Freitag, 19. Januar 2018

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Musik als Schlüssel - Seminar für pflegende Angehörige und Fachkräfte

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Demenz zählt zu den großen Leiden der alternden Gesellschaft: Immer mehr Menschen gleiten allmählich ins Vergessen, können sich nicht mehr orientieren, sind stark pflegebedürftig. Und doch gibt es einen Bereich, in dem auch Demente Erstaunliches leisten: Im Vergleich zu anderen Teilen des Gehirns bleibt ihr Langzeit-Musikgedächtnis erstaunlich lange intakt und funktionsfähig.

Alles schwindet, die Musik bleibt. Daher bietet das Mehrgenerationenhaus Neuwied am Samstag, 3. Februar 2018 das Tagesseminar „Musik als Schlüssel - Mit Musik Zugänge zu dementiell erkrankten Menschen schaffen“, an. Teilnehmen können betreuende und pflegende Angehörige, ehrenamtliche Betreuungskräfte sowie Fachkräfte. Teilnehmende benötigen keine musiktheoretischen Vorkenntnisse. Wichtigste Voraussetzung ist die Freude am musikalischen Kontakt. Kerstin Kronenberger-Schäfer, eine erfahrene Musikgeragogin leitet das Seminar, das in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG), der Kreisverwaltung Neuwied Psychiatriekoordination und dem Netzwerk Demenz Neuwied stattfindet.

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Wenn die Seele im Alter krank wird

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Sprechstunden für  Angehörige und Betroffene im Februar

KREIS MYK. Regelmäßig bietet das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz Sprechstunden für Menschen mit seelischen Problemen im höheren Lebensalter (z.B. Altersverwirrtheit) und ihre Angehörigen an. Die nächsten Termine sind am Montag, 5. Februar in Andernach, am Mittwoch, 14. Februar in Mayen und am Montag, 19. Februar in Koblenz, jeweils ab 16 Uhr.

Jeweils am ersten Montag im Monat steht Dr. Marion Bauer-Hermani, Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie und Chefärztin der Gerontopsychiatrie der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, im Gesundheitsamt Andernach Betroffenen und Angehörigen von alten und psychisch kranken Menschen zum Gespräch zur Verfügung. Jeweils am zweiten Mittwoch im Monat findet eine solche Sprechstunde im Mayener Gesundheitsamt statt. Am dritten Montag im Gesundheitsamt Koblenz. Bei den Sprechstunden gibt Bauer-Hermani Betroffenen und Angehörigen Tipps zum Umgang mit der Erkrankung, nennt Anlaufstellen und lädt zum Erfahrungsaustausch ein.

Anmeldungen (bis spätestens 12 Uhr des jeweiligen Sprechtages) unter 02632/407-5537.

Inklusion

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Land unterstützt Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen

Viele Menschen mit Behinderungen sind hoch motiviert, sich ins Arbeitsleben einzubringen. Wenn sich Unternehmen auf diese Gruppe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einstellen und mindestens zu 30 Prozent Menschen mit Schwerbehinderung beschäftigen, können sie als Inklusionsfirmen anerkannt und als solche gefördert werden. „Damit wollen wir in Rheinland-Pfalz noch mehr passende Arbeitsplätze für Menschen mit Schwerbehinderung schaffen, die bisher nicht am Erwerbsleben teilhaben konnten“, so Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. „Mit der Förderung für Inklusionsfirmen setzen wir nicht nur starke Anreize, sondern bringen auch Anerkennung für diejenigen zum Ausdruck, die für Menschen mit Behinderungen neue Chancen im Berufsleben eröffnen.“

Das Förderangebot des Landes umfasst einen Investitionskostenzuschuss für die geschaffenen Stellen für Menschen mit Behinderungen, einen dauerhaften Personalkostenzuschuss und einen Zuschuss zu arbeitsbegleitender Betreuung. Neben kompletten Unternehmen können auch Betriebsteile oder betriebsinterne Abteilungen als Inklusionsfirmen bezuschusst werden. Für die Förderung zuständig ist das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung.

Der Flyer „Inklusionsfirmen“ gibt einen Überblick über das Förderangebot und kann auf der Internetseite des Ministeriums kostenlos bestellt und heruntergeladen werden.

Thema Demenz steht weiter im Mittelpunkt

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Kurzer Wegweiser und Informationsveranstaltungen

Die Zahl der Menschen mit Demenz steigt, auch im Landkreis Neuwied. Einen guten Überblick über vorhandene Beratungs- und Hilfsangebote gibt der „Kurzer Wegweiser für Betroffene und Angehörige“, der von der Kreisverwaltung Neuwied und dem Netzwerk Demenz im Landkreis aktualisiert und veröffentlicht wurde. Der Wegweiser ist in den fünf Pflegestützpunkten im Landkreis, Compass Private Pflegeberatung sowie im Bürgerbüro der Kreisverwaltung Neuwied kostenlos erhältlich. Auch im Internet ist er zu finden auf der Seite www.Demenz-Neuwied.de.

Neben dem Wegweiser sind eine Reihe von Informationsveranstaltungen zum Thema Demenz in Planung. Landrat Achim Hallerbach sowie die Leitende Regierungsdirektorin Hildegard Person-Fensch, die zukünftig für die Stabsstelle Psychiatriekoordination und das Thema gemeindenahe Psychiatrie zuständig ist, unterstrichen die hohe Bedeutung von Informationsveranstaltungen für Betroffene und Angehörige. Hier sind beispielhaft das Tagesseminar zum Thema „Musik ist der Schlüssel“ am 3. Februar 2018 im Mehrgenerationenhaus Neuwied zu nennen. Oder die Informationsveranstaltung im Margaretha-Flesch-Haus in Hausen am 15. März 2018 (17.00 Uhr). Referent ist der Leitende Oberarzt des St. Antonius Krankenhauses in Waldbreitbach Dr. med. Reinhard Fröder, der zum Thema „Demenz – ein schleichender Prozess“ spricht. Eine Übersicht der Veranstaltungen im Jahre 2018 finden Sie im Internet auf der Seite www.psychiatrie-neuwied.de.

Inklusion

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Neuer Schwerinordnungausweis ergänzt den Schwerbehindertenausweis

Rheinland-Pfalz ist eines der ersten Bundesländer, das den Wunsch nach einem „Schwerinordnungausweis“, umgesetzt hat. Viele Menschen mit Behinderungen, vor allem junge Menschen, wünschen sich anstelle ihres Schwerbehindertenausweis einen „Schwerinordnungausweis“. Dieses Anliegen hat die Landesregierung ernst genommen und für den Schwerbehindertenausweis eine Kartenhülle entwickelt. „Hierbei steht vor allem der Gedanke der Inklusion in die Gesellschaft, in der jeder Mensch respektiert wird und gleichberechtigt sowie selbstbestimmt an dieser teilhaben kann, im Vordergrund.“, erklärte Sabine Bätzing-Lichtenthäler anlässlich der Ausgabe der ersten Hüllen.

„Der Schwerbehindertenausweis ist ein amtliches Dokument und ist in seiner Form nicht veränderbar. Ohne auch nur ansatzweise die Behinderung nicht ernst nehmen zu wollen oder gar lächerlich zu machen, freut es mich, dass mit dieser Kartenhülle ein Weg gefunden wurde, die Idee der überwiegend Jüngeren in das Verwaltungsverfahren einzubinden“, betonte Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Die Hülle mit der Aufschrift „Schwerinordnungausweis“ kann ab 2018 kostenfrei beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) beantragt werden.

Aktuell leben in Rheinland-Pfalz rund 786.000 Menschen mit Behinderung. Davon sind rund 430.000 Menschen sogar schwerbehindert, d.h. bei ihnen ist ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr festgestellt. Schwerbehinderte Menschen haben Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis. Aber nicht alle schwerbehinderten Menschen wollen einen Ausweis. Derzeit haben rund 327.000 Menschen in Rheinland-Pfalz einen gültigen Schwerbehindertenausweis.

Zum Thema Schwerbehindertenausweis wird das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung am 11. und 14. März 2018 auf der Rheinland-Pfalz-Ausstellung in Mainz vertreten sein. Dort beraten Fachexperten interessierte Messebesucherinnen und -besucher und stehen für Fragen gerne zur Verfügung. Das LSJV wird vom 10. bis 18. März 2018 mit verschiedenen Fachthemen auf der Verbrauchermesse mit einem Messestand vertreten sein.

Wissenswertes zum Grad der Behinderung:

Der Grad der Behinderung (GdB) gibt das Ausmaß der Behinderung bzw. das Ausmaß der Teilhabebeeinträchtigung wieder und ist das Maß für die körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Auswirkungen einer Funktionsbeeinträchtigung aufgrund eines Gesundheitsschadens. Er ist sozusagen der Gradmesser der Behinderung: Je stärker die Beeinträchtigung, desto höher der Grad der Behinderung.

Der GdB berücksichtigt die Auswirkungen von Funktionsbeeinträchtigungen in allen Lebensbereichen und nicht nur die Einschränkungen im Erwerbsleben. Aus dem GdB ist nicht auf das Ausmaß der Leistungsfähigkeit zu schließen. Auch ein Mensch mit einem GdB von 100 kann in seinem Beruf voll einsatzfähig oder ein leistungsfähiger Sportler sein.

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