Mittwoch, 22. November 2017

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Halloween: Scherze und ihre Folgen

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Sachbeschädigungen sind kein Kavaliersdelikt

In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November ist wieder Halloween: Kinder ziehen von Haus zu Haus und fordern mit dem Spruch: „Süßes, sonst gibt`s Saures“ Geschenke oder spielen Streiche. Doch so mancher Scherz ist gar nicht lustig, sondern strafbar.

„Viele Streiche sind schlicht Sachbeschädigungen. Diese können mit einer Geldstrafe und sogar mit bis zu zwei Jahren Gefängnis geahndet werden“ betont Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. „Wer zum Beispiel einen Briefkasten mit Feuerwerkskörpern in Brand setzt, begeht eine Straftat. Auch wer Autos oder Hausfassaden mittels Sprayfarbe `verschönert´, muss mit einer Strafe rechnen“, so Klotter weiter.

Mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe kann bestraft werden, wer eine „Gemeinschädliche Sachbeschädigung“ begeht. Dies ist der Fall, wenn jemand Sachen beschädigt oder zerstört, die der öffentlichen Nutzung dienen. Gemeint sind damit z.B. demolierte Parkbänke oder zerkratzte Scheiben in Zügen. Jedes Jahr entstehen dadurch Schäden in Millionenhöhe, die letztlich alle gemeinsam bezahlen müssen. Wenn der Täter ermittelt wird, muss er den Schaden ersetzen bzw. bezahlen. Das nennt man dann eine zivilrechtliche Schadensersatzpflicht, die je nach Alter und Situation auch Familienangehörige treffen kann.

Ein Halloween-Streich kann auch für diejenigen teuer werden, die nicht mitgemacht haben, sondern nur dabei waren: Junge Menschen, die auf nächtlicher Zerstörungstour mit Freunden erwischt werden, können wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung angezeigt werden. In jedem Fall bedeutet das mindestens eine Geldstrafe, hinzu kommt noch die Schadenswiedergutmachung.

Sollten Sie Zeuge oder Opfer einer Straftat werden, scheuen Sie sich bitte nicht den Notruf 110 zu wählen.

Einer spannenden Halloween-Nacht mit viel Grusel steht nichts im Wege, wenn beim Streiche spielen gewisse „Spielregeln“ eingehalten werden, damit alle Spaß haben und niemand zu Schaden kommt.

Mehr zum Thema Vandalismus unter:

http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/jugendkriminalitaet/taeter-von-vandalismus/

http://www.polizeifürdich.de/deine-themen/sachbeschaedigung.html

Dunkle Jahreszeit: So sichern Sie Ihr Zuhause richtig

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Neu gestalteter Internetauftritt der Polizei bietet umfassende Informationen über effektiven Einbruchschutz - Tag des Einbruchschutzes am 29. Oktober

Die Tage werden kürzer, es wird wieder früher dunkel. Für Einbrecher ergeben sich damit mehr gute Gelegenheiten, unbehelligt zu Werke zu gehen. Die Polizei informiert die Bevölkerung daher zu dieser Jahreszeit verstärkt zum Thema Einbruchschutz: Rund um den Tag des Einbruchschutzes am 29. Oktober gibt es bundesweit wieder zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen im Rahmen der Einbruchschutzkampagne K-EINBRUCH. Zudem wurde die Kampagnenwebsite www.k-einbruch.de neu gestaltet und bietet jetzt noch übersichtlicher umfassende Informationen zu geeigneter Sicherungstechnik und den von der Polizei empfohlenen Verhaltensmaßnahmen.

Der Internetauftritt wurde komplett überarbeitet und den heutigen Webstandards angepasst, so dass die Seite jetzt auch auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets optimal angezeigt wird. „Mit diesem so genannten Responsive Design und barrierefreien Elementen wollen wir das Thema Einbruchschutz für die Bürgerinnen und Bürger noch attraktiver darstellen und sie dafür sensibilisieren, in geprüfte und zertifizierte Sicherungstechnik zu investieren“, so Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Denn viele unterschätzen das Risiko, ins Visier von Einbrechern zu geraten. Der Einbruchreport der Deutschen Versicherer belegt, dass jeder Zweite dem Irrtum unterliegt, bei ihm sei nichts zu holen. Jeder Vierte glaubt, seine Wohnung sei ausreichend geschützt. Dabei werden häufig entscheidende Sicherheitsvorkehrungen vernachlässigt (www.gdv.de/einbruchreport). Doch durch richtiges Verhalten und die richtige Sicherungstechnik können viele Einbrüche verhindert werden. So erhalten die Besucher der Kampagnenwebsite www.k-einbruch.de unter anderem produktneutrale Tipps zur Sicherung von Fenstern und Türen oder des Grundstücks, zu einfachen Verhaltensmaßnahmen sowie Informationen zur staatlichen Förderung von Maßnahmen zum Einbruchschutz.

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Zum 500. Reformationstag: Religionsstatistische Kennzahlen

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Zum 500. Reformationstag: Religionsstatistische Kennzahlen

Rund 1,1 Millionen Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer waren 2016 nach Angaben der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Mitglied der evangelischen Glaubensgemeinschaft. Damit war jede bzw. jeder Vierte protestantischen Glaubens. Im Hinblick auf den 500. Reformationstag stellt das Statistische Landesamt in Bad Ems die wichtigsten Statistiken zur evangelischen Religion in einer Kurzpräsentation bereit.

Zur Kurzpräsentation.

Trotz der Bemühungen der Vertretenden der christlichen Glaubensgemeinschaften ging seit Jahren die Zahl der christlichen Kirchenmitglieder zurück. So auch die Zahl der evangelischen Kirchenmitglieder, die zwischen 2006 und 2016 um 142.000 Menschen bzw. elf Prozent sank. Der Austritt aus der christlichen Kirche begründet sich häufig im Ersparnis der Kirchensteuer  sowie in der Pluralisierung von Glaubensgemeinschaften und der Individualisierung von Glauben. Auch durch die zunehmende Mobilität, die Konkurrenzangebote aus Kultur und Freizeit und die Verdichtung des Alltags wird die Wahrnehmung religiöser Angebote zunehmend erschwert.

Weniger Kirchensteuerzahlerinnen und -zahler

In den Gebieten der evangelischen Gliedkirchen Rheinland, Hessen und Nassau sowie Pfalz stieg das Kirchensteueraufkommen in den vergangenen zehn Jahren um rund ein Fünftel. Die Zunahme ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Lohn- und Einkommenssteuereinnahmen zurückzuführen. Der Zuwachs des Kirchensteueraufkommens lag jedoch unter der Entwicklung des Lohn- und Einkommenssteuerbetrags, der zwischen 2004 und 2013 um rund 30 Prozent stieg. Der Unterschied ist auf die aus der Kirche ausgetretenen Steuerzahlerinnen und -zahler zurückzuführen.

Regionale Unterschiede

Rund 5,2 Prozent der in Deutschland lebenden Protestanten wohnen in Rheinland-Pfalz. Den höchsten Anteil an Bürgerinnen und Bürgern mit evangelischer Religionszugehörigkeit haben die Landkreise Kusel (56 Prozent), Birkenfeld (53 Prozent) und Donnersbergkreis (50 Prozent). Besonders niedrig ist der Anteil im Eifelkreis Bitburg-Prüm (sieben Prozent), Trier-Saarburg (acht Prozent) und Cochem-Zell (zehn Prozent).

Mit 1,1 Millionen Mitgliedern der evangelischen Kirche lag der Anteil der Protestanten in Rheinland-Pfalz 2016 bei 28 Prozent. Schleswig-Holstein und Niedersachsen hatten mit 47 bzw. 45 Prozent den höchsten Anteil der evangelischen Kirchenmitglieder an der Bevölkerung, Sachsen-Anhalt (zwölf Prozent) und Brandenburg (15 Prozent) den niedrigsten.

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Martinsfeuer: An Schutz für Igel denken

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Rhein-Lahn-Kreis. Bald schon reitet Sankt Martin wieder durch die Dörfer und Städte und teilt seinen Mantel mit dem Bettler. Zu seinem Namenstag am 11. November werden in den meisten Gemeinden im Rhein-Lahn-Kreis um dieses Datum herum Laternenumzüge angeboten, zu deren Höhepunkt das Martinsfeuer angezündet wird.

Vielerorts bauen Kinder und Jugendliche hohe Reisig- und Holzhaufen, aber auch Gemeinden selbst kümmern sich um das Aufschichten des Brennmaterials. Auch wenn in der Vergangenheit mehrfach von offizieller Seite und seitens der Tier- und Naturschutzverbände immer wieder darauf hingewiesen wurde, dass die Igel zu dieser Jahreszeit auf verstärkter Nahrungssuche für den bevorstehenden Winter sind und in guten Verstecken, also auch in den Reisig- und Holzhaufen für das Martinsfeuer gerne Unterschlupf suchen, kommt es immer noch vor, dass die friedlichen und nützlichen Stacheltiere den Feuertod sterben, weil sie nicht rechtzeitig aus ihrem Unterschlupf verjagt wurden.

Damit der Martinszug nicht in einem qualvollen Tod für viele Igel endet, weist die Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises schon jetzt auf einfach umzusetzende Methoden hin, mit denen das Leben vieler Igel (und natürlich auch anderen Unterschlupf suchenden Tieren) geschützt wird, damit das schöne Erlebnis des Martinsfeuers nicht getrübt wird.

Die Kreisverwaltung empfiehlt allen Gruppen, Institutionen und Personen, die in ihren Heimatorten für das Abbrennen des Martinsfeuers verantwortlich sind, kurz vor dem Abbrennen das Material umzuschichten oder eine Konstruktion auf Stelzen zu bauen, die es den Tieren nicht ermöglicht, dort unterzukriechen. Oder aber man schichtet das Brennmaterial überhaupt erst am Tag des Abbrennens auf. So kann manches Igel- bzw. Tierleben gerettet werden.

Schließlich ist es schon schlimm genug, dass insbesondere die freundlichen Igel, die vorwiegend in der Dunkelheit aktiv sind, Gefahren beim Überqueren der Straßen ausgesetzt sind und dort bereits in großer Zahl alljährlich ihr Leben lassen.

Verkehrsprävention - Trier. Rettungsgassen sind (über-)lebenswichtig

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Bei Unfällen mit verletzten Menschen zählt oft jede Sekunde. Rettungsfahrzeuge müssen möglichst schnell zu den Unfallopfern gelangen. Dann kann eine Rettungsgasse (über-)lebenswichtig sein. Das Polizeipräsidium Trier wird am kommenden Montag, 23. Oktober, entsprechende Kontrollen auf der A 64 durchführen.

Im vergangenen Jahr gab es im Bereich des Polizeipräsidiums Trier rund 23.000 Verkehrsunfälle. Über 3.000 Menschen wurden dabei verletzt oder gar getötet. Nicht selten hängen das Leben und die Gesundheit der Unfallopfer davon ab, wie schnell sie Hilfe erhalten. Damit die Rettungskräfte Unfallopfern schnell helfen können, müssen sie möglichst ungehindert zum Unfallort kommen. Um dies sicherstellen zu können, gibt es die Regelungen zur Bildung einer Rettungsgasse. In § 11 Abs. 2 StVO ist dazu geregelt: „Sobald Fahrzeuge auf Autobahnen sowie auf Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich die Fahrzeuge im Stillstand befinden, müssen diese Fahrzeuge für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen für eine Richtung eine freie Gasse bilden.“ Diese Pflicht gilt für alle Fahrzeuge, also auch für Motorräder, Lkw und Busse. Was viele Autofahrer nicht wissen: Bereits bei stockendem Verkehr mit Schrittgeschwindigkeit und bei Staubildung ist eine Rettungsgasse zu bilden und freizuhalten. Die Rettungsgasse ist also nicht erst dann zu bilden, wenn ein Unfall passiert ist und sich Rettungsfahrzeuge nähern.

Im Rahmen der landesweiten Verkehrsoffensive zur Stärkung des Bewusstseins der Autofahrer für die Wichtigkeit einer funktionierenden Rettungsgasse führt die Polizeiautobahnstation Schweich am kommenden Montag, 23. Oktober, eine Verkehrskontrolle auf der A 64 durch. Autofahrer, die im Stau oder zähfließenden Verkehr keine Rettungsgasse bilden, sollen gezielt auf ihr Fehlverhalten angesprochen und sanktioniert werden.

Aber nicht nur auf Autobahnen oder Außerortsstraßen sollen Autofahrer daran denken, Platz für Rettungsfahrzeuge zu schaffen. Im Ernstfall kann das Leben retten. Rettungsgassen funktionieren nur, wenn alle Verkehrsteilnehmer diese Regelung beachten!

Weitere Infos unter s.rlp.de/FpC

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