Samstag, 18. November 2017

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Osterkonzert FRECHBLECH

MONTABAUR: Am Ostersonntagmorgen lud Frechblech – das Soloquartett des evangelischen Dekanates Selters – zum traditionellen österlichen Platzkonzert vor dem alten Rathaus in der Fußgängerzone Montabaur ein; in diesem besonderen Frühlingskonzert mit geistlicher und modern-flotter Musik erfreute das Bläserensemble unüberhörbar die Zuhörerinnen und Zuhörer der Kreisstadt. Es musizierten (v. l. n. r.) Rudolf Weide (Trompete und Flügelhorn), Claudia Liebe (Trompete und Flügelhorn), Benjamin Bereznai (Basstrompete und Bariton) und Dekanatskantor Jens Schawaller (Helikon und Leitung).

 

Passionskonzerte Montabaurer Kantorei / Cappella Taboris

MONTABAUR / ALSBACH. Mit einem für Karfreitag in der evangelischen Kirche eigentlich ungewohnt sattem Orchesterklang begann die Johannespassion des barocken Komponisten Alessandro Scarlatti, der die Leidensgeschichte Jesu in dramatische und bewegende Musik umgesetzt hat.

Die Montabaurer Kantorei und die Cappella Taboris meisterten dieses Werk gemeinsam unter der bewährten Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller bei den beiden Aufführungen in der evangelischen Nicolaikirche in Alsbach und in der sehr gut besuchten Lutherkirche in Montabaur in besonderer Art und Weise: ist das Stück doch voller ausgeprägter Kontraste, die von allen Beteiligten eine hohe Aufmerksamkeit und beste Vorbereitung fordern.

„Schnell war klar, dass wir uns eine Textbegegnung zwischen Alessandro Scarlatti und Johann Sebastian Bach wünschen“, erklärt der Dekanatskantor des unteren Westerwaldes, „und so kam es, dass wir die knapp einstündige Komposition des italienischen Komponisten um die elf Bachchoräle der Johannespassion aus der Feder des Thomaskantors erweitert haben – dadurch werden die einzelnen Handlungsstränge des Evangelienberichts noch einmal musikalisch-meditativ bedacht und kommentiert“.

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Was ist Ostern?

Eine einfache Darstellung der Passion Christi

Von Hans-Peter Meyer

Mit dem  Palmsonntag beginnt für die Christen in aller Welt die wichtigste Woche des Jahres. In unzähligen und an Verschiedenartigkeiten kaum zu überbietenden Festen, Feiern, Umzügen und Gottesdiensten begehen sie, entweder fröhlich oder nachdenklich, die grundlegenden Ereignisse und Inhalte ihres Glaubens. Dazu kommen die Erinnerungen an die Dramatik der letzten irdischen Lebenstage ihres Glaubensstifters Jesus aus Nazaret (zwischen See Genezareth und Mittelmeer in Israel gelegen). Aber nun der Reihe nach:

Am Palmsonntag, dem Sonntag vor Ostern, feiern die Christen den Einzug von Jesus in Jerusalem. Er wird dort von den Bewohnern mit Palmzweigen und Huldigungsrufen begeistert begrüßt, obwohl der auf einem jungen Esel reitende Jesus alles andere als eine herrschaftliche Figur darstellt. Aber die Gläubigen sehen in dem Vorgang die Erfüllung einer alten Weissagung, nach der der göttliche Erlöser so in Jerusalem einziehen soll.

Am Gründonnerstag – die Gegner von Jesus haben dafür gesorgt, dass sein Aufenthalt in Jerusalem lebensbedrohlich geworden ist – feiert Jesus mit seinen Jüngern zum letzten Mal ein rituelles Abendessen. So ist es unter frommen Juden in Jerusalem vor dem Passafest üblich gewesen. Während der Mahlzeit nimmt Jesus angesichts seines bevorstehenden Todes, von deinen Jüngern Abschied. Aus diesem Essen entsteht später die Feier des Heiligen Abendmahls bzw. der Heiligen Eucharistie, die zur Mitte des christlichen Gottesdienstes werden.

Am Karfreitag geschieht für die Jünger – und heute noch für alle Christen – das Unfassbare: Jesus wird verhaftet und mit dem Kreuzestod grausamst hingerichtet. In Jesus sehen die Jünger, wie heute die Christenheit, den Abgesandten, den Boten, ja den Sohn Gottes. Dass niedrige Intrigen und menschliche Machenschaften so mit Gott – ungestraft – umgehen können – und das Gott dies zulässt! – stürzt alle in tiefsten Glaubenszweifel. Das Ende der „Jesusbewegung“ sehen sie gekommen und den menschenfreundlichen Gott, den Jesus verkündete, als Irrtum entlarvt!

Doch der Ostersonntagmorgen wischt alle Zweifel, alle Ängste beiseite. Immer mehr von ihnen erzählen  von Begegnungen mit und von Erscheinungen von Jesus, die sie gehabt haben. So wird die Gewissheit geboren, dass Jesus lebt und wirkt. Sie – und nachfolgend alle Christen auf der weiten Welt – erkennen, dass seine Botschaft für alle Zeiten gültig bleibt. Auch wissen  und glauben sie, dass der Tod in jedweder Form für das liebevolle, uns Menschen zugewandte Wirken Gottes in uns und mit uns keine unüberwindbare Barriere mehr darstellt. Ein neuer Abschnitt der Menschheit hat damit begonnen.

Das ist Ostern!

Text und  Foto ©: Hans-Peter Meyer

Auszeichnung Debüt 2017

Literaturwerk Rheinland-Pfalz-Saar und Schriftstellerverband Saarland (VS) prämieren Literarisches Debüt 2017
Der Literaturpreis Debüt des Jahres 2017 geht in diesem Jahr an den Autor Michael Sieben, Berlin, für seinen 2016 im Carlsen-Verlag erschienenen Jugendroman Ponderosa.

Ponderosa - so nennen Kris, Josie und Juri die verlassene Hütte am Rand der Siedlung. Hier, an diesem geheimen Ort, treffen sie sich, rauchen, reden miteinander. Eigentlich verstehen sie sich gut, bis sie versuchen, Josis verschwundenen Nachbarn zu finden und damit Ereignisse ins Rollen bringen, die alles verändern.

Beginnend mit einer rätselhaften Szene wird auf 217 Seiten eine spannende Geschichte um den Protagonisten Kris erzählt, die die Probleme des Erwachsenwerdens und des sich selbst Findens, von Freundschaft und erster Liebe in jugendaffiner Weise aufgreift. Bis zum Showdown wird in parallel geführten Handlungssträngen eine packende Teenager-Geschichte geschildert, deren Sprachelemente mal jugendlich schnoddrig-trotzig daherkommen, dann wieder sensibel-zart, die zudem Schauerelemente einbindet und bei allem eine nuancierte, authentische Figurenzeichnung aufweist.

Damit ist das Buch für die Jury des Literaturwerks Rheinland-Pfalz-Saar und des Schriftstellerverbands Saarland (VS) unter allen 22 Einsendungen das Werk, das am meisten überzeugte. Die glaubhafte Charakterisierung jugendlicher Lebenswelten, die lebhaften Dialoge und die Stilsicherheit der Geschichte fielen positiv auf. Ein guter Lesestoff für Jugendliche, der auch die eher als Lesemuffel bekannten Jungs begeistern könnte.

Der Autor Michael Sieben wurde 1977 in Mainz geboren und studierte Wirtschaftswissenschaften in Mainz, Köln und Paris. Seit 2006 lebt er mit seiner Familie in Berlin. 2011 war er unter den Finalisten des Open Mike Wettbewerbs. „Ponderosa“ ist seine erste Buchveröffentlichung.

Der Jury gehörten an: die Autorin Alena Wagnerova (Saarbrücken), die Autorin und 1. Vorsitzende des Literaturwerks Rheinland-Pfalz Saar, Brigitta-Dewald-Koch (Mainz), der Kulturreferent im rheinland-pfälzischen Kultusministerium Michael Au (Mainz), die Kulturjournalistin Andrea Dittgen (Saarbrücken) und das Vorstandsmitglied des Literaturbüros Mainz und Autor Dietmar Gaumann (Mainz).
Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro verbunden sowie drei Lesungen in verschiedenen Städten in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die Lesetermine sind demnächst auf der Webseite des Literaturwerks (www.literaturwerk.net) und des VS (vs-saar.de) nachzulesen.

SCHNITTmengeMENSCH – Werke von Ulla Schiffer bei der Stommel Stiftung

Was passiert, wenn eine Chirurgin ohne OP-Team, ohne Narkose und ohne OP-Handschuhe drauflosschneidet? Bei Ulla Schiffer kommen dann Papierschnitte heraus, und zwar nach allen Regeln der Kunst. Ulla Schiffer ist nämlich neben ihrer hauptberuflichen ärztlichen Tätigkeit auch leidenschaftlich als Künstlerin tätig. Ihre Werke werden derzeit in den Räumen der Stommel Stiftung in Urbar ausgestellt. Am Sonntag, den 26.03. fand die Vernissage statt, bei der sich die Besucher mit einem Glas Sekt einen ersten Eindruck verschaffen konnten.

Die Werke von Ulla Schiffer sind thematisch vielfältig: Motive aus dem literarischen Bereich finden sich ebenso wie Szenen aus dem Alltag, stimmungsvolle Märchenszenen oder Karikaturen. Auch Comicepisoden, die auf sympathisch heitere Weise die kleinen Tücken des Lebens aufgreifen, zählen zu den Exponaten. Ganz nebenbei konnten die Besucher erfahren, wie es zu einer solchen nebenberuflichen Tätigkeit kommt: Anwesend war nämlich auch die Schwester der Künstlerin, Ortsbürgermeisterin Karin Küsel - Ferber, die stimmungsvoll aus gemeinsamen Jugendzeiten plauderte und einen kleinen Einblick in die künstlerische Entwicklung von Ulla Schiffer gewährte.

Musikalisch ergänzt wurde die Vernissage vom Gitarrenduo Till Ferber und Marius Engel.

Die Werke können auch käuflich erworben werden. Weitere Termine zur Besichtigung der Ausstellung werden demnächst veröffentlicht.

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