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Reinisch-Gedenken zum 75. Todestag

Vallendar, 21.08.2017. Vor 75 Jahren wurde der Pallottinerpater Franz Reinisch in Brandenburg-Görden von den Nationalsozialisten hingerichtet. Auf das Schafott brachte ihn sein Gewissen, das ihm verbat, den Fahneneid auf Hitler zu leisten. Unter den katholischen Priestern im sogenannten „Deutschen Reich“ war er der einzige, der diesen schicksalsentscheidenden Schritt wagte. Viele Gläubige nennen ihn heute „Märtyrer des Gewissens“, obwohl er diesen Status offiziell noch nicht zuerkannt bekommen hat. Der Weg dazu ist jedoch geebnet: Am 28. Mai 2013 wurde in Trier der Seligsprechungsprozess für P. Franz Reinisch offiziell  eröffnet.

Vesper in der Unterkirche der Philosophisch-Theologischen Hochschule (PTHV)

Rund 70 Gäste trafen sich am Sonntagnachmittag in der Kirche der Philosophisch-Theologischen Hochschule (PTHV) zu einer feierlichen Vesper in Gedenken an den 75. Todestag des Pallottiners Pater Franz Reinisch.

Der Postulator des Seligsprechungsprozesses für P. Franz Reinisch, P. Dr. Heribert Niederschlag SAC, begrüßte auch in diesem Jahr wieder „Reinisch-Freunde“ aus Deutschland, Österreich, Italien, Brasilien und Afrika.

Sänger des AD HOC Ensembles Limburg gestalteten das christliche Abendgebet musikalisch mit. Es erklangen Liedsätze und Motetten von Ensemble-Leiter und Organist Frank Sittel, der auch für die Vertonung für das ebenfalls gesungene „Vater unser“, aus dem Hebräischen neu übersetzt von Dr. Peter Jentzmik, verantwortlich zeichnet.

Die Vesper anlässlich des 75. Todestages von P. Franz Reinisch wurde per Live-Stream über www.facebook.com/PaterFranzReinisch übertragen. Die Aufzeichnung ist auch weiterhin dort abrufbar.

Filmdokumentation „Pater Franz Reinisch“ und Abendsegen am Grab

Im Anschluss an die feierliche Vesper nutzten viele der Teilnehmer die Möglichkeit, den im Frühsommer 2016 fertiggestellten Dokumentarfilm „Pater Franz Reinisch“ gemeinsam im „Franz-Reinisch-Hörsaal“ der Philosophisch-Theologischen Hochschule (PTHV) anzuschauen.

Der Dokumentarfilm von Angela Marlier in Zusammenarbeit mit Pascal Nachtsheim und Sonja Gembus beleuchtet das Leben dieses außergewöhnlichen Menschen Franz Reinisch, dem ein tiefer Glaube, Mut, Geradlinigkeit und ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn bereits in die Wiege gelegt wurden. Starke Eigenschaften, die seinen Lebensweg bis zur Hinrichtung durch die Nazis unter einem Fallbeil in Brandenburg-Görden im August 1942 deutlich beeinflussten und seinen beispiellosen „prophetischen Protest“ (Heribert Niederschlag) untermauerten.

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Zum Tod des Malers Karl Otto Götz

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Mit K.O. Götz verlieren wir einen Jahrhundertmaler

„Karl Otto Götz, bekannt als K.O. Götz, war ein Pionier der abstrakten Kunst der Nachkriegszeit. Sein Lebenswerk war wegweisend für eine ganze Generation deutscher Maler. Zu seinen Schülern zählen Gerhard Richter und Sigmar Polke. Zahlreiche Museen, so auch die Berliner Neue Nationalgalerie, ehrten ihn anlässlich seines 100. Geburtstages mit großen Ausstellungen. Mit K.O. Götz verlieren wir einen Jahrhundertmaler“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer anlässlich des Todes des Künstlers. Sie sprach der Familie im Namen des Landes Rheinland-Pfalz ihr Beileid aus und betonte, dass das Land ihm ein ehrendes Andenken bewahren werde.

„K.O. Götz, der den Westerwald zu seiner Wahlheimat gemacht hatte, hat gemeinsam mit seiner Frau Karin, die als Künstlerin unter dem Namen Rissa bekannt ist, die Kunst- und Kulturlandschaft des Landes auf eine einzigartige Weise bereichert. Als einer der bedeutendsten bildendenden Künstler in Deutschland hat sich K.O. Götz bis zu seinem Tode seine Schaffenskraft bewahrt. Trotz einer erheblichen Einschränkung seiner Sehfähigkeit arbeitete er mit Hilfe seiner Frau Rissa auch noch im hohen Alter an neuen Werken. Sein Schaffen und auch die Stiftung, die Götz und seine Frau Rissa 1997 gegründet haben, waren ein großes Geschenk für die Kunstszene in unserem Land“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

K.O. Götz wurde am 22. Februar 1914 in Aachen geboren. Bereits 1936 veröffentlichte er erste abstrakte Arbeiten und experimentierte mit Film und Fotografie. Unter den Nationalsozialisten hatte er Ausstellungsverbot, malte aber dennoch heimlich weiter. Nach den Kriegswirren stand K.O. Götz für einen radikalen Neuanfang in der Kunst. Als einziger deutscher Künstler war er 1949 bis 1951 Mitglied der in Paris gegründeten, kunsthistorisch bedeutenden Künstlergruppe „COBRA“ und nahm an deren Ausstellungen in Amsterdam, Brüssel und Lüttich teil. Mit anderen Künstlern bildete er 1952 die Quadriga, die als Keimzelle des deutschen "Informel" gilt. Auch als Professor an der Kunstakademie Düsseldorf nahm K.O. Götz von 1959 bis 1979 maßgeblichen Einfluss auf die Gegenwartskunst. Seit 1975 lebte und arbeite K.O. Götz mit seiner Frau Rissa in Niederbreitbach im Westerwald.

Für sein vielseitiges Engagement wurde K.O. Götz im Jahr 2007 das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Im Jahr 2009 folgte für K.O. Götz und seine Frau Rissa die Würdigung mit dem Landesverdienstorden. K.O. Götz starb am Samstag im Alter von 103 Jahren.

 

Novalis - HYMNEN AN DIE NACHT

Die Nacht und der Tag - Das Göttliche und der Mensch

Darsteller: Willy Praml / Marie Niesen,

Diese Dichtung der Frühromantik als Manifest des Nicht-Vollendeten des hinter dem Licht Existierenden, des Unentdeckten, des der Zukunft Vorbehaltenen.

Mit dem wahrscheinlich bedeutendsten Text der deutschen Frühromantik, einem kosmischen Gedicht von epochalem Ausmaß, theatralisch bearbeitet als szenischen Monolog mit einem Darsteller/Sprecher (Willy Praml), einem Pianisten (Leonhard Dering mit der Klaviersonate Op. Nr. 960 von Schubert) im Wechseldialog mit dem Text. – Eine ungewöhnliche (Wieder-)Begegnung mit den radikalen Gedanken der frühen Romantik, ihrer Konfrontation mit dem neuen Zeitalter nach der Französischen Revolution und ihrem unaufhaltsamen Aufbruch in die Moderne.

Aufführung: Samstag, 19.08.2017, 20:00 Uhr Rheinhöhenhalle, Oberwesel-Dellhofen

Tickets im Vorverkauf für 19,50 € pro Person in der Tourist-Information, Oberwesel

Eingebunden ist die Aufführung in das Festival „An den Ufern der Poesie“, welches vom 11. bis 20.08.2017 in Bacharach, Lorch und Oberwesel stattfindet.

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie bei der Tourist-Information, Oberwesel.

Tel.: 06744 – 710 624 oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Sommerpause

Vom 17. Juli bis zum 18. August 2017 verabschiedet sich das Staatsorchester Rheinische Philharmonie in die Sommerpause. In diesem Zeitraum gelten folgende Öffnungszeiten des Orchesterbüros:

17.07.17 bis 21.07.17: 9:00 Uhr – 12:00 Uhr

24.07.17 bis 11.08.17: Geschlossen!

14.08.17 bis 18.08.17: 9:00 Uhr - 12:00 Uhr.

Ab dem 21.08.17 gelten wieder die regulären Öffnungszeiten

(Mo-Do von 9:00 Uhr – 13:00 Uhr und 14:00 Uhr – 16:00 Uhr und freitags von 9:00 Uhr – 12:00 Uhr).

Wir freuen uns, Sie in der Spielzeit 2017/18 auf unseren Konzerten wieder begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen einen erholsamen Sommer.

Das Theater Koblenz ist vom 15. Juli bis zum 23. August 2017 in den Spielzeitferien.

Während der Vorstellungsbetrieb ruht, wird die Zeit für dringend notwendige Reparaturen, Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten genutzt.

Bereits am 14. August 2017 beginnt an der Theaterkasse (und online) der Vorverkauf für fast alle Vorstellungstermine der Spielzeit 2017/2018, bevor wir mit der traditionellen „Kostprobe“ am 1. September die neue Spielzeit festlich eröffnen.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer.

Kontakt, Karten und Informationen:
Theaterkasse im Forum Confluentes, Zentralplatz 1, täglich von 10:00 bis
18:00 Uhr geöffnet, Tel.: (0261) 129 2840 & 129 2841
Internet: www.theater-koblenz.de

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