Samstag, 18. November 2017

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Uhrmacher vermacht Stadtarchiv sein Meisterstück

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Handgefertigte Uhr wird dauerhaft im Hexenturm ausgestellt

Lahnstein. Der Lahnsteiner Uhrmachermeister Werner Fischer hat kürzlich dem Stadtarchiv Lahnstein eine handangefertigte Uhr übereignet. Es handelt sich um sein Meisterstück, das er im Sommer 1953 in rund 300 Stunden anfertigte, um die Meisterprüfung vor der Handwerkskammer in Koblenz abzulegen.

Die Prüfungsaufgabe bestand darin, den kompletten Rädersatz einer Armbanduhr, Eterna cal. 312, in linearer Anordnung mit Handaufzug und Sekunde aus der Mitte, mit dem üblichen Uhrmacherwerkzeug von Hand anzufertigen. 57 einzelne Teile sind von Hand angefertigt worden. Fischer betont, dass in späteren Jahren keine Prüfungsaufgabe mehr in dieser extremen Form angehenden Uhrmachern gestellt wurde. Es handelt sich also um eine der letzten Handanfertigungen zu Prüfungszwecken, die er selbst mit der Note „gut“ bestand.

35 Jahre betrieb Werner Fischer mit seiner Frau Margarete ein Juwelier- und Uhrengeschäft in der Burgstraße. Ende 1990 setzten sie sich zur Ruhe, das Fachgeschäft wurde geschlossen.

Die Uhr wird in einer Vitrine im Stadtmuseum (Hexenturm) dauerhaft ausgestellt.

Sehenswürdigkeiten warben für sich selbst

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Zum „Tag des offenen Denkmals“ kamen viele Besucher nach Lahnstein

Lahnstein. Zum bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ öffneten auch in Lahnstein einige Sehenswürdigkeiten ihre Pforten.

Besonders großes Interesse zeigten die Besucher am zentral gelegenen Martinsschloss in den Rheinanlagen. Die Anlage ist eine der wenigen unzerstörten Burgen am Mittelrhein. Erstmalig war der große Wehr- und Wohnturm zu besichtigen und rund 230 Besucher nutzten diese Gelegenheit. Vier Führungen bot die Lahnsteiner Rittergilde, die im Weinsberger Turm des Schlosses ihren Sitz hat, in stilechtem Outfit und erläuterte die Restaurierungen der letzten Jahre.

Einen ebenfalls nicht alltäglichen Einblick bot sich beim Besuch des Bahnwasserturms an der Braubacher Straße. Das Bauwerk ist in Privatbesitz und wird gerade im Inneren zu einer Ferienwohnung umgebaut. Von hier aus wurden im Dampfzeitalter alle Loks im Güterbahnhof Oberlahnstein mit Wasser versorgt, eine Leitung führte sogar zum Bahngelände in Niederlahnstein.

An der Lahnmündung informierte der Förderkreis der Johanniskirche über die älteste Emporenbasilika am Mittelrhein. Rund 80 Personen verschafften sich einen Eindruck von dem Kirchenbauwerk bei den angebotenen Führungen und auch der Informationsstand samt Weinausschank vor der Kirche fand regen Zuspruch.

Mit von der Partie war auch der Förderkreis des Stadtmauerhäuschens, der zum Besuch in die Hintermauergasse 19 einlud. Viele Auswärtige, die das um 1700 in zwei Bögen der Stadtmauer angebaute Fachwerkhaus noch nicht kannten, zeigten sich beeindruckt von der Enge des ehemaligen Wohnhauses, aber auch von der besonderen Atmosphäre des Gebäudes.

Die nächste Öffnung des Häuschens ist zum Hexenmarkt am Sonntag, den 15. Oktober 2017, von 13 bis 18 Uhr.

C. S. Schmidt-Brücke wurde vor 40 Jahren der Stadt geschenkt

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Bauwerk führte direkt auf das Firmengelände

Lahnstein. Zum Überqueren der Lahn zwischen Ruppertsklamm und Friedland/Hohenrhein wird von Wanderern und Radfahrern gerne die C.S.Schmidt-Brücke genutzt. Benannt ist sie nach dem Unternehmen Drahtwerke C.S.Schmidt, das die werkseigene Brücke vor 40 Jahren der Stadt Lahnstein geschenkt hat.

Nach Abschluss der Sicherungs- und Instandsetzungsarbeiten erfolgte die formelle Übergabe mit gleichzeitiger Freigabe an die Öffentlichkeit im Rahmen einer kleinen Feierstunde am 08 September 1977. Firmenchef Karris Elard Schmidt erinnerte an die Geschichte des 104 Meter langen Brückenbauwerks.

Die Brücke wurde im 19. Jahrhundert nach Fertigstellung der Lahntal-Eisenbahn (1858) gebaut. Bauherr war der damalige Besitzer der Hohenrheiner Hütte, das Dillinger Eisenwerk. Zweck war der Transport des mit der Bahn ankommenden Koks zum Hüttenwerk mittels Loren. Auf der südlichen Lahnseite im Ortsteil Hohenrhein befand sich das alte Bahnhofsgebäude, das später noch als Wohnhaus genutzt wurde.

Als der Namensträger der Drahtwerk C S. Schmidt AG, Kommerzienrat Christian Sebastian Schmidt (1851-1921), im Jahr 1900 die inzwischen stillgelegten Werkanlagen der Hohenrheiner Hütte kaufte und sie zu einer Drahtzieherei und

-verzinkerei ausbaute, ging auch die Werksbrücke in den Besitz der Firma über. Der Walzdraht wurde von Schiffen abgeladen, gezogen, verzinkt, verkupfert und anschließend ins Hauptwerk in der Koblenzer Straße transportiert. Die Brücke diente spätestens ab den 1930er Jahren nur noch für den Fußgängerverkehr, damit man von Hohenrhein bzw. von der Bahn über Lahn und Turbinengraben auf das Firmengelände gelangen konnte.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges, im März 1945, wurde die Stahlkonstruktion mit Strompfeilern teilweise gesprengt und bald nach Kriegsende in ihrer alten Funktion und Konstruktion wiedererrichtet. Auf Niederlahnsteiner Seite endete der Holzbelag auf der Höhe des Ufers, wo man über eine Treppe nach unten gelangt. In alten Zeiten ging die Brücke weiter bis auf das Firmengelände (heutige Bundesstraße); an das Gerüst - das später abgebaut wurde - können sich ältere Lahnsteiner noch erinnern.

Als 1978 ein Teil des Hohenrheiner Werkgeländes dem Ausbau der B260 weichen musste, verlegte das Unternehmen die Fertigung in das Hauptwerk und schloss Hohenrhein. Die Hauptbauten auf der Bergseite der Hohenrheiner Hütte wichen dem Ausbau der Bundesstraße 260, nur das von Lassaulx 1828 errichtete Wohnhaus der Hüttenherren, das Turbinenhaus und eben die Brücke blieben erhalten.

Ein Schild weist seit 1977 auf den Namen und die schenkungsweise Übergabe an die Stadt hin.

Lahnsteiner Feuerwehr feierte Tag der offenen Tür

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OB Labonte ernannte Wachleiter und Jugendfeuerwehrwart

Lahnstein. Wenn die Lahnsteiner Feuerwehr Tag der offenen Tür feiert, herrscht immer viel Betrieb, so auch in diesem Jahr. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und waren erstaunt über das breite Leistungsspektrum der Floriansjünger.

Oberbürgermeister Peter Labonte eröffnete die Veranstaltung gemeinsam mit dem rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz, der zur Freude aller einen Förderbescheid für das neue Rettungsboot und den Gerätewagen Gefahrgut der Wehr mitbrachte.

Der außergewöhnliche Rahmen bot sich auch für die offiziellen Ernennungen des neuen Wachleiters Nord Sebastian Schmitt und des Jugendfeuerwehrwartes der Feuerwehr Lahnstein an. Sebastian Schmitt wurde von seinen Kameradinnen und Kameraden zum Wachleiter Nord gewählt und nun von Labonte ernannt. Sein Amt als Jugendfeuerwehrwart übernimmt künftig Yannick Specht. Zu seinem Stellvertreter wurde Alexander Groß ernannt. Beide, Specht und Groß, sind seit 2005 in der Jugendfeuerwehr tätig.

Labonte dankte den Einsatzkräften für ihr „24-Stunden-Engagement“ und dem Land Rheinland-Pfalz für dessen Unterstützung bei deren Ausstattung.

Gleisbaumaßnahmen der Deutschen Bahn

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Nachts kann es laut werden

Lahnstein. Die DB Netz AG führt Gleisbaumaßnahmen durch, die aus betrieblichen Gründen in der Nachtzeit durchgeführt werden müssen. Dadurch kann es in der Nacht von Freitag, den 29. September 2017, bis Samstag, den 30. September 2017, im Stadtteil Friedrichssegen zu Lärmbelästigungen kommen.

Die beauftragten Unternehmen sind bemüht, die Lärmbelästigung so gering wie möglich zu halten.

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