Donnerstag, 21. September 2017

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22. September: Das „Eltern-Taxi“ fährt heut‘ nicht

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Unfallkasse Rheinland-Pfalz wirbt für den Aktionstag „Zu Fuß zur Schule“

Viele Kinder werden morgens zur Schule gefahren – weil die Schule sowieso auf dem Arbeitsweg der Eltern liegt oder weil es diesen zu riskant scheint, Kinder eigenständig am Straßenverkehr teilnehmen zu lassen. Was sicher gut gemeint ist lässt Kinder jedoch die Chance verpassen, das richtige Verhalten an Ampel und Zebrastreifen zu lernen und auf unerwartete Situationen angemessen zu reagieren. Die Kinder haben keine Möglichkeit, den Schulweg zu trainieren und ihr Können und ihre Sicherheit unter Beweis zu stellen. Darauf weist Jördis Gluch von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz hin. Um ein Zeichen zu setzen, sollten deshalb am 22. September die Eltern-Taxis Pause machen und der Schulweg zu Fuß zurückgelegt werden. „Wegen der Vorbildhaltung wäre es schön, wenn auch die Lehrerinnen und Lehrer beim Aktionstag ‚Zu Fuß zur Schule‘ mitmachen“, regt die Ansprechpartnerin für Verkehrssicherheit bei der Unfallkasse an.

Das Verkehrssicherheitstraining ist aber nicht das einzige Argument für den Schulweg zu Fuß. Die Bewegung an der frischen Luft kurbelt Kreislauf und Stoffwechsel an. Positive Folge: Die Kinder können sich während des Unterrichts besser konzentrieren.

Ein Unfall auf dem Schulweg – was nun?

Auch wenn man noch so fit und vorsichtig im Straßenverkehr ist – ein Unfall ist leider nie ganz auszuschließen, ob zu Fuß, mit dem Auto oder mit dem Zweirad. Das gilt für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Verunglückten Kinder in Rheinland-Pfalz auf dem Schulweg oder beim Besuch der Einrichtung, sind sie bei der Unfallkasse in Andernach beitragsfrei gesetzlich unfallversichert. Deshalb einen Unfall im Schulsekretariat melden und bei einer ärztlichen Behandlung den Hinweis auf einen Schulunfall geben. Mehr zum gesetzlichen Unfallversicherungsschutz unter www.ukrlp.de, Webcode: b245.

Unfallzahlen senken

Die Zahl der Wegeunfälle, an denen Kita- und Schulkinder beteiligt waren, lag in Rheinland-Pfalz im Jahr 2016 bei 5.267 Unfallmeldungen. Mit Präventionsprojekten für Kitas und Schulen möchte die Unfallkasse gegensteuern und sich gemeinsam mit den Bildungseinrichtungen, den Kommunen, der Polizei und den Eltern gezielt dafür einsetzen, die Unfälle mit Kindern drastisch zu reduzieren bzw. zu vermeiden. Informationen zu den Verkehrssicherheitsprojekten für Bildungseinrichtungen unter www.ukrlp.de, Webcode b251.