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Vor 100 Jahren starb Hermann Rocholl - Lahnsteins erster evangelischer Pfarrer

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Lahnsteiner Stadtarchiv gibt Rückblick

Lahnstein. Als Landesbischof Dr. Wilhelmi im Oktober 1871 Hermann Rocholl zum Pfarrer der jungen Gemeinde Oberlahnstein ernannte, hatten die ca. 500 Lahnsteiner Protestanten noch keine eigene Kirche. Ihre Zahl war parallel zur Einwohnerzahl rasant gestiegen (Oberlahnstein 4200 und Niederlahnstein 2500 Einwohner), lebten doch im Jahr 1843 erst 77 Glaubensgenossen hier und lag doch die Abhaltung des ersten evangelischen Gottesdienstes in Lahnstein (1861 durch den Braubacher Pfarrer im Martinsschloss) erst zehn Jahre zurück. 1863 durfte die Gemeinde einen eigenen Kirchenvorstand stellen, der sich für einen Kirchenbau stark machte. Im April 1866 bekam die Gemeinde mit Alois Becker erstmals einen eigenen Kaplan zur Verfügung gestellt. Ihm folgte Kaplan Karl Trommershausen, der 1871 versetzt wurde. Am 22. Oktober 1871 hielt Rocholl in der Schlosskapelle der Martinsburg seinen ersten Gottesdienst in Lahnstein.

Rocholls Hauptaufgabe als Pfarrer in Oberlahnstein wurde die Klärung der Finanzierung und die Ausführung des beschlossenen Kirchenbaus, für den 1869 an der Nordallee ein Bauplatz erworben worden war. Neben der Hauskollekte und den Spenden prominenter Glaubensgenossen, wie der preußischen Königin, leisteten vor allem die Gustav-Adolf-Vereine Unterstützung. Auf eine staatliche Zuwendung verzichtete die Gemeinde, weil das zuständige Ministerium die Baupläne für zu luxuriös hielt und mit Rücksicht auf die geringe Leistungsfähigkeit der Gemeinde anstelle des Glockenturmes nur einen kleinen Dachreiter genehmigen wollte. Das Gotteshaus der emporblühenden evangelischen Gemeinde sollte aber inmitten einer katholischen Umgebung keinen allzu ärmlichen Eindruck machen. Nachdem 1874 Oberlahnstein als Kind der evangelischen Muttergemeinde Braubach kirchlich selbständig wurde, konnte am 3. Juni 1875 die neue Kirche eingeweiht werden.

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Bilderrätsel zum Lahnsteiner Richtfest 1960 - Erkennen Sie Lahnstein?

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Lahnstein. Welche Massen an Besuchern das Erdbeerfest in den 1950er Jahren anzog, vermittelt die Aufnahme, deren Standort in der letzten Folge gesucht wurde. Es handelt sich um den Bahnhofsvorplatz Niederlahnstein an der Kreuzung Koblenzer Straße, Bahnhofsstraße, Freiherr-vom-Stein-Straße.

Peter Stockhausen sandte das Vergleichsfoto mit folgenden Anmerkungen an das Stadtarchiv Lahnstein: „Das dunkle Haus im Vordergrund ist das ehemalige Hotel

Strassburger Hof der Familie Kuhlmann. Daraus stammte auch die Erdbeerkönigin Adelheid die Erste (Adelheid Gies, 1954). Das helle Haus im Hintergrund ist das ehemalige Hotel Jung, das meine Eltern im Jahr 1951 übernommen hatten und das ich nach dem Tod meines Vaters im Jahr 1970, zusammen mit meiner Mutter noch bis 1978 geführt habe, ehe wir dann den Pachtvertrag gelöst haben und die Familie Sander das Haus weiterführte.“ Peter Stockhausen kann sich auch noch an die Unmengen von Erdbeerbowle und Erdbeerkuchen erinnern, die am Erdbeerfestsonntag verkauft wurden.

Das neue Rätselfoto entstand anlässlich eines Richtfestes im Jahre 1960 in Lahnstein, aber wo? Jeder darf mitraten und ein aktuelles Foto vom gleichen Standort an das Stadtarchiv Lahnstein ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) mailen. Die beste Vergleichsaufnahme wird mit der Auflösung in drei Wochen veröffentlicht. Auch werden weitere Bildvorschläge gerne entgegen genommen.

Rhein in Flammen in Lahnstein

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An Bord der „MS Boppard“ oder „MS Ehrenfels“

Lahnstein. Am Samstag, den 12. August 2017, ist es wieder soweit: das Rheintal  von Spay/Braubach bis nach Koblenz erstrahlt im Licht der „Bengalfeuer" und Feuerwerke und das bereits seit dem Jahre 1956.

Mit dem größten Schiffskorso Europas wird auch in diesem Jahr wieder ein unvergessliches Erlebnis geboten. Und als besonderes Highlight gibt es die Möglichkeit, Teil dieses Schiffskorsos  zu sein und sich Restkarten an Bord der Schiffe „MS Ehrenfels“ oder „MS Boppard“ zu sichern, um das Spektakel aus nächster Nähe, nämlich direkt auf dem Rhein, erleben zu können. Die „MS Ehrenfels“ startet ab 17 Uhr und die „MS Boppard“ um 17.20 Uhr im Stadtteil Oberlahnstein. Die Rückkehr wird gegen 24 Uhr erwartet.

Der Abend auf der „MS Ehrenfels“ beginnt mit einem Sektempfang und auch für das leibliche Wohl wird selbstverständlich mit einem Drei–Gang–Menü, zu einem Preis von 99 Euro, gesorgt. Alternativ gibt es an Bord der „MS Boppard“  ein Zwei–Gang–Menü zu einem Preis von 82 Euro.

Spektakuläre acht Feuerwerke werden den nächtlichen Himmel in eine einzigartige Atmosphäre tauchen. Umgeben von fantastischen Farben und unterstützt von den bengalischen Feuern können die romantischen Ortschaften, Burgen und Schlösser im Welterbe „Oberes Mittelrheintal“ bestaunt werden. „Verzaubern lassen“ ist hier die Devise.

Nähere Informationen und Kartenreservierung gibt es bei der Touristinformation Lahnstein, Kirchstraße 1, 56112 Lahnstein, Tel.: 02621 914171, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

evm unterstützt soziales Engagement

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2.000 Euro aus dem Spendenprogramm „evm-Ehrensache“ gehen an zwei Vereine aus der Stadt Lahnstein

Lahnstein. Mit 2.000 Euro aus dem Spendenprogramm „evm-Ehrensache“ unterstützt die Energieversorgung Mittelrhein AG (evm) zwei Vereine in der Stadt Lahnstein. Mit ihrem Spendenprogramm unterstützt die evm jedes Jahr Vereine und Institutionen aus der Region, wenn es um kulturelle, soziale und gemeinnützige Projekte geht. Claudia Probst, Leiterin der kommunalen Betreuung Städte und Gemeinden bei der evm, übergab die Spende am Mittwoch, 12. Juli, zusammen mit dem Oberbürgermeister der Stadt Lahnstein Peter Labonte an die Spendenempfänger, denn auch die Stadt unterstützt die Ferienprogramme finanziell, materiell und sogar personell. 2.000 Euro fließen aus dem städtischen Haushalt für die Freizeiten, außerdem wurde Eis und Spielmaterial besorgt und in diesem Jahr sogar Verwaltungsmitarbeiterinnen für die ehrenamtliche Betreuung der Kinder vom Dienst freigestellt.

Jeweils 1.000 Euro der „evm-Ehrensache“ und der Stadt Lahnstein gehen an  die Stadtranderholungsmaßnahme die „Scheune“ und an den AWO Ferienlager Aspich e.V.. Die „Scheune“ verwendet die Geldspende für Instandhaltungsmaßnahmen der Unterkunft auf dem Gelände sowie für Kinder, welche aus finanziellen Gründen nicht an der Freizeit teilnehmen könnten. In diesem Jahr wird es drei Ferienlager mit Übernachtungen geben, an denen jeweils 150 Kinder teilnehmen. Die Kinder erlernen dort spielerisch den Umgang mit der Natur.

Die AWO verwendet die Geldspende für  Instandhaltungsmaßnahmen im Außenbereich sowie die Erneuerung des großen Spielturms. Die Freizeit auf dem „Aspich“ findet in diesem Jahr über einen Zeitraum von 4 Wochen statt mit rund 230 Teilnehmern. Während des Ferienlagers können die Kinder an verschiedenen Kreativ-Workshops teilnehmen. Darüber hinaus sind Ausflüge zum Globus SB-Warenhaus Lahnstein, zur Spaßfabrik in Lahnstein und ins Freibad geplant. Weiterhin können die Kinder an einen Fußballturnier mit anderen Freizeiten teilnehmen. „Die Vereine bieten einen großen Mehrwert für die Freizeit- und Feriengestaltung in unserer Stadt und verfügen über besondere Angebote für Kinder. Ich freue mich sehr, dass wir - evm und die Stadt Lahnstein - diese Vereine unterstützen können“, so Oberbürgermeister Peter Labonte.

SV Niederlahnstein zählte zu den ganz Großen

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Vermutlich kleinste Stadt in der höchsten Fußballliga

Lahnstein. In der ehemaligen Zeitschrift "DER Fußball SPORT" wurden in den 1960er Jahren wöchentlich zwei Fußballvereine aus dem In- und Ausland, die Besonderes geleistet hatten, in der Rubrik "Unser Nadelkissen" vorgestellt und mit ihren Vereinsabzeichen präsentiert. Die Ausgabe vom 17. Juli 1967 berichtet - neben dem FC Twente Enschede - über den SV 1911 Niederlahnstein (SVN), wie der Lahnsteiner Mitbürger Helmut Landsrath belegen kann.

Niederlahnstein war in der Vor-Bundesligazeit, also vor 1963/64, mit 8.000 Einwohnern die vermutlich kleinste Stadt, die in der höchsten deutschen Fußball-Liga spielte. Das war in der Saison 1960/61 und 1962/63 in der 1. Liga Südwest (auch Oberliga Südwest genannt); daneben gab es noch die Oberligen Nord, West und Süd.

In den Jahren 1956-1960 und 1961/62 spielte der SVN in der 2. Liga Südwest und - ab Gründung der Bundesliga – 1963/64 in der Regionalliga Südwest. Gespielt wurde auf dem 1959 eingeweihten Rasensportplatz an der Kölner Straße gegenüber der Deines-Bruchmüller-Kaserne. Später spielte der Verein in der Verbandsliga Rheinland, bevor er 1973 mit dem SC 09 Oberlahnstein zur SG Eintracht Lahnstein fusionierte.

In der Ausgabe vom 4. Juni 1968 wurden die Abzeichen aller bisher vorgestellten 100 Vereine auf einer Doppelseite abgebildet. Eine Kopie hiervon hat Landsrath dem Stadtarchiv Lahnstein übergeben. In der Tat ist hier die Clubnadel des SV 1911 Niederlahnstein in gleich großer Aufmachung neben denjenigen von Juventus Turin, Real Madrid und FC Barcelona verewigt.

Foto rechts: Übersicht der Fußballclubzeichen im Magazin „DER Fußball SPORT" vom 4.6.1968, mit dem Wappen des SV 1911 Niederlahnstein (rot markiert)(Fotos: Slg. Stadtarchiv Lahnstein)

Das Clubabzeichen bringt die Motive des rot-weißen Stadtwappens in den Clubfarben grün-weiß. Das Wappen ist in zwei Felder unterteilt. Im linken Feld befindet sich das Kreuz, das auf die frühere Zugehörigkeit Niederlahnsteins zum Kurfürstentum Trier hinweist, bevor es nach 1803 zum Herzogtum Nassau kam. Der Anker im rechten Feld ist das Symbol des Schiffergewerbes, das früher in Niederlahnstein heimisch war.

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