Donnerstag, 21. September 2017

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Pflegezeit: berufliche Auszeit für pflegende Angehörige

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Eine Pflegebedürftigkeit tritt nicht selten sehr kurzfristig auf. Wenn ein älterer Mensch, der bislang noch problemlos seinen Alltag alleine bewältigen konnte, einen Unfall erleidet oder akut erkrankt, ist rasch Hilfe vonnöten, und nicht immer steht sofort ein Platz im Pflegeheim oder ein häuslicher Pflegedienst zur Verfügung. Deshalb gibt es für Arbeitnehmer, die pflegebedürftige Angehörige haben, die Möglichkeit, kurzzeitig eine sogenannte Pflegezeit zu nehmen.

Auszeit für Angehörige

Wenn ein Elternteil oder ein anderer Familienangehöriger unerwartet pflegebedürftig wird, sind Angehörige oft von der Situation überfordert, insbesondere, wenn rasch eine 24 Stunden Betreuung gesucht werden muss. Dies wird noch verstärkt, dass sie im Normalfall durch berufliche und familiäre Verpflichtungen zu sehr eingespannt sind, um in einem solchen Notfall die Betreuung kurzfristig zu organisieren. Selbst wenn die Angehörigen grundsätzlich bereit und in der Lage sind, die Pflege selbst zu übernehmen, benötigen sie etwas Zeit, um alles zu regeln. Deshalb sieht der Gesetzgeber vor, dass sich Arbeitnehmer in einem solchen Fall für bis zu zehn Tage von der Arbeit freistellen lassen können. Für diesen Zeitraum wird zwar kein Gehalt gezahlt, aber um finanzielle Engpässe zu vermeiden, können Betroffene bei der zuständigen Pflegekasse Pflegeunterstützungsgeld bewilligt bekommen.

Zeit für die Pflege

Wenn bereits bekannt ist, dass nach einem Unfall oder bei einer Erkrankung die Pflegebedürftigkeit nur für einen bestimmten Zeitraum bestehen wird, haben pflegende Angehörige auch die Möglichkeit, etwas länger in ihrem Beruf zu pausieren. Sie haben ein Anrecht darauf, bis zu sechs Monate ganz oder teilweise von der Arbeit freigestellt zu werden. Falls lediglich eine Reduzierung der Wochenarbeitsstunden notwendig ist, kann dies im Rahmen der Familienpflegezeit erfolgen. Die nicht geleistete Arbeitszeit wird auch in diesem Fall nicht entlohnt. Ein Darlehen der Pflegekasse kann den Verdienstausfall etwas abfedern. Außerdem kann es sinnvoll sein, eine Pflegestufe zu beantragen, wie unter http://www.24-stunden-pflege.net/ ausführlich dargelegt wird, da das damit verbundene Pflegegeld  durchaus dazu genutzt werden kann, Angehörigen die häuslichen Pflege zu ermöglichen.

Jungen Rheinland-Pfälzern brummt oft der Schädel

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Mainz, 29. Juni 2017 - In Rheinland-Pfalz leiden junge Erwachsene besonders oft unter Kopfschmerzen. Das zeigt der Arztreport der BARMER, der sich auf Daten aus dem Jahr 2015 stützt. Demnach erhielten 14,5 Prozent der 18- bis 27-Jährigen in dem Bundesland eine Kopfschmerzdiagnose von ihrem Arzt. Über alle Altersgruppen hinweg war dies bei nur 9,4 Prozent der Rheinland-Pfälzer der Fall. „Die Zahlen könnten ein Indiz für einen besonders hohen Leistungsdruck bei Jüngeren sein“, sagt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Junge Frauen (18,7 Prozent) in Rheinland-Pfalz erhalten deutlich öfter Kopfschmerzdiagnosen als junge Männer (10,6 Prozent). Auffällig sind aber auch die Unterschiede zwischen den rheinland-pfälzischen Landkreisen und kreisfreien Städten. Während im Landkreis Vulkaneifel mit 10,6 Prozent die wenigsten Kopfschmerzfälle unter jungen Erwachsenen dokumentiert wurden, lagen sie in Zweibrücken mit 19,4 Prozent deutlich darüber. Unterschiede zeigt auch die Betrachtung über alle Altersgruppen hinweg. Während im Landkreis Vulkaneifel nur 8,0 Prozent der Einwohner eine Kopfschmerz-Diagnose erhielten, waren es zum Beispiel im Landkreis Kusel 12,0 Prozent.

„Kopfschmerzen sind eines der häufigsten Volksleiden“

Insgesamt haben rund 380.000 Rheinland-Pfälzer im Jahr 2015 eine Kopfschmerzdiagnose erhalten, 69.000 von ihnen waren zwischen 18 und 27 Jahre alt. „Die Dunkelziffer der von Kopfschmerzen Betroffenen dürfte höher liegen“, vermutet Kleis. Kopfschmerzen seien eines der häufigsten Volksleiden.

Eine besondere Form des Kopfschmerzes ist die Migräne. Sie zeichnet sich durch pochende und pulsierende Schmerzen aus, die mit Übelkeit und Erbrechen sowie einer Überempfindlichkeit gegen Licht und Lärm einhergehen. In kaum einem anderen Bundesland leiden weniger Menschen an Migräne als in Rheinland-Pfalz. „Nur im Saarland und in Bremen gibt es weniger Menschen, die von ihrem Arzt die Diagnose Migräne erhalten“, sagt Kleis. 4,3 Prozent der Rheinland-Pfälzer sind von Migräne betroffen. Das sind rund 173.000 Menschen.

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2016 gaben Apotheken in Rheinland-Pfalz über 1,3 Millionen kühlpflichtige Medikamente ab

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Mainz, den 26. Juni 2017 – Viele Medikamente sind nur bei kühler Lagerung dauerhaft wirksam. Bundesweit muss durchschnittlich jedes 24. zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abgegebene Arzneimittel gekühlt werden, zum Beispiel einige Insuline. „Werden kühlpflichtige Arzneimittel zu warm gelagert, verlieren sie ihre Wirkung“, sagt Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz. „Aber niemand kann einem Medikament ansehen, wie es gelagert wurde. Deshalb müssen bei der Lagerung und dem Transport besondere Sorgfaltspflichten eingehalten werden. Apotheker informieren ihre Patienten darüber, aber es ist wichtig, dass diese Hinweise auch von Patienten beachtet werden.“ Auf jeder Packung ist vermerkt, ob ein Medikament kühl gelagert werden muss. Patienten sollten diese Medikamente im Kühlschrank bei Temperaturen zwischen 2 und 8 Grad aufbewahren.

Im Jahr 2016 gaben die Apotheken in Rheinland-Pfalz zulasten der GKV über 1,3 Millionen kühlpflichtige Medikamente ab. Das ermittelte das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. (DAPI). Nicht erfasst wurde die Abgabe auf Privatrezept oder in der Selbstmedikation. Insgesamt dürfte die Zahl der kühlpflichtigen Medikamente daher noch höher liegen.

Etwa ein Drittel der 1,3 Millionen kühlpflichtigen Arzneimittel (404.308 Packungen) müssen nicht nur in der Apotheke, sondern auch beim Transport von der Apotheke zum Anwendungsort gekühlt werden. Dafür eignen sich zum Beispiel Isoliertaschen oder Styroporbehälter. Ein direkter Kontakt zwischen Medikamenten und Kühlelementen sollte vermieden werden, denn ein Einfrieren könnte die Wirkung der Medikamente vermindern. Beispiele für kühlkettenpflichtige Medikamente sind Impfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln oder Gelbfieber. Auch einige Dosieraerosole gegen Asthma sowie einige Glaukom-Augentropfen müssen ununterbrochen gekühlt werden.

Theo Hasse, Vorsitzender des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV zeigt auf: „Dauerhaft zu kühlende Medikamenten eignen sich nur bedingt für den Versandhandel. Auch hier sichern die wohnortnahen Apotheken die flächendeckende Versorgung. Deshalb bleibt es für Patienten wichtig, eine Apotheke in der Nähe zu haben.“

Gesundheitserhaltung ist das besondere Ziel

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Erwin Rüddel: „Gesundheit, Natur, und Tourismus erfolgreich vernetzen“

Kreisgebiet. „GesundLand RheinWied“, lautete das Motto beim jüngsten „Forum ländlicher Raum“ des heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel. Dabei ging es speziell um die Frage: Wie vernetze ich erfolgreich Gesundheit, Natur und Tourismus an Rhein und Wied? Zu diesem Thema wartete der Abgeordnete mit vielen und sich verzahnenden Bereiche abdeckenden Podiumsteilnehmern auf. Hauptredner war Dr. Helmut Hildebrandt, Geschäftsführer und „Macher“ der Gesundes Kinzigtal GmbH.

Der Linzer Stadtbürgermeister Dr. Hans-Georg Faust begrüßte in Vertretung des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Günter Fischer die Anwesenden und betonte, wie wichtig eine gute Vernetzung aller Akteure ist, um optimale Voraussetzungen für die Zukunft der Region sicherzustellen. Der stellvertretende Landrat Achim Hallerbach griff dies, auch als Gesundheitsdezernent, auf und betonte, dass die Zukunft einer guten Versorgung in einer guten Vernetzung von Prävention, Diagnose bis hin zur Therapie liegt. Er werde das Projekt weiter voranbringen und einen runden Tisch der beteiligten Gesundheitsakteure organisieren.

Dr. Helmut Hildebrandt stellte dazu das Konzept „Gesundes Kinzigtal“ vor – ein Gesamtkonzept zur integrativen Gesundheitsversorgung in umschriebenen ländlichen Räumen. Hier solle eine synergistische Situation zwischen Ärzten, Krankenkassen und allen relevanten Einrichtungen, mit dem Ziel der Reinvestition von ersparten Mitteln oder zusätzlichen Erträgen in Struktur und Personal erzielt werden. Dadurch ergebe sich eine deutliche Verbesserung im Sinne der Patientenbelange sowie eine bessere Betreuung im Sinne des „Gesunden Lebens“.

Ein Mittel sei da die softwaregestützte Vernetzung von Ärzten und Apothekern im Hinblick eines fortschrittlichen Patientenmanagements. Gleichwohl gehe es um eine Steigerung der Effizienz bei der Verwaltung von Medikation und Therapie. Die allgemeine Zielvorstellung des Konzeptes, so Dr. Hildebrandt, liege eher in der Förderung gesunden Lebens, denn in einer Verbesserung der etablierten Akutversorgung. „Denn Gesundheitserhaltung ist das besondere Ziel.“

„Die Stärkung einer langanhaltenden Gesundheit erfolgt durch Kooperationen mit Unternehmen, Sportvereinen und Sportstudios, der Ernährung unter ärztlicher Supervision der Patienten zur Förderung eines optimierten gesundheitsorientierten Lebensstils“, wurde angemerkt. Im Rahmen eines Investitionsfonds können Förderungen der Anwendungen und der Konzeptausbau auf weitere Regionen erfolgen.

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In der Regel schmerzhaft…

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Menstruationsbeschwerden erkennen und behandeln

Mainz, den 21. Juni 2017 – Bauchschmerzen, Krämpfe, Übelkeit, Durchfall – diese Symptome machen die Menstruation für eine Vielzahl von Frauen allmonatlich beschwerlich. Statistiken geben an, dass fast rund 30 bis 50 Prozent aller Frauen regelmäßig unter Menstruationsbeschwerden leiden. Die Beschwerden können leicht ausfallen, so dass die Betroffenen lediglich geringe Leistungseinschränkungen verspüren. Bei manchen Frauen verlaufen die Menstruationsschmerzen aber so massiv, dass sie krank zuhause bleiben müssen. Die Schmerzen in Bauch, Unterleib und im unteren Rücken entstehen hauptsächlich durch die Kontraktionen der Gebärmutter. Schmerz- und krampflösende Medikamente stehen in der Selbstmedikation zur Verfügung. Einige Produkte setzen dabei auch auf pflanzliche Wirkstoffe, erläutert der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV.

Regelschmerzen treten eher bei jüngeren Frauen auf. Meist entwickeln sie sich zwei bis drei Jahre nach Beginn der regelmäßigen Blutungen. Um auszuschließen, dass sich hinter den Unterleibsschmerzen andere Erkrankungen verbergen können, sollte laut Andreas Hott, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV, bei folgenden Symptomen gynäkologischer Rat eingeholt werden: „Stark anhaltende Schmerzen oder ein dauerhaft unregelmäßiger Zyklus sollten ärztlich kontrolliert werden. Alarmsignale sind auch eine plötzliche Veränderung im Zyklus, bei dem Schmerzen oder auch unerwartet starke oder ungewöhnliche Zwischenblutungen auftreten. Sie können krankhafte Veränderungen im Becken als Ursache haben. Das kann eine Entzündung in der Gebärmutter sein oder Gebärmuttergeschwulste, die man Myome nennt. Eine häufige weitere Ursache ist die sogenannte Endometriose. Obwohl an dieser Wucherung der Gebärmutterschleimhaut schätzungsweise jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter leidet, bleibt diese Erkrankung oftmals unentdeckt.“

Bei leichteren Menstruationsbeschwerden können Wärme, Ruhe oder ein krampflösender Tee mit Kümmel, Fenchel, Gänsefingerkraut, Schafgarbe oder Frauenmantel helfen. Um den Zyklus und die damit verbundenen Symptome langfristig zu behandeln und positiv zu beeinflussen, kann eine Therapie mit den Wirkstoffen der Traubensilberkerze angedacht werden. „Die Traubensilberkerze muss langfristig, mindestens über drei bis vier Wochen, eingenommen werden. Ihre Inhaltsstoffe haben eine dem Östrogen ähnliche Wirkung und können den Zyklus harmonisieren“, erklärt Andreas Hott. Wer aktiv gegen stärkere Beschwerden vorgehen muss, dem stehen einige gut verträgliche und wirksame Schmerzmittel zur Verfügung, die ebenfalls die Krämpfe lösen. „Wie immer gilt, dass Schmerzmittel in der Selbstmedikation nur für eine kurze Zeit eingenommen werden sollen. Halten die Schmerzen an, sollte genauer nach den Ursachen geforscht werden“, rät der Apotheker.

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