Sonntag, 19. November 2017

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Der Volkstrauertag – Die Geschichte eines Gedenktages

Von Hans-Peter Meyer
Der Volkstrauertag wurde durch den 1919 gegründeten Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf Vorschlag seines bayerischen Landesverbandes zum Gedenken an die Kriegstoten des Ersten Weltkrieges eingeführt. Nicht "befohlene" Trauer war das Motiv, sondern das Setzen eines nicht übersehbaren Zeichens der Solidarität derjenigen, die keinen Verlust zu beklagen hatten, mit den Hinterbliebenen der Gefallenen. 
Die erste offizielle Feierstunde fand 1922 im Deutschen Reichstag in Berlin statt. Der damalige Reichstagspräsident Paul Löbe hielt eine im In- und Ausland vielbeachtete Rede, in der er einer feindseligen Umwelt den Gedanken an Versöhnung und Verständigung gegenüberstellte. Ein Komitee, dem von den großen Glaubensgemeinschaften bis zum jüdischen Frauenbund vielerlei Verbände angehörten, erreichte unter Federführung des Volksbundes, dass der Volkstrauertag in den meisten Ländern des Reiches gemeinsam, nämlich am Sonntag Reminiscere, dem fünften Sonntag vor Ostern, begangen wurde. 
1934 bestimmten die nationalsozialistischen Machthaber durch ein Gesetz den Volkstrauertag zum Staatsfeiertag und benannten ihn "Heldengedenktag". Die Träger waren bis 1945 die Wehrmacht und die NSDAP. Die Richtlinien über Inhalt und Ausführung erließ der Reichspropagandaminister. Nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde der Volkstrauertag erneut vom Volksbund eingeführt und 1950 erstmals neben vielen regionalen Veranstaltungen mit einer Feierstunde im Plenarsaal des Deutschen Bundestages begangen. 
Nach einer Übereinkunft zwischen der Bundesregierung, den Ländern und den großen Glaubensgemeinschaften wurde der Termin auf den vorletzten Sonntag im Kirchenjahr (evangelisch) bzw. den 33. Sonntag im Jahreskreis (katholisch) verlegt. Durch Landesgesetze ist der Tag geschützt. Der Volksbund versteht diesen Gedenktag auch mit zunehmendem Abstand vom Krieg als einen Tag der Trauer. Der Volkstrauertag ist aber auch zu einem Tag der Mahnung zu Versöhnung, Verständigung und Frieden geworden. 
Der Volksbund betreut heute im Auftrag der Bundesregierung die Gräber von etwa Zwei Millionen Kriegstoten auf über 827 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten. Er wird dabei unterstützt von mehr als einer Million Mitgliedern und Förderern sowie der Bundesregierung. Das Leitwort ist: 
Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden.
Im Rahmen der Gedenkveranstaltungen aus Anlass des Volkstrauertages  wird unter dem Begriff „Totengedenken“ immer wieder die nachfolgende Formulierung  gewählt:

Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg,
an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.

Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben,
der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.

Wir gedenken derer,
die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten,
einer anderen Rasse zugerechnet wurden oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.

Wir gedenken derer,
die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben,
und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.

Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage,
um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung,
um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte,
die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.

Wir gedenken heute auch derer,
die bei uns durch Hass und Gewalt gegen Fremde und Schwache Opfer geworden sind.

Wir trauern mit den Müttern und mit allen, die Leid tragen um die Toten.
Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der Welt.

Worte - die  angesichts der zahlreichen kriegerischen Konflikte in der ganzen Welt - an Aktualität nie verlieren.

© Hans-Peter Meyer

Lichtspielbühne Rhein-Mosel e.V.

Die neue Spielzeit beginnt mit einem Abschiedsdinner

Personen von links hinten (Julia Emde, Linda Matuschek, Esther Eberz, Michael Antrack, Rudolf Neiser, Dominik Hoepfner, Désirée Just, Christine Assmann, Pedro Hillen, Denny Blank, Dagmar Volk und Hannes Mager).

Seit einigen Wochen fiebern die Theaterschaffenden der Lichtspielbühne Rhein-Mosel e.V. der neuen Spielzeit entgegen. Die lange Sommerpause war nötig, um sich von den Strapazen der vergangenen und sehr erfolgreichen Produktion zu erholen.

All zu lang darf die neue Spielzeit jedoch nicht auf sich warten lassen, da die Amateurdarstellenden bereits die Bühnenluft, das Herzklopfen vor dem Auftritt und die vielen lieben Menschen vermissen, mit denen sie einige Wochen an Dialogen, Gängen und Auftritten proben. Ohne das Theater würde den 19 Mitgliedern der Lichtspielbühne sicher etwas fehlen. Was sollte man auch sonst mit seiner Freizeit Besseres anfangen, als unter der Woche für die neue Theaterproduktion „Das Abschiedsdinner“ zu proben, welches im kommenden Jahr zusammen mit dem Koblenzer Theater für 99 seine Premiere feiern wird. Doch bevor es dazu kommt, versammelten sich die Mitglieder, vergangene Woche, zu einer ersten Leseprobe in Rhens. „Bis wir uns auf ein Bühnenwerk einigen können, werden schon mal bis zu zwanzig Theaterstücke quer Beet gelesen. Dabei achten wir nicht nur auf eine ansprechende Handlung, sondern auch auf Länge und Rollenumfang“, betont der stellvertretende Vorsitzende Denny Blank. Seit ihrer Gründung vor sechs Jahren versteht sich die Lichtspielbühne als ein Theater, das seine Zuschauer in erster Linie unterhalten möchte. Da lag es nur nahe, dass es neben selbst geschriebenen Theaterwerken vorwiegend Boulevardkomödien aus England waren, die auf den Brettern in Rhens aufgeführt und von den Zuschauern gefeiert wurden. Für die neue Produktion entschied sich Regisseur Hannes Mager für ein französisches Bühnenwerk von Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière. Mit „Das Abschiedsdinner“ zielt das Ensemble auf ein Bühnenwerk voller Humor und Tiefgang, welches auf wundervolle Art und Weise, die unterschiedlichen Seite der Freundschaftsoptimierung veranschaulicht. Freundschaft ist ein bekanntes und zugleich beliebtes Thema, das schon mal auf den Prüfstand geraten kann. Vor allem dann, wenn die Begegnungen immer seltener werden und man feststellt, dass man zwei vollkommen verschiedene Leben führt. Dann wird es höchste Zeit für ein sogenanntes Abschiedsdinner, welches mit Pauken und Trompeten das Ende einer alten Freundschaft ausläutet. Ob das der richtige Weg ist, können Sie ab April 2018 hautnah miterleben.

Weitere Informationen unter www.licht-spiel-bühne.de.

 

Hommage an den Mittelrhein

(Koblenz, 15.11.2017) Die Volksbank Koblenz Mittelrhein eG ist seit mehr als 130 Jahren vor Ort aktiv, als Finanzdienstleister und darüber hinaus als Förderer von sozialen, sportlichen und kulturellen Projekten. Zu letzteren zählen auch immer wieder Vernissagen in der Vorweihnachtszeit mit Künstlern und Kreativen aus der Region.

In diesem Jahr stellen mit Andreas Bruchhäuser, Rolf Cofflet, Mircea Handabura, Markus Redert, Violetta Richard, Helke Stiebel und Nikolaus Werner gleich sieben Künstlerinnen und Künstler aus der Region ihre Werke aus. Fotokunst ist ebenso zu sehen, wie Pastelle, Collagen und Ölgemälde. Das einende Band ist der ganz persönliche Bezug jeden Künstlers zum Mittelrhein und dem gemeinsamen Mitwirken bei der AKM, der Arbeitsgemeinschaft Bildender Künstler am Mittelrhein.

Die AKM hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Arbeiten regionaler Künstler einem breiten kunstinteressierten Publikum zu präsentieren. 1949 schrieb die AKM in ihrem ersten Katalog: `Die Arbeitsgemeinschaft bildender Künstler am Mittelrhein ist der freie Zusammenschluss einiger zwanzig Maler und Bildhauer des Hunsrücks, der Eifel und des Westerwaldes, um gemeinsam auszustellen. Sie umschließt drei Generationen. Ihre Bindung beruht auf gegenseitiger Wertschätzung.´

„Diese Zeilen haben auch heute nichts von ihrer Aktualität verloren und zeigen eine Verwandtschaft zum genossenschaftliche Prinzip, von dem wir als Bank geleitet sind: Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“, sagte Vorstand Walter Müller, „Dieser Anspruch war damals aus materieller Not heraus geboren, gilt aber heute noch genauso.“

Die Ausstellung ist noch zu sehen bis zum 15. Dezember im Foyer der Volksbank Koblenz Mittelrhein, Rizzastraße 34, 56068 Koblenz zu den üblichen Schalteröffnungszeiten:

Mo-Mi, 8:30-16:00 Uhr,

Do, 8:30-17:00 Uhr,

Fr, 8:30-15:00 Uhr.

Der Katalog der AKM kann zum Preis von 10 Euro ebenfalls dort erworben werden.

39. Geistliche Abendmusik mit FRECHBLECH

MONTABAUR. Mit klassischer und moderner Bläsermusik zum Advent lädt FRECHBLECH, das quirlige Soloquintett des evangelischen Dekanates Selters,

am ersten Adventssonntag, 03.12. um 18.30 Uhr in Evangelische Pauluskirche, Koblenzer Straße 5a in 56410 Montabaur zur 39. Geistlichen Abendmusik ein.

Der Eintritt zu diesem kontrastreichen und stilübergreifenden Konzert ist frei, die Gesamtleitung liegt in den Händen von Dekanatskantor Jens Schawaller!

38. Geistliche Abendmusik

MONTABAUR. Er scheint mit der Orgel geradezu zu verschmelzen – so intensiv gibt sich der leidenschaftliche Organist Martin Löw der charmanten Denkmalorgel von 1875 aus der Hersfelder Werkstatt von Georg Friedrich Wagner in der Evangelischen Pauluskirche Montabaur hin.

Und ebenso bewegend sind die lebendigen Orgelimprovisationen in der 38. Geistlichen Abendmusik, mit denen sich der gebürtige Saarländer seinen Zuhörerinnen und Zuhörern auf der Orgelempore bei Tee und Keksen öffnet: so begibt sich der begabte Improvisator in den musikalischen Dialog mit Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Maurice Ravel und Yiruma, er zitiert sowohl großes Kino als auch andächtiges Kirchenliedgut und läßt seinen musikalischen Gedanken freien Lauf.

„Wir freuen uns, mit Martin Löw einen solch begabten Organisten, Improvisator, Komponisten und Chorleiter unter uns zu haben, der sich in der Dekanatskirchenmusik in vielerlei Hinsicht enorm engagiert“, meint Dekanatskantor Jens Schawaller, der in der Konzertreihe der Geistlichen Abendmusiken gerne Gäste empfängt.

Und tatsächlich brachte der Musiker die älteste erhaltene Orgel der Wäller Kreisstadt in der ihm zueigenen musikalischen Sprache zum Klingen und nahm alle Anwesenden mit in den Zauber seiner „Musik für den Moment“.

Die Gäste dankten es dem musikalisch wie menschlich fröhlich-offenen und gesprächsfreudigen Solisten mit einem lang anhaltenden und donnernden Applaus.

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