Montag, 19. Februar 2018

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Entwarnung an Schillerschule: Messung zeigt keine Auffälligkeiten

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Lahnstein. Aufatmen im wahrsten Sinne des Wortes können Eltern, Schüler und Lehrkräfte in der Lahnsteiner Schillerschule. Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz hatte auf Betreiben der Stadtverwaltung Lahnstein hin, in den Räumen der Grundschule eine Raumluftmessung durch das rheinland-pfälzische Landesamt für Umwelt veranlasst. Diese sollte Hinweise dazu liefern, ob in dem Schulgebäude relevante Schwermetallkonzentrationen vorhanden sind. Die Ergebnisse der Messung liegen nun vor und danach ist die Luft sauber, sprich, es wurden keine Auffälligkeiten festgestellt.

Anlass für die Messung waren die belasteten Bodenbefunde auf dem Nachbargrundstück, das für die Errichtung einer neuen Kindertagesstätte untersucht wurde. Da es in den letzten 20 Jahren eine Vielzahl an unterschiedlichen Krebserkrankungen im Lehrerkollegium der Schillerschule gegeben hat, kamen immer wieder Vermutungen auf, dass die Ursachen dafür möglicherweise im Schulgebäude liegen oder eben in unmittelbarer Nachbarschaft. So auch in der jüngsten Zeit. Bisher hat dies keine der in der Vergangenheit durchgeführten Untersuchungen bestätigt, auch nicht die aktuelle Luftmessung.

Proben wurden an vier verschiedenen Stellen im regulären Schulbetrieb genommen, in der Mensa, im Lehrerzimmer und in zwei Klassenräumen. Dazu wurden Messgeräte aufgestellt, die über einen Zeitraum von 24-Stunden Proben der Raumluft genommen haben. „Wir können diesbezüglich nun Entwarnung geben“, so Dr. Rainer Radtke von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz, Abteilung Prävention. „Die Werte sind unauffällig. Wir werden im Sommer aber noch eine zweite Messung bei trockener Witterung durchführen, um alle Eventualitäten abzudecken.“

Übrigens wird der Boden auf dem Nachbargrundstück vor dem Bau der Kindertagesstätte fachmännisch saniert, so dass auch hier keine Belastungen bei Einzug der Kinder vorhanden sind.

Städtische Bäume werden regelmäßig gepflegt

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Baumkataster hilft den Überblick zu behalten

Lahnstein. 4.492 Bäume sind aktuell im Baumkataster der Stadt Lahnstein erfasst. Eine „Menge Holz“, das regelmäßig kontrolliert und gepflegt werden muss. Denn grundsätzlich gilt, dass Bäume an öffentlichen Straßen und Plätzen systematisch und regelmäßig überprüft werden müssen, um potentielle Gefahren rechtzeitig zu erkennen. Dafür gibt es bei der Stadtverwaltung eigens einen sogenannten „Baumkontrolleur“, der die Gewächse draußen im Blick hat und sie vor allem auf ihre Verkehrssicherheit hin kontrolliert. Sobald Pflegearbeiten erforderlich werden oder die Standsicherheit eines Baumes nicht mehr gewährleistet ist, meldet er dies an die Verwaltung und es werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Die Vorgänge werden alle in einem Baumkataster erfasst, um einen Überblick über anstehende und erfolgte Arbeiten zu haben. Je nachdem was zu tun ist, rückt dann der städtische Baubetriebshof oder ein beauftragtes Unternehmen für die Baumpflege aus.

Erst vor kurzem wurden die 192 Platanen in der West-, Nord- und Südallee zurückgeschnitten. „Alle zwei Jahre ist das fällig, da Platanen stärker austreiben als etwa die Linden, die in der Nord- und Ostallee stehen. Diese werden je nach Austrieb alle drei bis vier Jahre zurückgeschnitten“, erklärt Viktoria Dakhil, die das Baumkataster in der Verwaltung pflegt.

Ab und an werden bei der Kontrolle der Bäume auch verdächtige Umstände oder  Gefahren festgestellt, die wegen der Beachtung der Verkehrssicherungspflicht eingehender untersucht und gegebenenfalls unverzüglich beseitigt werden müssen. So zuletzt geschehen am Marktplatz in Niederlahnstein. Die dortigen Linden mussten wegen Fäulnisbildung im Kronenbereich gefällt werden, weil sie eine Gefahr für Passanten und andere Verkehrsteilnehmer darstellten.

Hexen fliegen ins Lahnsteiner Rathaus

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Narren setzen Stadtchef ab

Lahnstein. Alle Jahre wieder bauen sich die Karnevalisten, angeführt von der Närrischen Turmgarde, vor dem Lahnsteiner Rathaus auf, um Stadtchef Peter Labonte abzusetzen und die Regentschaft zu übernehmen.

Dieses Mal versuchten sie es in Gestalt von zwei Hexen mit einem magischen Zaubertrank, der seine Wirkung nicht verfehlte.

Nach einem wortreichen Schlagabtausch mit der Stadtspitze, erschien Labonte vor den Garden und machte einen letzten Versuch als Hexengroßmeister das Unvermeidliche abzuwenden – vergebens.

Die Narren rund um ihre Lieblichkeit Lahno-Rhenania Laura I., Prinz Thomas II. vom Sparda-Schloss und die Kinder-Tollitäten Franziska und Luca, stürmten das Amtszimmer und plünderten die letzten Euros aus der Stadtkasse.

Lahnstein ist weiterhin „Fairtrade-Stadt“

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Auszeichnung ist Motivation und Ansporn zugleich

Lahnstein. Die Stadt Lahnstein erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns-Kampagne und trägt für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Stadt. Die Auszeichnung wurde erstmalig im Jahr 2012 durch TransFair e.V. verliehen. Seitdem baut die Kommune ihr Engagement weiter aus.

Oberbürgermeister Peter Labonte freut sich gemeinsam mit Bürgermeister Adalbert Dornbusch, der das Thema in der Verwaltung federführend betreut, über die Verlängerung des Titels: „Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes  Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in Lahnstein. Lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng für das gemeinsame Ziel zusammen. Wir sind stolz, dass Lahnstein dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört und setzen uns weiterhin mit viel Elan dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.“

Die städtischen Gremien haben die Unterstützung des fairen Handels in mehreren Beschlüssen festgehalten, die Stadtverwaltung verschenkt ausschließlich Präsentkörbe mit fair gehandelten Produkten, eine Steuerungsgruppe koordiniert alle Aktivitäten, in Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten, die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort. Das Engagement in Lahnstein ist vielfältig: im Rahmen der Fairen Woche findet jedes Jahr ein Coffeestop statt, gemeinsam mit den Schulen wurden bereits mehrere Sponsorenläufe und Benefizkonzerte zugunsten der Einen Welt durchgeführt, eine faire Stadtschokolade wurde entwickelt, fair produzierte Kleidung für eine städtische Veranstaltung gesponsert, Kinderkunstprojekte durchgeführt oder Informationsveranstaltungen organisiert.

„Wir verstehen die bestätigte Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für weiterführendes Engagement “, so Dornbusch. „Als nächstes steht am 27. April 2018 ein großes Schülerbenefizkonzert in der Stadthalle Lahnstein zugunsten benachteiligter Kinder in Indien an.

Lahnstein ist eine von 525 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2.000 Städte in insgesamt 36 Ländern.

"Optimismus bei finanzschwachen Kommunen"

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Das Aktionsbündnis "Für die Würde unserer Städte" setzt auf die GroKo

Berlin/Lahnstein. Das inzwischen über 70 Kommunen aus acht Bundesländern mit mehr als neun Millionen Einwohnern vertretende parteiübergreifende Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte" hofft auf eine baldige Regierungsbildung in Berlin. „In der Erwartung, dass die Nachrichten über die im Koalitionsvertrag festgelegten finanziellen Hilfen zur Selbsthilfe für die finanzschwachen Kommunen konkret umgesetzt werden, sehen wir eine gute Basis zur baldigen Wiederherstellung der vom Grundgesetz geforderten Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse; auch und vor allem in den weitgehend unverschuldet um ihre Gestaltungsfähigkeit ringenden Städten, Gemeinden und Kreisen."

Dem Aktionsbündnis gehört unter anderem auch die große kreisangehörige Stadt Lahnstein aus Rheinland-Pfalz an. Oberbürgermeister Peter Labonte formuliert die nach wie vor wichtigste kommunalen Forderungen des Aktionsbündnisses an die neue Bundesregierung: finanzielle Entlastungen, vor allem im Sozialbereich und im Abbau kommunaler Altschulden!

Diese auch in hundert Jahren nicht zu tilgenden Belastungen sind zum weitaus größten Teil eine Folge von Gesetzen, die den Kommunen zur Aufgabenerfüllung ohne ausreichende Gegenfinanzierung aufgetragen wurden. Dazu unisono Oberbürgermeister Labonte und sein Kämmerer Reinhard Theisen: „Seit Jahrzehnten hat die Bundespolitik, gleich welcher Parteifarben, uns Kommunen Hilfen versprochen. Jetzt sieht es wirklich nach konkreter Unterstützung aus. Wir werden das sehr genau begleiten und überprüfen."

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