Mittwoch, 20. September 2017

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Wohin mit gerodeten Buchsbäumen?

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Kreisabfallberatung informiert über Entsorgung bei Befall mit dem Buchsbaum-Zünsler

Zunehmend ist auch unsere Region vom Buchsbaumzünsler betroffen. Der Schmetterling befällt Buchsbäume und kann die Pflanzen innerhalb kurzer Zeit vernichten. In der Folge mehren sich bei der Neuwieder Abfallberatung Anfragen, wie vom Zünsler befallene Buchsbäume entsorgt werden können.

Für betroffene Gartenbesitzer ist in diesem Zusammenhang die einzig gute Nachricht: Gerodete Buchsbäume können ohne Weiteres als Grünabfall oder über die Biotonne entsorgt werden. Keinesfalls sollen Buchsbäume als Restabfall in der Grauen Tonne entsorgt werden.

Bei der Kompostierung der Bioabfälle entstehen hohe Temperaturen und schädliche Mikroorganismen und Unkrautsamen werden sicher abgetötet. "Sowohl der der Buchsbaumzünsler als auch seine Raupen und Eier können die rund 70 Grad warme Hygienisierungsphase im Kompostwerk nicht überleben ", kann Thomas Strohmenger von der Neuwieder Kreisabfallberatung beruhigen. "Dadurch besteht keinerlei Gefahr, dass der Buchsbaumzünsler über den Kompost weiter verbreitet wird."

Keinesfalls sollen befallene Buchsbaumpflanzen als Restabfall entsorgt werden. Das wäre alleine schon wegen der Abfuhrintervalle kontraproduktiv. "Denn während die Biotonne wöchentlich geleert wird, hätten die Raupen und Puppen des Zünslers in der Restabfalltonne bis zu drei Wochen lang Zeit, sich zu flugfähigen Schmetterlingen zu entwickeln." gibt Strohmenger zu bedenken. "Dagegen kommen Schädlinge, die zusammen mit abgeschnittenen Buchsbäumen in die Biotonne geworfen werden, nach spätestens einer Woche ins Kompostwerk."

Und das bedeutet den sicheren Tod für alle Entwicklungsstadien des Zünslers. Allerdings steht zu befürchten, dass das den Buchsbäumen nicht mehr helfen wird, denn viele Experten halten den Kampf gegen den Buchsbaumzünsler schon für verloren.

Bei weiteren Fragen rund um die Abfallentsorgung steht die Neuwieder Abfallberatung unter der Tel.-Nr. 02631/803-308 oder im Internet auf der Seite www.abfall-nr.de zur Verfügung

 

Populismus und Unvermögen

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Kein zusätzliches Bienensterben festgestellt!

Koblenz. Mit Empörung reagiert der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau auf Äußerungen des umweltpolitischen Sprechers der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Andreas Hartenfels, auf seine Äußerungen, dass eine zunehmend industrialisierte Intensivlandwirtschaft verantwortlich für das Sterben von Bienenvölkern sei. Präsident Michael Horper zeigte sich entsetzt über Hartenfels‘ Unkenntnis über grundlegende natürliche Vorgänge.

Seit Jahren hätten sich die ermittelten Völkerverluste immer zwischen ca. 11 und 22 Prozent bewegt. Dies liege einerseits am Frost und der damit einhergehenden verringerten Tracht sowie am Befall durch die Varroamilbe. Die Landwirtschaft fördere seit Jahren das Nahrungsmittelangebot für Bienen, indem sie an Programmen für Puffer-, Feldrand- und Waldrandstreifen an den Äckern teilnehme. Die Landwirtschaft selbst habe größtes Interesse, die Imker und ihre Bienenvölker zu unterstützen.

Um Randstreifen in der Praxis noch attraktiver zu machen, bedürfe es, laut Horper, administrativer Verbesserungen und bürokratischer Vereinfachungen beim Greeningverfahren. Pauschale Vorwürfe, wie sie Hartenfels anbringe, die intensive Landwirtschaft, die es im Übrigen in Rheinland-Pfalz nicht gebe, sei für das Bienensterben verantwortlich, sei purer Populismus und habe mit der Realität rein gar nichts zu tun. Sein Hinweis, der Pflanzenschutzwirkstoff aus der Reihe der Neonicotinoide sei hierfür verantwortlich, treffe ebenfalls nicht zu, da dieser Wirkstoff zur Zeit verboten sei und nicht ausgebracht werden dürfe, so Horper. Darüber hinaus würden diese Stoffe  nachweislich von Bienen nicht angeflogen. Vielmehr stünden Zusatzstoffe in Verdacht, die ohnehin bereits aus der Produktion genommen seien. Horper könne sich des Eindruck nicht erwehren, dass grüne Politiker wieder einmal auf dem Rücken der Landwirte Wahlkampf betreiben würden.

Weniger Bezieher von Grundsicherung wegen Wohngeldreform

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Im Dezember 2016 erhielten in Rheinland-Pfalz 43.394 Frauen und Männer staatliche Unterstützung in Form von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel des Zwölften Buches des Sozialgesetzbuches (SGB XII „Sozialhilfe“). Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes 740 Personen bzw. 1,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Damit sank die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger dieser Sozialleistung erstmals seit 2009. Eine Ursache für diesen Rückgang war – wie im Jahr 2009 – eine Wohngeldreform. Durch die zum 1. Januar 2016 in Kraft getretene Reform erhielten einige frühere Bezieherinnen und Bezieher von Grundsicherung nun vorrangig zu gewährende Wohngeldleistungen und – aufgrund dieser zusätzlichen Sozialleistung – keine Grundsicherung mehr.

Im Dezember 2016 hatten gut 22.100 Leistungsberechtigte (51 Prozent) die Regelaltersgrenze erreicht bzw. überschritten und erhielten Grundsicherung im Alter. Knapp 21.300 Empfängerinnen und Empfänger (49 Prozent) waren im Alter von 18 Jahren bis unter die Regelaltersgrenze und nahmen die Leistungen aufgrund dauerhafter Erwerbsminderung in Anspruch. Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts im Alter wurden hauptsächlich Frauen gewährt (61 Prozent), während Leistungen infolge einer Erwerbsminderung häufiger von Männern beansprucht wurden (55 Prozent).

In den Städten verhältnismäßig mehr Empfängerinnen und Empfänger

Regional betrachtet zeigen sich große Unterschiede in der Inanspruchnahme. In den kreisfreien Städten entfielen im Durchschnitt 18,5 Leistungsempfänger auf 1.000 volljährige Einwohnerinnen und Einwohner, in den Landkreisen hingegen 10,7. Die größte Empfängerdichte hatten unter den kreisfreien Städten Kaiserslautern (24,6 Leistungsbeziehern je 1.000 Volljährige) und Pirmasens (22,9) zu verzeichnen, bei den Landkreisen erreichten Birkenfeld (15,6) und Neuwied (15) die höchsten Werte.

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Steuererklärung auch für steuerbefreite Vereine Pflicht

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Finanzämter verschicken alle drei Jahre Aufforderung
Die Finanzämter prüfen in der Regel alle drei Jahre, ob Vereine und Organisationen (z. B. Stiftungen), die gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dienen (z.B. Sport- und Musikvereine, Fördervereine von Kindergärten, Naturschutzvereine usw.), in der zurückliegenden Zeit mit ihren Tätigkeiten die Voraussetzungen für die Befreiung von der Körperschaft- und Gewerbesteuer erfüllt haben.
Zu diesem Zweck müssen die Vereine bei ihrem zuständigen Finanzamt eine Steuererklärung (Vordruck Gem 1) abgeben und Kopien ihrer Kassenberichte und Tätigkeits- bzw. Geschäftsberichte beifügen.
Da der dreijährige Prüfungszeitraum nicht bei allen Vereinen identisch ist, sind von der jetzt beginnenden Überprüfung nicht sämtliche Vereine betroffen. Viele haben aber in den letzten Tagen eine schriftliche Aufforderung des Finanzamts zur Abgabe der genannten Unterlagen erhalten.
Wie üblich, werden keine Steuererklärungs-Formulare mehr an die Vereine versandt. Die Erklärungen sind grundsätzlich elektronisch zu übermitteln. Hierfür ist eine Registrierung über ELSTER erforderlich (www.elster.de).
Nach erfolgreicher Registrierung geht es über www.elsteronline.de zum „Login“. Danach „Privater Bereich“ > Formulare > Formular Körperschaftsteuererklärung“ KSt1 B“ auswählen.
Da aktuell die elektronische Übermittlung nicht möglich ist, können die benötigten Vordrucke im Internet unter www.fin-rlp.de – hier „Vordrucke > Körperschaftsteuer > Gemeinnützigkeit“ als ausfüllbare pdf-Datei heruntergeladen und ausgedruckt werden. Wenn die Vereine bzw. ihre Vorstände über keinen Internetzugang verfügen, können die Vordrucke ausnahmsweise bei dem zuständigen Finanzamt abgeholt werden

Taschendiebe tummeln sich gerne auf Frühlingsfesten

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Polizei gibt Tipps, wie sich Besucherinnen und Besucher von Frühlingsfesten und anderen Veranstaltungen schützen können

Der Frühling lockt wieder viele Besucherinnen und Besucher auf Frühlingsfeste und andere Veranstaltungen unter freiem Himmel. Leider ziehen diese Menschenansammlungen auch Taschendiebe an. Die Langfinger verursachen dabei hohen finanziellen Schaden. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik wurden im Jahr 2016 in Deutschland insgesamt 164.771 Taschendiebstähle angezeigt, 2015 waren es noch 168.142 Fälle. Zwar sind die Fälle damit um zwei Prozent gesunken, doch insgesamt machten die Diebe mehr Beute: 2016 entstand ein Schaden von 51,5 Millionen Euro, im Jahr 2015 waren es 50,8 Millionen Euro. Wie sich Besucherinnen und Besucher in Feststimmung vor dem Griff in die Tasche schützen können, dazu gibt die Polizei bewährte Tipps.

„Gerade in den Gängen zwischen den Buden und an besonders begehrten Ständen herrscht oft unübersichtliches Gedränge. Dies nutzen die Diebe, um Wertsachen zu stehlen und  wieder schnell in der Menschenmenge unterzutauchen“, sagt Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.  Solche Diebstähle sollten immer und schnellstmöglich der Polizei gemeldet werden. Ebenso sollten entwendete Giro- oder Kreditkarten  unter der zentralen Notrufnummer 116 116 sofort gesperrt werden, empfiehlt er.

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