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Kleine Hautverletzungen schnell versorgen

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Aufgeschürft, geschnitten, zerkratzt: Erste Hilfe bei kleinen Wunden

Mainz den 20. Dezember 2017 – Das Malheur ist schnell passiert: Beim Weihnachtsbaum-Aufstellen schürft man sich am Stamm oder eine Glaskugel zerbricht, und eine kleine Schnittwunde klafft am Finger. Solche kleineren Hautverletzungen können meist schnell selbst versorgt werden, wenn man einige Tipps beherzigt. Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV weist darauf hin, dass man die offene Wunde möglichst nicht berühren soll, um weitere Verschmutzungen zu vermeiden. Wer Einmalhandschuhe hat, sollte diese beim Versorgen der Wunde tragen.

Hintergrund ist, dass jede offene Hautwunde ein Infektionsrisiko darstellt. Die ersten Schritte nach einer solchen Verletzung beschreibt der Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV Andreas Hott so: „Die Wunde wird gereinigt, desinfiziert und geschützt. Schmutzpartikel wie Steinchen oder Splitter sollten zunächst unter lauwarmem Wasser abgespült werden. So können oberflächliche Anhaftungen entfernt werden. Wenn etwas tiefer in der Wunde steckt, empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen, der den Fremdkörper dann herausholt. Die Wunde kann mit einem Desinfektionsspray versorgt werden. Danach kommen Pflaster oder bei größeren Wunden auch eine sterile Wundauflage und eine elastische Mullbinde als Verband zum Einsatz.“ Darum gehören diese Verbandsmaterialien in die Hausapotheke und sollten regelmäßig auf Verfall überprüft werden. Bei großflächigen Schürfwunden haben sich auch Sprühpflaster bewährt. Sie bilden einen Schutzfilm und wirken gleichzeitig desinfizierend. Beim Duschen oder Baden sollte die Wunde mit einem geeigneten wasserdichten Pflaster abgedeckt werden.

Auf offene Wunden sollten keine Wund- und Heilsalben aufgetragen werden, so Hott weiter. „Umgangssprachlich gesprochen, soll die Wunde atmen können. Eine ruhige Wunde, die nicht pocht, nässt oder schmerzt, heilt unter einem Pflaster oder Verband besser. Wenn die Wunde nässt oder anhaltend pochend schmerzt, sollte sie nochmals ärztlich kontrolliert werden.“ Wichtig ist auch, den Impfschutz gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) regelmäßig zu checken und aufzufrischen. Denn der Wundstarrkrampf wird auch durch Bodenbakterien und nicht nur durch Tiere – wie beispielsweise einen tiefen Kratzer von der Katze – übertragen.

Gründung einer Selbsthilfegruppe zum Thema „Ängste, Depressionen und Burnout “

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Auf Anregung einer Betroffenen möchte die Neuwieder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe in Kooperation mit dem Diakonie-Treff Puderbach eine Selbsthilfegruppe zum Thema „Ängste, Depressionen und Burnout“ gründen.

Am Donnerstag, den 18.Januar 2018 findet von 18:00- 19:30 Uhr das Gründungstreffen im Diakonie- Treff, Mittelstr.18, 56305 Puderbach statt.

In dieser Selbsthilfegruppe können sich Betroffene in einem geschützten Rahmen über die Auswirkungen der Erkrankung austauschen, sich gegenseitig unterstützen und ggf. Strategien zur Bewältigung und Methoden zur Symptomlinderung teilen sowie durch gemeinsame Aktivitäten zu einer Steigerung der Lebensfreude gelangen.

Hier soll Betroffenen die Möglichkeit gegeben werden, in einem geschützten Rahmen über Erlebtes zu sprechen und in regelmäßigen Treffen aufzuarbeiten. Der Austausch untereinander und die Erfahrung, nicht allein mit seinen Problemen zu sein, ist oft eine große Hilfe bei der Bewältigung. Die Teilnahme ist kostenlos. Interessierte sind herzlich willkommen.

Nähere Auskünfte erteilt Frau Wagner (Gruppenleitung) unter 0178/6890180, oder bei NEKIS, Jens Arbeiter tel. 02631 / 803 797 oder per mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Verstopfung bei Kindern

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Vorbeugen und sanft behandeln

Mainz, 11. Dezember 2017 – Nahrungsumstellung, Ortswechsel oder sogar familiäre Veränderungen – all das können Gründe sein, die bei Kindern auch zu Verstopfungen führen können. Verstopfung bedeutet, dass eine regelmäßige und vollständige Stuhlentleerung über einen längeren Zeitraum nicht stattgefunden hat. Dabei gibt es keine festgeschriebenen Zeiträume, wie häufig Kinder Stuhlgang haben sollten: dreimal täglicher Stuhlgang kann ebenso normal sein wie dreimal wöchentlicher Stuhlgang. Eltern sollten aufmerksam werden, wenn die üblichen Zeiträume sich deutlich und anhaltend verändern, das Kind immer seltener zur Toilette geht und möglicherweise mit Symptomen wie Bauschmerzen, einem harten Bauch oder Appetitlosigkeit reagiert, so der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV.

Beim Heranwachsen gibt es etliche Situationen, in denen Veränderungen in der Lebenssituation auch zu Problemen mit der Verdauung und dem Stuhlgang führen können:

  • Kinder werden abgestillt und erhalten langsam Flaschen- oder Beinahrung,
  • ungewohntes Klima und Essen auf einer Urlaubsreise,
  • Stress in der Schule oder psychische Probleme beispielsweise eine Trennung der Eltern, ein neues Geschwisterchen.

Mit einfachen Mitteln kann zunächst versucht werden, den Stuhlgang wieder zu normalisieren, so Andreas Hott, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV: „Regelmäßiges und ausreichendes Trinken von Wasser oder vielleicht gemischt mit etwas Pflaumen- oder Apfelsaft kann die Verdauung wieder auf Trab bringen. Wichtig ist ebenso eine ballaststoffreiche Nahrung – also auf Vollkornprodukte, Obst und Gemüse setzen. Stopfende Lebensmittel mit Weißmehl, Bananen, Reis oder zu viel Schokolade, Käse und Milchprodukte sollten vermieden werden. Kinder sollten auch angehalten werden, sich regelmäßig zu bewegen, denn auch das hilft dem Magen-Darm-Trakt, wieder in Schwung zu kommen.“

Verstopfungen können schnell zu einem Teufelskreis werden aus dem Kinder mit Geduld wieder herausgeführt werden müssen, zeigt Hott auf: „Bei Verstopfung verhärtet der Stuhl, der Gang zur Toilette wird immer unangenehmer und schmerzhaft, was wiederum zur Folge haben kann, dass Kinder das „große Geschäft“ immer weiter zurückhalten. Abführmittel in der Selbstmedikation würde ich für Kinder nicht empfehlen. Ein Besuch beim Kinderarzt kann ausschließen, dass eine Erkrankung hinter der Verstopfung steckt. Gegebenenfalls wird dort über einen Einlauf der verhärtete Stuhl gelöst. Da Kinder zu diesem Zeitpunkt häufig schon den Toilettengang als schmerzhaft und unangenehm erlebt haben, wird eventuell prophylaktisch für einen gewissen Zeitraum ein Wirkstoff verordnet, der den Stuhl weichhält, so dass Kinder wieder lernen, schmerz- und angstfrei zur Toilette zu gehen.“

Aktualisierter Kurz-Wegweiser Pflege für den Landkreis

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KREIS MYK. Im Landkreis Mayen-Koblenz wurde der Kurz-Wegweiser „Was tun im Pflegefall?“ aktualisiert, um Bürgern Hilfestellung zu geben, wenn der Pflegefall eintritt.

Dieser Kurzwegweiser wurde aufgrund der Auswirkungen des zweiten Pflegestärkungsgesetzes neu aufgelegt. Dieser beinhaltet kurze Erläuterungen über die fünf Pflegegrade, die seit Jahresbeginn in Kraft getreten sind. Er bietet wertvolle Informationen über Hilfen bei Pflegebedürftigkeit, Hinweise zu Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung und eine Checkliste für die ersten Schritte und die aktuellen Kontaktdaten zu Pflegestützpunkten oder sonstigen Servicestellen im Landkreis.

Seit Jahresbeginn werden fünf Pflegegrade unterschieden. Zur Bestimmung des Pflegerades werden die Beeinträchtigungen in sechs Lebensbereichen erhoben. Bei den sechs Lebensbereichen begutachtet man, wie die betreffende Person die alltägliche Anforderung bewältigen kann. Dazu findet sich im Kurzwegweiser eine kurze Beschreibung der sechs Lebensbereiche.

Den Kurzwegweiser gibt es kostenlos bei allen Stadt- und Verbandsgemeinden im Landkreis oder bei Alexandra Kiel (E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Tel. 0261-108 154). Auch auf der Homepage des Landkreises unter www.mayen-koblenz.de kann der Kurzwegweiser als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Unterdurchschnittlich viele Beschäftigte krank

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Landkreis Neuwied, 6. Dezember 2017 - Die Beschäftigten im Landkreis Neuwied waren 2016 seltener krankgeschrieben als im Landesdurchschnitt. Das zeigt der Gesundheitsreport der BARMER. Peter Lauermann, Regionalgeschäftsführer der BARMER in Neuwied, sagt: „Hauptursache für die Krankschreibungen waren Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und psychische Erkrankungen.

Laut Gesundheitsreport meldete sich jeder Beschäftigte im Landkreis Neuwied im Durchschnitt 1,2 (Land: 1,3) Mal arbeitsunfähig. Auf jeden Beschäftigten entfielen rechnerisch 17,5 (Land: 17,9) gemeldete Arbeitsunfähigkeitstage. Der Krankenstand lag im Landkreis bei 4,8 Prozent (Land: 4,9 Prozent). „Das bedeutet, dass an einem durchschnittlichen Kalendertag von 1.000 Beschäftigten 48 arbeitsunfähig gemeldet waren“, erklärt Lauermann.

Häufigste Gründe für die Arbeitsunfähigkeitstage der Beschäftigten im Landkreis Neuwied waren Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (3,8 Tage), psychische Störungen (3,8 Tage), Atemwegserkrankungen (2,1 Tage) und Verletzungen (2,0 Tage). Der Gesundheitsreport wertet die Daten von 186.000 rheinland-pfälzischen Erwerbspersonen aus. Das sind 13,3 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in dem Bundesland.

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