Samstag, 18. November 2017

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Lahnsteiner „Aktivposten“ ausgezeichnet

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Hans-Georg Schwamb mit der Ehrennadel des Landes geehrt

Lahnstein. Er kenne und schätze ihn als „Aktivposten“ in der Lahnsteiner  Marinekameradschaft „Admiral Mischke“, im Shanty-Chor und verschiedenen kommunalen Ausschüssen, so Oberbürgermeister Peter Labonte in seinem Glückwunschschreiben an Hans-Georg Schwamb, der kürzlich von Innenminister Roger Lewentz mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet wurde.

„Viele Missverständnisse entstehen dadurch, dass ein Dank nicht ausgesprochen sondern nur empfunden wird“, zitiert Labonte Ernst R. Hauschka und umso wichtiger sei es, für außergewöhnlichen Einsatz auch in sichtbarer Form „Danke“ zu sagen.

Er gratulierte Schwamb im Namen des Rates, der Verwaltung sowie der Bürgerschaft, aber auch ganz persönlich zu dieser besonderen Auszeichnung. Schwamb habe im Vorstand und seit einigen Jahren als Vorsitzender der Marinekameradschaft Verantwortung übernommen. In seine Amtszeit fällt unter anderem die Eröffnung des Vereinsheimes im Jahr 2010, das größtenteils mithilfe der Mitglieder hergerichtet wurde. Ein solches Engagement ist bemerkenswert und nur durch Motivation und Vorbildfunktion des Vorsitzenden zu realisieren.

„Für unser Gemeinwesen ist ehrenamtlicher Einsatz unverzichtbar“, so der Bürgermeister der Stadt Lahnstein, Adalbert Dornbusch.

Mittagessen soll in allen Grundschulen gleich viel kosten

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Schulträgerausschuss spricht sich für Anpassung aus

Lahnstein. Drei Grundschulen stehen in der Trägerschaft der Stadt Lahnstein und alle haben Ganztagsbetrieb, wozu auch die Mittagsverpflegung der Kinder gehört.

Die Kosten dafür sind an Goethe-Schule, Schillerschule und Grundschule Friedrichssegen allerdings unterschiedlich, was hauptsächlich am eingesetzten Personalaufwand des Caterers und der Anzahl der teilnehmenden Kinder an der Mittagsverpflegung liegt.

Der Schulträgerausschuss beschloss nun, nach Fertigstellung der Mensa in der Goethe-Schule eine einheitliche Ausschreibung für die Mittagsverpflegung durchzuführen und dann einen einheitlichen Kostenbeitrag für alle Lahnsteiner Grundschulen festzusetzen.

Auch die Elternbeiträge für die Betreuende Grundschule differieren zwischen den einzelnen Schulen und wurden seit vielen Jahren nicht mehr angepasst. Hier sprach sich der Ausschuss für die Bildung einer Arbeitsgruppe mit dem Ziel aus, unter Einbeziehung der Schulleitungen entsprechende Vorschläge zu erarbeiten.

Im Ausschuss wurden weiterhin die Haushaltsansätze für die Grundschulen für das Haushaltsjahr 2018 vorgestellt, denen das Gremium zustimmte.

Die Verwaltung informierte den Ausschuss über den aktuellen Stand der Neuerrichtung eines Mensa- und Küchenbereichs sowie der Durchführung von Sanierungsarbeiten im Rahmen der Einrichtung eines Ganztagsschulbetriebs an der Goethe-Schule. Die eigentliche Baumaßnahme soll am 02. Oktober 2017 beginnen.

Weitere Informationen zum Stadtrat, den Mandatsträgern und anstehende Sitzungstermine finden sich auf der städtischen Homepage unter www.lahnstein.de (Rubrik Verwaltung, Rat und Gremien).

Fachbereichsausschuss machte sich vor Ort ein Bild

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Holzdach der Kindertagesstätte wird saniert

Lahnstein. Die Mitglieder des Fachbereichsausschusses 4 besichtigten vor der  letzten Gremiensitzung zunächst das Gebäude der Kindertagesstätte am  Kastanienplatz. Es galt über die anstehende Dachsanierung zu entscheiden, denn die Stadt Lahnstein ist für die Gebäudeunterhaltung zuständig. Vor Ort erläuterten Fachleute die Schadenssituation an der Holzkonstruktion. In der Vergangenheit war an verschiedenen Stellen Wasser eingedrungen, weshalb die Dachkonstruktion aus Brettschichtholzträgern saniert werden muss.

Außerdem wurde der Ausschuss über den aktuellen Sachstand zum geplanten Neubau der sechsgruppigen Kindertagesstätte neben der Schillerschule informiert. Die beauftragten Büros und die Verwaltung gaben Auskünfte über die bisher erarbeiteten Planungen.

Zum Schluss informierte die Verwaltung über die geplante Baumaßnahme in der Deines-Bruchmüller-Kaserne. Dort sollen weitere sechs Bürogebäude samt Parkplätzen errichtet werden.

Weitere Informationen zu den städtischen Gremien, den Mandatsträgern und anstehende Sitzungstermine finden sich unter www.lahnstein.de (Rubrik Verwaltung, Rat und Gremien).

Vor 20 Jahren wurde die Güterabfertigung Oberlahnstein geschlossen

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Ende einer Ära als Eisenbahnerstadt

Lahnstein. Das Areal, das derzeit zu einem bundesweit beachteten Wohn- und Gewerbegebiet umgewandelt wird, wurde fast 140 Jahre als Güter- und Verladebahnhof genutzt. Als der Warentransport auf der Schiene an Bedeutung verlor, wurden zunächst die Kapazitäten verkleinert, dann Teile zurückgebaut und schließlich, im Oktober 1997, die Umladehallen ganz geschlossen. Diese Entscheidung führte nicht nur dazu, dass eine 17 Hektar umfassende Fläche brach lag, sondern sie bezeichnete zugleich den Endpunkt einer sozialen und kulturellen Prägung: Oberlahnstein war über Jahrzehnte eine Eisenbahnerstadt gewesen. So waren im Jahr 1913 von den 1560 wahlberechtigten Oberlahnsteiner Bürgern 655 Eisenbahnbedienstete, also fast jeder Zweite. Jedes größere Fabrikunternehmen hatte einen eigenen Bahnanschluss.

Bis in die 1960er Jahre galt der Güterbahnhof Oberlahnstein als einer der wichtigsten Rangier- und Umladebahnhöfe der rechtsrheinischen Strecke mit einer Fläche von 30.000 Quadratmetern. Er verfügte über 15 Standgleise mit einer Gesamtlänge von drei Kilometern Gleisen. Hier wurde das Frachtstückgut für das gesamte Mittelrheingebiet und sein Hinterland umgeschlagen, die Züge fuhren in Richtung Westen (z. B. Gremberg, Köln-Kalk und Köln-Eifeltor), Osten (z. B. über Mainz-Bischofsheim nach Aschaffenburg oder Mannheim-Friedrichsfeld), die Moselstrecke entlang bis Ehrang und die Lahnstrecke bis Gießen. Im Jahr 1962, in dem aufgrund der Elektrifizierung das Bahnbetriebswerk Oberlahnstein aufgelöst wurde, wurde das höchste Tagesaufkommen registriert. Über 300 Güterwagen wurden tagtäglich behandelt und 1000 Tonnen Stückgut umgeladen, das waren etwa 25.000 Frachtstücke mit einem Durchschnittsgewicht von 40 kg. 16 Gabelstapler, 40 Hubwagen, acht Elektrokarren, ein Kranwagen, 20 Anhänger und mehr als 100 Stechkarren standen den 280 Beschäftigten der Umladestelle zur Verfügung. Ab 1972 wurde auch das Stückgut für das Land Luxemburg, das im Bundesgebiet aufkam, in Lahnstein gesammelt und in einen direkten Wagen nach Luxemburg befördert bzw. Stückgut, das aus Luxemburg kam, zunächst in Lahnstein nach den verschiedenen Zielen umgeladen.

Im Verlauf der 1970er Jahre verlor der im Eigentum der Bundesbahndirektion Köln stehende Güterbahnhof Oberlahnstein, mehr und mehr seine überregionale Bedeutung. Zwar fiel er der Rationalisierung der Deutschen Bundesbahn vorerst (noch) nicht zum Opfer, doch wurde er im Jahr 1976 zum regionalen Knotenbahnhof herabgestuft, der Rangierbetrieb aufgehoben, das Umladepotential und damit auch die Arbeitsplätze reduziert. Aber noch gehörte er zu den letzten verbliebenen Umladestellen der Bundesrepublik, die von 51 (1970) auf 15 (1984) reduziert worden waren.

1986 wurden bei der Güterabfertigung Oberlahnstein als selbstständige Dienststelle täglich etwa 600 Tonnen Kleingut umgeladen. Auf Werner Klöppel folgte damals Peter Weinhold als neuer Dienststellenleiter. Der Personalstand lag bei 174 Mitarbeitern.

Zur Güterabfertigung gehörten ein DB-Lagerhaus, eine DB-TRANSA-Speditionsagentur und die Außenstellen Vallendar, Koblenz-Ehrenbreitstein, Niederlahnstein, Braubach, Osterspai und Friedrichssegen. Neben dem Verkauf von Fahrausweisen und dem Transport von Güterwagen gehörte der Umschlag von Stückfrachten zu den Hauptaufgaben in Lahnstein. Circa 220 Güterwagen traten ihre Reise zu 150 Zielen an, während im gleichen Zeitraum 250 Wagen von 160 Stückfrachtbahnhöfen ankamen. Die Hallenfläche betrug für den Versand 200 m² und für den Empfang 380 m². Vier Ladebühnen von 165 bis 252 Metern Länge mit 156 Wagenstandplätzen und fünf Gleise mit 1.100 Metern Länge für ca. 100 Wagen dienten zum Vordisponieren. Nahe den Umladehallen befanden sich die Verkehrsgerätewerkstatt, wo beschädigte Paletten repariert wurden, und das Abfertigungsbüro.

1992 kam es zur Zusammenlegung der beiden Hauptdienststellen Bahnhof (Betrieb) und Güterabfertigung (Verkehr). Lahnsteins Großdienststelle beschäftigte 330 Mitarbeiter.

Mit der Privatisierung der Deutschen Bundesbahn in die Deutsche Bahn AG wurde 1994 auch der Stückgutverkehr neu organisiert. Es entstand die Niederlassung Koblenz mit den Zweigniederlassungen Koblenz-Lützel, Limburg, Neuwied, Oberlahnstein und der Außenstelle Nassau. Oberlahnstein war noch größter Betriebsanteil mit 115 Mitarbeitern.

Zum 1. Oktober 1997 wurden Güterbahnhof und Umladestelle Oberlahnstein aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Der Stückgutumschlag wurde nach Koblenz-Lützel verlegt. Die letzten 49 Mitarbeiter verließen die Bahnrampe. Lokführer Günther Hamm hat nach eigenen Angaben am 10. Oktober 1997 die letzte Stückgutware aus der Umladehalle abgefahren.

Peter Weinhold hat dem Lahnsteiner Stadtarchiv vor einigen Jahren die Akten übergeben, einen Wagenstandanzeiger und die Glocke vermacht, die täglich Dienstbeginn und -ende läutete. Sie steht heute in der Hospitalkapelle.

Faire Städte trafen sich in Lahnstein

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Herbsttagung des Fair-Trade-Netzwerks

Lahnstein. Die Stadtverwaltung Lahnstein richtete kürzlich die Herbsttagung der rheinland-pfälzischen Fair-Trade Städte am Rhein-Lahn-Eck aus. Dazu begrüßte Bürgermeister Adalbert Dornbusch, der das Thema federführend innerhalb der Stadtspitze betreut, rund 25 Teilnehmer aus dem ganzen Land in der Stadthalle.

Das Netzwerk „Faire Kommunen in Rheinland-Pfalz“ ist der informelle Zusammenschluss aller Kommunen, die von TransFair e.V. als Fair-Trade Stadt ausgezeichnet worden sind oder sich um diese Auszeichnung bemühen.

Zweimal im Jahr treffen sich die Akteure im Land, um sich über Neuheiten, Aktionen und Programme auszutauschen. Die Koordination des Netzwerks liegt bei Katja Voss vom Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk in Rheinland-Pfalz e.V. (ELAN), die auch die Moderation der Tagung übernahm.

„Das ist eine gute Gelegenheit für die Akteure sich über Ideen und Projekten Gleichgesinnter zu informieren, Neuigkeiten auszutauschen und Anregungen für die eigene Arbeit in der Heimatkommune mitzunehmen“, so Dornbusch zum Sinn und Zweck der Herbsttagung.

Thematischer Schwerpunkt war neben dem Austausch zum Thema „Lokale Gastronomie und Einrichtungen für den fairen Handel gewinnen“ im speziellen auch die Eindrücke aus der Praxis. Dafür hatten die Organisatoren die Koblenzer Gastronomin Sandra Niebergall eingeladen, die in ihrem Betrieb mit dem klangvollen Namen „Soulfood“ eine bestimmte Philosophie im täglichen Wirken verfolgt. Sie steht für nachhaltige Produktion und einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln, was sich etwa in der Verwendung von heimischem Saisongemüse lokaler Biobauern, frischer Zubereitung und der Vermeidung von Verpackungsmüll zeigt. Was es im Land nicht gibt, wird fair eingekauft wie zum Beispiel Kaffee, Tee oder Orangen. Das Angebot von fairen Produkten sieht sie in ihrem Gasthaus als wunderbare Ergänzung.

René Hofmann, ein Lieferant von Niebergall, informierte die Teilnehmer über seinen bio-dynamischen Gemüse- und Obstanbau und die Arbeit mit den Kindern im Garten der benachbarten Grundschule in Mülheim.

In der Mittagspause besichtigten die Teilnehmer den nahe liegenden Eine-Welt-Laden von Lahnstein und informierten sich über dessen Angebot. Nach einem arbeitsreichen und informativen Tag verabschiedete Bürgermeister Dornbusch die Gäste und schloss mit den Worten: „Der faire Handel hat seinen Platz auch in der Gastronomie. Er bietet ein hochwertiges Angebot für Lokale, deren Besucher es schätzen, fair gehandelte Produkte zu genießen.“

 

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