Mittwoch, 20. September 2017

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Sport lohnt sich nicht nur für die Gesundheit – sondern auch fürs Portemonnaie

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KNAPPSCHAFT erhöht ihr Bonusprogramm

Wohlbefinden und körperliche Fitness sind für viele Menschen wichtig. Sport wirkt sich positiv auf die Stimmung aus und wer fit ist, meistert den Alltag leichter und kann den vielfältigen Anforderungen, die die verschiedenen Lebensbereiche heute bereithalten, besser begegnen.

Wer sportlich aktiv ist, tut etwas für seine Gesundheit, stärkt das Immunsystem und beugt damit Erkrankungen vor. Die Lebenserwartung eines Menschen, der sich fit hält, ist im Allgemeinen höher als die eines Menschen, der nicht so sehr auf seine Gesundheit achtet. Wer regelmäßig läuft, im Studio trainiert oder sich auf andere Weise sportlich betätigt, kann das Risiko, Volkskrankheiten wie Adipositas und Diabetes Mellitus zu bekommen oder einen Herzinfarkt zu erleiden, verringern. „Sport ist extrem wichtig. In der heutigen Zeit neigen viele Menschen zu Übergewicht. Dies gilt es zu vermeiden, um langfristig Freude und Gesundheit bis ins hohe Alter genießen zu können“, so auch der Herner Sportmediziner Dr. Markus Bruckhaus-Walter.

Die Krankenkasse KNAPPSCHAFT fördert seit jeher das Gesundheitsbewusstsein ihrer Mitglieder. Wer als Knappschaftsversicherter regelmäßig qualifiziert angeleitete Bewegungsangebote im Sportverein oder Fitnessclub wahrnimmt, profitiert gleich mehrfach. Sport wirkt Krankheiten entgegen, zudem gibt es gutes Geld dafür. Über den AktivBonus belohnt die KNAPPSCHAFT den Einsatz für die eigene Gesundheit. Aktive Mitglieder im Fitnesscenter bekommen dafür 70 Euro pro Jahr gutgeschrieben. Sportskanonen, die aktiv in einem Sportverein sind, bekommen weitere 70 Euro. Das zeigt: Die KNAPPSCHAFT schätzt die Bereitschaft, sich um die eigene Gesundheit zu kümmern und steht ihren Mitgliedern dabei motivierend zur Seite.

Menschen mit Behinderungen

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Projektaufruf für „Unsere Gemeinde für Alle“ gestartet

„Inklusion findet vor Ort, in unseren Gemeinden und Städten statt. Hier wird das Leben der Bürgerinnen und Bürger in unserem Land gestaltet. Deshalb unterstützt die Landesregierung Verbandsgemeinden und verbandsfreie Gemeinden bei der Aufstellung kommunaler Aktionspläne zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention“, erklärte der Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen Matthias Rösch.

Noch bis zum 10. Oktober 2017 können sich Verbandsgemeinden und verbandsfreie Gemeinden in Rheinland-Pfalz für das Projekt „Unsere Gemeinde für alle – altersgerecht, barrierefreier und Inklusiv“ bewerben. In dem Projekt werden fünf Verbandsgemeinden beziehungsweise verbandsfreien Gemeinden und ihre Ortsgemeinden bei der Erstellung von kommunalen Aktionsplänen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention unterstützt. Ein erfahrenes Expertenteam unterstützt die Gemeinden bei der Durchführung und Auswertung von Strategie- und Beteiligungsworkshops, bei der Erarbeitung der Aktionspläne sowie bei Vorlagen für die Gemeindegremien. Das Land unterstützt das Projekt mit 50.000 Euro.

Mit dem demografischen Wandel gewinnt eine barrierefreie und inklusive Gestaltung der Angebote vor Ort eine immer größere Bedeutung. Bei Freizeit, Sport und Kultur in den Vereinen, bei den touristischen Angeboten, der Teilhabe an Bildung, Wirtschaft und Arbeit in den Betrieben, Kindertagesstätten und Schulen helfen kommunale Aktionspläne, Barrieren abzubauen und gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. Gerade im ländlichen Raum sind barrierefreie Mobilität und barrierefreie Einkaufsmöglichkeiten von besonders großer Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit der Gemeinden.

„Inklusion und Barrierefreiheit ist eine Querschnittsaufgabe mit großem Potenzial für die Gemeinden. Ich freue mich über eine rege Beteiligung bei dem Projektaufruf und eine Signalwirkung von guten Ergebnisse für das ganze Land“, so Rösch.

Informationen zu dem Projekt finden Sie auf der Webseite des Landesbehindertenbeauftragten im Infokasten „Projektaufruf“.

Welt-Alzheimertag

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Die Vielfalt im Blick

„Der diesjährige Welt-Alzheimertag will mit seinem Motto „Demenz. Die Vielfalt im Blick“ aufzeigen, dass Demenz viele Formen und Gesichter hat. Allen gemeinsam ist das Bedürfnis nach Selbstbestimmung, Wertschätzung und der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“, sagte Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler anlässlich des Jahrestages, der am 21. September mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen über dieses wichtige Thema aufklärt und auf die oftmals schwierige Situation von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen aufmerksam macht.

In Rheinland-Pfalz leben gegenwärtig etwa 80.000 Menschen mit Demenz, bundesweit sind es rund 1,6 Millionen. Zwei Drittel von ihnen sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen, einer speziellen Form der Demenz. Aktuell gibt es keine Aussicht auf Heilung. Allerdings kann durch medizinische Behandlung, durch Beratung und Begleitung und durch fachkundige Pflege Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen wirksam geholfen werden. Vor allem aber sind es die Haltung der Gesellschaft und der Umgang mit den Betroffenen, die die Lebensqualität von Menschen mit Demenz wesentlich beeinflussen können.

„Wir in Rheinland-Pfalz – und damit meine ich viele Initiativen und engagierte Menschen – haben ganz aktuell deutlich gemacht, dass es viele kreative Wege und Möglichkeiten gibt, um dem Bedürfnis von Menschen mit Demenz nach Teilhabe Rechnung zu tragen. Dies zeigte uns der Wettbewerb „Teilhabe für Menschen mit Demenz!“, den ich im Sommer 2017 ausgerufen hatte. Es ist mir wichtig, vorhandene innovative Angebote sichtbar zu machen und ich wünsche mir, dass sie möglichst viele Nachahmerinnen und Nachahmer finden“, so Bätzing-Lichtenthäler. Deshalb wird der Prozess fortgesetzt und am 17. Oktober 2017 auf einem Fachtag der Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz e.V. vertieft.

Außerdem arbeiten in Rheinland-Pfalz 41 regionale Demenznetzwerke daran, die Lebensqualität von Menschen mit Demenz zu verbessern. „Es ist beeindruckend, wie selbstverständlich an den Wirkorten der Netzwerke mit der Vielfalt umgegangen wird und wie viel Wertschätzung und Respekt Menschen mit Demenz dort erfahren“, sagte Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG). Die LZG betreut und unterstützt im Auftrag des Sozialministeriums die regionalen Demenznetzwerke und steht im ständigen Austausch mit den darin organisierten Fachkräften und Ehrenamtlichen.

Drei Menschen geben aus ihrer Sicht Auskunft

Zum diesjährigen Welt-Alzheimertag stellt das Sozialministerium drei Menschen vor, die über ihren aktuellen Lebensweg mit Demenz und ihre soziale Teilhabe berichten, als pflegende Angehörige auf das Thema blicken oder als Experte Auskunft geben können.

Eine davon ist Astrid Heller. Sie weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig eine aktive Teilhabe von Menschen mit Demenz ist, denn sie ist selbst betroffen. Sie stellte fest, dass sich etwas verändert hatte, als sie plötzlich Termine mit Freunden vergaß oder nicht mehr wusste, wo sie ihr Auto geparkt hatte. „Ich erhielt die Diagnose ‚Alzheimerdemenz‘ im Alter von 51 Jahren und lebe nun seit mehr als fünf Jahren mit dieser Erkrankung – und ich lebe sehr gut damit“, sagte Astrid Heller. „Die Voraussetzungen hierfür sind zum einen, dass ich so lange wie möglich selbstbestimmt lebe. Zum anderen will ich weiter am sozialen Leben der Gesellschaft teilhaben.“ Sie arbeitet noch regelmäßig im Architekturbüro ihres Mannes und lässt sich in ihrer Unternehmungslust durch die Erkrankung nicht bremsen.

Jutta Weber* ist Krankenschwester und pflegt gemeinsam mit ihrem Ehemann die Großmutter ihres Mannes, die auch mit im Haushalt lebt. „Beim Thema Teilhabe für Menschen mit Demenz sind mir als Angehörige drei Dinge besonders wichtig: Erstens müssen die Barrieren in den Köpfen der Menschen, bei Familie, Freunden, Arbeitskollegen etc. abgebaut werden, damit es für alle selbstverständlich wird, dass Menschen mit Demenz am öffentlichen Leben teilnehmen. Zweitens sollten die verbliebenen Fähigkeiten von Menschen mit Demenz mehr gefördert und gefordert werden, damit sie in der Lage sind, Teilhabeangebote anzunehmen und individuelle Ressourcen richtig auszuschöpfen. Daraus folgt drittens, dass Menschen mit Demenz als Grundlage für Teilhabe ein selbstbestimmtes Leben solange wie möglich erhalten bleibt.“

Professor Dr. Andreas Fellgiebel, Chefarzt der Gerontopsychiatrie an der Rheinhessen-Fachklinik in Alzey, ist überzeugt: „Soziale Teilhabe ist ein Menschenrecht, sie für Menschen mit Demenz zu ermöglichen, ist unsere moralische Verpflichtung. Aus psychologisch-therapeutischer Sicht stellt soziale Teilhabe zudem das zentrale Thema dar, um Lebensqualität und Wohlbefinden von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu fördern. Denn die Krankheit führt bei vielen Betroffenen zu Scham- und Schuldgefühlen, sozialem Rückzug und Selbst-Stigmatisierung. Bedarfsgerechte Unterstützungsangebote bis hin zur begleitenden Psychotherapie sind daher gerade in den frühen Stadien der Erkrankung notwendig, um über die Förderung positiver sozialer Aktivitäten und Partnerschaftlichkeit positive Teilhabeerfahrungen zu ermöglichen – und dem Teufelskreis aus negativem Selbstbild, Rückzug, Isolation und Depression entgegenzuwirken.“

Die Demenzstrategie Rheinland-Pfalz

Seit 13 Jahren setzt sich die Landesregierung Rheinland-Pfalz für die Vernetzung von Fachkräften, die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und die Weiterentwicklung von Betreuungs- und Versorgungsangeboten ein. Hierzu hat sie eine Demenzstrategie entwickelt, die sich an den Bedarfen vor Ort orientiert. Die Vernetzung erfolgt im Landesgremium Demenz Rheinland-Pfalz, um dort gemeinsam mit allen maßgeblichen Partnerinnen und Partnern im Lande eine multiprofessionelle Vernetzung besonders an den Schnittstellen zu erreichen und gemeinsam die vorhandenen Beratungs- und Versorgungssysteme auf die aktuellen Bedürfnisse der Menschen mit Demenz und deren pflegender Angehöriger anzupassen. Mehr zur Demenzstrategie und zum Landesgremium erfahren Sie auf der Internetseite des Ministeriums.

Demenz geht uns alle an

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Unter dem Motto „Demenz in unserer Mitte“ veranstalten die Demenznetzwerke im Rhein-Hunsrück-Kreis vom 20. bis 28. September eine kreisweite Demenz-Woche. An verschiedenen Orten im gesamten Kreisgebiet werden Aktionen angeboten, die über die Erkrankung und Anlaufstellen aufklären, und zwar dort, wo dementiell Er-krankte sind: In unserer Mitte.

Dieses Thema geht uns alle etwas an. In Deutschland sind fast 1,6 Millionen Men-schen von einer Demenz-Erkrankung betroffen und die Zahl steigt.

"Das Nachlassen der Verstandeskraft", so kann der lateinische Begriff frei übersetzt werden, der schleichend und fortwährend die grundlegenden Fähigkeiten des Ge-hirns beeinträchtigt. Die Diagnose Demenz ist für Patienten wie Angehörige ein be-lastender Einschnitt im Leben. Betroffene leiden unter zunehmender Vergesslichkeit, haben Schwierigkeiten bei der Orientierung, Denkprozesse dauern länger. Auch Angehörige durchlaufen ein Wechselbad der Gefühle: Ärger, Wut, Trauer und Verzweiflung.

Demenz ist allerdings noch häufig ein Tabuthema. Pflegestützpunkte als trägerunabhängige und kostenfreie Beratungsstellen sind oftmals nicht bekannt. Im Rhein-Hunsrück-Kreis besteht ein breites Angebot für Betroffene. Genau auf diese vorhandenen Hilfsangebote aufmerksam zu machen, das ist ein Ziel der Demenz-Woche.

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Aufgepasst: Gemeinsam Medikationsfehler vermeiden

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Apotheker haben Überblick über Arzneimittel

Mainz, den 13. September 2017 – Wer regelmäßig drei oder mehr verordnete Arzneimittel einnimmt, hat seit dem Herbst vergangenen Jahres einen Anspruch auf einen Medikationsplan seines Arztes. Wem Arzneimittel durch verschiedene Ärzte verordnet wurden und wer vielleicht noch in der Selbstmedikation Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel einnimmt, sollte wegen möglicher Wechsel- und Nebenwirkungen alles in einem ergänzten Medikationsplan zusammenfassen lassen. Darauf weist der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV zum Tag der Patientensicherheit am 17. September hin. In diesem Jahr geht es an diesem Tag thematisch darum, gemeinsam Medikationsfehler zu vermeiden.

Apotheker ergänzen auf Wunsch des Patienten den erstellten ärztlichen Medikationsplan, denn viele Apotheken haben durch ihr Patientenmanagement über Kundenkarten einen vollständigeren Überblick über alle eingenommenen Medikamente, erklärt Andreas Hott, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV: „Wir Apothekerinnen und Apotheker wollen an diesem Tag Sensibilität dafür schaffen, dass auch nicht verordnete Arzneimittel Neben- und Wechselwirkungen entfalten können. Sehr oft erlebe ich folgendes Beispiel: Kalzium wird als Nahrungsergänzung zur Stärkung der Knochen eingenommen und die Patientin nimmt aber gleichzeitig ein Schilddrüsenhormon ein. Diese Kombination kann dazu führen, dass das Schilddrüsenmedikament in seiner Wirkung aufgehoben wird. Auch das Schmerzmittel Acetylsalicylsäure (ASS), das in der Wirkstärke 500 mg als Kopfschmerztablette genommen wird, verträgt sich nicht mit Marcumar oder Heparin, was zur Blutverdünnung gegeben wird. Der Patient kann innerliche Blutungen erleiden, was gefährlich werden kann. Aus unserer Sicht müssen darum die Apothekerinnen und Apotheker in die Erstellung des Medikationsplanes eingebunden sein – und sie müssen wie die Ärzte auch, für diese zusätzliche Dienstleistung honoriert werden.“

Außerdem könnten Apotheken auch dazu beitragen, dass Patienten ihre nötigen Medikamente mit größerer Einnahmetreue (Adhärenz) einnehmen. „Die teuerste Pille hilft dem Patienten nicht, wenn er sie nicht therapiegerecht einnimmt. Eine Über- oder Unterdosierung durch Einnahmefehler kann für den Patienten negative Folgen haben. Apotheken können durch eine Überwachung der Reichweite kontrollieren, ob Medikamente ordnungsgemäß und regelmäßig vom Patienten eingenommen werden, führt Hott weiter aus: „Wenn ein Patient zu früh oder zu spät mit einer Tablettenpackung fertig ist, dann habe ich Anhaltspunkte, dass er die Tabletten zu selten oder zu häufig einnimmt. Apotheker können anhand der Packungsgröße und der verordneten Menge ermitteln, welche Reichweite ein Medikament haben muss. Sie könnten den Patienten auch rechtzeitig erinnern, dass er wegen eines Folgerezeptes zu seinem Arzt muss. Mein Fazit lautet darum: Die Kompetenz der Apotheker muss besser in den Medikationsplan und ein sinnvolles Medikationsmanagement eingebunden werden.“

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