Freitag, 19. Januar 2018

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Handy an im Unterricht!

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Studierende präsentieren Konzepte zum Einsatz von digitalen Medien in der Schule

Religionsunterricht – das verbinden nicht nur Erwachsene mit Psalmen, die auswendig gelernt werden müssen. Wie wäre es zur Abwechslung mit einem Besuch in der Kirche? Die Ankündigung löst bei den meisten Jungen und Mädchen keine Begeisterung aus. Und wenn sie dabei ihr Handy benutzen dürfen? Katharina Düntzer und Mary Addaikalamuttu haben es ausprobiert. Was dabei herausgekommen ist, präsentierten die beiden Lehramtsstudentinnen beim Aktionstag „Schulentwicklung jetzt“ an der Universität Trier.

Unter der Leitung von Bildungswissenschaftlerin Laura Simonis hatten sich Masterstudierende ein Semester lang Gedanken gemacht, wie sich Smartphones, Tablets & Co. sinnvoll und gewinnbringend im Unterricht einsetzen lassen.

„Die Schulen sind zum Teil schon sehr gut ausgestattet mit digitalen Medien, aber es fehlt an Personal, das damit umgehen kann und sie richtig einzusetzen weiß“, erklärt Simonis, die gerade erst mit dem Preis für Digitale Lehre der Universität Trier ausgezeichnet wurde. „Meine Seminare sollen die angehenden Lehrkräfte befähigen, Probleme im Unterricht zu erkennen, selber lösen zu können und dazu Konzepte zu schreiben. Unsere Aufgabe als Universität ist es, aktiv Schulentwicklung zu betreiben.“

Zur Präsentation der Konzepte waren Lehrerinnen und Lehrer, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler an die Universität eingeladen. Anhand von Postern, Videos und Unterrichtssimulationen diskutierten die Studierenden mit ihren Gästen darüber, wie sich Tablets beim Besuch einer Kirche oder eines Tierparks einsetzen lassen, was internetbasierte Lernplattformen leisten können oder wie digitale Medien Inklusion fördern.

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Veranstaltung zur Berlin Fashion Week

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Mode, Musik und Manufakturen aus Rheinland-Pfalz

„Kreativität ist auch ein Markenzeichen von Rheinland-Pfalz, das wir anlässlich der Fashion Week mit Mode, Musik und Manufakturen in der Landesvertretung in Berlin präsentieren. Gemeinsam mit den Handwerkskammern ist es gelungen, ausgewählte Kreativwerkstätten für Mode, Schmuck, Accessoires und Musikinstrumente nach Berlin zu holen“, sagte die Bevollmächtigte des Landes beim Bund und für Europa, Staatssekretärin Heike Raab bei der Eröffnung der Veranstaltung. Vier Manufakturen aus Rheinland-Pfalz zeigen exemplarisch, wie vielseitig und hochwertig das rheinland-pfälzische Kunsthandwerk ist.

Stellvertretend für die Vielfalt rheinland-pfälzischen Kunsthandwerks präsentieren sich:

  • Angelika Hirschler aus Schalkenmehren in der Eifel kreiert Mode „prêt-à-porter“. Die Schneidermeisterin und Modedesignerin gewann 2016 den renommierten „Preis des Handwerks“.
  • In ihrer Mainzer Goldschmiedewerkstatt fertigt Tanja Roolfs individuellen Schmuck für ihre Kunden. Bereits zum zweiten Mal präsentierte sie kürzlich ihre Unikate bei einer Ausstellung in New York.
  • Barbara Rummel aus Merscheid im Hunsrück designt Handtaschen aus Filz und Leder. Auf Messen und ihrem Onlineshop bewirbt sie ihre Taschen und Accessoires für jeden Anlass.
  • Auf dem Künstlerhof in Steimel-Weroth im Westerwald entsteht der Schmuck von Thomas Heinz. Hier werden Ringe, Uhren, Arm- und Halsschmuck entworfen.

Auf internationalen Bühnen sind die Gitarren von Jens Ritter bekannt. Doch kaum jemand weiß, dass die Manufaktur in Deidesheim in der Pfalz zu Hause ist. Madonna, Elton John oder Prince sind nur einige Weltstars, die seine Instrumente spielen.

Heike Raab: „Wir sind stolz auf das große Innovationspotential unserer Kunsthandwerker und ich freue mich, dass wir dies hier in Berlin zeigen können. Insgesamt sind in der rheinland-pfälzischen Kultur- und Kreativwirtschaft rund 27.000 Menschen beschäftigt, die einen geschätzten Jahresumsatz von 4,25 Milliarden Euro generieren. Die Landesregierung unterstützt die Kreativen, indem sie die Rahmenbedingungen verbessert, Synergieeffekte mit anderen Branchen fördert und eine Öffentlichkeit für ihre Leistungen schafft.“

Die rheinland-pfälzische Landesvertretung in Berlin ist Schaufenster der Politik, der Kultur und Wirtschaft des Landes. Bei der „Berlin Fashion Week“ rollt die Landesvertretung als Haus der Rheinland-Pfälzer den roten Teppich aus und wird buchstäblich zum Laufsteg des Landes.

Bild: Staatskanzlei, Harald Almonat

Internationale Grüne Woche 2018

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Landwirte und Winzer sind Naturschützer Nr. 1

Koblenz. „Wir Landwirte sind Natur- und Tierschützer! Wir leben seit jeher mit der Natur und von der Natur. Weder der Strukturwandel noch der technische Fortschritt ändern etwas am landwirtschaftlichen Umweltgedanken“, erklärte der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes, Michael Horper, während einer Pressekonferenz in Koblenz anlässlich der bevorstehenden Internationalen Grünen Woche in Berlin.

Rund 30 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Rheinland-Pfalz werden im Rahmen von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen gefördert. Das sei enorm, erklärte er. Die pauschale Kritik einiger Umweltverbände gegenüber der Landwirtschaft sei daher nicht gerechtfertigt. Es könne nur auf der Basis von Fakten diskutiert werden. Daher forderte er in seinen Ausführungen, dass künftig mehr Fakten statt Fake-News öffentlich diskutiert werden sollten. Die Landwirtschaft selbst habe ein Klimaschutzpapier veröffentlicht, die sogenannte „Klimastrategie 2.0“. Hierin stecke sich die Landwirtschaft selbst konkrete Ziele, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Deutlich machte Horper auch, dass die Landwirtschaft selbst unter dem Klimawandel leide. Alle Wirtschaftszweige müssten sich an den Zielen des bäuerlichen Berufsstandes und deren Umsetzung messen lassen.

In besonderer Weise engagiere sich der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau an der Umsetzung der Initiative Tierwohl. Bereits heute seien 47 Prozent, also 84.000 Schweine in Rheinland-Pfalz Teil der Initiative Tierwohl. Sie setze Anforderungen über die gesetzlichen Bedingungen hinaus fest. Auch bei der Hennenhaltung seien 35 Prozent aller Tiere in diese Initiative eingebunden. Die Fakten würden deutlich für die deutsche Landwirtschaft sprechen. Sie stelle sich jeder konstruktiven Kritik, lehne aber Populismus und Fake-News auf allen Ebenen ab. Die deutsche Landwirtschaft sei Vorbild der Nahrungsmittelerzeugung für die ganze Welt. Wer sie aufgrund überzogener Forderungen schädige oder gar zerschlage, müsse mit Importwaren leben, die in der Regel mit wesentlich geringeren Anforderungen produziert würden.

„Es spricht Bände, dass eine Vielzahl von Umweltorganisationen den Wirkstoff Glyphosat nicht zu Fall gebracht hätten. Die Zulassungsverfahren und die damit einhergehenden Gesundheits- und Umweltuntersuchungen sind in den letzten Jahrzehnten qualitativ so umfassend und hochwertig, dass die Politik diese Fakten höher bewertet als ideologisches Wunschdenken“, ergänzte Horper. Dennoch werde die technische Fortentwicklung im Bereich der Präzisionslandwirtschaft für eine weitere Reduzierung der Einsatzmengen im Pflanzenschutz führen.

Angesichts der drohenden Gefahr eines Ausbruchs, der für den Menschen ungefährlichen Afrikanischen Schweinepest, rief er die im Land dazu auf, keine tierischen Produkten aus osteuropäischen Staaten nach Deutschland zu bringen. Ein Brötchen mit infizierter Wurst, das von einem Wildschwein gefressen werde, genüge, um eine Katastrophe für die Schweine haltenden Betriebe in Deutschland auszulösen.

Er empfiehlt allen Menschen, gerade während der Internationalen Grünen Woche, sich wieder konstruktiv mit der Nahrungsmittelerzeugung auseinanderzusetzen. Letztlich orientiere sich die Landwirtschaft an Fakten und nicht an ideologischen Inhalten, den sogenannten Fake-News.

Unfälle beim Abi-Streich: Gesetzliche Unfallversicherung greift nicht automatisch

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Zum bestandenen Abitur gehören für viele junge Menschen traditionell eine Feier und der mit großer Spannung erwartete Abi-Streich. Kommt es dabei allerdings zu einem Unfall, greift nicht automatisch die gesetzliche Unfallversicherung. Darauf weist die Unfallkasse Rheinland-Pfalz hin.

„Gilt die Feier als schulische Veranstaltung, das heißt, sie liegt in der Organisation der Bildungseinrichtung, besteht für die Schülerinnen und Schüler gesetzlicher Unfallversicherungsschutz“, erklärt Jörg Zervas von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Bei Abi-Streichen, die nicht unter Aufsicht, Kontrolle oder Einflussnahme der Schule stehen, sieht das etwas anders aus. „Hier handelt es sich um sogenanntes eigenwirtschaftliches Handeln, das nicht gesetzlich unfallversichert ist“, informiert Jörg Zervas weiter.

Die Schulleitung hat bei schulischen Veranstaltungen darauf zu achten, dass „Späße“, die von den Betroffenen nur schwer beherrschbar sind, unterbleiben. Zu verbieten sind beispielsweise Bungee-Springen oder gefährliche Kletterpartien. Zwar ist der Wunsch nachvollziehbar, die Abi-Feier zu etwas Außergewöhnlichem und Unvergessenem zu machen, doch richtet die Unfallkasse an die jungen Erwachsenen den Appell, sich und andere mit den Abi-Streichen nicht zu gefährden.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.ukrlp.de/Suchbegriff: Abi-Gag oder Webcode: b502.

Trierer Biogeographen erforschen „Salamanderfresser-Pilz“

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Ursachen und Maßnahmen gegen Massensterben werden untersucht

Wissenschaftler der Universität Trier erforschen in einem neuen Projekt die Ausbreitung des „Salamanderfresser-Pilzes“ Bsal in Deutschland. Er gilt als Ursache von Massensterben bei Feuersalamandern und Molchen. Gemeinsam mit Kollegen der Technischen Universität Braunschweig sowie den Biologischen Stationen der Städteregion Aachen und des Kreises Düren arbeiten die Trierer Biogeographen auch an Maßnahmen zur Eindämmung des Pilzes. Das Verbundprojekt wird für drei Jahre vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) gefördert.

„Das neue Projekt ist aus mehrfacher Hinsicht ein besonders wichtiges“, erklärt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. „Der Feuersalamander ist eine Art, für die wir in Deutschland eine besondere nationale Verantwortung haben. Außerdem gefährdet ein Ausbreiten des Pilzes in Deutschland nicht nur den Feuersalamander, sondern der Pilz infiziert auch andere Salamander- und Molcharten. Solche Arten spielen eine wichtige Rolle in unseren Ökosystemen. Somit könnte durch Bsal die grundlegende Funktionsfähigkeit ganzer Ökosysteme beeinträchtigt werden.“

Nach dem Massensterben von Feuersalamandern in den Niederlanden und Belgien wurde Bsal mittlerweile auch bei Feuersalamandern und Molchen in der Eifel nachgewiesen. Die Abkürzung „Bsal“ steht für den wissenschaftlichen Namen des Erregers Batrachochytrium salamandrivorans. Dieser als „Salamanderfresser“ bekannte Hautpilz wurde erst vor wenigen Jahren an Feuersalamandern in den Niederlanden entdeckt.

An der Universität Trier sind Prof. Dr. Stefan Lötters, Prof. Dr. Michael Veith und Dr. Norman Wagner an dem Projekt beteiligt. Ein Hauptbestandteil ihrer Arbeit ist deskriptives Monitoring (über die Probenahme von Hautabstrichen an Salamandern und Molchen und über ein Monitoring der Feuersalamanderlarven zur Überprüfung der Bestände), um Grundlagendaten darüber zu gewinnen, wo der Pilz verbreitet ist und mit welcher Geschwindigkeit er sich ausbreitet. Gerade in Rheinland-Pfalz mit einer 20 Jahre alten Roten Liste der Amphibien und Reptilien fehlen Basisdaten zur Verbreitung der Wirtsarten und damit auch zum Erlöschen von Populationen.

Die bei den Tieren im Freiland genommenen Hautabstriche werden im Labor der Trierer Biogeographie analysiert, einem der wenigen weltweit für Bsal-Untersuchungen zertifizierten Laboratorien. Hier wurde Bsal erstmals an Feuersalamandern, Berg- und Teichmolchen aus der Eifel nachgewiesen sowie weltweit erstmals auch an freilebenden Fadenmolchen und Kammmolchen.

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