Dienstag, 21. November 2017

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Armutsgefährdungsquote bei 15,5 Prozent; Wert liegt unter dem Bundesdurchschnitt

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Bundesdurchschnitt

In Rheinland-Pfalz lag die Armutsgefährdungsquote im Jahr 2016 bei 15,5 Prozent und damit unterhalb des Bundesdurchschnitts (15,7 Prozent). Lediglich fünf Bundesländer hatten niedrigere Armutsgefährdungsquoten als Rheinland-Pfalz. Trotz des insgesamt geringen Armutsrisikos der rheinland-pfälzischen Gesamtbevölkerung, sind einzelne Gruppen überdurchschnittlich armutsgefährdet.

Die Armutsgefährdungsquote ist ein Indikator für relative Einkommensarmut. Nach EU-Konvention ist sie der Anteil der Personen, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens (Median) der betrachteten Bevölkerung beträgt. Der 60-Prozent-Wert ist die sogenannte Armutsgefährdungsschwelle. Diese lag im Jahr 2016 – unter Zugrundelegung des mittleren Einkommens in Deutschland (Bundesmedian) – für einen Ein-Personen-Haushalt in Rheinland-Pfalz bei 996 Euro und für einen Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren bei 2.091 Euro.

Besonders von Armut bedroht waren im Jahr 2016 alleinerziehende Erwachsene und deren Kinder unter 18 Jahren. Für diese Bevölkerungsgruppe lag die Armutsgefährdungsquote mit 46 Prozent weit über dem Niveau der rheinland-pfälzischen Bevölkerung insgesamt (15,5 Prozent). Die Armutsgefährdungsquote einer Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern lag dagegen bei 12,2 Prozent. Die Armutsgefährdung der Alleinerziehenden in Rheinland-Pfalz ist in den letzten 10 Jahren um 8,6 Prozentpunkte gestiegen (2006: 37,4 Prozent). Nur vier Bundesländer verzeichneten einen höheren Anstieg.

Neben Alleinerziehenden und deren Kindern waren auch Familien mit zwei Erwachsenen und drei oder mehr Kindern vergleichsweise stark von Armut bedroht (29,2 Prozent).

Auch junge Personen verzeichneten eine relativ hohe Armutsgefährdungsquote. So hatten die 18- bis unter 25-Jährigen mit 22,2 Prozent eine höhere Armutsgefährdung als die über 65-Jährigen (16,4 Prozent). Allerdings waren auch ältere Frauen vergleichsweise stark gefährdet. Diese wiesen mit 19,2 Prozent ein höheres Armutsrisiko auf als gleichaltrige Männer (12,9 Prozent).

Weitere Bevölkerungsgruppen mit einem vergleichsweise hohen Armutsrisiko waren Erwerbslose (55,5 Prozent), Haushalte mit einem niedrigen Bildungsniveau des Haupteinkommensbeziehers (39,1 Prozent) sowie Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit (38,8 Prozent).

Eine regionale Betrachtung zeigt, dass die Westpfalz im Jahr 2016 das höchste Armutsrisiko (17,7 Prozent gemessen am Bundesmedian) unter den rheinland-pfälzischen Regionen aufwies. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Armutsgefährdungsquote der Westpfalz auch am deutlichsten gestiegen (+ 1,4 Prozentpunkte). Die geringste Armutsgefährdungsquote lag im Jahr 2016 in der Region Mittelrhein-Westerwald (14,5 Prozent).

Diese und weitere umfangreiche Daten, die im Rahmen der „Sozialberichterstattung der amtlichen Statistik“ durch die statistischen Ämter des Bundes und der Länder regelmäßig aktualisiert und erweitert werden, finden Sie – ergänzt um ausführliche methodische Erläuterungen – im gemeinsamen Statistik-Portal unter: www.amtliche-sozialberichterstattung.de, oder über einen Link auf unserer Homepage unter der Rubrik „Sozialberichterstattung“.

Die Daten stammen aus der Mikrozensusbefragung 2016. Bei dieser jährlichen Erhebung werden ein Prozent aller Haushalte zu ihrer wirtschaftlichen und sozialen Situation befragt. In Rheinland-Pfalz werden für die Stichprobe des   Mikrozensus ca. 20.000 Haushalte ausgewählt. Die Armutsgefährdungsquote ist der Anteil der Personen mit einem Äquivalenzeinkommen von weniger als 60 Prozent  des Medians der Äquivalenzeinkommen der Bevölkerung in Privathaushalten am Ort der Hauptwohnung. Das Äquivalenzeinkommen wird auf Basis der neuen OECD-Skala berechnet. In die Berechnung gehen alle Haushalte/Personen mit gültigen Einkommensangaben ein.

Autorin: Dr. Christina Pötzsch - Abteilung 1/Referat 15/Auswertungen, Analysen A1

Weidetierhaltung in Rheinland-Pfalz

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Mahnfeuer für den Erhalt der Weidetierhaltung am 15. September

Neuwied. Die rheinland-pfälzischen Weidehalter sorgen sich angesichts der Berichterstattungen über Wolfsrisse an Schafen und Rindern durch wachsende Wolfspopulationen. Sie sehen die Weidetierhaltung gefährdet, da der Wolf sich auch durch Schutzmaßnahmen nicht davon abhalten lässt, in die Herden einzudringen, Weidetiere zu erlegen und Panik unter den Tieren zu verbreiten.

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau wird deshalb gemeinsam mit dem Förderverein der Deutschen Schafhaltung am 15. September 2017 ab 19:30 Uhr auf dem Hofgut Meerheck der Familie Neumann in Heimbach-Weis mit einem Mahnfeuer auf die Sorgen der Weidetierhalter aufmerksam machen.

Die Weidehaltung leistet einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Kulturlandschaft in Rheinland-Pfalz, sie sichert Arbeitsplätze und trägt zur Pflege des Grünlandes bei. Seitens der Weidetierhalter werden die wachsenden Wolfspopulationen in Deutschland und die Weidehaltung von Nutztieren als unvereinbar gesehen. In Regionen, in denen sich der Wolf bereits angesiedelt hat, müssen sich die Weidetierhalter mittlerweile täglich darüber sorgen, dass er nicht nur in ihre Herden einbricht und Tiere reißt, sondern die verbleibenden Tiere aus Stress ihre Tracht (Lämmer, Kälber) verlieren und die Herden insgesamt in Panik geraten. Auch besteht in dicht besiedelten und verkehrsreichen Gebieten durch die Anwesenheit von Wölfen erhebliches Gefährdungspotential durch Panikfluchten angegriffener Herden.

Das Mahnfeuer dient auch dem Austausch der betroffenen Landbevölkerung mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern über die Zukunft des Wolfes in dichtbesiedelten Regionen.

Die Veranstaltung wird im Rahmen einer deutschlandweiten Aktion unter dem Titel „Hat die Weidehaltung noch eine Zukunft in Europa?“ durchgeführt. Neben betroffenen Landwirten werden auch Vertreter des bäuerlichen Berufsstandes vor Ort sein und für Fragen zur Verfügung stehen.

Gerodetes Springkraut darf nicht auf die Astsammelplätze

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Die Kreisverwaltung informiert über die Entsorgung von Neophyten wie Springkraut, Riesenbärenklau und Jakobskreuzkraut.

Als Neophyten werden gebietsfremde Pflanzenarten bezeichnet, die sich durch den Einfluss des Menschen angesiedelt haben. Einige dieser Neophyten haben eine starke Ausbreitungsfähigkeit und können andere Arten, ganze Lebensräume und schlimmstenfalls sogar die menschliche Gesundheit schwer beeinträchtigen.

Aktuell wird im Kreis Neuwied insbesondere das Indische Springkraut systematisch bekämpft. Kommunen, Naturschutzverbände und viele Freiwillige engagieren sich bei der Aufgabe, die besetzten Lebensräume wieder für die natürliche Flora freizumachen. Auch Besitzer von privaten Gärten sind aufgefordert, Ansiedlungen unerwünschter Neophyten zu beseitigen. Dabei stellt sich dann die Frage, wie gerodete Pflanzen entsorgt werden können, ohne dass eine weitere Ausbreitung zu befürchten ist.

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Tipps für Sicherheit rund um Haus und Wohnung

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Koblenz. Am Donnerstag, 14.09.2017, von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr, informieren Seniorensicherheitsberater Karl-Heinz Jost und die Experten vom Beratungszentrum der Polizei, Gabi Theis und Ralf Thomas, rund um das Thema Sicherheit zu Hause. Insbesondere ansprechen möchten die Veranstalter russisch sprechende Senioren. Der Vortrag wird in deutscher Sprache gehalten. Dankenswerterweise unterstützt Frau Maria Meier vom Migrationsdienst der Caritas an diesem Abend und steht den Experten zur Seite, sollten Verständigungsprobleme auftreten. Selbstverständlich freuen sich die Veranstalter, JuBüZ Karthause, Ordnungsamt, Polizei Koblenz, Seniorensicherheitsberater und Caritas Koblenz, über viele Interessierte.

Für weitere Auskünfte steht Frau Birgit Korn-Möckel, Sozialarbeiterin im Jugend- und Bürgerzentrum (JuBüZ), unter folgender Telefonnummer zur Verfügung: 0261 914 060 000 oder per mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Das Rhein-Taunus Krematorium lädt ein

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Dachsenhausen, 1. September 2017  Am 9. September 2017 öffnet das privat geführte Rhein-Taunus Krematorium seine Türen für interessierte Besucher. Der Tag beginnt um 11:00 Uhr mit einem Gottesdienst, anschließend finden bis 17:00 Uhr Führungen durch das Krematorium und die umliegenden Friedhöfe statt

Bereits seit 17 Jahren führt das Rhein-Taunus Krematorium in Dachsenhausen den jährlichen „Tag der offenen Tür“ durch. Traditionell beginnt er mit einem Gedenkgottesdienst zu dem viele Angehörige anreisen, die hier Verstorbene verabschiedet hatten. „Uns besuchen aber auch Menschen die einfach einmal wissen wollen, wie ein modernes Krematorium so funktioniert“, sagt Karl-Heinz Könsgen, Geschäftsführer des Krematoriums. Gleichzeitig betont Könsgen: „Besucher werden keine Verstorbenen sehen, sondern ausschließlich geschlossene Särge“.

So beginnt die Führung auch dort, wo üblicherweise die Särge angeliefert werden. Bereits zur Ankunft wird der Sarg gewogen. „Bei uns sind wir in der Lage adipöse Verstorbene einzuäschern, bis zu einem Gewicht von 450 kg“, sagt Könsgen.

Mittlerweile kommen viele Menschen von nah und fern und nutzen diesen Termin, um sich zu informieren und auch die Gräber ihrer Angehörigen zu besuchen. Der Rheinhöhen Ruhewald, der Rasenfriedhof, das Gräberfeld im Blumengarten, der Alte Waldfriedhof und der Mensch-Tier-Friedhof „Unser Hafen“ sind fußläufig gut erreichbar.

Der Eintritt ist frei. Kinder werden auf dem Spielplatz betreut, während die Erwachsenen die Führung wahrnehmen. Für Essen und Trinken ist zudem gesorgt. Parkplätze sind ausreichend vorhanden.

Das Rhein-Taunus Krematorium liegt in Dachsenhausen, in der Verbandsgemeinde Loreley. Es ist von Koblenz in 25 Minuten, von Wiesbaden, Mainz und Limburg in etwa 50 Minuten zu erreichen.

Tag der offenen Tür am 9. September 2017, 11:00 bis 17:00. Rhein-Taunus Krematorium, Zum Dinkholder 1, 56340 Dachsenhausen, Telefon: 06776 95980.

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