoll pflegt und gestaltet.

Die heutige Aufnahme entstand 1935 in Oberlahnstein. Birgit Kraus hat sie uns zur Verfügung gestellt. Ein Tipp, um das Rätsel leichter zu knacken: Im Hintergrund ist einer der noch erhaltenen Stadttürme zu sehen. Wo wurde die Aufnahme gemacht?

Aktuelle Vergleichsbilder können an das Stadtarchiv Lahnstein geschickt werden ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ).Die beste Aufnahme wird mit der Auflösung in drei Wochen veröffentlicht. Weitere Bildvorschläge sind willkommen.

Die Sonne

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„Wir-für-Lahnstein-Team“ lässt die Sonne strahlen

Lahnstein. Schon Johann-Wolfgang von Goethe sagte: "Fragt man mich, ob es in meiner Natur sei, die Sonne zu verehren, so sage ich abermals: durchaus!"

Ob es dieser Leitspruch des Dichterfürsten war, den das Lahnsteiner "Wir-für-Lahnstein-Team" zum Anlass genommen hat, für den Herbst 2017 im unterhalb der Johannis-Kirche und unmittelbar in den Rheinanlagen gelegenen Blumenbeet mit Blumen eine Sonne zu gestalten, weiß man nicht.

Die Sonne wurde von den fleißigen Helferinnen und Helfern mit insgesamt 1.200 Stiefmütterchen gepflanzt, so dass nunmehr jeder dieses weithin sichtbare neue Blumensymbol der Stadt Lahnstein erkennen kann, getreu dem Ausspruch von Petron: „die Sonne leuchtet allen."

Seit 150 Jahren hat Lahnstein ein Amtsgericht

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Wegen Zerwürfnis 1876 Standort von Ober- nach Niederlahnstein gewechselt

Lahnstein. Aus Anlass der Verabschiedung von Ursula Hartmann-Schadebrodt (Direktorin des Amtsgerichts Lahnstein a.D.) und der Einführung von Ludger Griesar als neuen Direktor des Amtsgerichts Lahnstein macht die Stadt Lahnstein darauf aufmerksam, dass seit genau 150 Jahren das Gerichtswesen in Lahnstein beheimatet ist.

Nach der Annektierung des Herzogtums Nassau durch Preußen erfolgte im Juli 1867 eine neue Justizverfassung. Diese trennte Rechtspflege und Verwaltung. Nur die bürgerliche Rechtspflege und die freiwillige Gerichtsbarkeit verblieben den Gemeindebürgermeistern. Oberlahnstein erhielt eines von zwölf Amtsgerichten, die dem Kreisgericht Limburg unterstellt waren. Oberstes Gericht im Regierungsbezirk Wiesbaden war das Appellationsgericht in Wiesbaden.

Zum Amtsgerichtsbezirk gehörten neben Ober- und Niederlahnstein lediglich Miellen, Nievern, Fachbach und Frücht. Die Stadt Oberlahnstein beschloss zwar Geld für den

Bau eines Kreisgerichts zusammenzustellen, da ein solches „mit vielen und bedeutenden Vorteilen für die Stadt verknüpft sei“, doch ein Neubau unterblieb. Das Amtsgericht kam in die Salkellerei (Hochstraße neben Pfarrkirche). Als Amtsgefängnis bot man zuerst den neben der Kellerei gelegenen früheren Bullenstall nebst dem Turm an, später (1875) das Erdgeschoss des (Alten) Rathauses. Philipp D`Avis (1827-1902) wurde der erste Amtsrichter. Allein wegen der schlechten Wohnungsverhältnisse erfolgte ein Zerwürfnis zwischen ihm und Bürgermeister Reusch. D`Avis betrieb bei seiner vorgesetzten Behörde die Verlegung des Gerichts nach Niederlahnstein. Obwohl die Stadt Oberlahnstein alles aufbot, um die Verlegung rückgängig zu machen und am 7. März 1876 ausreichend Geld zu einem Neubau genehmigte und zwei Vertreter nach Berlin sandte, erfolgte am 1. Juli 1876 die Verlegung nach Niederlahnstein.

Bürgermeister Christoph Strobel von Niederlahnstein (im Amt von 1864-1905) lockte mit dem Umbau eines dreigeschossigen Wohngebäudes nebst Scheune und Hofraum in der heutigen Johannesstraße, das die Stadt von den Erben der Witwe Staas abgekauft hatte. Nach dem Einzug wurde die Straße in Gerichtsstraße umbenannt. Dem Amtsgerichtsrat Philipp D`Avis, mit dem der Vertrag 1876 abgeschlossen worden ist, wurde am 21. Oktober 1899 anlässlich seiner Pensionierung die Ehrenbürgerwürde der Stadt Niederlahnstein verliehen.

Eine völlige Umgestaltung erfuhr das Rechtswesen durch die Reichsjustizreform 1877, insofern der größte Teil des Wiesbadener Regierungsbezirks zum Oberlandesgerichtsbezirk Frankfurt kam. Niederlahnstein war nun eines von 17 Amtsgerichten, die dem Landgericht Wiesbaden nachgeordnet waren.

Nachdem das Amtsgerichtgebäude mit den Jahren zu klein wurde, erfolgte 1912 am heutigen Standort in der Bahnhofstraße ein Neubau, der 1930 erweitert wurde.

Der Bezirk des Amtsgerichts Lahnstein war durch die Auflösung der Amtsgerichtsbezirke Braubach (1932), Bad Ems (1967), Naststätten(1967) und St. Goarshausen (1975) nicht unerheblich vergrößert worden. Die Ausweitung der Geschäfte und die Übernahme weiterer Gerichte nach der Justizreform brachte einen erhöhten Raumbedarf mit sich, so dass zunächst die im Erdgeschoss befindliche Dienstwohnung des Aufsichtsbeamten der Jugendarrestanstalt aufgegeben und 1976 das ehemalige Gerichtsgefängnis, spätere Jugendarrestanstalt, zu Dienstzimmern umgebaut wurde. 2012 wurde auch das ehemalige Haus des Amtsrichters (links vom Hofeingang an der JohannBaptist-Ludwig-Straße) für die Verwaltung umgebaut und bezogen. Außer dem Dienstzimmer des Direktors befinden sich hier die Geschäftsstelle für Familiensachen und der Sitzungsraum des Familiengerichts. So erhielt das Amtsgericht Lahnstein räumlich seine heutige Gestalt.

Aufsichtsführende Richter beim Amtsgericht Lahnstein waren nach dem Zweiten

Weltkrieg: Amtsgerichtspräsident Dr. O. Krauss (1945-1952), Oberamtsrichter Dr. Peter Zimmermann (1952-1957), Direktor des Amtsgerichts Cornelius Dornbusch (19571974), Direktorin des Amtsgerichts Renate Rosch (1974-1990), Direktor des Amtsgerichts Jürgen Conradi (1991-2009) und Direktorin des Amtsgerichts Frau Ursula Hartmann-Schadebrodt (2009-2017). Am 23.10.2017 wurde Ludger Griesar als neuer Direktor des Amtsgerichts eingeführt.

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