Donnerstag, 18. Januar 2018

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Internationale Grüne Woche 2018

Landwirte und Winzer sind Naturschützer Nr. 1

Koblenz. „Wir Landwirte sind Natur- und Tierschützer! Wir leben seit jeher mit der Natur und von der Natur. Weder der Strukturwandel noch der technische Fortschritt ändern etwas am landwirtschaftlichen Umweltgedanken“, erklärte der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes, Michael Horper, während einer Pressekonferenz in Koblenz anlässlich der bevorstehenden Internationalen Grünen Woche in Berlin.

Rund 30 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Rheinland-Pfalz werden im Rahmen von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen gefördert. Das sei enorm, erklärte er. Die pauschale Kritik einiger Umweltverbände gegenüber der Landwirtschaft sei daher nicht gerechtfertigt. Es könne nur auf der Basis von Fakten diskutiert werden. Daher forderte er in seinen Ausführungen, dass künftig mehr Fakten statt Fake-News öffentlich diskutiert werden sollten. Die Landwirtschaft selbst habe ein Klimaschutzpapier veröffentlicht, die sogenannte „Klimastrategie 2.0“. Hierin stecke sich die Landwirtschaft selbst konkrete Ziele, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Deutlich machte Horper auch, dass die Landwirtschaft selbst unter dem Klimawandel leide. Alle Wirtschaftszweige müssten sich an den Zielen des bäuerlichen Berufsstandes und deren Umsetzung messen lassen.

In besonderer Weise engagiere sich der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau an der Umsetzung der Initiative Tierwohl. Bereits heute seien 47 Prozent, also 84.000 Schweine in Rheinland-Pfalz Teil der Initiative Tierwohl. Sie setze Anforderungen über die gesetzlichen Bedingungen hinaus fest. Auch bei der Hennenhaltung seien 35 Prozent aller Tiere in diese Initiative eingebunden. Die Fakten würden deutlich für die deutsche Landwirtschaft sprechen. Sie stelle sich jeder konstruktiven Kritik, lehne aber Populismus und Fake-News auf allen Ebenen ab. Die deutsche Landwirtschaft sei Vorbild der Nahrungsmittelerzeugung für die ganze Welt. Wer sie aufgrund überzogener Forderungen schädige oder gar zerschlage, müsse mit Importwaren leben, die in der Regel mit wesentlich geringeren Anforderungen produziert würden.

„Es spricht Bände, dass eine Vielzahl von Umweltorganisationen den Wirkstoff Glyphosat nicht zu Fall gebracht hätten. Die Zulassungsverfahren und die damit einhergehenden Gesundheits- und Umweltuntersuchungen sind in den letzten Jahrzehnten qualitativ so umfassend und hochwertig, dass die Politik diese Fakten höher bewertet als ideologisches Wunschdenken“, ergänzte Horper. Dennoch werde die technische Fortentwicklung im Bereich der Präzisionslandwirtschaft für eine weitere Reduzierung der Einsatzmengen im Pflanzenschutz führen.

Angesichts der drohenden Gefahr eines Ausbruchs, der für den Menschen ungefährlichen Afrikanischen Schweinepest, rief er die im Land dazu auf, keine tierischen Produkten aus osteuropäischen Staaten nach Deutschland zu bringen. Ein Brötchen mit infizierter Wurst, das von einem Wildschwein gefressen werde, genüge, um eine Katastrophe für die Schweine haltenden Betriebe in Deutschland auszulösen.

Er empfiehlt allen Menschen, gerade während der Internationalen Grünen Woche, sich wieder konstruktiv mit der Nahrungsmittelerzeugung auseinanderzusetzen. Letztlich orientiere sich die Landwirtschaft an Fakten und nicht an ideologischen Inhalten, den sogenannten Fake-News.

Superhelden und Prinzessinnen am Arbeitsplatz - Die Karnevalszeit aus arbeitsrechtlicher Sicht

Von
Syndikusrechtsanwältin
Alexandra Wellmann
vom Arbeitgeberverband
vem.die arbeitgeber e.V.

Bald ist es soweit – bald heißt es wieder Alaaf bzw. Helau! Die Karnevalszeit steht unmittelbar vor der Tür. Auch wenn sich der ein oder andere auf die fünfte Jahreszeit mehr freuen mag als auf Weihnachten und Ostern zusammen, so sind weder die Weiberfastnacht noch der Rosenmontag gesetzliche Feiertage. Wer für diese Tage nicht rechtzeitig Urlaub beantragt hat, muss daher grundsätzlich auch an Karneval zur Arbeit erscheinen. Auch an diesen Tagen sind die Regelungen des Arbeitsrechts zu beachten. Eine „Narrenfreiheit“ kennt das Arbeitsrecht nicht.

Frei auch ohne Urlaub?

Rosenmontag und Weiberfastnacht sind nach den Gesetzen der Länder keine Feiertage. Dies gilt sogar im Rheinland, der Hochburg des Karnevals. Ein Anspruch auf bezahlte Freistellung, insbesondere an Rosenmontag, kann sich allerdings im Einzelfall aus betrieblicher Übung ergeben. Ein solcher Anspruch ist schnell entstanden. Gewährt der Arbeitgeber über mindestens drei Jahre vorbehaltlos und ohne Einschränkung am Rosenmontag einen freien Tag unter Fortzahlung der Vergütung, so hat der Arbeitnehmer auch künftig an Rosenmontag einen Anspruch auf Freistellung. Solche betrieblichen Übungen sind vor allem in Betrieben zu finden, die ihren Standort in Gebieten haben, in denen der Karneval einen besonders hohen Stellenwert hat.

Angekündigte Arbeitsunfähigkeit


Viele Arbeitnehmer haben jedoch nicht das Glück, dass ihnen der Arbeitgeber in der Karnevalszeit freiwillig einen freien Tag gewährt. Es kommt daher erfahrungsgemäß nicht selten vor, dass ein Mitarbeiter in der Karnevalszeit „erkrankt“, insbesondere wenn ihm kurzfristig für eine Karnevalsfeier kein Urlaub gewährt werden kann. Nimmt der Mitarbeiter dennoch feucht fröhlich feiernd an einem Karnevalsumzug teil, kann dies im Einzelfall den Beweiswert der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erschüttern und eine Kündigung rechtfertigen. Dies gilt insbesondere, wenn der Mitarbeiter seine Arbeitsunfähigkeit vorher noch, für den Fall, dass er nicht frei bekommt, angedroht hat. Solche Fälle sind allerdings wohl nur in den seltensten Fällen auch tatsächlich nachweisbar.

Verkleidet am Arbeitsplatz

Einmal die Prinzessin unter den Mitarbeiterinnen, der Fuchs unter den klugen Köpfen im Büro oder gar der Superheld am Arbeitsplatz sein! Muss der Karnevalist mangels Urlaub seiner Arbeitspflicht nachkommen, stellt sich die Frage, ob er kostümiert im Betrieb erscheinen darf. Dagegen sollten grundsätzlich keine Einwände bestehen, jedenfalls solange keine betrieblichen Interessen tangiert werden. Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts kann der Arbeitgeber allerdings verlangen, dass sich die Mitarbeiter branchenüblich kleiden. Dies gilt vor allem dann, wenn der betreffende Mitarbeiter üblicherweise Kundenkontakt pflegt. Nicht jeder Kunde möchte gerne von einem blutrünstigen Vampir, einem Bankräuber oder einem Piraten beraten werden. Hier hat der Arbeitgeber ein Weisungsrecht. Etwaige Verkleidungen sollten daher besser zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer abgestimmt werden. Ist Schutzkleidung im Betrieb vorgeschrieben, so verbietet es sich gänzlich, diese gegen ein lustiges Karnevalskostüm zu tauschen.

Schnipp-Schnapp-Krawatte ab – Karnevalsbräuche am Arbeitsplatz

Auch diverse Karnevalsbräuche, wie das „Bützen“ oder das Abschneiden der Krawatte an Weiberfastnacht sollten am Arbeitsplatz mit Maß und Vorsicht genossen werden. Solche "netten Karnevalsspäßchen" sind grundsätzlich nur dann erlaubt, wenn der Betroffene damit auch einverstanden ist. Das Einverständnis kann sich auch aus den Gesamtumständen ergeben. Sollte die Person also bereitwillig die Wange entgegenhalten, dürfte gegen ein „Bützchen“ nichts einzuwenden sein. Stellt man hingegen fest, dass das Opfer des Brauches seine teuerste Markenkrawatte anstelle einer günstigeren karnevalstauglichen Variante trägt, sollte von einem Einverständnis eher nicht ausgegangen werden. In diesem Fall besteht die Gefahr, auf Schadensersatz in Anspruch genommen zu werden.

Ein kleines Gläschen für die gute Stimmung?

Auch wenn Alkohol und Karneval für manche Zeitgenossen untrennbar zueinander gehören, sollte mit dem Verzehr von Alkohol am Arbeitsplatz behutsam umgegangen werden. Gegen ein Gläschen Sekt zum Anstoßen wird im Zweifel nichts einzuwenden sein. Dies sollte aber vorher mit dem Arbeitgeber abgesprochen werden. Zu beachten ist allerdings, dass alle Arbeitnehmer verpflichtet sind, ihre Leistungsfähigkeit sowie die Sicherheit am Arbeitsplatz durch den Konsum von Alkohol nicht zu beeinträchtigen. Der Arbeitgeber ist allerdings auch berechtigt, an Karneval ein Alkoholverbot zu verhängen. Existiert im Betrieb ein Betriebsrat, ist dieser zu beteiligen.

Letztlich gilt: Rosenmontag und Weiberfastnacht sind zwar keine Feiertage, den Spaß muss man sich aber auch im Betrieb nicht zwingend gänzlich verderben lassen. Hier sollte allerdings vorher zwischen Arbeitgeber und Mitarbeitern abgestimmt werden, was im Einzelfall erlaubt und gewünscht ist.

Bruttoinlandsprodukt steigt im dritten Quartal um 0,3 Prozent

Die rheinland-pfälzische Wirtschaft ist auch im dritten Quartal 2017 gewachsen. Die Wachstumsdynamik ließ aber deutlich nach. Vorläufigen, indikatorgestützten Berechnungen zufolge nahm das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2017 gegenüber dem Vorquartal preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,3 Prozent zu. Im Vergleich zum dritten Quartal 2016 stieg die Wirtschaftsleistung im Land um 2,3 Prozent.

Das Wachstum wurde vom Produzierenden Gewerbe getragen. Den kräftigsten Wertschöpfungszuwachs verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe. Preis-, kalender- und saisonbereinigt nahm die Bruttowertschöpfung in der Industrie gegenüber dem zweiten Quartal 2017 um 1 Prozent zu. Ein Blick auf die kalender- und saisonbereinigten Umsätze im Verarbeitenden Gewerbe zeigt, dass vor allem die Vorleistungs- und die Investitionsgüterproduzenten zum Wachstum beitrugen. Die drei größten Branchen – die Chemische Industrie, der Fahrzeugbau und der Maschinenbau – verzeichneten Umsatzzuwächse, wobei das Plus in der Chemischen Industrie am höchsten ausfiel.

Das Baugewerbe entwickelte sich ebenfalls positiv. Das Wachstum der preis-, kalender- und saisonbereinigten Bruttowertschöpfung schwächte sich aber weiter ab; sie legte nur noch um 0,2 Prozent zu. Während die Umsätze im Bauhauptgewerbe weiter stiegen, nahmen sie im Ausbaugewerbe im dritten Quartal ab.

In den Dienstleistungsbereichen stagnierte die Wertschöpfung. Ein Blick auf die Umsatzentwicklungen in einzelnen Branchen der Dienstleistungsbereiche zeigt, dass sich kalender- und saisonbereinigt vor allem der Bereich „Sonstige wirtschaftliche Unternehmensdienstleister“ positiv entwickelte. Dagegen waren die Umsätze im Einzelhandel sowie im Gastgewerbe preis-, kalender- und saisonbereinigt im dritten Quartal rückläufig.

Aktueller Konjunkturbericht

Jahresergebnisse zum Bruttoinlandsprodukt werden vom Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ berechnet. Die Quartalsergebnisse zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in Rheinland-Pfalz beruhen auf einer ökonometrischen Schätzung, bei der die vom Arbeitskreis ermittelten Jahresergebnisse mithilfe von quartalsweise vorliegenden Indikatoren aus den Unternehmensstatistiken (z. B. Umsätze und Beschäftigte nach Wirtschaftsbereichen) auf die Quartale verteilt werden. Weitere Informationen zur Methodik stehen in einem Beitrag in den statistischen Monatsheften zur Verfügung.

Autorin: Dr. Annette Illy (Referat VGR, ETR, Arbeitsmarkt)

Unternehmen werden zum Thema Fachkräfte befragt

Wirtschaftsförderung des Landkreises erhofft sich Erkenntnisse für ihre Unterstützungsangebote

KREIS MYK. Das Jahr ist noch jung und doch hat sich die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Mayen-Koblenz (WFG) schon viel vorgenommen. Bereits in wenigen Tagen soll eine neue Fachkräftebefragung bei rund 1.500 Unternehmen im Landkreis durchgeführt werden. Die WFG knüpft damit gemeinsam mit der Fachkräfte-Allianz Mayen-Koblenz an eine Befragung aus dem Jahr 2013 an. Partner der Allianz sind neben der WFG die Bundesagentur für Arbeit, die Kammern sowie die Kreishandwerkerschaft Mayen-Koblenz, der Deutsche Gewerkschaftsbund, vem.die arbeitgeber und das Jobcenter Mayen-Koblenz.

Wie steht es um den Fachkräftebedarf in heimischen Unternehmen? Im Sommer 2013 hatte die WFG schon einmal 1.000 Betriebe zu ihrer Situation befragt. Nun soll diese Umfrage fortgeschrieben werden und neue Erkenntnisse bringen. Zur Vergleichbarkeit der Ergebnisse und Bewertung der Entwicklung werden die Fragen an die Unternehmen gleich sein. Ergänzend gibt es einen Fragekomplex zu den Veränderungen in der Arbeitswelt aufgrund der Digitalisierung.

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Von Kunden zur Nummer 1 unter den Banken gewählt:

Volksbank Koblenz Mittelrhein belegt Spitzenplatz bei unabhängiger Befragung

(Koblenz, 15.01.2018) Die zufriedensten Bankkunden in Koblenz sind Kunden der Volksbank Koblenz Mittelrhein. Beim „6. Koblenzer Kundenspiegel“ belegte jetzt die Volksbank Koblenz Mittelrhein Platz 1 der Banken in Koblenz. Bereits bei der letzten Bewertung 2014 stand die Volksbank hier schon einmal auf dem Siegertreppchen.

Die Bewertung resultiert aus einer repräsentativen Verbraucherbefragung, die das unabhängige Institut MF Consulting Marc Loibl aus Deggendorf regelmäßig in den größeren deutschen Städten durchführt. Dabei geht es um die Kundenzufriedenheit hinsichtlich Beratungsqualität, Freundlichkeit und Preis-Leistungsverhältnis. In Koblenz fand diese Studie bereits zum 6. Mal statt. 906 Personen wurden befragt.

Insgesamt wurden sieben Geldinstitute bewertet, neben der Volksbank Koblenz Mittelrhein waren das die Sparkasse Koblenz, die Volksbank RheinAhrEifel, die Commerzbank, die Sparda-Bank Südwest, die Deutsche Bank sowie die Postbank. Voraussetzung für die Bewertung war es, Bankkunde zu sein und in den letzten 12 Monaten Produkte, Beratung oder Servicedienstleitungen in Anspruch genommen zu haben.

Die Kunden der Volksbank Koblenz Mittelrhein bewerten ihre Bankverbindung durchweg am besten. Insbesondere bei der Freundlichkeit der Mitarbeiter sind 91,5 % der Befragten sehr zufrieden bzw. zufrieden. Die Beratungsqualität erzielt einen Spitzenwert von 90,3 % und das Preis-Leistungsverhältnis erhält 85,5% Zustimmung.

„Wir danken unseren Kundinnen und Kunden ganz herzlich für das Vertrauen und diese gute Bewertung. Wir wollen für unsere Kunden erster Ansprechpartner in Finanzfragen sein und gleichzeitig optimale Produkte und Services bieten. Dazu gehören neben erstklassigen Finanzdienstleistungen und persönlicher Präsenz unserer Mitarbeiter genauso innovative und sichere Bankinglösungen“ so Walter Müller, Vorstand bei der Volksbank Koblenz Mittelrhein.

Stephan Breser: „Unser genossenschaftliches Prinzip `was einer nicht schafft, das schaffen viele gemeinsam´ wird bei uns auch intern gelebt. Unsere Mitarbeiter – sowohl im Kundenkontakt als auch in den internen Bereichen – geben tagtäglich ihr Bestes für unsere Kunden. Es ist schön, dass dies auch so wahrgenommen wird. Bereits zum zweiten Mal belegen wir beim Koblenzer Kundenspiegel den 1. Platz. Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“

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