Sonntag, 22. April 2018

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Rheinland-pfälzische IHKs formulieren konkrete Forderungen für zukunftsfähigen Tourismus

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Mit jährlich mehr als 26 Millionen Übernachtungen, 150 Millionen Tagesgästen und einem Bruttoumsatz von 7,18 Milliarden Euro, ist der Tourismus in Rheinland-Pfalz ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Stetig wachsende administrative Anforderungen, der Fachkräftemangel und erschwerte Unternehmensübergaben bringen Hoteliers und Restaurantbesitzer zunehmend an den Rand ihrer Leistungsbereitschaft. Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Rheinland-Pfalz haben daher die Lage im Tourismus in ihren Vollversammlungen analysiert und daraus fünf konkrete Forderungen an Politik und weitere Akteure abgeleitet. Das Papier soll außerdem Grundlage für die Arbeit der IHKs als beratendes Mitglied in der Enquete-Kommission Tourismus des rheinland-pfälzischen Landtags und auch für die Entwicklung der Tourismusstrategie des Landes sein.

Albrecht Ehses, tourismuspolitischer Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland Pfalz, sagt: „Wir möchten deutlich machen, dass der Tourismus übergreifend in nahezu alle Wirtschaftsbereiche wirkt und dringend weiter professionalisiert und gestärkt werden muss.“ Ziel der Politik müsse es sein, die Tourismusbranche zukunftssicher zu machen. Dazu rufen die IHKs Fachministerien und Referate auf der Landesebene auf,  intensiver zusammenzuarbeiten und fordern in den Regionen zwingend den Ausbau ortsübergreifender Organisationsstrukturen, um Ressourcen besser bündeln und Synergien intelligenter nutzen zu können. Die daraus entstehenden Einsparungen sollten in enger Absprache mit allen Beteiligten in ein gemeinsames, thematisch gut abgestimmtes und modernes Marketing investiert werden.

Die Industrie- und Handelskammern appellieren an die Landesregierung und die Kommunen, auf zusätzliche Bürokratie und finanzielle Belastungen zu verzichten. Demnach lehnen die IHKs zusätzliche Abgaben und Steuern ab und möchten stattdessen die bestehenden Rahmenbedingungen optimieren. Ehses betont, dass die Arbeit in Gastronomie und Hotellerie Freude bereiten soll, keinesfalls aber von Dokumentations- und Meldeverpflichtungen erschwert werden dürfe. Besonders mit Blick auf den ländlichen Raum scheint der Handlungsbedarf dringend. In Zukunft stehen immer mehr Betriebe vor der Übergabe an die nächste Generation. „Ausreichend Nachfolger finden wir aber nur, wenn wir im Land Rheinland-Pfalz Lust auf Selbstständigkeit machen und Existenzgründern die Unternehmensübernahme in der Startphase massiv erleichtern.“

Der Tourismus treibt Rheinland-Pfalz als bedeutender Beschäftigungsmotor an. Knapp 13 500 Gastronomie- und Hotteleriebetriebe sichern insgesamt knapp 150 000 Arbeitsplätze im Land und sind für die Ausbildung von derzeit 2600 jungen Menschen verantwortlich.

Das komplette tourismuspolitische Positionspapier „Wirtschaftsmotor Tourismus – Nötige Weichenstellungen für eine Zukunftsbranche“ gibt es unter www.ihk-rlp.de, Dokument-Nr.: 4000764 zum Download.

„Hört Ihr Leut‘ und lasst Euch sagen,…“

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Der Nachtwächter ruft zur Saison 2018!!!

Bereits im  15. Jahr  finden bei Anbruch der Dunkelheit die erlebnisreichen Abendführungen mit unserem Nachtwächter statt. Erleben Sie Oberwesel bei Fackel- und Laternenschein.

Unterwegs gibt es viele Überraschungen und spannende wie auch  amüsante Geschichten.  Natürlich darf ein Gläschen Wein aus der Stadt der Türme und des Weines nicht fehlen.

Da es für jede Führung nur eine begrenzte Teilnehmerzahl gibt, bitten wir darum, die Karten frühzeitig in der Tourist-Information zu erwerben.

Kosten 10,00 Euro p. P., inkl. Nachtwächterglas

Uhrzeit und Treffpunkt können Sie gerne in der Tourist-Information Oberwesel erfahren. (Tel.: 06744-710624)

Die Erlöse sind in diesem Jahr für die Renovierung der Orgel St. Martin bestimmt.

Erleben Sie Oberwesel bei Nacht –  unser Nachtwächter freut sich auf Sie an folgenden Terminen:

24. März, 28. April,  26. Mai , 30. Juni, 28. Juli, 25. August, 29. September, 27. Oktober und am 24. November 2018

Foto: Bernd Thierolf, Peter d‘Avis

Leichter Anstieg der Gäste und Übernachtungen in Braubach

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Mit 24.669 Übernachtungen und 12.113 Gästeankünfte konnte Braubach im Jahr 2017 einen leichten Anstieg der Besucher verzeichnen.

Die Übernachtungen stiegen um 1,7 %, die Gästeankünfte sogar um 4,9 %.

In der Statistik nicht enthalten sind die Gästezahlen des Wohnmobil-Stellplatzes am Rheinufer, die in den vergangenen Jahren ebenfalls stark gestiegen sind.

Die Tourist-Information Braubach konzentriert sich in erster Linie auf Individualreisende und kleine Gruppen.

Unter dem Dach der Loreley-Touristik wird die Region von Braubach bis Kaub vermarktet. Die Angebote der einzelnen Orte werden gemeinsam beworben, woraus sich erfolgreiche Synergieeffekte ergeben.

Das Team der örtlichen Tourist-Information legt einen Schwerpunkt auf die Ausrichtung von Veranstaltungen. Tal to Tal, Rhein in Flammen, Winzerfest und Weihnachtsmarkt, um nur die Größten zu nennen, werden vom Touristikbüro organisiert und vermarktet.

Viel Wert legen die Mitarbeiter auf Service in der Beratung.

Die Tourist-Information ist oft erste Anlaufstelle für Gäste und das Aushängeschild für den Ort. „Die Touristen sind sehr reiseerfahren und damit steigen die Ansprüche“, so Elvira Rogge.

„Tourenvorschläge und die Ausarbeitung von Reiseprogrammen gehören zum Alltagsgeschäft“.

Für die Touristiker bedeuten gestiegene Gästezahlen einen messbaren Erfolg ihrer Arbeit.

Neuwied präsentierte sich als lohnendes Ziel für Wanderer

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Erstmals präsentierte sich die Stadt Neuwied auf der WanderArt in Königswinter. Und dies mit guter Resonanz.

Jedenfalls informierten sich an dem Stand zahlreiche Besucher der  Messe über Wandern in Neuwied. Dass die Tourist-Information dazu die noch druckfrische neue Neuwied-Wanderkarte den Interessenten präsentieren konnte, war natürlich hilfreich für eine gelungene Werbung für Neuwied. Aber auch andere Freizeitangebote in der Deichstadt wurden rege nachgefragt. Rund 30 Aussteller aus der Region stellten sich bei der WanderArt vor.

Tourismus-Bilanz 2017: Gäste- und Übernachtungsrekord

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Die rheinland-pfälzische Tourismusbranche erzielte 2017 einen neuen Gäste- und Übernachtungsrekord. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems übernachteten 9,8 Millionen Gäste im Land. Gegenüber dem Vorjahr, das den bisherigen Höchststand markierte, bedeutet dies einen Zuwachs um zwei Prozent. Die Übernachtungszahlen stiegen um 1,1 Prozent auf 25,29 Millionen und überschritten damit zum dritten Mal die 25-Millionen-Grenze.

Tourismusregionen

In sechs der neun Tourismusregionen lagen die Übernachtungszahlen über dem Niveau des Vor-jahres, wobei das Rheintal mit einer Steigerung um 3,5 Prozent den Spitzenplatz belegte. Dahinter folgten die Pfalz mit plus 3,1 Prozent und die Eifel mit plus 2,8 Prozent. In drei Regionen gingen die Übernachtungszahlen zurück, am stärksten im Naheland (minus 2,7 Prozent). Sieben der neun Tourismusregionen verzeichneten einen Anstieg der Gästezahlen. Mit einem Plus von 4,2 Prozent erreichte die Pfalz die höchste Zunahme.

Betriebsarten

Unter den elf Betriebsarten erzielten die Hotels garnis den höchsten Übernachtungszuwachs (plus 5,3 Prozent). Die Camping- und Reisemobilplätze folgten mit plus 3,5 Prozent an zweiter Stelle. Ferienhäuser und Ferienwohnungen, Pensionen, Hotels sowie Erholungs-, Ferien- und Schu-lungsheime profitierten ebenfalls von einer gestiegenen Nachfrage. Die übrigen fünf Betriebsarten mussten Übernachtungsrückgänge hinnehmen. Am größten fiel das Minus bei den Ferienzentren aus, deren Übernachtungsaufkommen um 2,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau lag.

Die Gästezahlen stiegen in acht der elf Betriebsarten; die größten prozentualen Zuwächse ver-zeichneten Camping- und Reisemobilplätze, Hotels garnis und Pensionen.

Herkunft

Die neuen Höchstwerte bei den Gästeankünften und Übernachtungen sind in erster Linie auf die gestiegene Nachfrage von Besucherinnen und Besuchern aus dem Inland zurückzuführen. Die Zahl der Gäste aus Deutschland erhöhte sich um 2,3 Prozent auf 7,74 Millionen. Die Zahl ihrer Übernachtungen stieg um 1,8 Prozent auf 19,54 Millionen. Aus dem Ausland kamen zwar mit 2,06 Millionen ebenfalls mehr Gäste als im Vorjahr (plus ein Prozent). Die Zahl der von ihnen gebuchten Übernachtungen ging jedoch um 1,3 Prozent auf 5,76 Millionen zurück.

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten, der Betreiber von Camping- und Reisemobilplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen sowie der Kleinbetriebe in Städten und Gemeinden mit einem Prädikat als Heilbad, Luftkurort, Erholungsort oder Fremdenverkehrsort.

Autor: Wolfgang Ellermeyer (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

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