Dienstag, 21. November 2017

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„Schwer erleuchtet“

In seinem neuen Roman „Schwer erleuchtet“ erzählt der SPIEGEL-Redakteur und erfolgreiche Buch-Autor Dieter Bednarz die humorvolle Geschichte um den ebenso weisen wie lebensfrohen buddhistischen Mönch Siri und ein ziemlich normales Paar aus Hamburg, um einen Zusammenprall der Kulturen, um Buddhismus und das Geheimnis eines erfüllten Lebens.

Dafür lieferte, wie schon bei den früheren Büchern von Dieter Bednarz, die Biographie des Autors die entscheidende Anregung: Wie die Roman-Figuren Daniel und Maya heirateten auch  Dieter Bednarz und seine Frau Esther während einer Ayurveda-Kur auf Sri Lanka und bekräftigten ihren Bund fürs Leben durch eine Zeremonie in einem buddhistischen Tempel. Zum Dank für die einzigartige Zeremonie luden die beiden den Mönch zu sich nach Hamburg ein – ein Angebot, das der Ehrwürdige wenig später überraschend annahm.

Schon die früheren Bücher von Dieter Bednarz, „Überleben an der Wickelfront“ und „Mann darf sich doch mal irren!“, wurden erfolgreich für das ZDF verfilmt (jeweils mit Uwe Ochsenknecht und Valerie Niehaus als Dieter Lindemann und Esther Lüdecke). Auch der Besuch von Buddhas bestem Mann, der halb Hamburg erleuchtet und selbst die harten Jungs auf dem Kiez lehrt, Frieden einzuatmen und Liebe auszuatmen, soll wieder verfilmt werden, diesmal fürs Kino.

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Er spricht über die Themen Work-Life-Balance, Stille und Meditation, neue Innerlichkeit und Achtsamkeit, bewusstes Wahrnehmen,…

Cappella Taboris im Pfingstgottesdienst

MONTABAUR. Hell erklangen die obertonreichen Kaskaden der Sängerin in der evangelischen Lutherkirche und verbanden sich mit den Klängen einer kunstfertigen Altblockflöte sowie mit dem spritzigen Ton des Cembalos: zu Pfingstsonntag im 500. Jahr der Reformation musizierten vier Mitglieder der Cappella Taboris unterschiedliche Arien konzertanten Anspruchs von Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach, durch den Gottesdienst führte Pfarrer Michael Dietrich. Angelika Wies brillierte dabei als ausgebildeter hoher Sopran und begab sich sowohl mit der herausragenden Blockflötistin Monika Schlößer als auch mit der virtuosen Organistin und Cembalistin Susanne Schawaller in den musikalisch-barocken Dialog. Das klangliche Fundament dieser Pfingstmusik legte Dekanatskantor Jens Schawaller, der am Kontrabass in lebendiger Artikulation und barocker Klangsprache eine angemessene Basis für die Kammermusik legte – ein besonderes Musikereignis im 50. Jahr der Lutherkirche in Montabaur.

Hans-Peter Röhrig und Stadtmuseum Mülheim-Kärlich erhalten Kulturförderpreis

Zum 20. Mal herausragendes Engagement im Kreishaus ausgezeichnet

KREIS MYK. Der eine fördert die Kultur, die anderen bewahren die Erinnerung an frühere Zeiten, sie haben aber eines gemeinsam: Hans-Peter Röhrig und das Stadtmuseum Mülheim-Kärlich sind die Ausgezeichneten beim „Kulturförderpreis 2017“ des Landkreises Mayen-Koblenz.

Annähernd 100 Gäste waren ins Kreishaus gekommen. Ehemalige Preisträger, Vertreter aus politischen Gremien und Gemeinden,  Freunde und Angehörige der Geehrten. Denn schließlich feierte der Kreis auch ein kleines Jubiläum: „Vor 20 Jahren wurde die Idee geboren, dass der Landkreis einen eigenen Preis verleiht, der Menschen oder Institutionen ehrt, die sich stark für die Kultur in Mayen-Koblenz einsetzen“, erklärte Landrat Dr. Alexander Saftig. Seit 1997 verleiht der Kreis den Kulturförderpreis „forum artium plaudit“ – frei übersetzt: „Die Öffentlichkeit ehrt die Kunst.“ Kultur brauche „Überzeugungstäter“, die mit Herzblut für ihre Arbeit stehen.

Einer dieser „Überzeugungstäter“ ist Hans-Peter Röhrig. „Was nützt die schönste Kultur, wenn keiner davon etwas mitbekommt? Genau das ist es, was Hans-Peter Röhrig mit seinem Röhrig-Forum seit rund zwei Jahrzehnten hervorragend übernimmt“, betonte der Landrat in seiner Laudatio. Schon 1976 führte Röhrig sehr erfolgreiche verkaufsoffene Sonntage mit großem Rahmenprogramm durch. So entstand der Kontakt zu vielen Künstlern. Nach einem Umbau im Betrieb gab er ihnen eine richtige Bühne und begann vor 17 Jahren, Kulturevents in seinem Baumarkt zu veranstalten. „Hans-Peter Röhrig ist ein ´Kulturverrückter´, wie er selbst von sich sagt. Ich kann das im positiven Sinne bestätigen. Die private Kleinkunstbühne ist schon lange nicht mehr nur ein Geheimtipp, denn sie erfreut sich auch überregional großer Beliebtheit. Die Künstler, die bei ihm auftreten sind allesamt Meister ihres Fachs. Ob Kabarett, Comedy oder Musik, das Kulturprogramm bietet für jeden etwas an.“

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Was ist Pfingsten?

Eine verständliche Darstellung der Gaben des Heiligen Geistes.

Pfingsten leitet sich vom griechischen Wort  Pentekoste her, das einen fünfzigsten Tag bezeichnet. Pfingsten ist eines der großen christlichen Feste. Darum wird es in unserem Land zwei Tage hindurch begangen. Es wird fünfzig Tage nach Ostern gefeiert und bezeichnet den Abschluss der Osterzeit. Doch trägt das Pfingstfest  auch eigene Akzente. In ihm lebt, freilich verwandelt, ein im Alten Testament bezeugtes jüdisches Fest weiter: Im Buch Exodus wurde das „Fest der Erstlingsfrüchte von der Weinernte“, als Fest am fünfzigsten Tag bezeichnet, also als Pfingstfest (Ex 34,22). Nach dem Buch Deuteronomium war es auch eines der Wallfahrtsfeste im Laufe des Jahres (vgl. Dt. 6,9-12).

Aufgrund der Ostererfahrung der Christen erhielt das jüdische Pfingstfest, auch Wochenfest“ genannt, eine neue Bedeutung: als die junge Christengemeinde am Pfingstfest versammelt war, wurde sie vom Heiligen Geist erfüllt, so berichtet die Apostelgeschichte im 2. Kapitel. Es erfüllte sich, was der Prophet Joel vorausgesagt hatte: „Ich (Jahwe)…werde von meinem Geiste ausgießen über alles Fleisch…“ Die erste Frucht der Begabung mit dem Heiligen Geist war der Glaube an Jesus, denn, so Paulus, „niemand kann sagen: Herr ist Jesus, außer im Heiligen Geist“ (1. Kor  12,3) Aber auch andere Früchte zeigten sich bei den an Pfingsten Versammelten: Liebe, Freude, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut,  Selbstbeherrschung“ (Gal  5,22 f). Am Pfingstfest ereignete sich darüber hinaus das Sprachenwunder. Die, die den Christen begegneten, hörten sie in ihren eigenen Sprachen reden und verstanden sie – ein Hinweis, dass das Evangelium nun in alle Völker hineingetragen werden soll. Die Kirche ist ja Gottes neues Volk aus Juden und Heiden.

Dass Pfingsten am fünfzigsten Tag nach Ostern gefeiert wird, hat seinen Grund zum einen in seiner alttestamentarischen Herkunft und zum anderen darin, dass die vom Evangelisten Lukas  stammenden  Berichte in der Apostelgeschichte von einem zeitlichen  Abstand zischen Ostern und Pfingsten ausgehen. Dies hat zur heutigen Praxis geführt. Sachlich wäre es auch denkbar gewesen, die innere Zusammengehörigkeit des Oster- und Pfingstgeheimnisses stärker zu betonen – Sinne der Texte des Johannesevangeliums. Denn dort schenkt der auferstandene Christus seinen Jüngern den Heiligen Geist bereits bei seiner Begegnung mit ihnen am Abend des „ersten Tages der Woche“ also am Ostertag selbst (Joh  20, 19-23).

Nach dem Bericht des Lukas in der Apostelgeschichte gingen dem Pfingstfest einige Tage voraus, an denen die Jünger Jesu zusammen mit Maria, der Mutter Jesu, und einige anderen aus der christlichen Urgemeinde zum Gebet versammelt waren (Apg 1, 12-14) An dieses Beten erinnert die bis heute lebendige Praxis der Pfingstnovene. Vor Pfingsten beten Christen neun Tage hindurch um die Gaben des Heiligen Geistes für sich selbst und für die Kirche und die Welt. Seit einiger Zeit kommt in den Gebeten der Pfingstnovene ein ergänzender Akzent zum Tragen: Christen aus den verschiedenen Kirchen und Konfessionen beten um die Einheit der Christenheit.

Text und Foto ©: Hans-Peter Meyer

…zur V I TA des Autors Hans-Peter Meyer

Hans-Peter Meyer (65)
geboren in Adenau (Eifel),
seit vielen Jahren Autor von Zeitungsbeiträgen
verschiedener Art,  auch nachdenklicher Texte
zu aktuellen Themen. Seit 10 Jahren lebt er Bad Ems.

„ ...wie in einem Zauberspiegel.“

Rheinlandschaften von Johannes Jakob und Anton Diezler

Kabinettausstellung vom 03. Juni bis 08. Oktober 2017

Unter dem Motto "... wie in einem Zauberspiegel" zeigt das Mittelrhein-Museum Koblenz in Kooperation mit dem Siebengebirgsmuseum Königswinter und der Sammlung RheinRomantik Bonn das umfassende Werk des in Koblenz-Ehrenbreitstein gebürtigen Künstlers Johannes Jakob und dessen Sohn Anton Diezler (auch Ditzler). Die Diezlers haben sich nicht nur als deutsche Landschafts- und Vedutenmaler des Biedermeiers einen Namen gemacht; sie gelten auch als Vorreiter für die später als „Rheinromantik“  bezeichnete Stilrichtung.

Johannes Jakob Diezler (Ehrenbreitstein 1789–1855 Andernach) schuf topografisch genau angelegte Bilder von Ortschaften und Ansiedlungen entlang des Mittelrheins und der angrenzenden Flusslandschaften von Mosel, Saar und Lahn.

Ob Berge und Wälder, Klöster, Burgen und Ruinen, sie alle bilden in seinen Gemälden eine detailliert wiedergegebene Kulisse für die Menschen der damaligen Zeit, seien es Arbeiter, Reisende oder sogar Müßiggänger. In den Ansichten sind die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten des Mittelrheingebiets seiner Zeit ablesbar. Hierin liegt ein besonderer Wert der bis ins kleinste Detail komponierten Gemälde von Johannes Jakob Diezler. Bereits 1826 präsentierte er zwei Rheinlandschaften auf der Berliner Akademie-Ausstellung, die vom preußischen Königshaus erworben wurden.

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