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Bundesweiter Fahrrad-Klimatest 2016

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Aktuell ruft der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) zur Beteiligung am Fahrrad-Klima-Test 2016 auf. Die Online-Umfrage wird durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur unterstützt.
Ziel der Umfrage ist es, den Stand der Fahrradfreundlichkeit in den Kommunen zu bestimmen und der Radverkehrsförderung weiteren Schwung zu verleihen.

Aus Koblenz beteiligten sich an der Umfrage in 2014 über 450 Personen. Die Stadtverwaltung bittet daher um rege Beteiligung an der Umfrage, die noch bis zum 30.11.2016 möglich ist unter: www.fahrradklima-test.de
Dort sind umfassende Informationen zum aktuellen Fahrradklima-Test und dessen Hintergrund erhältlich.

Jeder Rheinland-Pfälzer nutzt 700 Quadratmeter Siedlungs- und Verkehrsfläche

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Jede Rheinland-Pfälzerin bzw. jeder Rheinland-Pfälzer beansprucht rechnerisch rund 700 Quadratmeter Siedlungs- und Verkehrsfläche. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems betrug der Umfang dieser vom Menschen stark beeinflussten Flächen zum Stichtag 31. Dezember 2015 rund 2.836 Quadratkilometer, das waren 14,3 Prozent der Landesfläche. Zum Vergleich: In Deutschland betrug die Siedlungs- und Verkehrsfläche pro Kopf zum Stichtag 31. Dezember 2014 knapp 600 Quadratmeter (Zahlen für 2015 für ganz Deutschland liegen noch nicht vor).

Im Vergleich zum Jahr 2010 wurde die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Rheinland-Pfalz um 1.270 Hektar ausgedehnt. Das entspricht einer durchschnittlichen täglichen Zunahme von fast 7.000 Quadratmeter. Zum Vergleich: ein Fußballfeld für internationale Spiele muss mindestens 7.140 Quadratmeter umfassen.

Der Siedlungs- und Verkehrsfläche liegen mehrere Nutzungsarten zugrunde. Den größten Anteil machen mit 43 Prozent die Verkehrsflächen aus (1.221 Quadratkilometer), gefolgt von den Gebäude- und Freiflächen mit 42 Prozent (1.190 Quadratkilometer). Als Erholungsflächen, zu denen Grünanlagen und Sportplätze zählen, werden 342 Quadratkilometer (12,1 Prozent) genutzt. Der Rest (83 Quadratkilometer) entfällt auf Friedhöfe und Betriebsflächen (ohne Abbauland). Die einzelnen Nutzungskategorien haben sich im Zeitablauf unterschiedlich entwickelt. Während die Gebäude- und Freiflächen zunahmen, wurden die statistisch nachgewiesenen Verkehrsflächen reduziert. Die Gebäude- und Freiflächen nahmen gegenüber dem Jahr 2010 um 1,8 Prozent zu und dokumentieren den zunehmenden Bau von Gebäuden, z. B. Einfamilienhäusern. Die Abnahme der Verkehrsflächen ist methodisch bedingt. Vor allem nicht mehr genutzte Wege, wie z. B. Feldwege, wurden von der Katasterverwaltung neu bewertet und werden unter anderen Nutzungsarten nachgewiesen.

Die Gesamtfläche von Rheinland-Pfalz beträgt fast 19.855 Quadratkilometer. Den größten Anteil der Landesfläche nimmt Wald mit 42,3 Prozent vor der Landwirtschaftsfläche mit 41,5 Prozent ein.

Die Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung wertet Daten des Automatisierten Liegenschaftsbuches (ALB) der Vermessungs- und Katasterverwaltung nach einem detaillierten Nutzungsartenkatalog aus. Auf den Stand 31.12.2015 aktualisierte Ergebnisse liegen für alle rheinland-pfälzischen Verwaltungsbezirke vor. Die Berechnungen je Einwohner erfolgten mit dem Bevölkerungsstand vom 30.6.2014. Dem Flächenvergleich  wurde ein Fußballfeld von 68 * 105 m (entspricht 7140 qm) zugrunde gelegt.

Umrechnung: 1 km² entspricht 100 ha, 1 ha umfasst 10 000 m².

Autor: Jörg Breitenfeld, Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie

Kork – mehr als nur ein Flaschenverschluss

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Kein Restmüll: 42 Stellen im Landkreis sammeln den kostbaren Rohstoff

KREIS MYK. Nach und nach beginnt die Traubenlese, als Endprodukt findet sich in unseren Regalen eine Flasche Wein. Trotz zunehmender Benutzung eines Schraubverschlusses, entscheiden sich einige Winzer für den klassischen Kork – eine Tradition, die sich bis ins alte Griechenland zurückverfolgen lässt. Wohin jedoch wandert der dafür verarbeitete Kork, wenn er nicht mehr gebraucht wird? Nicht in den Restmüll, denn zum Entsorgen ist der Naturstoff zu kostbar. Daher wird er in 42 Sammelstellen im Landkreis gesammelt.

Vor seiner Verarbeitung ist Kork nichts Anderes als eine Zellschicht unter der Rinde der Korkeiche, welche im westlichen Mittelmeerraum beheimatet ist. Die Bäume können erstmalig nach 25 Jahren Wachstum geschält werden. Danach alle 8 bis 10 Jahre. Kork wird auf verschiedenen Arten genutzt. Ob als Pinnwand, Fußbodenbelag, Dämmmaterial, orthopädische Schuheinlage oder dem typischen Flaschenkork. Der Naturstoff überzeugt durch Wasserabweisung, Elastizität und eine niedrige Wärmeleitfähigkeit. Das macht Kork vielfältig einsetzbar. Da Kork nur begrenzt vorhanden ist, wird er gesammelt und später wiederverwendet. Seine größte Wiederverwendung findet er als ökologischen Dämmstoff. Gesammelt wird nur reiner Kork (keine Plastikkorken) ohne Klebereste.

Die Sammelstellen findet man im Internet unter www.kreislaufwirtschaft-myk.de (Suchbegriff: Kork) oder auch telefonisch bei der Umweltberatung der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz unter 0261/108-417.

Mehr als 62.000 Menschen erhielten im Jahr 2015 besondere Leistungen der Sozialhilfe

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Eingliederungshilfe für behinderte Menschen war die häufigste Hilfeart

Diese Pressemitteilung wurde am 18. Oktober 2016 korrigiert. Ein örtlicher Träger der Sozialhilfe hatte aufgrund eines Softwareproblems falsche Zahlen gemeldet. Im Text und in den Grafiken sind die korrigierten Werte fett dargestellt, in der Kreistabelle sind sie mit einem r gekennzeichnet.

Im Laufe des Jahres 2015 erhielten in Rheinland-Pfalz 62.185 Frauen und Männer Sozialleistungen nach dem 5. bis 9. Kapitel des Zwölften Buches des Sozialgesetzbuches (SGB XII „Sozialhilfe“). Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes 1.402 Personen bzw. 2,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Seit 2005 – dem Jahr, in dem das Bundessozialhilfegesetz durch das SGB XII ersetzt wurde – ist die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger kontinuierlich gestiegen; verglichen mit 2005 erhöhte sie sich um gut 18.500 bzw. 42 Prozent. Frauen und Männer waren 2015 gleichermaßen auf Unterstützung in Form von Sozialhilfe angewiesen (31.065 Frauen und 31.120 Männer).

Zu den Leistungen der Sozialhilfe nach dem 5. bis 9. Kapitel des SGB XII zählen die Hilfen zur Gesundheit (5. Kapitel), die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen (6. Kapitel), die Hilfe zur Pflege (7. Kapitel), die Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten (8. Kapitel) sowie die Hilfe in anderen Lebenslagen (9. Kapitel). Wenn eine Person mehrere Leistungen nach den einzelnen Kapiteln bezieht, wird sie bei jeder Hilfeart gezählt.

 

Die zahlenmäßig wichtigste Hilfeart ist die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen. Im Jahr 2015 waren 37.459 Personen auf diese Leistungen angewiesen – im Vergleich zu 2014 ein Plus von 2,7 Prozent. Bezogen auf alle Empfängerinnen und Empfänger besonderer Leistungen der Sozialhilfe erhielten 60 Prozent Eingliederungshilfe. Im Durchschnitt waren diese Personen 37,2 Jahre alt.

Die zweithäufigste Hilfeart ist die Hilfe zur Pflege: Gut einem Drittel (21.190 Personen) aller Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen nach dem 5. bis 9. Kapitel des SGB XII wurde Hilfe zur Pflege gewährt. Verglichen mit dem Vorjahr waren 3,2 Prozent mehr Menschen auf diese Leistungen angewiesen. Mehr als drei Viertel von ihnen erhielten die Leistungen in Einrichtungen (16.606 Personen). Das Durchschnittsalter der Leistungsempfänger betrug 77,5 Jahre.

Hilfen zur Gesundheit – als unmittelbar vom Sozialamt erbrachte Leistungen – wurden im Laufe des Jahres 2015 von 2.167 Personen in Anspruch genommen (minus 10,3 Prozent gegenüber 2014); das durchschnittliche Alter lag bei 49,7 Jahren. Mit der Hilfe zur Überwindung sozialer Schwierigkeiten (z. B. bei Obdachlosigkeit) und der Hilfe in anderen Lebenslagen (z. B. Blindenhilfe oder die Übernahme von Bestattungskosten) wurden 3.550 Frauen und Männer unterstützt (plus 6,6 Prozent gegenüber 2014); sie waren im Mittel 55 Jahre alt.

In den Städten verhältnismäßig mehr Menschen auf Sozialhilfe angewiesen

Regional betrachtet zeigen sich in Rheinland-Pfalz große Unterschiede bei der Inanspruchnahme von besonderen Leistungen der Sozialhilfe. Im Jahr 2015 kamen in den kreisfreien Städten im Schnitt auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner 19,6 Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen nach dem 5. bis 9. Kapitel des SGB XII, in den Landkreisen waren es dagegen nur 13,6 Personen. Die – relativ gesehen – mit Abstand meisten Leistungsbezieher verzeichnete Pirmasens mit 31,5 Hilfeempfängern je 1.000 Einwohner. Im Rhein-Pfalz-Kreis waren am wenigsten Menschen auf besondere Leistungen der Sozialhilfe angewiesen (9,3 Empfänger/-innen je 1.000 Einwohner/-innen).

Hinweis zur Zählweise:

Die Angaben beziehen sich auf die Empfängerinnen und Empfänger im Laufe des Berichtsjahres, d. h. es werden alle Personen gezählt, die mindestens einmal während des Berichtsjahres eine Leistung erhalten haben. Empfängerinnen und Empfänger mit mehrmaligem Leistungsbezug werden – bei einer Unterbrechung der Hilfe um mehr als acht Wochen – mehrfach gezählt. Darüber hinaus werden in der Statistik auch die Empfängerzahlen am Jahresende (31.12.) erfasst. Die stichtagsbezogenen Daten sind stets kleiner als die Angaben im Laufe des Berichtsjahres. Am 31.12.2015 bezogen in Rheinland-Pfalz 49.274 Personen Leistungen nach dem 5. bis 9. Kapitel des SGB XII.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung Nr. 147 (Ausgaben der Sozialhilfe)

Die Daten stammen aus der Statistik über die Empfänger von Leistungen nach dem 5. bis 9. Kapitel SGB XII. Die Angaben erhält das Statistische Landesamt einmal jährlich von den kreisfreien Städten und Landkreisen als zuständige örtliche Träger und dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung als zuständiger überörtlicher Träger der Sozialhilfe sowie den kreisangehörigen Gemeinden und Gemeindeverbände, soweit sie Aufgaben des Zwölften Buches des Sozialgesetzbuchs (SGB XII) wahrnehmen.

Anspruch auf Sozialhilfe hat, wer sich in einer Notlage befindet, die nicht aus eigenen Kräften und mit eigenen Mitteln behoben werden kann. Die Sozialhilfe greift ein, wenn andere Personen, andere Sozialleistungssysteme oder sonstige Stellen keine Leistungen vorsehen. Rechtliche Grundlage für die Leistungen zur Sozialhilfe ist das Zwölfte Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB XII).

Autorin: Dr. Julia Stoffel (Referat Soziale Leistungen)

Wertvolle Naturbestandteile bewahren

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17 Naturdenkmäler und 6 geschützte Landschaftsbestandteile in MYK

KREIS MYK. In regelmäßigen Abständen untersucht die Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz naturschutzrelevante Objekte. Imposante Bäume, wie die dicke Eiche in Kirchwald, oder die alte Eiche „Eiserne Hand“ bei Wolken, die schöne Parkanlage der Andernacher Burg Namedy, die Kastanienallee in Ochtendung oder auch die Bäume am Polcher Friedhof, wurden bei der jüngsten Kontrolle von Juli bis August durch die Mitarbeiter aus dem Kreishaus unter die Lupe genommen und deren Zustand dokumentiert.

Im Landkreis Mayen–Koblenz gibt es insgesamt 17 Naturdenkmäler und sechs geschützte Landschaftsbestandteile. „Naturdenkmäler sind Einzelschöpfungen der Natur, beispielsweise sehr alte Bäume, welche aufgrund ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit als besonders Erhaltenswert gelten und daher dieses besonderen Schutzstatus bedürfen. Unter geschützten Landschaftsbestandteilen versteht man kleinräumige, überschaubare Strukturen, deren Erhalt eine hohe Bedeutung für den Naturhaushalt und das Landschaftsbild hat“, erklärt Martin Weißenfels von der Unteren Naturschutzbehörde. So ist gesetzlich geregelt, dass der Eigentümer eines Naturdenkmals dieses nur nach Absprache mit der Behörde verändern oder entfernen darf. Muss beispielsweise in einer geschützten Allee ein Baum entfernt werden, weil er krank ist oder ein Sicherheitsrisiko darstellt, ist vorgeschrieben, dass Ersatz gepflanzt wird, um den ökologisch wertvollen Zustand wieder herzustellen.

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