Donnerstag, 21. September 2017

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Kultur

Konrad Wolf überreicht Anna Maria Kubach-Wilmsen  Max-Slevogt-Medaille

Der Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Konrad Wolf hat heute Anna Maria Kubach-Wilmsen im Namen von Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Max-Slevogt-Medaille für ihre besonderen Ver­dienste auf dem Gebiet der Bildenden Kunst in Rheinland-Pfalz überreicht.

Kubach-Wilmsen lebt und arbeitet in Bad Münster am Stein, „sozusagen zwischen Max-Slevogts Leinsweiler Hof im Süden und dem Arp Museum Bahnhof-Rolandseck im Norden“ sagte Kulturminister Wolf heute bei der Übergabe.

„Ihre künstlerische Leidenschaft galt und gilt der Materie Stein. Steine begleiten Ihren künstlerischen Weg seit fünfzig Jahren. Die in Buchform gebrachten Steine aus verschiedensten Ländern und aus dem unterschiedlichsten Material, sei es Granit, Marmor, Quarz oder Onyx erzählen uns Geschichten der Entstehung unserer Erde. Sie werden so zu ‚Steinbüchern‘ und somit zu tragenden Formideen Ihres künstlerischen Schaffens.“ Es gebe Steinbücher in allen Größen und Zuständen sowie Steinzeitungen, Steinblätter, Steintafeln und steinerne Papierstapel, so Wolf.

Eine große Steinbibliothek aus 316 Steinbüchern habe ihren Platz in der Bibliothèque Nationale in Paris gefunden. Auch Mainz sei bei den auserwählten Orten. Es gelte aber nicht nur die künstlerischen Qualitäten anzuerkennen, sondern auch die Fähigkeiten als Stifter, Visionärin und Realisatorin hervorzuheben.

„Das Hauptziel ihrer Stiftung war, sich einen ganz ‚bescheidenen‘ Wunsch zu erfüllen: ein Steinskulpturenmuseum des japanischen Architekten Tadao Ando entwerfen und nach seinen Entwürfen realisieren zu lassen. Schon allein die Vorstellung, den weltberühmten japanischen Architekten Tadao Ando dazu zu bringen, eine Heimstatt für Skulpturen zu errichten, ist eine, die nicht nur Mut und Überzeugung, sondern auch einer Vision bedarf“, sagte Minister Wolf.

Mit dem Museum, das 2010 eingeweiht wurde, habe Rheinland-Pfalz „neben dem Arp Museum von Richard Meyer ein weiteres Museumsgebäude eines Stararchitekten vorzuweisen. In Rheinland-Pfalz liegen damit zwei der schönsten Museen Deutschlands“, sagte Wolf. „Für Ihre außergewöhnlichen Leistungen, Ihr Lebenswerk und den besonderen Beitrag zur Kulturlandschaft Rheinland-Pfalz gilt Ihnen der besondere Dank der Landesregierung und der Menschen im Land.“.

Die Max-Slevogt-Medaille wurde 1972 vom Land Rheinland-Pfalz gestiftet und wird seitdem durch den Ministerpräsidenten oder die Ministerpräsidentin des Landes ver­liehen. Damit werden Künstlerinnen und Künstler ausgezeichnet, die sich durch ihre Tätigkeit in der Bildenden Kunst besondere Verdienste in Rheinland-Pfalz erworben haben wie auch solche, die wesentlich dazu beigetragen haben, die Bildende Kunst in Rheinland-Pfalz zu fördern. Die Max-Slevogt-Medaille wurde erstmals an Franz Josef Kohl-Weigand verliehen und seitdem an Künstlerinnen und Künstler wie zum Beispiel Georg Meistermann oder Förderern der Bildenden Kunst wie Prof. Dr. Peter Ludwig oder Prof. Dr. Klaus Gallwitz.

Die Jahreszeit Sommer – Gedanken und Reflexionen

Von Hans-Peter Meyer

Der Sommer liegt zwischen den Jahreszeiten Frühling und Herbst und ist die wärmste Jahreszeit in der gemäßigten und arktischen Klimazone.

Aus astronomischer Sicht beginnt der Sommer mit der Sommersonnenwende und dauert bis zur Herbsttagundnachtgleiche (An diesem Tage sind überall auf der Erde der Tag und die Nacht mit 12 Stunden gleich lang).

Am Tag der Sommersonnenwende, dem längsten Tag des Jahres, steht die Sonne senkrecht über dem nördlichen Wendekreis.

Auf der nördlichen Halbkugel umfasst der Sommer die Zeit vom 21. Juni oder 22. Juni bis zum 22. September oder 23. September.

Auf der südlichen Halbkugel hingegen dauert der Sommer vom 21. Dezember oder 22. Dezember bis zum 20. Februar oder 21. Februar.

Wenn man von Nordsommer und Südsommer spricht, so ist damit jeweils der Sommer auf der Südhalbkugel und Nordhalbkugel gemeint.

Wie auch die anderen Jahreszeiten wiederholt sich der Sommer in jeder Hemisphäre (nördliche und südliche Halbkugel) in einem jährlich gleichen Rhythmus.

Der Grund dafür ist der wandernde Zenitstand der Sonne zwischen dem südlichen und dem nördlichen Wendekreis.

Weil die Umlaufbahn der Erde um die Sonne um 1,7 Prozent von einer Kreisbahn abweicht, sind die vier Jahreszeiten nicht ganz gleich lang.

Auch sind die Nordsommer wegen der Sonnenferne etwas milder als die Südsommer.

Meteorologisch (Meteorologie = Wissenschaft vom Klima und Wetter / Wetterkunde) gesehen beginnt der Sommer aber schon am 1. Juni. Denn die Meteorologen ordnen die Jahreszeiten den vollen Monaten zu.

Der Frühling endet für die Meteorologen im Mai. Der Sommer umfasst somit auf der Nordhalbkugel die Monate Juni, Juli und August.

Der Frühsommer liegt zwischen dem Vollfrühling und dem Hochsommer.

Er ist die Blütezeit der Wiesen, hier blühen jetzt viele bunte Sommerblumen. Viele Insekten fliegen von Blüte zu Blüte, um den Nektar zu sammeln, und daraus Honig zu machen.

Auf den Getreidefeldern wachsen in den Ähren bereits die Körner. Gegen Ende des Frühsommers beginnen die Bauern mit der Heuernte.

Der Hochsommer ist gewöhnlich die heißeste Jahreszeit und liegt in Deutschland meistens in den Monaten Juli und August.

Viele Früchte sind bereits reif (Johannisbeeren, Erdbeeren, Kirschen) und können gepflückt werden. In der Landwirtschaft wird jetzt das Getreide auf den Feldern geerntet.

Der Spätsommer liegt zwischen dem Hochsommer und dem Frühherbst.

Jetzt blüht das Heidekraut und einige frühe Obstsorten werden reif.

In der Landwirtschaft ist man mit der zweiten Heuernte beschäftigt, nur die Kartoffelfelder und Maisfelder werden erst später im Herbst abgeerntet.

Viele Menschen freuen sich ganz besonders auf den Sommer, denn die Tage sind lang und sonnig und man kann sich viel im Freien aufhalten.

In vielen Ländern Europas beginnen im Juli oder August die Sommerferien für die Kinder, und auch die Erwachsenen nehmen ihren Jahresurlaub. Daher ist auch im Sommer die Hauptreisezeit.

Auch die Jahreszeit Sommer ist ein Wunderwerk unserer Schöpfungsgeschichte.

© Hans-Peter Meyer

Mut zur Freiheit-Informel aus der Sammlung Anna und Dieter Grässlin

Laufzeit: 23.6.2017 bis 1.10.2017

Eröffnung: Donnerstag, den 22.6.2017 um 19.30 Uhr

„Die Situation war schwierig (…). Aber die große Freiheit, die man nach dem Ende des Krieges wiedergewonnen hatte, wog alles auf.“

Emil Schumacher

Krustige Oberflächen, verlaufende Farbspuren, Chaos und Struktur. In der Kunst des Informel, der Avantgarde der 1950er Jahre, war die Zerstörung des Krieges noch präsent. Nach Jahren der nationalsozialistischen Mal- und Denkverbote begann insbesondere für die deutschen Künstler eine Phase des Neuanfangs. Sie schöpften aus den Errungenschaften der klassischen Moderne, vernetzten sich in Künstlergruppen und erschlossen sich die zeitgenössische Szene in Paris und den USA.

„Art informel“ steht für eine auf freier gestischer Abstraktion beruhende Kunst. K. O. Götz, ein Hauptvertreter dieser künstlerischen Haltung, erläuterte dazu: „Wir wollten klassische Formelemente auflösen, das war bei mir die Schnelligkeit und die Ausschaltung des allzu bewussten Vorgangs.“ Mit Traumgestalten, Action-Painting, Material-Experimenten oder rätselhaften Zeichenbildern reagierten die informellen Künstler jeweils ganz individuell auf ihre Umwelt. K.R.H. Sonderborg, brachte dieses künstlerische Selbstverständnis auf den Punkt: „Denn man malt, um sich zu wehren, um auf die Dinge zu antworten.“

Das Mittelrhein-Museum zeigt erstmals die bedeutende Sammlung des Unternehmerehepaars Anna und Dieter Grässlin aus St. Georgen. Die Sammlung erschließt mit hochkarätigen Werken das breite Spektrum der informellen Ausdrucksformen: Malerei, dreidimensionale Objekte sowie Druckgrafik und Zeichnung. Mit über hundert Exponaten von zwölf Künstlern aus den Jahren 1946 bis 1974 veranschaulicht die Ausstellung die Vielgestaltigkeit des Informel. Ausgehend von Bildern Jean Fautriers und Wols, die als Wegbereiter dieser künstlerischen Haltung in die Kunstgeschichte eingingen, präsentiert der Rundgang Werke von Peter Brüning, Carl Buchheister, K.F. Dahmen, K.O. Götz, Gerhard Hoehme, Erich Hauser, Emil Schumacher, Bernard Schultze, K.R.H. Sonderborg und Fred Thieler.

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SommerKunstCamp Kunstreich

Vom 23.-25. Juni findet auf dem Fort Konstantin in Koblenz das 11. SommerKunstCamp Kunstreich statt. Unter dem Thema „Protestzone – Freie Meinung für jeden!“ arbeiten 50 junge Teilnehmer und Teilnehmerinnen zwischen 14 und 27 Jahren intensiv mit professionellen Künstlerinnen und Künstlern zusammen. Angelehnt an das Motto des Kultursommers „Epochen und Episoden“ im Rahmen des Reformationsjubiläums beschäftigen sich die Teilnehmer mit den Umständen, die Menschen wie Luther aus allen Jahrhunderten für einen gesellschaftlichen oder sozialen Wandel protestieren ließen. Dabei werden sie sich in den Workshops Graffiti, Zeichnung, Malerei, Audio und Fotografie auch kritisch mit der eigenen Generation und ihrem Willen zum Protest befassen.  Der Einfluss der sozialen Netzwerke spielt dabei ebenso eine Rolle wie die Entwicklung von Protest im Laufe der Jahrhunderte. Gibt es heutzutage überhaupt noch echten Protest oder findet dieser hauptsächlich in Form von wenig konstruktiven Anmerkungen auf Facebook oder Twitter statt?

Die geschützte Atmosphäre des Fort Konstantin hoch über den Dächern von Koblenz lädt die Teilnehmer zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema ein und fördert die Erweiterung der künstlerischen Fähigkeiten im Austausch mit anderen Kunstinteressierten. Begleitet werden sie von professionellen Künstlerinnen und Künstlern, die ihnen thematischen Input geben und sie fachlich begleiten werden.

Weitere Informationen und Anmeldung unter http://www.kunstreich-koblenz.de/

Leseförderung

Eröffnung 10 Jahre „LESESOMMER Rheinland-Pfalz“ 2017
- die erfolgreichste Leseförderaktion des Landes feiert Jubiläum

Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur eröffnete heute den Lesesommer in der Öffentlichen Bücherei Anna Seghers in Mainz gemeinsam mit dem Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling. Der Lesesommer Rheinland-Pfalz, die landesweit größte und erfolgreichste Leseförderaktion, feiert 2017 das zehnte Jahr seines Bestehens und findet vom 19. Juni bis 19. August statt. Die Sommeraktion richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 16 Jahren.

„Im Jahr 2008 startete der Lesesommer mit 88 Bibliotheken. In diesem Jahr sind es mit 180 teilnehmenden Bibliotheken mehr als doppelt so viele. Der Lesesommer hat sich in den letzten zehn Jahren zu der erfolgreichsten Leseförderaktion des Landes entwickelt und ist nun nicht mehr aus dem Sommerprogramm tausender Kinder und Jugendlicher in Rheinland-Pfalz wegzudenken. Auch bundesweit ist der Lesesommer ein Erfolgsmodell. Zwischen 2008 und 2016 beteiligten sich über 145.000 Kinder und Jugendliche an dieser Aktion“, so Wolf.

Der Minister bedankte sich ausdrücklich für das große Engagement der Bibliotheken, die diese Leseförderaktion erst möglich machen und dabei eng mit den Schulen kooperieren.

„Auch in den Sommerferien und über die Schulzeit hinaus sind Bibliotheken mit ihren Angeboten und Aktionen ein unentbehrlicher Bildungspartner für Schulen und viele andere Einrichtungen. Sie ermöglichen den Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Büchern und neuen Lese- und Abenteuerwelten und unterstützen damit die Herausbildung von Lese-, Medien- und Informationskompetenz“, betonte der Minister.

Alle Kinder und Jugendlichen zwischen sechs und 16 Jahren, die sich in einer der teilnehmenden LESESOMMER-Bibliotheken zum Lesesommer angemeldet haben, können kostenlos aktuelle Kinder- und Jugendbücher ausleihen und lesen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können zu den gelesenen Büchern sowohl online unter www.lesesommer.de Buchtipps abgeben als auch in der Bibliothek in einem Interview Fragen zum Buch beantworten. Zu jedem gelesenen Buch gibt es einen Stempel auf der Clubkarte. Wer in den Sommerferien mindestens drei Bücher liest, erhält darüber hinaus eine Urkunde. Viele Schulen vermerken die erfolgreiche Teilnahme zudem positiv im nächsten Zeugnis.

Wer zu einem gelesenen Buch eine Bewertungskarte in der Bibliothek ausfüllt und abgibt, nimmt an einem landesweiten Gewinnspiel teil. Je mehr man liest und je mehr Bewertungskarten man entsprechend abgibt, desto höher sind die Gewinnchancen. Der Hauptgewinn ist ein Gutschein für einen zweitägigen Aufenthalt für vier Personen im Europapark Rust. Weitere Preise sind u.a. ein Smartphone, ein Tablet, ein Bluetooth-Soundsystem und eine Actionkamera.

Die teilnehmenden Bibliotheken stellen in und rund um die Sommerferien eine abwechslungsreiche und aktuelle Sommerlektüre für die Lesesommer-Mitglieder zur Verfügung. Während des Lesesommers finden in vielen Bibliotheken zudem zahlreiche Veranstaltungen, Aktionen und Lesungen für Kinder und Jugendliche statt.

Der Lesesommer ist Teil der landesweiten Kampagne „Leselust in Rheinland-Pfalz“ und wird jährlich mit über 100.000 Euro vom Land unterstützt. Die Leseförderaktion wird vom Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz koordiniert.

Der Schauspieler, Autor und Musiker Ibrahima Ndiaye präsentierte bei der Eröffnung dem Publikum eine Mischung aus traditionell senegalesischer Erzählkunst, Musik und Tanz.

Weitere Informationen unter www.lesesommer.de

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