Mittwoch, 25. April 2018

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Grippeschutzimpfung

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Bätzing-Lichtenthäler: Ungleichbehandlung bei Grippeimpfungen muss schnell beendet werden

„Angesichts der in diesem Jahr besonders aggressiven Grippewelle müssen dringend die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherungen den besten Impfschutz erhalten können“, sagte Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler am Rande des heutigen Gesundheitsausschusses. Sie appellierte an den Gemeinsamen Bundesausschuss, umgehend darüber zu entscheiden, dass die Empfehlung der Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts (STIKO) vom Januar 2018 für den Vierfachimpfstoff für die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtend wird. Auch jetzt sei eine Impfung noch sinnvoll.

Die Grippeimpfung wird empfohlen für Patienten über 60 Jahre, Schwangere, chronisch Kranke und medizinisches Personal. In ihrer neuesten Veröffentlichung empfiehlt die STIKO erstmalig die Impfung mit dem Vierfachimpfstoff. Die Krankenkassen sind derzeit noch nicht verpflichtet, diese Empfehlung umzusetzen, da hierfür der erforderliche Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses fehlt. Die privaten Krankenversicherungen sind nicht an die Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses gebunden und haben daher die Handlungsfreiheit, die Empfehlung der STIKO direkt umzusetzen.

„Diese Ungleichbehandlung ist nicht akzeptabel. Der Gemeinsame Bundesausschuss muss schneller agieren und die Umsetzung der Empfehlung der STIKO auch für die gesetzlich Versicherten noch in dieser Grippesaison ermöglichen“, forderte die Ministerin.

Psychische Gesundheit an Schulen verbessern

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MindMatters in Rheinland-Pfalz gestartet

Andernach. In Rheinland-Pfalz soll die psychische Gesundheit von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften durch das Programm MindMatters verbessert werden. Der Startschuss zur Etablierung des Programms in Schulen des Landes fiel in einer Auftaktveranstaltung im Beisein von mehr als 100 Lehrkräften bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz in Andernach.

„Gesunde Schule ist das Fundament einer guten Bildung und Gesellschaft“, eröffnete Klaudia Engels, stellvertretende Geschäftsführerin der Unfallkasse Rheinland-Pfalz, die Fachtagung. „Ich freue mich über Ihr großes Interesse an unserem gemeinsamen Ziel. Seelisches Wohlbefinden und die Gesundheit der Schülerinnen, Schüler und ihrer Lehrkräfte und pädagogischen Begleiterinnen und Begleitern sind mehr als eine Herzensangelegenheit.“ Sicherheit und Gesundheit in Bildungseinrichtungen seien auch ein wichtiger Bestandteil der bundesweiten Präventionskampagne der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung kommmitmensch, die die Unfallkasse mit zahlreichen Aktionen und Seminaren unterstützt.

MindMatters, zu Deutsch: Die Seele ist wichtig, setzt sich aus Informationen, Unterrichtsmaterialien und Fortbildungen für Lehrpersonen zusammen und ist ein Programm der Leuphana Universität Lüneburg und der BARMER. Für die Umsetzung in Rheinland-Pfalz arbeiten Universität und BARMER seit Jahresbeginn mit dem Bildungsministerium Rheinland-Pfalz, dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz, dem Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz, der Unfallkasse Rheinland-Pfalz und der Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz zusammen.

„Mit der Informationsveranstaltung ist der erste praktische Schritt zur Nutzung von MindMatters in rheinland-pfälzischen Schulen gemacht“, sagte Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland:  Die Veranstaltung sei ein Meilenstein auf dem Weg zu mehr psychischer Gesundheit an rheinland-pfälzischen Schulen. „Mit dem Einzug von Social Media in die Lebenswelten der Menschen sowie damit verbundenen neuen Phänomenen wie Online-Mobbing oder Sexting hat auch der psychische Druck zugenommen“, erläuterte Kleis. Das gelte besonders für junge Menschen.

„Die Bedeutung der psychischen Gesundheit wird oft unterschätzt“

„Ausgeglichen und psychisch stark zu sein, ist die Basis für erfolgreiches Lernen und Arbeiten in der Schule. Das gilt für Schülerinnen und Schüler genauso wie für Lehrkräfte“, hob Ute Schmazinski vom rheinland-pfälzischen Bildungsministerium hervor.  Das große Interesse von Lehrkräften zeige, wie wichtig den Schulen die Förderung des seelischen Wohlbefindens in der Lebenswelt Schule sei. „Mit MindMatters unterstützen wir sie dabei, psychische Gesundheit, Wohlbefinden, Respekt und Toleranz an der Schule zu fördern“, so Schmazinski.

„Die Bedeutung der psychischen Gesundheit für schulisches Lehren und Lernen wird häufig noch unterschätzt“, betonte Professor Peter Paulus, der MindMatters im Auftrag der Leuphana Universität betreut. „Aber Schülerinnen und Schüler, die sich in der Schule nicht wohlfühlen, tun sich mit dem Lernen schwer. Unter Lehrkräften, die belastet sind, leidet der Unterricht“, berichtete der Professor weiter. MindMatters stärkt die Beteiligten darin, gemeinsam eine gute Schule zu entwickeln.

Prävention wirkt! – KNAPPSCHAFT setzt auf nachhaltige Projekte für Kinder und Jugendliche

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Gemeinsam mit ihren Partnern stellt die Krankenkasse KNAPPSCHAFT die Projekte „Firewall Live“, „Paula kommt in die Schule“, „Hackedicht – Schultour der Knappschaft“ und „Sterneküche macht Schule“ jetzt erstmals auf dem Deutschen Schulleiterkongress vor. Highlight: Am Freitag, den 09.03.2018 wird der aus dem TV bekannte Sternekoch Stefan Marquard live auf dem Deutschen Schulleiterkongress seine Tipps und Tricks für eine gesunde Schulverpflegung verraten. Stefan Marquard ist seit 2016 Partner der KNAPPSCHAFT und hat bisher schon 35 Schulküchen in Deutschland besucht.

Seit mittlerweile acht Jahren macht die Krankenkasse KNAPPSCHAFT erfolgreich Prävention in Kitas, Schulen oder Unternehmen. Mit Projekten zu den Themen Sicherer Umgang mit dem Internet, Sucht und Gewalt, Alkohol und Ernährung soll bei Kindern und Jugendlichen das Bewusstsein für eine gesunde Lebensweise geschaffen werden. „Da uns die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen besonders am Herzen liegt, setzen wir bei unserer Präventionsarbeit auf höchste Qualität und kompetente Partner. Wir investieren über das normale Maß hinaus, gehen auf Messen und streuen unser umfangreiches Angebot bundesweit, um so viele junge Menschen wie möglich zu erreichen“, so Bettina am Orde, Geschäftsführerin der KNAPPSCHAFT. Zu den Partnern der KNAPPSCHAFT gehören der Deutsche Kinderschutzbund, das Sozialunternehmen Papilio e.V. und Sternekoch Stefan Marquard.

Die KNAPPSCHAFT setzt bei der Zusammenarbeit in den Präventionsprojekten auf langfristige Kooperationen mit erfahrenen Experten und überzeugenden Ansätzen.

Weitere Informationen unter: www.knappschaft.de/praeventionsprojekte

Gesundheitstag 2018

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Prävention und Gesundheitsförderung

Koblenz. Gesundheit und Sicherheit sind das wichtigste Pfund für eine Betriebsleiter­familie. Der Bauern-und Winzerverband Rheinland-Nassau bietet daher in Zusammenarbeit mit der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) am 20. März 2018 zwischen 10.00 und 16.00 Uhr in der Hauptgeschäftsstelle des Verbandes in Koblenz einen Gesundheitstag an. Zentrale Inhalte sind die Gesundheitsangebote und Pflegeleistungen der SVLFG sowie Stress- und Sturzprävention im Betrieb. Darüber hinaus wird über Muskel-Skelett-Funktionen und über die Möglichkeiten, Rückenbelastungen durch gezielte Arbeitsabläufe und Körperhaltungen zu verringern, referiert. Für Betriebe mit Auszubildenden werden Informationen über das Programm „Azubi aktiv“ angeboten. Jeder Teilnehmer kann einem „Praxistraining Rücken“ teilnehmen und seinen Blutzucker testen lassen. Neben dem ehemaligen Vorsitzenden der SVLFG Ökonomierat Leo Blum werden Markus Knapp, Michael Holzer, Alexandra Frotscher, Thomas Münch, Stefan Maxain und Hermann-Josef Hillen von der SVLFG die Teilnehmer durch den Tag führen.

Für die Teilnehmer wird ein Unkostenbeitrag in Höhe von 10 Euro erhoben. Nichtmitglieder des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau müssen 20 Euro entrichten.

Informationen und Anmeldungen bitte an: Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V., Karl-Tesche-Straße 3, 56073 Koblenz, Telefon: 0261 9885-1112, Fax: 0261 9885-1300 oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Ernährung bei schweren Erkrankungen

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Wenn der Hunger fehlt

Mainz, den 6. März 2018 – Schwerkranke Menschen wie beispielsweise Krebs-, Schlaganfall- oder Parkinsonpatienten leiden nicht nur körperlich unter ihrer Erkrankung. Eine häufige Folgeerscheinung kann sein, dass Betroffene unter Appetitlosigkeit oder großen Schluckbeschwerden leiden, wodurch die Gefahr einer Mangelernährung droht. Rund um den Tag der gesunden Ernährung am 7. März 2018 macht der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV darauf aufmerksam, dass gerade für diese Erkrankten die Versorgung mit geeigneten Nahrungsmitteln sehr wichtig ist, da Mangelsituationen den belasteten Organismus weiter schwächen. Mit einfachen Methoden und Hilfestellungen kann Betroffenen bei Appetitlosigkeit oder Schluckbeschwerden geholfen werden.

Die Ursache für die mangelhafte Nahrungsaufnahme können körperliche Beschwerden sein wie reduzierte Speichelproduktion, was das Schlucken erschwert. Ebenso häufig ist eine krankheits- oder behandlungsbedingte Beeinträchtigung im Mund, Rachen oder Speiseröhrenbereich beispielsweise nach Bestrahlungen oder Eingriffen, erläutert Petra Engel-Djabarian, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV: „Bei derart gelagerten Problemen können Apotheken Betroffene oder pflegende Angehörige unterstützen. Bei Schluckbeschwerden kann eine pürierte Kost oder gegebenenfalls breiige Fertignahrung, die alle nötigen Nährstoffe enthält, hilfreich sein. Auch hochkalorische Trinknahrung kann den Erkrankten helfen, trotz der Schluckbeschwerden bei Kräften zu bleiben.“

Engel-Djabarian führt weiter aus, dass manchmal nicht nur die Nahrungsaufnahme erschwert ist. Bei Schluckbeschwerden können auch Arzneimittel wie große Kapseln oder Tabletten schwierig verabreicht werden. „Manchmal klappt es, dass Tabletten zerkleinert und beispielsweise mit Apfelmus eingenommen werden können. Doch das geht nicht bei allen Arzneimitteln. In Apotheken gibt es auch eine Art Gel, mit dem Medikamente zum Erleichtern des Schluckens überzogen werden können.“ Wichtig, so der apothekerliche Rat, ist auch die Schlucktechnik: „Viele Menschen neigen den Kopf automatisch nach hinten, wenn sie eine Tablette schlucken. Dabei wird die Speiseröhre jedoch eher eingeengt. Besser ist es, den Kopf leicht nach vorne zu beugen und das Kinn nach unten zu ziehen und so zu schlucken.“ Weiter ist zu bedenken, dass es von vielen Medikamenten auch andere Darreichungsformen wie Säfte, Pulver oder auch Wirkstoffpflaster gibt, die die Versorgung von Menschen mit eingeschränkter Schluckfunktion erleichtern. Darum ist es wichtig, in solchen Fällen Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker zu nehmen, damit geeignete Arzneiformen gefunden werden können.

Über uns:

Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz e. V. – LAV vertritt die Interessen der selbstständigen Apothekerinnen und Apotheker in Rheinland-Pfalz. Er ist Vertragspartner der Krankenkassen und schließt mit diesen Verträge ab. Von den gut 1.000 Apothekenleitern sind rund 95 Prozent freiwillige Mitglieder im Verband.

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