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Studentenbewegungen vor 1968 - von rechts nach links

Schwerpunktthema "1968" für das erste Halbjahr 2018 geht weiter: Am Dienstag, 6. März um 19.00 Uhr in der Landeszentrale für politische Bildung in Mainz

1968: Nur wenige Jahreszahlen haben sich derart in das kollektive Gedächtnis der Welt eingeprägt. 1968 steht für Aufbruch zu politischen, sozialen und kulturellen Reformen, studentischen Protest, und nicht zuletzt für Demonstrationen gegen den Vietnam-Krieg, aber auch für die Niederschlagung des Prager Frühlings und die Morde an Martin Luther King und Robert Kennedy. Die unterschiedlichen globalen Ereignisse und Strömungen, die mit "1968" verbunden sind, präsentiert die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) im Rahmen ihres Schwerpunktthemas "1968" für das erste Halbjahr 2018 in einer Veranstaltungsreihe.

Am Dienstag, 6. März 2018 um 19.00 Uhr geht es im Gerty-Spies-Saal  (Am Kronberger Hof 6) der LpB mit dem Vortrag "Studentenbewegungen vor 1968 - von rechts nach links" des Politikwissenschaftlers Dr. Peter Chroust weiter.

Studentenbewegungen vor 1968 - von rechts nach links
Gemeinhin wird der Begriff der internationalen, links-orientierten Studentenbewegung mit den unruhigen Jahren 1966 bis 1968 assoziiert. Wenig bekannt ist dagegen die Geschichte der rechts-orientierten deutschen Studentenbewegung vor 1933. In ihr artikulierten sich neue soziale Schichten an den Hochschulen - in Abgrenzung gegen die etablierten Verbindungsstudenten und die von ihnen sog. "jüdische Konkurrenz" und in Gegnerschaft zur Weimarer Republik. Außerdem ist die konservative Ausrichtung der Studierenden in den 50er und frühen 60er Jahren Thema der Veranstaltung.

Weitere Themen sind am
- 15. März, 19 Uhr: 1968 in den USA
- 16. März, 19 Uhr: 68. Die Provinz
- 20. März, 19 Uhr: 1968 - Südosteuropa
- 22. März, 19 Uhr: 1968 in Osteuropa
- 11. April, 19 Uhr: Rudi Dutschke
- 17. Mai, 19 Uhr: Feminismus von 1968 bis heute
- 30. Mai, 20.30 Uhr: Anne Wiazemsky. Paris, Mai 68

Der Flyer: https://politische-bildung-rlp.de/fileadmin/files/downloads/Ref3/Flyer_Reihe_1968_2018_LpB_RLP.pdf

Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz
Am Kronberger Hof 6
55116 Mainz

Ein Hauch Irland weht durch den Kreuzgang

Irish-Folk-Freunde sollten sich Montag, 14. Mai, 20 Uhr, das zweite Kreuzgang Konzert notieren, denn dann kommen sie mit Woodwind & Steel voll auf ihre Kosten. Die drei Musiker verschmelzen großartige Songs und wunderbare Melodien aus Irland, Schottland und Amerika zu einem Crossover-Mix. Sänger und Entertainer Ed O´Casey präsentiert mit spitzbübischem Charme hintersinnige und lustige Stories aus dem irischen Alltag. Mit ihm auf der Bühne stehen die Soloflötistin Ann O´Casey und der junge Gitarrist Alex Valon. Die drei lassen den Abend zu einem Live-Erlebnis werden, nicht zuletzt wegen ihrem großen Pool von Instrumenten: fünf Flöten, von der kleinen Tin-Whistle bis zur Irish-Wooden-Flute, Bodhran, Akkordeon, vier Gitarren und zwei bezaubernde Stimmen.

Tickets gibt es unter anderem in der Tourist-Information Neuwied, Tel. 02631 802 5555, bei allen Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen oder beim zentralen Online-Bestell-Service www.kreuzgang-konzerte.de.

Casino zu Coblenz feiert 210 Jahre Bestehen

Am 21. März 2018 lädt das Casino zu Coblenz auf einen Festakt zu seinem 210jährigen Bestehen ein. Bereits im Januar hatte man zum äußerst erfolgreichen Casino Ball 2018 geladen, der für die Gäste zu einer rauschenden Nacht wurde. Das Casino blickt dabei auf eine lange Tradition zurück, die bis in die Zeit der französischen Revolution zurückreicht.

Festakt zum Jubiläum

Der Festakt wird um 19 Uhr im Kaisersaal im Schloss zu Koblenz stattfinden, als Festredner wird Bischof Dr. Markus Dröge fungieren, dessen Vortrag die Überschrift „Betrachtungen in bewegten Zeiten“ tragen wird. Die Einladungen erfolgen schriftlich. Mit dem Festakt will die Casino Gesellschaft in Koblenz auch auf die traditionsreiche Geschichte des Casinos aufmerksam machen.

Gründung im Geiste der Freiheit

Gegründet wurde das Casino zu Coblenz am 6. Januar 1808. Durch die bis nach Deutschland übergreifende französische Revolution und die Eroberung des linken Rheinufers durch die französische Revolutionsarmee im Oktober 1794, sahen sich die Bewohner von Koblenz nicht nur mit einer neuen Besatzungsmacht, sondern auch mit neuen bürgerlichen Freiheiten konfrontiert. Der Club entstand als Möglichkeit, einen Verein zur Pflege von Brauchtum und Geselligkeit zu gründen.

Von der Casinogesellschaft wurden in den folgenden Jahren wichtige Beiträge zur Entwicklung der Stadt Koblenz geleistet. Das Casino blieb auch nach der Übernahme der Stadt durch die Preußen im Jahr 1814 zentraler kultureller Anlaufpunkt. 1828 bezog die Casinogesellschaft ein von Ferdinand Nebel erbautes Gebäude in der Nähe des städtischen Zentralplatzes, inklusive Lesesälen, einem Weinkeller, sowie Veranstaltungsräumlichkeiten und Garten. Als eines der ersten Gebäude der Stadt verfügte es über elektrisches Licht. In Folge der Rheinlandbesetzung nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde das Gebäude zuerst von Amerikanern und dann von Franzosen erworben. Die Nationalsozialisten waren der freiheitlichen Gesinnung der Casinogesellschaft Feind, weswegen sie - gegen den Widerstand der Mitglieder - gleichgeschaltet wurde. Noch heute erinnert die Casinostraße mit ihrem Namen an den Standort, obwohl das Gebäude an sich im Jahre 1944 vollständig zerstört worden ist.

Schließung nach dem Krieg

Ursprünglich wurde im Casino vor allem den Glücks- und Kartenspielen gefrönt. Auch andere freizeitliche Beschäftigungen standen auf der Tagesordnung. Heute haben sich die Zeiten geändert: Freunde von Glücksspielen gehen ihrer Leidenschaft maßgeblich im Internet nach, das Online-Glücksspiel verdrängt klassische Casinos immer mehr. Daher verwundert das Schicksal des Casinos zu Coblenz auch nicht: Aufgrund von finanziellen Problemen konnte ein neues - nach dem Krieg errichtetes - Gebäude nicht gehalten werden und wurde 1967 abgerissen. Die Gesellschaft besteht jedoch auch ohne Gebäude fort. Heute hat das Casino circa 400 Mitglieder und lädt regelmäßig zu gesellschaftlichen Anlässen, wie dem oben erwähnten Festakt.

Traditionsreiche Geschichte

Wenn die Casinogesellschaft am 21. März also zum Festakt lädt, kann sie auf eine bewegte Geschichte zurückblicken, die bis in die Zeit der französischen Revolution zurückreicht. Bis heute hat sich das Casino zu Coblenz seine Rolle als Impulsgeber für Stadtentwicklung und Veranstalter von gesellschaftlichen Anlässen bewahrt. Es ist daher zu wünschen, dass die Gesellschaft in weiteren 210 Jahren erneut zum Festakt wird laden darf - als Bewahrer von freiheitlichem Geist und Tradition der Stadt Koblenz.

 

Köster & Hocker geben Startschuss für die Kreuzgang Konzerte

Sie sind schon eine ganz besondere Veranstaltungreihe der Stadt Neuwied: die Kreuzgang Konzerte im Stadtteil Heimbach-Weis. Zu hören gibt es an vier Montagen gute, handgemachte Musik - mal mit, mal ohne Instrumente. Der Kreuzgang der Abtei Rommersdorf bietet dafür den entsprechenden Rahmen - überdacht und doch im Freien sitzend mit Blick auf den Kräutergarten. Hinzu kommt die intime Atmosphäre, denn pro Konzert stehen nur 200 Plätze zur Verfügung.

Zum Auftakt am Montag, 7. Mai, 20 Uhr spielen Köster & Hocker. „A´s kla?“ heißt ihr nunmehr achtes Bühnenprogramm. Gerd Köster singt wieder in ungebügeltem Kölsch – mal rauchig, mal brummt er den Blues, mal schreit er und mal flötet er seine Texte. Begleitet wird er dabei von zwei blendenden Gitarrenvirtuosen Frank Hocker und Helmut Krumminga. Gemeinsam bieten sie eine Gefühlswelt zwischen Lebenslust, ätzendem Sarkasmus, Ratlosigkeit („A´s kla?“), melancholisch grundiertem Ernst und einer Prise Blödelei.

Tickets gibt es unter anderem in der Tourist-Information Neuwied, Tel. 02631 802 5555, bei allen Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen oder beim zentralen Online-Bestell-Service www.kreuzgang-konzerte.de.

Das schlaue Füchslein - Oper von Leos Janacek

Der alte Förster hat eine junge Füchsin gefangen und mit zu sich nach Hause genommen. Aber die Füchsin kann in der Gefangenschaft der Försterei nicht leben. Eines Tages gelingt es ihr zu entfliehen. Im Wald bezieht sie die Höhle des Dachses und heiratet den Fuchs. Schnell wächst eine Familie mit unzähligen Fuchskindern heran. Als sie eines Tages den Landstreicher Haraschta überfallen, erschießt dieser die Füchsin. Während sich die Natur beständig erneuert und auch die Füchsin in ihren Kindern weiterleben wird, geht doch das Leben des einzelnen zu Ende. Der Förster stirbt.

Leos Janaceks Oper basiert auf einer Fortsetzungsgeschichte des Journalisten und Schriftstellers Rudolf Tesnohlidek, die dieser im Jahr 1920 zu Illustrationen des Malers Stanislav Lolek für die Brünner Tageszeitung „Lidové noviny” verfasste. Janacek komponierte auf der Grundlage dieser Vorlage seine vergleichsweise heiterste Oper, die Mensch und Tier zueinander in Verbindung setzt und beide in den ewigen Kreislauf der Natur einbindet. Dennoch reflektiert der zum Zeitpunkt der Uraufführung bereits siebzigjährige Komponist über Werden und Vergehen, Leben und Tod in durchaus melancholischen, herbstlichen Farben.

Musikalische Leitung: Enrico Delamboye

Inszenierung: Alexander von Pfeil

Bühne: Piero Vinciguerra

Kostüme: Katharina Gault

Bewegungstraining: Natalie Forester

Dramaturgie: Rüdiger Schillig

Choreinstudierung: Ulrich Zippelius

Kinderchor: Manfred Faig

Mit: Nico Wouterse, Anne Catherine Wagner, Junho Lee, Jongmin Lim, Christoph Plessers, Sebastian Haake, Christiane Thomas/Suk Westerkamp, Michèle Silvestrini, Hyunhwa Lee, Viktoria Eicher/Alina Ueberholz, Hana Lee, Hanna Larissa Naujoks, Frederike Hoppe/Judith Scherer, Fiona Marker/Lennart Reinelt, Toby Muthig/Hagen Stahnecker, Dirk Eicher, Monica Mascus, Takako Masuda, Natalie Forester

Staatsorchester Rheinische Philharmonie

Opernchor, Kinderchor (Singschule Koblenz)

Premiere am Samstag, den 3. März 2018 um 19:30 Uhr im Großen Haus

Weitere Vorstellungen: 11./ 13./ 22./ 23. März, 5./ 18./ 28. April; 21. Mai

Kindern unter 14 Jahren wird der Besuch des Stückes nicht empfohlen.

Kontakt, Karten und Informationen:

Theaterkasse im Forum Confluentes, Zentralplatz 1, täglich von 10:00 bis

18:00 Uhr geöffnet, Tel.: (0261) 129 2840 & 129 2841

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