Freitag, 15. Dezember 2017

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193 Adoptionen im Jahr 2015

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Beinahe ein Drittel der adoptierten Kinder unter drei Jahre alt

Im Jahr 2015 wurden in Rheinland-Pfalz 193 Kinder und Jugendliche adoptiert. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems sechs mehr als ein Jahr zuvor. Ungeachtet der Zunahme der vergangenen zwei Jahre ist mittelfristig ein deutlich rückläufiger Trend der Adoptionszahlen zu verzeichnen; so wurden im Jahr 2004 noch 252 Minderjährige als eigene Kinder angenommen, Mitte der 1990er-Jahre waren es sogar noch deutlich mehr als 400 Jungen und Mädchen. Die aktuellen Zunahmen gegenüber dem Jahr 2013 liegen alleine darin begründet, dass seit dem Berichtsjahr 2014 erstmals neben den Adoptionsvermittlungsstellen der öffentlichen sowie der freien Träger der Jugendhilfe auch anerkannte Auslandsvermittlungsstellen zur Statistik melden. Blieben diese Meldungen unberücksichtigt, wäre auch 2014 und 2015 ein Rückgang der Adoptionen gegenüber dem jeweiligen Vorjahr zu verzeichnen gewesen.

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Mehr als 20.000 Eheschließungen in 2015

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Auch 316 gleichgeschlechtliche Paare gaben sich das Ja-Wort

Im Jahr 2015 wurden in den rheinland-pfälzischen Standesämtern 20.341 Ehen geschlossen und damit rund 700 mehr als im Vorjahr (plus 3,6 Prozent). Dies ist nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems die höchste Zahl an Eheschließungen seit zehn Jahren. Ebenfalls im vergangenen Jahr wurden von rheinland-pfälzischen Familiengerichten 8.835 Ehen geschieden, das sind rund 200 weniger als im Jahr 2014 (PM 68/2016).

Frauen heirateten im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 30 Jahren das erste Mal, Männer waren im Schnitt fast drei Jahre älter. Jeweils rund 73 Prozent der Männer und Frauen gingen erstmals den Bund fürs Leben ein. Rund jede vierte Frau bzw. annähernd jeder vierte Mann war vor der erneuten Eheschließung in 2015 geschieden, fast zwei Prozent der Männer sowie gut ein Prozent der Frauen verwitwet.

Im Landesdurchschnitt gingen rund fünf Paare je 1.000 Einwohner den Bund fürs Leben ein. Im Regionalvergleich zeigt sich, dass im Standesamt der kreisfreien Stadt Speyer – relativ gesehen – besonders viele Menschen heirateten. Dort wurden 8,5 Ehen je 1.000 Einwohner geschlossen. In den kreisfreien Städten Ludwigshafen (3,6) und Kaiserslautern (3,7) heirateten – bezogen auf die jeweilige Bevölkerung – die wenigsten Paare. In den Landkreisen reicht die Spanne von 6,3 Ehen je 1.000 Einwohnern im Landkreis Bad Dürkheim zu 4,2 im Landkreis Birkenfeld.

Begründungen gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften

Weiterhin gingen im vergangenen Jahr in Rheinland-Pfalz 308 Männer und 324 Frauen gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften ein. Mit insgesamt 316 standesamtlich beurkundeten Partnerschaften waren dies 20 weniger als im Vorjahr (minus 6 Prozent). Mehr als die Hälfte sowohl der Männer (57 Prozent) als auch der Frauen (60 Prozent) waren zwischen 30 und 49 Jahre alt.

In den zwölf kreisfreien Städten wurden im Jahr 2015 insgesamt 112 Lebenspartnerschaften geschlossen, in den 24 Landkreisen 204 gleichgeschlechtliche Paarbeziehungen begründet. Damit sind in den kreisfreien Städten 2,1 Personen je 10.000 Einwohner eine gleichgeschlechtliche Ehe eingegangen, in den Landkreisen waren es 1,4.

Angaben zu Eheschließungen sowie Begründungen gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften werden monatlich von den Standesämtern geliefert und von den Statistischen Ämtern der Länder in der Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung, die auch Geburten und Sterbefälle umfasst, ereignisortbezogen ausgewertet. Angaben zur Begründung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften  werden erst seit dem 9. Mai 2011 und damit seit dem letzten Zensusstichtag erhoben.

Autorin: Andrea Heßberger (Referat Bevölkerung, Gebiet, Zensus)

Warum sich Anmelden lohnt

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Ein gepflegter Garten, ein sauberer Haushalt, eine verlässliche Kinderbetreuung – wer das nicht mehr alleine schafft, organisiert sich oft eine Haushaltshilfe. Und nicht immer wird diese angemeldet, informiert tag, das Kundenmagazin der Knappschaft in der aktuellen Ausgabe. Dabei gilt: Nur wer anmeldet, kann Steuervorteile nutzen und ist zudem sicher vor Bußgeldverfahren. Denn wer eine Hilfskraft nicht anmeldet, riskiert Geldstrafen von bis zu 5.000 Euro.

Aktuell sind 300.000 Minijobber im Privathaushalt angemeldet, berichtet tag weiter. Doch die Schwarzarbeitsquote ist vermutlich deutlich höher. „Laut Schätzungen lassen bis zu vier Millionen Haushalte in Deutschland schwarzarbeiten. Das verwehrt vielen Haushaltshilfen selbstverständliche Arbeitnehmerrechte“, sagt Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-Zentrale bei der Knappschaft.

Die Heimlichkeit in Haus und Garten ist unverständlich, denn die ordentliche Anmeldung bietet sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber zahlreiche Vorteile. Haushaltshilfen können monatlich bis zu 450 Euro verdienen. Gleichzeitig sind alle Minijobber nach Anmeldung rentenversicherungspflichtig. Dadurch erwerben sie volle Rentenansprüche und zahlen 13,7 Prozent ihres Gehalts in die Rentenkasse ein. Doch auch ohne Eigenanteil können Haushaltshilfen in Haus und Garten anpacken. Minijobber können sich jederzeit von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Der Pauschalbetrag des Arbeitgebers beträgt fünf Prozent, sodass Haushaltshilfen auch ohne Einzahlung geminderte Rentenansprüche erwerben.

Wer eine Unterstützung im Haushalt benötigt oder gar selbst Interesse hat, als Minijobber zu arbeiten: Auf www.haushaltsjob-boerse.de können sich Arbeitgeber und -nehmer kostenlos anmelden.

Mehr Informationen gibt es unter www.minijob-zentrale.de, dort kann auch das Haushaltsscheck-Formular zur Anmeldung einer privaten Haushaltshilfe heruntergeladen oder gleich online bearbeitet werden.

Gesetzlich unfallversichert in Praktikum und Ferienjob

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Rheinland-Pfalz    Die Ferienzeit bietet für viele Schülerinnen, Schüler und Studierende die Möglichkeit, in verschiedene Berufe reinzuschnuppern oder mit einem Ferienjob das Taschengeld aufzubessern. Häufig stellt sich dann die Frage: Wie sieht es mit dem gesetzlichen Unfallsicherungsschutz aus? Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz gibt dazu folgende Hinweise:

Der gesetzliche Unfallversicherungsschutz besteht für Schülerinnen, Schüler und Studierende während eines Praktikums oder Ferienjobs. Dies gilt unabhängig von der Dauer des Praktikums bzw. des Arbeitsverhältnisses oder der Höhe des Entgelts. Unbezahlte Praktika sind ebenso versichert wie der Mini-Job. „Zuständig bei einem Unfall während der Arbeit bzw. auf den Hin- und Rückwegen ist die für das Unternehmen zuständige Unfallkasse oder Berufsgenossenschaft“, erklärt Jörg Zervas, Leiter der Abteilung Rehabilitation, Entschädigung und Regress bei der Unfallkasse. „Wir arbeiten eng mit qualifizierten Fachkliniken und Krankenhäusern zusammen, damit Versicherte nach einem Unfall bestmöglich medizinisch behandelt werden können“, so der Experte. Der Unfallversicherungsschutz für die Versicherten ist beitragsfrei. Die Kosten trägt – wie für jeden anderen Beschäftigten auch – das Unternehmen.

Praktikum im Ausland
Wer einen Ferienjob oder ein Praktikum im Ausland annimmt, ist in der Regel nicht über die deutsche gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Das gilt auch dann, wenn es sich bei dem Betrieb um ein deutsches Unternehmen handelt. Die Betroffenen sollten sich deshalb vor der Abreise über die Absicherung bei Arbeitsunfällen im Gastland informieren.

Hier gibt es weitere Informationen: www.ukrlp.de, Webcode b258, b630 oder b631.

Eine neue Tür ins menschliche Gehirn

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Psychologen der Universität Trier erforschen, wie Hypnose funktioniert

An der Uni-Klinik Lüttich wurde schon vor fast 25 Jahren erstmals ein Patient unter Hypnose operiert. Inzwischen verzichten Zahnärzte und Chirurgen routinemäßig auf Narkose und operieren hypnotisierte Menschen. Dass Hypnose wirkt, ist unbestritten. Aber warum und wie funktioniert sie? Was macht der Trance-Zustand mit Menschen, was läuft im Gehirn ab? Warum empfindet ein Hypnotisierter selbst bei einer Operation keinen Schmerz? Diese Fragen sind auch ein Vierteljahrhundert nach der ersten Hypnose-Operation ungeklärt. Der Psychologe Dr. Ewald Naumann von der Universität Trier und sein Team wollen sie in Kooperation mit Kollegen der Universität Jena beantworten. Mehr noch: Sie wollen mit ihrer Forschung eine neue Tür ins menschliche Gehirn öffnen.

„Hypnose ist Hokuspokus, Esoterik.“ Auch Ewald Naumann dachte lange Zeit so. Inzwischen ist er überzeugt, dass sich „veränderte Bewusstseinszustände“ für die Wissenschaft zu einem großen Zukunftsthema entwickeln werden. Nicht zuletzt deshalb, weil dieser Forschungsstrang neue Erkenntnisse über die Funktionsweise des Gehirns erwarten lässt.

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