Montag, 19. Februar 2018

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Unfälle beim Abi-Streich: Gesetzliche Unfallversicherung greift nicht automatisch

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Zum bestandenen Abitur gehören für viele junge Menschen traditionell eine Feier und der mit großer Spannung erwartete Abi-Streich. Kommt es dabei allerdings zu einem Unfall, greift nicht automatisch die gesetzliche Unfallversicherung. Darauf weist die Unfallkasse Rheinland-Pfalz hin.

„Gilt die Feier als schulische Veranstaltung, das heißt, sie liegt in der Organisation der Bildungseinrichtung, besteht für die Schülerinnen und Schüler gesetzlicher Unfallversicherungsschutz“, erklärt Jörg Zervas von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Bei Abi-Streichen, die nicht unter Aufsicht, Kontrolle oder Einflussnahme der Schule stehen, sieht das etwas anders aus. „Hier handelt es sich um sogenanntes eigenwirtschaftliches Handeln, das nicht gesetzlich unfallversichert ist“, informiert Jörg Zervas weiter.

Die Schulleitung hat bei schulischen Veranstaltungen darauf zu achten, dass „Späße“, die von den Betroffenen nur schwer beherrschbar sind, unterbleiben. Zu verbieten sind beispielsweise Bungee-Springen oder gefährliche Kletterpartien. Zwar ist der Wunsch nachvollziehbar, die Abi-Feier zu etwas Außergewöhnlichem und Unvergessenem zu machen, doch richtet die Unfallkasse an die jungen Erwachsenen den Appell, sich und andere mit den Abi-Streichen nicht zu gefährden.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.ukrlp.de/Suchbegriff: Abi-Gag oder Webcode: b502.

Trierer Biogeographen erforschen „Salamanderfresser-Pilz“

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Ursachen und Maßnahmen gegen Massensterben werden untersucht

Wissenschaftler der Universität Trier erforschen in einem neuen Projekt die Ausbreitung des „Salamanderfresser-Pilzes“ Bsal in Deutschland. Er gilt als Ursache von Massensterben bei Feuersalamandern und Molchen. Gemeinsam mit Kollegen der Technischen Universität Braunschweig sowie den Biologischen Stationen der Städteregion Aachen und des Kreises Düren arbeiten die Trierer Biogeographen auch an Maßnahmen zur Eindämmung des Pilzes. Das Verbundprojekt wird für drei Jahre vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) gefördert.

„Das neue Projekt ist aus mehrfacher Hinsicht ein besonders wichtiges“, erklärt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. „Der Feuersalamander ist eine Art, für die wir in Deutschland eine besondere nationale Verantwortung haben. Außerdem gefährdet ein Ausbreiten des Pilzes in Deutschland nicht nur den Feuersalamander, sondern der Pilz infiziert auch andere Salamander- und Molcharten. Solche Arten spielen eine wichtige Rolle in unseren Ökosystemen. Somit könnte durch Bsal die grundlegende Funktionsfähigkeit ganzer Ökosysteme beeinträchtigt werden.“

Nach dem Massensterben von Feuersalamandern in den Niederlanden und Belgien wurde Bsal mittlerweile auch bei Feuersalamandern und Molchen in der Eifel nachgewiesen. Die Abkürzung „Bsal“ steht für den wissenschaftlichen Namen des Erregers Batrachochytrium salamandrivorans. Dieser als „Salamanderfresser“ bekannte Hautpilz wurde erst vor wenigen Jahren an Feuersalamandern in den Niederlanden entdeckt.

An der Universität Trier sind Prof. Dr. Stefan Lötters, Prof. Dr. Michael Veith und Dr. Norman Wagner an dem Projekt beteiligt. Ein Hauptbestandteil ihrer Arbeit ist deskriptives Monitoring (über die Probenahme von Hautabstrichen an Salamandern und Molchen und über ein Monitoring der Feuersalamanderlarven zur Überprüfung der Bestände), um Grundlagendaten darüber zu gewinnen, wo der Pilz verbreitet ist und mit welcher Geschwindigkeit er sich ausbreitet. Gerade in Rheinland-Pfalz mit einer 20 Jahre alten Roten Liste der Amphibien und Reptilien fehlen Basisdaten zur Verbreitung der Wirtsarten und damit auch zum Erlöschen von Populationen.

Die bei den Tieren im Freiland genommenen Hautabstriche werden im Labor der Trierer Biogeographie analysiert, einem der wenigen weltweit für Bsal-Untersuchungen zertifizierten Laboratorien. Hier wurde Bsal erstmals an Feuersalamandern, Berg- und Teichmolchen aus der Eifel nachgewiesen sowie weltweit erstmals auch an freilebenden Fadenmolchen und Kammmolchen.

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Steuererklärung 2017:

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Neuerungen zum elektronischen Übermittlungsverfahren sowie zur Gewinnermittlung durch Einnahme-Überschussrechnung
Bereits seit dem Veranlagungszeitraum 2011 sind Gewerbetreibende, Land- und Forstwirte und selbstständig Tätige unabhängig von der Tatsache, ob sie diese Einkünfte haupt- oder nebenerwerblich beziehen - gesetzlich verpflichtet, ihre Steuererklärung elektronisch abzugeben. Die elektronische Übermittlungspflicht erstreckt sich neben der Steuererklärung auch auf die jeweilige Gewinnermittlung (Bilanz bzw. Anlage EÜR).
In begründeten Härtefällen kann das Finanzamt auf Antrag auf die elektronische Übermittlung verzichten.

Neuerungen für die Steuererklärung 2017:
Übermittlung der elektronischen Steuererklärung des Jahres 2017 in bestimmten Fällen nur noch nach vorheriger Registrierung unter www.elster.de möglich
Im Verfahren ELSTER (Elektronische Steuererklärung) gibt es grundsätzlich zwei Verfahren zur elektronischen Übermittlung von Steuererklärungen an das Finanzamt: Das Einreichen mittels komprimierter Erklärung (mit nachgereichtem Unterschriftenblatt) und den Datenversand mittels elektronischem Authentifizierungsverfahren. Im Zuge der Intensivierung der automationsgestützten Steuererklärungsbearbeitung können Umsatzsteuer- und Gewerbesteuererklärungen für den Veranlagungszeitraum 2017 nur noch „authentifiziert“ übermittelt werden. Hierfür wird ein Sicherheitszertifikat benötigt. Für dieses Zertifikat ist die vorherige Registrierung bei „Mein ELSTER“ erforderlich.
Eine Anleitung zur Registrierung und Authentifizierung findet sich unter: https://www.elster.de.
Da der Prozess in der Regel bis zu zwei Wochen dauert, empfiehlt das Landesamt für Steuern für die Abgabe der Steuererklärung 2017 die Registrierung rechtzeitig durchzuführen.

Einnahmeüberschussrechnungen künftig ausschließlich mit amtlich vorgeschriebenem Datensatz bzw. amtlich vorgeschriebenem Vordruck (Anlage EÜR)
Ab dem Veranlagungszeitraum 2017 sind grundsätzlich alle Steuerpflichtigen, die ihren Gewinn durch Einnahmenüberschussrechnung ermitteln, verpflichtet, diese nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz (Anlage EÜR) zu übermitteln.
Die bisherige Regelung, nach der bei Betriebseinnahmen von weniger als 17.500 Euro die Abgabe einer formlosen Einnahmenüberschussrechnung ausreichte, läuft damit aus. Auch die Übermittlung der Anlage EÜR ist ab dem Veranlagungszeitraum 2017 nur noch mit elektronischer Authentifizierung möglich.

Informationen zur elektronischen Übermittlung der Steuererklärung und zur Anlage EÜR sind unter https://www.elster.de erhältlich.

Keine Belege mehr für die Steuererklärung

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Vorlage nur noch auf Nachfrage des Finanzamts erforderlich
Mit der Steuererklärung des Jahres 2017 müssen Steuerzahler dem Finanzamt keine Belege mehr einreichen. Es gilt künftig der Grundsatz, dass Belege nur noch dann vorgelegt werden müssen, wenn das Finanzamt dazu auffordert.

Bisher wurde in diesem Zusammenhang unterschieden zwischen Belegen, für die es eine gesetzliche Vorlagepflicht gab (Spendenbescheinigung, Kapitalertragsteuerbescheinigung, Nachweis über den Grad der Behinderung) und sonstigen einzureichenden Unterlagen, Aufstellungen und Erläuterungen, die für das Besteuerungsverfahren von Bedeutung sind, für die es aber keine gesetzliche Vorlagepflicht gab.

Für den Steuerzahler entfällt diese Unterscheidung künftig. Dadurch wird das Verfahren vereinfacht. Mit dem Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens wurde aus der Belegvorlagepflicht eine Belegvorhaltepflicht. Belege müssen daher nur noch auf Nachfrage des Finanzamts eingereicht werden.

Aufbewahrungsfristen
Für die meisten Steuerbürger gilt, dass sie Belege grundsätzlich bis zum Ablauf der Einspruchsfrist (endet einen Monat nach Erhalt des Steuerbescheids) und nach Einlegung eines Einspruchs oder einer Klage bis zum endgültigen Abschluss des Verfahrens aufbewahren sollten. Belege, die für mehrere Jahre von Bedeutung sind (z.B. ärztliche Atteste) sollten entsprechend länger aufbewahrt werden. Sollte der Steuerbescheid unter dem Vorbehalt der Nachprüfung stehen oder vorläufig sein, sollten die Belege ebenfalls aufbewahrt werden (Angaben hierzu finden sich in den Erläuterungstexten am Ende des Steuerbescheids).

Eine besondere Regelung gilt für Zuwendungsnachweise, also Bescheinigungen für Spenden und Mitgliedsbeiträge an als gemeinnützig anerkannte Vereine und Einrichtungen: Diese müssen bis zu einem Jahr nach Bekanntgabe des Steuerbescheids aufbewahrt werden, wenn sie nicht zuvor vom Finanzamt angefordert wurden.

Darüber hinaus müssen Privatpersonen weitere Belege aufbewahren: Für Leistungen, die im Zusammenhang mit einem Grundstück stehen, sind Rechnungen für die Dauer von zwei Jahren aufzubewahren. Das können beispielsweise Handwerkerleistungen oder haushaltsnahe Dienstleistungen sein. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die Rechnung ausgestellt worden ist.

Privatpersonen mit Fotovoltaikanlage
Einnahmen aus dem Betrieb einer Fotovoltaikanlage gehören zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb. Dementsprechend gilt auch für Betreiber einer Fotovoltaikanlage, die Strom in das öffentliche Stromnetz einspeisen, eine Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren für die zugehörigen Unterlagen.

Aufbewahrungsfristen für Gewerbetreibende, Freiberufler und Landwirte
Für gewerblich, selbstständig oder land- und forstwirtschaftlich tätige Steuerpflichtige haben sich keine Änderungen ergeben. Diese haben – wie auch bisher – die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) zu beachten. Für diese Berufsgruppen gelten daher besondere Aufbewahrungsfristen, die bis zu zehn Jahre betragen. So müssen beispielsweise Buchungsbelege für die Steuererklärung 2017 in der Regel bis zum 31.12.2027 aufbewahrt werden.

Aufbewahrungsfristen für Steuerpflichtige mit bedeutenden Überschusseinkünften oder Anteilen an ausländischen Drittstaat-Gesellschaften (§ 147a der Abgabenordnung)
Haben Steuerbürger Überschusseinkünfte (d.h. als Arbeitnehmer, aus nicht der Abgeltungsteuer unterliegendem Kapitalvermögen, aus Vermietung und Verpachtung oder sonstige Einkünfte), die in der Summe höher als 500.000 Euro pro Jahr sind, so müssen Belege und Aufzeichnungen in diesem Zusammenhang grundsätzlich sechs Jahre aufbewahrt werden.

Das gleiche gilt ab 2018 auch für Steuerpflichtige, die allein oder zusammen mit nahestehenden Personen unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden oder bestimmenden Einfluss auf gesellschaftsrechtliche, finanzielle oder geschäftliche Angelegenheiten einer Drittstaat-Gesellschaft ausüben können.

Silvesterkracher: Sicherer Umgang

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Polizei informiert auf Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch über den sicheren Umgang mit Silvesterfeuerwerk

Knalltraumen, Verbrennungen, zerfetzte oder abgerissene Körperteile und andere schwere Verletzungen bis hin zum Tod – das können die Folgen von unsachgemäßem Gebrauch von Silvesterknallern, aber auch das Abbrennen illegaler, selbstgebastelter Böller sein. Letzteres ist nicht nur gefährlich – zum Teil sogar lebensgefährlich - sondern auch strafbar. Ein Informationsblatt der Polizei klärt auf, was beim Umgang mit Silvesterfeuerwerk zu beachten ist. Es ist auch in den Sprachen Englisch, Französisch und Arabisch erhältlich.

„Jedes Jahr erleiden unzählige Menschen an Silvester schwere, zum Teil schwerste Verletzungen bis hin zum Tod, weil sie illegale, selbstgebastelte Böller zünden, oder einfachste Sicherheitsmaßnahmen nicht beachten, wie z.B. ausreichend Abstand zu Umstehenden zu halten. Dem wollen wir mit unserem Informationsblatt entgegenwirken“, erklärt Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Das Informationsblatt der Polizei erläutert deshalb, wo Käufer in Deutschland zugelassene Böller erwerben und woran sie diese erkennen können. Denn in Deutschland zugelassene Böller sind – wird die Gebrauchsanleitung beachtet – sicher. Zudem erhalten Feiernde wichtige Tipps zum sicheren Abbrennen von Knallern und erfahren, wo das Zünden von Feuerwerkskörpern nicht erlaubt ist.

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