Mittwoch, 17. Januar 2018

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Literaturförderung

Das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur schreibt zwei Arbeitsstipendien im Bereich der Literatur aus. „Wir möchten einen neuen Akzent in der Literaturförderung setzen. Diese Stipendien dienen der Realisierung schriftstellerischer Arbeitsvorhaben in hochdeutscher Sprache“, sagte Minister Konrad Wolf.

Es handelt sich um zwei Arbeitsstipendien, die mit jeweils 2.500 € dotiert sind. Erhalten können sie Autorinnen oder Autoren, die in Rheinland-Pfalz geboren sind oder hier leben oder die durch ihr literarisches Schaffen mit dem kulturellen Leben in Rheinland-Pfalz besonders verbunden sind. Bewerben können sich auch Autorinnen und Autoren, deren literarisches Projekt einen thematischen Rheinland-Pfalz-Bezug hat.

Bis zum 20. Oktober können sich Interessenten mit einer Leseprobe von maximal zehn Manuskriptseiten (Schriftgröße Arial 12) und einem Exposé zum geplanten Projekt beim Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Referat 15221, Postfach 32 20, 55022 Mainz bewerben. Dem Antrag sind ein Lebenslauf und eventuell ein Verzeichnis der bisherigen Veröffentlichungen beizufügen. Die ausführlichen Ausschreibungsbedingungen sind unter www. kulturland.rlp.de veröffentlicht.

Die Förderung erfolgt auf Empfehlung einer Fachjury.

Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur

Filmprojekte mit 76.000 Euro gefördert

Die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur fördert fünf verschiedene Filmprojekte mit 76.000 Euro. Das gaben Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, und Kulturminister Konrad Wolf heute bekannt.

Bei den geförderten Projekten handelt es sich um Dokumentarfilme, Spielfilme oder auch Drehbuchentwicklungen, die das breite Spektrum der Stiftung in der Kategorie Film verdeutlicht. Barbara Trottnow will in ihrem Filmprojekt „Zukunft und Vergangenheit – Von New York nach Essenheim“ nach den Wurzeln einer nach Amerika emigrierten Essenheimerin suchen und deren schmerzhafte Familiengeschichte während der NS-Zeit aufarbeiten. Das Projekt „Close up – Meine Reise mit Mario“ will dem Menschen Mario Adorf näherkommen und seine Herkunft aus der Eifel als Bedingung seiner Karriere beleuchten. „Hiwwe wie Driwwe“ hat die Massenauswanderung aus Rheinland-Pfalz im 18. Jahrhundert nach Amerika zum Thema. Weiter unterstützt die Stiftung die Drehbuchentwicklung zu einem Spielfilm, der das Leben der Atomkraftgegnerin Helga Vowinckel erzählen wird, die 1977 wesentlich zum Baustopp des Kernkraftwerks Mühlheim-Kärlich beitrug.

„Die Unterstützung großer wie kleiner Projekte aus den unterschiedlichsten Sparten zeigt, wie wichtig die Kulturstiftung als Förderpartnerin für Kulturschaffende in Rheinland-Pfalz ist“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Die Kulturlandschaft von Rheinland-Pfalz zeichnet sich vor allem durch ihre Vielfalt aus, die sich im breiten Förderspektrum der Kulturstiftung wiederfindet“, ergänzte Kulturminister Wolf.

Die Stiftung wurde von der Landesregierung 1991 zur Förderung von Kunst und Kultur gegründet. Sie beteiligt sich an der Finanzierung besonderer Kulturprojekte und veranstaltet den Kultursommer Rheinland-Pfalz, unterhält zwei Künstlerhäuser und vergibt Stipendien an Schriftstellerinnen und Schriftsteller sowie bildende Künstlerinnen und Künstler.

Kulturpreis 2017 geht an Dr. Olaf Theisen

Den Kulturpreis der Stadt Koblenz erhält Dr. Olaf Theisen, dies teilt Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig als Vorsitzender der Jury mit. In der heutigen Jurysitzung hatten die Juroren aus vier Vorschlägen auszuwählen. Dem 16-köpfigen Gremium, unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters, gehören  Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz, 11 Ratsmitglieder und drei Mitarbeiter der Verwaltung an.

Dr. Olaf Theisen ist seit 2010 Intendant des Musik-Instituts Koblenz und langjähriges Vorstandsmitglied. Das Musik-Institut, als Öffentliche Stiftung, ist eine der ältesten Bewegungen der Koblenzer Bürgerschaft und bereichert seit Jahrhunderten das Koblenzer Kulturleben. Im Jahre 1808 wurde es gegründet und blickt damit auf über 200 Jahre Geschichte zurück. Dr. Theisen hat hierbei in den vergangenen Konzert-Spielzeiten maßgeblich das kulturelle Programm mit vielen hochkarätigen Konzerten in der Rhein-Mosel-Halle geprägt. Aber auch darüber hinaus ist Olaf Theisen seit langen Jahren ein großer Freund und Unterstützer der Kultur in der Stadt Koblenz und in der Region.

„Der Kulturpreis zeichnet Menschen für ihre besonderen schöpferischen Leistungen auf dem Gebiet der Wissenschaft oder Kunst aus. Diese Voraussetzungen treffen auf Dr. Olaf Theisen in besonderem Maße zu, was die Stadt Koblenz mit der heutigen Entscheidung würdigt“, so der OB abschließend.

Der Kulturpreis der Stadt Koblenz wird all drei Jahre verliehen. Die feierliche Preisverleihung an Dr. Olaf Theisen wird am 12. November 2017 im Stadttheater erfolgen.

Kulturpreisträger der Stadt Koblenz

1982/83 - Dr. Edwin Maria Landau - Clement Moreau - Johann Georg Müller
1984 - Prof. Kurt Lehmann - Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Heiter
1985 - Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Ludwig
1986 - Prof. Dr. Wolf Lepenies - Günther Freund
1987 - Max-Moske Jacoby - Prof. Otto Winkler
1988 - Prof. Dr. Franz-Josef Heyen
1990 - Wilhelm Zimmermann
1991 - Hajo Hangen
1992/93 - Rolf Wegeler
1998 - Dieter Servatius - Doris Schäfer
2002 - Prof. Höhnen - Berti Hahn
2005 - Heinz Kassung
2008 - Ulrich Adomeit - Joachim Hennig
2011 - Dirk Zimmer - Markus Kirschbaum
2014 - Jaqueline Diffring - Hubert Scherer

Frauennetzwerktreffen stellte Lebensbiografien erfolgreicher Frauen in den Mittelpunkt

Rund 100 Frauen verfolgten auf Burg Namedy lebhafte Diskussion

KREIS MYK. Wann ist „frau“ erfolgreich? Dieser spannenden Frage gingen im Rahmen des Frauennetzwerktreffens Mayen-Koblenz auf Einladung der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, Lea Bales, rund 100 Frauen auf Burg Namedy nach. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine Diskussionsrunde mit erfolgreichen Frauen, die in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen Beruf, Familie und Ehrenamt unter einen Hut bringen.

Was haben eine Bundesarbeitsministerin und eine selbstständige Friseurmeisterin, eine Bundestagsabgeordnete und Architektin, eine Landfrau und Betreiberin eines Hofladens sowie eine Prinzessin gemeinsam? Sie alle eint eine persönliche Lebensbiografie mit Höhen und Tiefen und das Wissen um Hürden, die es zu bewältigen galt und gilt, will man das Leben mit Familie und Beruf erfolgreich meistern. Unter der Moderation von Journalistin Katrin Wolf diskutierten Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil, Friseurmeisterin Petra Weinand, die Vorsitzende des Landfrauenkreisverbandes Monika Esch und Prinzessin Heide von Hohenzollern über die Frage, was Erfolg letztlich ausmacht. Alle Frauen berichteten aus ihren sehr unterschiedlichen Lebenswelten. Lea Bales verwies in ihrer Begrüßung darauf, dass es auch heute noch nach wie vor in der Regel die Frauen sind, die die Hauptverantwortung übernehmen, wenn es um die Familie geht. „Und das sowohl bei der Kindererziehung als auch bei der Pflege von Angehörigen“, so Bales. Darüber hinaus seien die meisten Frauen mit Familie aber auch berufstätig, viele würden in Teilzeit arbeiten, manche in Vollzeit. Bales ging nicht nur auf den Spagat ein, den Frauen zwischen Beruf, Familie und häufig auch Ehrenamt zu leisten hätten, sondern machte auch deutlich, wie wichtig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gerade für junge Frauen ist. „Es ist so wichtig, die eigene Altersvorsorge im Blick zu haben“, erklärte Bales.

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Reformationsjubiläum

Wolfgang Huber hält „Ebernburger Tischrede“ am 5. September

Wolfgang Huber wird am 5. September die 4. „Ebernburger Tischrede“ halten. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Veranstaltung der Evangelischen Kirche der Pfalz, der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie des Landes Rheinland-Pfalz. „Über das Reformationsjubiläum hinaus - Chancen und Aufgaben, die sich aus dem Jubiläum ergeben“ wird sein  Thema sein.

Die Veranstaltung greift eine Tradition im Hause Martin Luthers auf. Zum gemeinsamen Mahl versammelten sich Familie, Weggefährten und Gäste. Statt zu schweigen, wie es in der Mönchszeit Luthers üblich war, leitete er mit einer lebhaften Rede in ein Gespräch über, aus dem sich ein reger Gedankenaustausch entwickelte. Die „Ebernburger Tischrede“ von heute verbindet einen Vortrag mit einer anschließenden Diskussionsrunde und einem gemeinsamen Abendessen mit Tischgesprächen. Gerhard Robbers, Beauftragter der rheinland-pfälzischen Landesregierung für das Reformationsjubiläum, ist in diesem Jahr der Einlader.

Wolfgang Huber, der vor wenigen Tagen seinen 75. Geburtstag beging, gehört zu den profiliertesten evangelischen Theologen der Gegenwart. Er war 1984 bis 1994 Professor für Systematische Theologie mit Schwerpunkt Ethik in  Heidelberg. 1994 bis 2009 bekleidete er das Amt des Bischofs der Evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz. Von 2003 bis 2009 war er Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland. Die Initiative, das 500. Jubiläum des Thesenanschlags von 1517 mit einer „Lutherdekade“ ab 2008 vorzubereiten, ging maßgeblich auf Bischof Wolfgang Huber zurück.

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