Freitag, 19. Januar 2018

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TV Braubach 1861 e. V.

Braubach auch 2018 Bundesligist

Am 09. Dezember schafften die Turnerinnen des TV Braubach in der Besetzung Sina Klein, Denise Tan, Alina Lemler, Paula Berssem, Lara Witzky, Marie Kröter, Annalisa Smolders und Katharina Mölich im Aufstiegswettkampf der Deutschen Turnliga zur 3. Bundesliga in Hoheneck mit Rang vier den Klassenerhalt. Denise Tan überzeugte als Zweitplatzierte in der Einzelwertung genauso wie ihre Vereinskameradin, Sina Klein, mit Rang fünf.

"Das war extrem spannend und knapp," resümierte Braubachs Trainerin, Anja Seegler, nach dem Wettkampf. "Am letzten Gerät hat uns die TUG Leipzig mit 166,95 Punkten um gerade mal 0,20 Zähler den Treppchenplatz abgenommen."  Jeweils die beiden Spitzenreiter aus den Regionalligen Nord, Mitte und Süd und die beiden Schlusslichter der laufenden DTL Saison aus der 3. Bundesliga versuchten einen der vier Aufstiegsplätze für ihren Verein zur erringen. Schnell war klar, dass sowohl das Turn Team Kiehn Group Lüneburg als auch die TG Karlsruhe Söllingen den Sieg unter sich austragen würden. "Bei der Siegerehrung hatten die Nordlichter 178,30 Punkte erturnt," erläuterte Elaine Seegler, Co-Trainerin der Braubacher. "Das ist Zweitliganiveau. Karlsruhe war mit 171,90 Punkten zwar chancenlos gegen Lüneburg, jedoch 5 Punkte besser als die Plätze drei und vier ".
Hier kämpfte die TuG Leipzig und der TV Braubach um jeden Punkt. Optimal lief der Auftakt für die Marksburgstädter am Sprungtisch. Alina Lemler, Lara Witzky, Denise Tan und Sina Klein waren mit 48,70 Punkten drittbestes Team. 13,10 Punkte für Kleins Überschlag mit Salto vorwärts war zudem der beste Sprung des Tages. Im Duell um Platz drei bedeutete das 0,35 Punkte Vorsprung auf die Turnfreude aus dem Osten. "Am Stufenbarren mussten wir Julia Wambach, eine sichere 8 Punkte Turnerin ersetzen, die aus beruflichen Gründen im Wettkampf fehlte," erklärte Teamsprecherin Klein.
Vor allem die holländische Gastturnerin, Denise Tan, und Sina Klein legten kräftig vor. Auch Berssem und Mölich kamen sicher durch ihre Übungen.36,60 Punkte bedeuteten in der Gerätewertung erneut Rang drei und ließ den Vorsprung auf Leipzig auf 2,90 Punkte anwachsen. Mit dem Wechsel zum Schwebebalken startete Leipzig seinen Angriff auf den Treppchenplatz. "Kurz zusammengefasst hatten die Leipziger den höheren Ausgangswert und weniger Stürze als wir," gab Seegler bedauernd zu. Wie gewonnen, so zerronnen trifft es wohl am Besten. Die jungen Mädchen aus Sachsen verringerten den Abstand um 2,30 Punkte. Damit war klar, dass das Bodenturnen über den Medallienrang entscheiden würde. Der Vorsprung auf die anderen vier Teams war so groß, dass bereits klar war, dass der vierte und für den Aufstieg entscheidende Rang nicht gefährdet war. Beide Teams traten zusammen am letzten Gerät an.

Die Turnerinnen vom Turnverband Mittelrhein legten vor. Sie zeigten dem fünfköpfigen Kampfgericht ihre 90 sekündigen Küren. "Denise hat eine sehr ausgefallene Choreografie und turnt mit Doppelsalto, Doppelschraube und einer Schraubenkombination schwierige und ausgefeilte Akrobatikbahnen," freute sich Katharina Mölich, mit 13 Jahren der Youngster im Team der Braubacher. Sie wurde mit 11,60 Punkten belohnt. Berssem, Klein und Kröter erzielten jeweils hohe Zehnerwertungen. Die Rheinländerinnen hatten 42,65 Punkte vorgelegt. Nun hieß es warten, wie die Leipziger kontern würden. Erst mit der letzen Übung von Vi Anh Duong gelang es den Sachsen am TV Braubach vorbeizuziehen. Um zwei Zehntel mussten sich die Turnerinnen aus der Marksburgstadt geschlagen geben. "Klar hätten wir den Wettkampf lieber auf dem Treppchen beendet, " räumte Annalisa Smolders bei ihrem ersten Einsatz in der Bundesliga ein. "Aber unser Ziel, die Klasse zu halten, haben wir ja erreicht." Freude und Erleichterung überwogen auch im Trainerteam. "Damit bestreiten wir 2018 unsere vierte Saison in der Deutschen Turnliga. Für einen 500 Mitglieder starken Verein eine beachtliche Leistung."

Besonders erfreulich das Abschneiden von Denise Tan, die mit 45,05 Punkten den zweiten Platz der Einzelwertung für sich verbuchen konnte. 43,00 Punkten reichten Sina Klein für Rang fünf.