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Umsichtig mit Antibiotika umgehen

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Wann wirken Penicillin und Co – und wann nicht

Mainz, den 17.11.2017 - Antibiotika gelten mit als bedeutendste Entdeckung der Medizingeschichte. Sie helfen wirkungsvoll gegen schwere, bakterielle Erkrankungen wie Tuberkulose, Typhus, Wundbrand, Lungenentzündungen, die früher oft tödlich verlaufen sind. Als erstes Antibiotikum gilt das Penicillin, das aus einem Schimmelpilz gewonnen wurde, der die Ausbreitung von anderen Bakterien unterbindet. Antibiotika kommen seit vielen Jahrzehnten zum Einsatz. Mittlerweile wird jedoch davor gewarnt, dass es zunehmend zu Antibiotikaresistenzen kommt, so der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV im Vorfeld des morgigen Europäischen Antibiotikatags (18.11). Das bedeutet, dass es immer wieder Bakterienstämme gibt, die immun gegen die eingesetzten Antibiotika sind. In der Europäischen Union fallen jedes Jahr schätzungsweise rund 25.000 Menschen multiresistenten Keimen zum Opfer, weil kein Antibiotikum mehr wirkt.

Die Entstehungsursachen für Antibiotikaresistenzen sind vielfältig, erklärt Andreas Hott, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV: „Stark vereinfacht gesagt, wurde beispielsweise in der Tierzucht lange Jahre sehr großzügig mit Antibiotika umgegangen. Man setzte sie nicht nur zur Behandlung kranker Tiere ein, sondern auch vorbeugend, um Krankheiten zu verhindern. Auch in der Humanmedizin waren Antibiotika häufig als Allzweckwaffe gesehen worden und wurden manchmal bei Krankheiten eingesetzt, bei denen sie gar nicht wirken, wie bei grippalen Infekten oder virusbedingten Durchfallerkrankungen. Das war falsch und hat sicherlich die Resistenzen befördert, mit denen wir jetzt zu kämpfen haben.“ Heute werden Antibiotika bewusster und gezielter eingesetzt, so Hott weiter: „Antibiotika sollten nur eingenommen werden, wenn es wirklich nötig ist. Und sie dürfen nur auf ärztliche Verordnung genommen werden. Eine Einnahme von Antibiotika, die noch in der Hausapotheke liegen, ist völlig fahrlässig. Ebenso sollten verordnete Antibiotika nicht eigenmächtig abgesetzt werden, sobald man sich besser fühlt. Das Medikament bitte immer nach Anweisung des Arztes einnehmen.“ Geschluckt werden die Antibiotika am besten mit reichlich Wasser. Milch, Kaffee oder auch Tee eignen sich nicht, da sie die Wirkung des Arzneimittels beeinträchtigen können.

Anklam-Trapp: Kampf gegen Diabetes ist wichtiges gesundheitspolitisches Ziel

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Anlässlich des heutigen Weltdiabetestags erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Kathrin Anklam-Trapp: „Diabetes ist eine Volkskrankheit, die für Betroffene schmerzhafte Einschnitte in die Lebensqualität bedeutet. Fakt ist, dass bei rund 300.000 diagnostizierten Fällen des Typ-1-Diabetes die Ursache eine angeborene Autoimmunkrankheit ist. 90 Prozent der Diabetespatienten in Deutschland haben einen Typ-2-Diabetes, der verursacht wird durch Fehlernährung, Bewegungsmangel und genetischen Anlagen. Besorgniserregend ist, dass Typ-2-Diabetes zunehmend auch bei Kindern auftritt. Die Prävention und die medizinische Versorgung von Diabetikerinnen und Diabetikern, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, muss verstärkt in den Mittelpunkt gesundheitspolitischen Handelns gerückt werden. Basis für weitere Handlungsempfehlungen müssen valide Daten und Zahlen im Rahmen eines Diabetesregisters sein, auch um die oft prognostizierte hohe Dunkelziffer an Erkrankten zu erfassen. Für die Ampel-Koalition ist und bleibt Prävention, Früherkennung und gute medizinische Versorgung von Diabetikerinnen und Diabetikern ein zentrales gesundheitspolitisches Ziel.“

 

Impfsprechstunde vorverlegt

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Im Gesundheitsamt Andernach am 22. statt 29. November

KREIS MYK. Die Impfsprechstunde beim Gesundheitsamt Andernach muss einmalig um eine Woche vorverlegt werden. Der üblicherweise auf den letzten Mittwoch des Monats angesetzte Termin findet nun am 22. November von 13.30 bis 15 Uhr statt.

Weitere Infos und Anmeldung: 02632/251600

Gegen Grippe und Co: Impfberatung vor dem Winter nutzen

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KREIS MYK. Das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz unterhält in Koblenz, Mayen und Andernach eine Dauerimpfstelle,. Ohne Voranmeldung können Beratungs- und Impfwillige das Angebot zu den folgenden Zeiten beanspruchen: Im Gesundheitsamt Andernach jeweils am letzten Mittwoch im Monat von 13.30 bis 15 Uhr. Im Dezember sind abweichende Termine möglich, in Einzelfällen auch Ausweichtermine (nach telefonischer Vereinbarung, Tel. 02632/251600). Im Gesundheitsamt Koblenz ist der Termin donnerstags von 13 bis 15 Uhr  (Tel. 0261-9148070), im Gesundheitsamt Mayen am ersten Mittwoch in jedem Monat 14  bis 15 Uhr (Abweichungen möglich, bitte telefonisch abklären, Tel. 02651/96430).

Neben den Beratungen werden die öffentlich empfohlenen Schutzimpfungen gegen Masern-Mumps-Röteln, Diphtherie, Tetanus, Polio und Keuchhusten kostenlos angeboten. Zur Überprüfung des Impfstatus ist es unbedingt notwendig, das Impfbuch (Impfausweis) mitzubringen.

Reifere Haut im Winter

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Mit richtiger Pflege gegen Kälte und Heizungsluft

Mainz, den 8. November 2017 – Reifere Haut ist durch verschiedene alterungsbedingte Prozesse generell dünner und trockener. In der kalten Jahreszeit kommt hinzu, dass die Talgproduktion – die die Haut geschmeidig hält und mit Fett versorgt – abnimmt. Für die Haut bedeuten große Temperaturunterschiede Stress. Diese Situation tritt ein, wenn man aus einem warmen, trockenen, beheizten Raum nach draußen in die Kälte geht, so der Landesapothekerverband Rheinland-Pfalz. Darauf reagiert die Haut gereizt mit Rötungen, sie spannt, wird gegebenenfalls rissig und juckt.

Um dem vorzubeugen, sollte man die Haut speziell im Winter besonders gut mit fetthaltigen Cremes versorgen. Andreas Hott, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV: „Nur Feuchtigkeit zuzuführen, genügt im Winter nicht. Es kann sogar der Haut schaden und im Extremfall zu Erfrierungen führen. Darum gibt es so etwas wie „Wintercremes“. Darunter versteht man deutlich fetthaltigere Hautpflegeprodukte, die auf einer Wasser-in-Öl-Basis beruhen. Das bedeutet, dass das Wasser in einer öligen Basis fein verteilt ist.“ Bei sommerlichen Produkten ist es genau andersherum: Da ist fein verteiltes Öl in einer wässrigen Basis emulgiert.

Im Winter sollte nicht nur das Gesicht eine extra Portion Pflege bekommen, sondern auch Hände, Hals und Dekolletee, weil diese Partien ebenso der kalten Luft ausgesetzt sind. Apotheker Hott weiter: „Im Gesicht sind besonders die Augen- und Lippenpartie sehr empfindlich. Generell sollte man aber das Gesicht im Winter nicht mit zu viel Creme überversorgen. Es genügt, die reichhaltige Pflege morgens und abends anzuwenden.“ Wer im Winter beispielsweise viel Ski fährt, der sollte für diese Aktivität auf eine spezielle Kälteschutzcreme zurückgreifen, führt Hott aus: „Das ist ein Produkt, welches fast wasserfrei ist, damit Erfrierungen vermieden werden. Die Kälteschutzcreme sollte aber nicht dauerhaft eingesetzt werden, da die Haut darunter nicht optimal atmen kann. Sonst können Pickel sprießen.“

Generell sollte man die Haut auch von innen besser versorgen und für die kalte Jahreszeit rüsten: Frisches Gemüse oder Obst sollte eher auf dem Speiseplan stehen als die üblichen schweren Wintergerichte. Frischkost regt den im Winter ohnehin eigeschränkten Stoffwechsel an und belastet den Organismus weniger.

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