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Individuelle Rezepturen statt Fertigarzneimittel

Mainz, den 26. Februar 2018 – Menschen, die an einer sogenannten seltenen Krankheit leiden, sind oftmals auf speziell für sie angefertigte Arzneimittel angewiesen. Apothekerinnen und Apotheker stellen solche Rezepturen her und tragen so zu einer besseren Versorgung dieser Patienten bei. Darauf weist der Apothekerverband Rheinland-Pfalz im Vorfeld des Tages der seltenen Erkrankungen am 28. Februar hin.

Von einer seltenen Erkrankung spricht man, wenn von 2000 Menschen weniger als eine Person betroffen ist. Diese seltenen Krankheiten sind meist sehr bedrohlich, oft chronisch und haben häufig ein sehr vielschichtiges Krankheitsbild. Oftmals dauert es für die Betroffenen sehr lange, bis eine korrekte Diagnose vorliegt. Neuere Studien sagen, dass es acht oder mehr Jahre dauern kann, bis Menschen wissen, woran sie erkrankt sind. Allein in Deutschland gibt es etwa vier Millionen Menschen, die an solch einer Krankheit leiden. Das heißt, jeder zwanzigste Deutsche ist betroffen. Die Patientenzahlen der einzelnen Erkrankungen sind dennoch so gering, dass es häufig kein spezielles Fertigarzneimittel dafür gibt, weiß Petra Engel-Djabarian, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV. „Die Forschungskosten sind immens hoch und auch trotz eines vereinfachten Arzneimittelzulassungs-Verfahrens wird es für das Unternehmen zu teuer und rechnet sich nicht.“ Darum sei es so wichtig, dass die Apotheke vor Ort hier mit ihrer Kompetenz helfen kann, so Engel-Djabarian weiter. „Wir können solche spezialisierten Medikamente für einzelne Betroffene herstellen. So können diese Patienten zum Beispiel Kapseln bekommen, in denen die verschiedensten Wirkstoffe vollkommen abgestimmt auf den einzelnen Patienten gemischt werden. Diese Kombination ist dann einzigartig und ist nicht als Fertigarzneimittel im Handel erhältlich.“

Genauso stellt die Apotheke auch individuelle Salben, Lösungen oder Zäpfchen her, je nachdem, was die Erkrankung des einzelnen Patienten erfordert. Da auch Säuglinge oder Kinder schon von solchen seltenen Erkrankungen betroffen sind, gibt es die individuellen Rezepturen auch mit angepasster, niedriger Dosierung. „Für eine Apotheke ist das Anfertigen von Rezepturen eine der grundlegenden Tätigkeiten, die sie im Rahmen ihres Versorgungsauftrages leistet. In der Ausbildung zum Apotheker oder zur Pharmazeutisch-Technischen Assistentin (PTA) werden die nötigen Kenntnisse und Kompetenzen vermittelt, sodass wir Patienten auch bei ganz spezifischen und besonderen Krankheiten helfen können.“

Thema Demenz steht weiter im Mittelpunkt

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Informationsveranstaltung am 15. März 2018 in Hausen

Neben Depressionen zählen Demenzen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Alter. „Aus diesem Grund ist die Information über das Krankheitsbild sowie vorhandene Beratungs- und Hilfsangebote von zentraler Bedeutung" so Landrat Achim Hallerbach. Gemeinsam mit der Psychiatriekoordinationsstelle des Landkreises Neuwied finden verschiedene Informationsveranstaltungen zum Thema statt. Beispielsweise am 15. März 2018 mit dem Titel „Demenz - ein schleichender Prozess" im Margarethe-Flesch-Haus in Hausen. Referieren wird der Leitende Oberarzt des Marienhaus-Klinikums St. Antonius Waldbreitbach, Dr. med. Reinhard Fröder, über Diagnose, Prophylaxe und Therapiemöglichkeiten. An Informationsständen werden sich der Pflegestützpunkt Asbach, Compass Private Pflegeberatung, die Neuwieder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (Nekis) sowie die Lokale Allianz für Menschen mit Demenz Neustadt/Wied präsentieren und für Fragen bereitstehen.

Eine Vielzahl weiterer Veranstaltungen ist in Vorbereitung. Einen guten Überblick finden Sie im Veranstaltungskalender der Psychiatriekoordinationsstelle des Landkreises Neuwied unter www.psychiatrie-neuwied.de. Hierzu zählt auch die Frage, wie Angehörige und Freunde mit Menschen mit Demenz umgehen und kommunizieren können. Hierdurch ist es möglich, den Alltag einfacher und für alle Beteiligten freundlicher zu gestalten.

Informationen über vorhandene Hilfsangebote erhalten Sie über die Pflegestützpunkte im Landkreis Neuwied sowie für privat versicherte Personen über Compass Private Pflegeberatung. Der kurze Wegweiser für Betroffene und Angehörige informiert ebenfalls, sie finden ihn im Internet unter www.psychiatrie-neuwied.de.

Soziales/Demenzstrategie

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Geronto-Clowns – Modellprojekt für Menschen mit Demenz im Krankenhaus startet

In sechzehn rheinland-pfälzischen Krankenhäusern übernehmen zukünftig ehrenamtliche Geronto-Clowns Besuchsdienste für Menschen mit Demenz, wie Sozial- und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler heute auf der Auftaktveranstaltung „Geronto-Clowns für Menschen mit Demenz im Krankenhaus“ in Mainz informierte. Mit Humor und menschlicher Zuwendung sollen die Geronto-Clowns den Patientinnen und Patienten den oft belastenden Klinikaufenthalt erleichtern. Das von Ministerin Bätzing-Lichtenthäler initiierte neue Modellprojekt ist Teil der Demenzstrategie des Landes und findet großes Interesse.

„Lachen ist nicht nur gesund, es ist auch ein guter Weg, um Hemmschwellen zu überwinden und miteinander in Kontakt zu kommen. Mit dem Modellprojekt Geronto-Clowns gehen wir neue Wege, um Menschen mit Demenz mit Unterstützung ehrenamtlicher Kräfte den Aufenthalt im Krankenhaus zu erleichtern. So kann Humor Spannungen lösen und zu einem gesundheitsfördernden Klima bei demenziell erkrankten Menschen beitragen“, sagte Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Das Modellprojekt ermöglicht 40 Personen, eine aus drei Workshop-Tagen bestehende Ausbildung zum Geronto-Clown zu absolvieren. Danach sollen sie in Zweierteams in den teilnehmenden Krankenhäusern, die von Asbach im Norden bis nach Germersheim im Süden reichen, regelmäßig Menschen mit Demenz besuchen und für Ablenkung sorgen. Für möglichst zwei Jahre sollen sich die Ehrenamtlichen verpflichten.

Die Ausbildung wird von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) angeboten und stößt auf beachtliche Resonanz. Über 120 Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz wurden verzeichnet. „Wir haben uns über das große Interesse der Krankenhäuser gefreut und insbesondere über die Begeisterung der ehrenamtlich Tätigen, die sehr aufgeschlossen die Umsetzung des Modellprojekts angehen wollen“, sagte Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer der LZG. „Die Workshops werden professionell durchgeführt, haben aber nicht den Anspruch, mit einer berufsorientierten Clown-Ausbildung zu konkurrieren. Vielmehr geht es darum, Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, Humor als Haltung zu vermitteln“, erläuterte Dr. Krell.

Bei der Auftaktveranstaltung berichteten Geronto-Clowns, die schon im Bereich Altenpflege im Einsatz sind, von ihren Erfahrungen. Es ist eine Aufgabe, die sich stets zwischen Spaß und Ernst bewegt und die Sensibilität erfordert, zu erkennen, was die Patientin oder der Patient gerade braucht. „Geronto-Clowns sind keine Auftrittskünstler. Sie fühlen sich in ihr Gegenüber immer neu individuell ein und machen ein reagierendes Spiel. Daher sind neben allgemeiner Clownerie insbesondere Validation, eine Methode zum Umgang mit Menschen mit Demenz, und klientenzentrierte Kommunikation wichtige Schulungsinhalte“, erklärte Trainerin Vera Apel-Jösch, die schon mehr als 150 Menschen zu Klinik-Clowns ausgebildet hat.

Die zukünftigen Geronto-Clowns hatten bei der Veranstaltung Gelegenheit, die Vertreterinnen und Vertreter „ihrer“ Krankenhäuser kennenzulernen und erste Absprachen zu treffen. Die Ausbildungsgruppe für Kliniken im nördlichen Rheinland-Pfalz startet im März. Für die zweite Gruppe, die in Krankenhäusern im Süden des Landes zum Einsatz kommt, beginnt die Schulung nach der Sommerpause. Nach jeweils drei Workshop-Tagen erfolgt eine Hospitation in der Einsatz-Klink gemeinsam mit der Trainerin. Danach sind die Geronto-Clowns bereit, ihren humorvollen Dienst für Menschen mit Demenz anzutreten.

Treffen Angehöriger psychisch kranker Menschen

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Das nächste Treffen der Angehörigen psychisch kranker Menschen findet am Donnerstag, 1. März 2018, 19.00 Uhr, im Gesundheitsamt der Kreisverwaltung des Rhein-Hunsrück-Kreises in Simmern, Hüllstraße 13 statt. Weitere Informationen erhalten Sie bei Harald Wellems, Telefon 06761 82-723 und Ute Sommer, Telefon 06761 82-721.

Deutsche Rheuma – Liga

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Örtliche Arbeitsgemeinschaft Bad Ems, in Kooperation mit der Kreisvolkshochschule Bad Ems

Kurs „ Feldenkrais, die sanfte Hilfe “

Montag, 05.03. bis 16.04.2018 von 19.30 - 20.45 Uhr

Leiter: Ralf Ziegler, Feldenkraislehrer, Urbar

Kursinhalt: Sie wollen etwas für Ihr Wohlbefinden und Ihre Bewegung tun?

Sie haben körperliche Einschränkungen oder Schmerzen und wollen etwas dagegen tun?

Lernen Sie Ihre Gewohnheiten wahrzunehmen und zu verändern!

Sie können durch die Feldenkrais - Methode eine bessere Beweglichkeit, erhöhte Leistungsfähigkeit, Abbau von Stress und Verspannungen, Verbesserung bei Schmerzen und Bewegungseinschränkungen erwarten. Feldenkrais ist für alle – unabhängig von Beruf, Alter, Vorkenntnissen oder körperlicher Konstitution.

Die Treffen finden in der AOK-Klinik, Viktoriaallee 27, Bad Ems in der Sporthalle am 05.03.; 12.03.; 19.03.; 26.03. – Ferien – 09.04.; 16.04.; von 19.30 - 20.45 Uhr statt.

Man sollte bequeme Kleidung tragen, dicke Socken und ein großes Handtuch mitbringen. Mitglieder der Rheuma – Liga zahlen 65,00 € Kursgebühr, Nichtmitglieder 80,00 €. Der Kurs findet ab 8 Teilnehmern statt und wird maximal 15 Teilnehmer umfassen.

Die Anmeldung bitte bis Freitag, 23.02.2018 bei der Rheuma – Liga Bad Ems, ( Büro ) Tel. 02603 / 507106.

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