Donnerstag, 21. September 2017

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Durch biomarkerbasierten Test Chemotherapie bei Brustkrebs entbehrlich machen:

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KNAPPSCHAFT erstattet als erste gesetzliche Krankenkasse bundesweit Genexpressionstest für Frauen

Die KNAPPSCHAFT als gesetzliche Krankenkasse und das Unternehmen Genomic Health haben jetzt unter Einbeziehung  spezialisierter Pathologen den ersten bundesweiten Selektivvertrag zur Versorgung von Brustkrebspatientinnen mit dem Oncotype DX-Brustkrebstest geschlossen. „Wir freuen uns sehr, dass die KNAPPSCHAFT diesen richtungweisenden Schritt geht und vielen Patientinnen eine Versorgung ermöglicht, die dem aktuellen Stand der Wissenschaft entspricht“, sagt Prof. Dr. Holger Weidenauer, Market Access Direktor bei Genomic Health Deutschland.

Der Oncotype DX-Brustkrebstest liefert als derzeit einziger Test sowohl eine prognostische als auch eine prädiktive Aussage: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Brustkrebs innerhalb der nächsten zehn Jahre wieder auftritt, und – noch wichtiger – kann die Patientin nach der Operation auf eine zusätzlich zur Antihormontherapie oft regelhaft empfohlene vorbeugende Chemotherapie möglicherweise verzichten?

Mithilfe des sogenannten Biomarker-Tests kann bestimmten Brustkrebspatientinnen die Entscheidung, auf eine Chemotherapie zu verzichten, erleichtert werden. Die KNAPPSCHAFT macht nun allen infrage kommenden Versicherten den Test einfach und unbürokratisch zugänglich: „Mit diesem Vertrag wollen wir Frauen, die vom Brustkrebs betroffen sind, ermöglichen, sich im Gespräch mit ihren ÄrztInnen selbstbestimmt für oder gegen eine Chemotherapie entscheiden zu können. Der biomarkerbasierte Oncotype DX Brustkrebstest gibt dazu die notwendige Unterstützung“, sagt Bettina am Orde, Geschäftsführerin der KNAPPSCHAFT.

Voraussetzung sei dabei, dass sich die Frauen in einem begleitenden Arztgespräch über Chancen und Risiken des Verzichts auf eine Chemotherapie eingehend beraten lassen.
„Es ist wichtig, den Patientinnen zu kommunizieren, dass der biomarkerbasierte Test niemals das Restrisiko eines Wiederauftretens der Krankheit völlig ausschließen kann, sondern eine moderne Entscheidungshilfe darstellt, die interpretiert und in den individuellen Gesamtzusammenhang eingebettet werden muss“, so am Orde weiter.

BARMER fördert Prävention in Schulen und Firmen

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Worms, 23. Januar 2017 - Die Gesundheitsförderung nimmt bei der BARMER einen hohen Stellenwert ein. Dies zeigte der erste Landespräventionskongress Rheinland-Pfalz im Theater-, Kultur- und Tagungszentrum „DAS WORMSER“ in Worms. Der Kongress stand unter dem Motto „Gesundheit fördern. Prävention stärken.“ Er wurde veranstaltet von Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, den gesetzlichen Krankenkassen sowie der Renten-, Pflege- und der Unfallversicherung.

Auf dem Markt der Möglichkeiten des Kongresses präsentierte die BARMER „Ich kann kochen!“, eine bundesweite Ernährungsinitiative der Krankenkasse und der Sarah Wiener Stiftung. „Im Mittelpunkt der Initiative steht die Förderung der gesunden Ernährung im Kinder- und Jugendalter. Die Initiative bietet kostenfreie Fortbildungen für Erzieher und Lehrkräfte an“, erklärte Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Ich kann kochen! Praktischer Umgang mit Lebensmitteln

In den Schulungen werden pädagogische Fach- und Lehrkräfte zu Genussbotschaftern fortgebildet und dazu befähigt, in Kitas und Schulen das Ernährungsbewusstsein der Kinder zu fördern. Bei der Ernährungsinitiative lernen die Kinder zudem den praktischen Umgang mit Lebensmitteln. „Ziel ist auch, Prozesse anzustoßen, die es den Einrichtungen über die Dauer des Projekts hinaus ermöglichen, gesunde genussvolle Verpflegung in den Alltag der Kinder zu integrieren“, betonte Kleis.

Auf Interesse bei den Kongressbesuchern stieß auch MindMatters, ein bundesweites Programm zur Förderung der psychischen Gesundheit an Schulen. Es wird getragen von der BARMER, der Unfallkasse NRW, dem Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover, der Landesunfallkasse Hannover und der Leuphana Universität Lüneburg. „Lehrkräfte fühlen sich oft überfordert, wenn Schüler Symptome psychischer Erkrankungen zeigen. Ihnen fehlen entsprechende Kompetenzen und Konzepte, damit umzugehen“, sagte Kleis.

MindMatters: Psychische Gesundheit an Schulen

Laut einer Studie des Robert Koch-Instituts gibt es bei 20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen Hinweise auf psychische Auffälligkeiten und Störungen. Das MindMatters-Programm basiert auf Unterrichtsmaterialien mit Übungen, durch die sich die Schüler mit sich selbst, ihren Gefühlen sowie ihren Mitschülern und deren Gefühlen reflektierend auseinandersetzen. MindMatters-Studientage sind kostenfrei und richten sich an Lehrer, unabhängig davon, an welcher Schulform sie unterrichten.

Das Programm Papilio stellte die BARMER ebenfalls vor. „Papilio fördert prosoziales Verhalten und sozial-emotionale Kompetenzen von Kindern in Kindertagesstätten und mindert Verhaltensprobleme“, sagte Kleis. Das Programm ziele auf ein selbstbestimmtes und verantwortungsbewusstes Leben im Erwachsenenalter ab. Die BARMER ist in 15 Bundesländern Präventionspartner von Papilio. Durch die Zusammenarbeit mit der Krankenkasse werden derzeit über 70.000 Kinder mit Papilio bundesweit erreicht.

Betriebliche Gesundheitsförderung

Auch in der betrieblichen Gesundheitsförderung ist die BARMER aktiv. Sie stellte beim Kongress ihre Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin vor. Ziel der Kooperation ist, die Gesundheit von Arbeitnehmern am Arbeitsplatz nachhaltig zu verbessern. „Mit Unterstützung der Arbeitsmediziner und Betriebsärzte können wir unsere speziell auf Betriebe zugeschnittenen Präventionsangebote nahezu allen Firmen in Deutschland anbieten, vom kleinen mittelständischen Betrieb bis zum Großunternehmen“, sagte Kleis.

Neben der gemeinsamen Entwicklung neuer Leistungsangebote für gesundheitsbewusste Betriebe kommt den Arbeitsmedizinern und Betriebsärzten eine zentrale Rolle bei der Vermeidung von Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz, der Früherkennung möglicher Krankheiten und deren kurativer Behandlung zu. Bestimmte Impfungen im Betrieb können die Betriebsärzte durch die Kooperation direkt mit der BARMER abrechnen.

Wenn die Seele im Alter krank wird

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Sprechstunden für  Angehörige und Betroffene im Februar

KREIS MYK. Regelmäßig bietet das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz Sprechstunden für Menschen mit seelischen Problemen im höheren Lebensalter (z.B. Altersverwirrtheit) und ihre Angehörigen an. Die nächsten Termine sind am 6. Februar in Andernach, am 8. Februar in Mayen und am 20. Februar in Koblenz, jeweils ab 16 Uhr.

Jeweils am ersten Montag im Monat steht Dr. Marion Bauer-Hermani, Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie und Chefärztin der Gerontopsychiatrie der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, im Gesundheitsamt Andernach Betroffenen und Angehörigen von alten und psychisch kranken Menschen zum Gespräch zur Verfügung. Jeweils am zweiten Mittwoch im Monat findet eine solche Sprechstunde im Mayener Gesundheitsamt statt. Am dritten Montag im Gesundheitsamt Koblenz.

Bei diesen Sprechstunden gibt Bauer-Hermani Betroffenen und Angehörigen Tipps zum Umgang mit der Erkrankung, nennt Anlaufstellen und lädt zum Erfahrungsaustausch ein.

Anmeldungen (bis spätestens 12 Uhr des jeweiligen Sprechtages) unter 02632/407-5537.

Gesundheitsamt bietet Impfberatungen an

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Sprechstunden an allen drei Standorten

KREIS MYK. Das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz unterhält in Koblenz, Mayen und Andernach eine Dauerimpfstelle, die Sprechstunden zu festen Sprechzeiten durchführt. Ohne Voranmeldung können Beratungs- und Impfwillige das Angebot zu den folgenden Zeiten beanspruchen: Im Gesundheitsamt Andernach jeweils am letzten Mittwoch im Monat von 13.30 bis 15 Uhr, in Einzelfällen sind auch Ausweichtermine nach telefonischer Vereinbarung möglich (Tel. 02632/251600); im Gesundheitsamt Koblenz donnerstags von 13 bis 15 Uhr (Tel. 0261-9148070); im Gesundheitsamt Mayen am ersten Mittwoch in jedem Monat 14 bis 15 Uhr (Abweichungen sind aber möglich, bitte zuvor telefonisch abklären, Tel. 02651/96430).

Für alle drei Standorte gilt, dass eine telefonische Beratung auch zu anderen Zeiten nach telefonischer Anfrage möglich ist. Neben den Beratungen werden die öffentlich empfohlenen Schutzimpfungen gegen Masern-Mumps-Röteln, Diphtherie, Tetanus, Polio und Keuchhusten kostenlos angeboten.

Zur Überprüfung des Impfstatus ist es unbedingt notwendig, das Impfbuch (Impfausweis) mitzubringen. Zusätzlich erfolgt eine Impfberatung für Fernreisen. In den Gesundheitsämtern Andernach und Mayen nach telefonischer Anfrage, im Gesundheitsamt Koblenz donnerstags von 13.30 bis 15.30 Uhr.

Blutspende hilft Leukämiepatienten

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Stefan-Morsch-Stiftung und der DRK Blutspendedienst suchen im Februar gemeinsam Lebensretter in Münstermaifeld

„Blutspender helfen Leukämiepatienten“ unter dieser Überschrift rufen der DRK-Blutspendedienst West sowie die Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands älteste Stammzellspenderdatei, zur Blutspende und zur Typisierung auf. Am Donnerstag, 2. Februar, will man gemeinsam mit dem DRK Ortsverein darauf aufmerksam machen, wie durch Blutspenden und Stammzellspenden das Leben von Krebspatienten gerettet werden kann. Von 16.30 bis 20 Uhr heißt es deswegen in der Stadthalle, An den Gärten, in Münstermaifeld: „Lebensretter gesucht!“

Warum kooperiert die Stefan-Morsch-Stiftung mit dem DRK? Der überwiegende Teil der Empfänger von Bluttransfusionen sind heute Patienten mit bösartigen Erkrankungen: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die beispielsweise an Blutkrebs (Leukämie) erkrankt sind. Dies hängt neben der eigentlichen Erkrankung insbesondere mit der modernen Chemotherapie zusammen. Diese Chemotherapie führt in vielen Fällen zu einer vorübergehenden kompletten Unterdrückung der körpereigenen Blutbildung im Knochenmark (Aplasie). Daher sind Patienten in diesen kritischen Behandlungsphasen auf lebenswichtige Blutübertragungen angewiesen. Viele moderne und heilende Behandlungsverfahren, gerade im Kampf gegen Krebs, können nur durchgeführt werden, wenn für diese Patienten genügend Blut zur Verfügung steht. So helfen Blutspenden auch über die Wartezeit hinweg, die es dauert, um beispielsweise einen passenden Stammzellspender zu finden, wenn eine Transplantation erforderlich ist.

Jährlich erkranken allein in Deutschland rund 11 000 Menschen an Leukämie. Oft reichen Bestrahlung und Chemotherapie nicht aus, um den Blutkrebs zu besiegen. Dann ist die Transplantation von Knochenmark oder Blutstammzellen eines gesunden Spenders für die Patienten die letzte Hoffnung auf Heilung. Deshalb kann jeder Blutspender mit der Typisierung gleich zweimal zum Lebensretter werden. Unter dem Motto „1 mal Stechen, 2 mal Helfen“ bekommen Blutspender, die sich typisieren lassen wollen, einfach ein Röhrchen Blut (knapp einen Fingerhut voll) zusätzlich abgenommen. Dieses Röhrchen geht dann zur Analyse ins Labor der Stefan-Morsch-Stiftung. Die Gewebemerkmale werden dort registriert und anonymisiert an das deutsche Zentralregister der ZKRD in Ulm weitergegeben, wo sie für weltweite Suchanfragen zur Verfügung stehen.

Als Stammzellspender kann sich jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahre bis 40 Jahre kostenlos registrieren lassen. Mit dem Einverständnis der Eltern kann man sich bereits ab 16 Jahren typisieren lassen. Die Eltern sollten dann die Einverständniserklärung mit unterschreiben. Über die Ausschlusskriterien kann man sich im Vorfeld unter www.stefan-morsch-stiftung.de informieren. So muss man mindestens 50 Kilo wiegen, ähnlich wie bei der Blutspende.

Bei der Blutspende sind jedoch die Altersgrenzen anders. Denn hier muss man mindestens 18 Jahre alt sein. Neuspender dürfen nicht älter als 68 Jahre sein.

Für alle, die mehr über die Blutspendetermine mit Typisierungsaktion in Wohnortnähe wissen wollen, hat der DRK-Blutspendedienst West im Spender-Service-Center eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter 0800 -11 949 11 werden montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr alle Fragen beantwortet. Weitere Informationen erhält man auch im Internet unter www.blutspendedienst-west.de.

Informationen zur Stammzellspende und zum Thema Stammzellspende und Typisierung finden Interessierte unter www.stefan-morsch-stiftung.de. Oder über die gebührenfreie Hotline der Stefan-Morsch-Stiftung (0800/ 76 67 724).

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