Mittwoch, 21. Februar 2018

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Teuerungsrate liegt im Januar bei 1,4 Prozent

Zum Jahresauftakt ist die Teuerungsrate in Rheinland-Pfalz gesunken. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex im Januar 2018 um 1,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Dezember hatte die Inflationsrate 1,5 Prozent betragen.

Die Energiepreise stiegen nur leicht. Sie waren im Januar 2018 um 0,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Dazu trug der schwache Preisanstieg bei Mineralölprodukten bei, die nur um 0,2 Prozent teurer waren als im Vorjahresmonat. Der Grund dafür ist der Rückgang der Kraftstoffpreise um ein Prozent; die Heizölpreise erhöhten sich hingegen um 4,4 Prozent. Die Umlage für Zentralheizung und Fernwärme stieg um 1,4 Prozent. Die Strompreise änderten sich kaum (plus 0,3 Prozent). Gas war im Januar 2018 um 1,1 Prozent billiger als ein Jahr zuvor.

Für Nahrungsmittel mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher im Januar 2018 deutlich mehr ausgeben als im Vorjahresmonat (plus 2,9 Prozent). Besonders stark stiegen die Preise für Speisefette und -öle (plus 13,0 Prozent) und für Molkereiprodukte und Eier (plus zehn Prozent). Auch Obst sowie Fleisch und Fleischwaren verteuerten sich spürbar (plus 4,5 bzw. plus 3,7 Prozent). Gemüse war hingegen wesentlich billiger als ein Jahr zuvor; die Preise sanken um 5,9 Prozent. Dabei spielt allerdings auch ein statistischer Basiseffekt eine Rolle: Vor einem Jahr lagen die Gemüsepreise aufgrund von Lieferengpässen infolge ungewöhnlich niedriger Temperaturen in Südeuropa auf hohem Niveau.

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die oft auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, belief sich im Januar 2018 auf 1,3 Prozent nach 1,4 Prozent im Dezember 2017.

In zehn der zwölf Hauptgruppen lagen die Preise über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die größten Zuwächse gab es bei alkoholischen Getränken und Tabakwaren (plus 3,6 Prozent). Dahinter folgten Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (plus 2,7 Prozent). In den Hauptgruppen „Bekleidung und Schuhe“ sowie „Nachrichtenübermittlung“ waren Preisrückgänge zu verzeichnen (minus 1,2 bzw. minus 0,7 Prozent).

Veränderungen gegenüber Dezember 2017

Gegenüber dem Vormonat ist der Verbraucherpreisindex im Januar 2018 um 0,6 Prozent gesunken. Deutliche Preisrückgänge waren im Bereich „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ zu verzeichnen, was zu dieser Zeit durchaus üblich ist (minus 5,8 Prozent; darunter Pauschalreisen: minus 22,2 Prozent). Gleiches gilt für den Bereich Bekleidung und Schuhe, in dem die Preise um 5,2 Prozent niedriger waren als im Vormonat. Die höchsten Preissteigerungen gab es bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken (plus 0,6 Prozent).

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in 11 rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 17 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 700 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.
Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. Hier wird der Gesamtindex ohne Energie und Nahrungsmittel als Kerninflationsrate bezeichnet.
Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat Januar 2018 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 5. Februar 2018 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.
Hinweis zur Umstellung des VPI auf das Basisjahr 2015:
Die für den Jahreswechsel 2017/2018 geplante turnusmäßige Revision des VPI mit Einführung des Basisjahres 2015 muss aufgrund von Verzögerungen bei notwendigen Anpassungen der IT-Programme um ein Jahr verschoben werden. Revidierte Ergebnisse werden im Frühjahr 2019 veröffentlicht. Der VPI wird somit bis zum Berichtsmonat Dezember 2018 weiterhin mit dem Basisjahr 2010 berechnet.

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

Gemeinsam die berufliche Weiterbildung für die Branche stärken

Gastronomisches Bildungszentrum (GBZ) und DEHOGA Rheinland-Pfalz kooperieren auch in Weiterbildung

Jetzt ist es beschlossene Sache, das Gastronomische Bildungszentrum der Industrie- und Handelskammer Koblenz und die DEHOGA Akademie der Gastlichkeit Rheinland-Pfalz führen zukünftig auch gemeinsame Seminare durch. Beide Bildungsträger sind Fortbildungsspezialisten und verfügen über langjährige Erfahrung und qualifizierte Trainer, mit branchenspezifischen Kompetenzen. „Besonders mittelständige Unternehmen des Gastgewerbes sind auf praxisnahe Fortbildungsangebote angewiesen, denn viele Betriebe entwickeln Mitarbeiter in Eigenregie zu Fachkräften. Ein wichtiges Instrument, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken“, so Gereon Haumann, Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz.

Um Fach- und Führungskräften ein noch breiteres Spektrum bieten zu können, werden gemeinsame Lehrgänge angeboten und ausgewählte Veranstaltungen beider Institutionen zukünftig gemeinsam vermarktet. Durch diese Transparenz finden Weiterbildungsinteressierte jetzt schneller die Lösung für den speziellen Bildungsbedarf. „Ein weiterer Vorteil ist, dass Seminare durch die Kooperation an zwei unterschiedlichen Standorten durchgeführt werden, so zum Beispiel der Assistant Sommelier (IHK) in Bad Kreuznach und in Koblenz. Dies bietet den Teilnehmern mehr Flexibilität“, so Dr. Sabine Dyas, Geschäftsführerin GBZ.

Die ersten Fortbildungsveranstaltungen finden bereits im Februar und März statt, zu Themen wie Lebensmittelhygiene im Gastgewerbe sowie Lebensmittelkontrolle und Risikobeurteilung. Weitere Themen folgen: Unternehmensnachfolge ▪ die erfolgreiche Speisekarte ▪ Englisch für Hotel-Rezeption und Tourist-Info ▪ Angebote ansprechend gestalten und die Belegung optimieren.

Bröcker: IG Metall-Vorstand wollte den Streik

Arbeitgeber hatten 6,8 Prozent plus freie Tage geboten

Nach dem Abbruch der Tarifverhandlungen in Baden-Württemberg und dem IG Metall-Vorstandsbeschluss über 24-Stunden-Streiks ab Mittwoch dieser Woche erklärt Thorsten Bröcker, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes vem.die arbeitgeber e.V. (der beim Verhandlungsmarathon in Stuttgart dabei war):

"Wir waren abschlussbereit. Wir hatten nach 16 Stunden Verhandlung weitreichende Fortschritte auf dem Tisch. Dies gilt sowohl für das Entgelt als auch für flexible Arbeitszeitmodelle und einem zeitlichen Ausgleich für einzelne Beschäftigtengruppen. Der Vorstand der IG Metall hat die erreichten Zwischenstände dann aber vom Tisch gewischt und ein völlig überzogenes und für uns unerfüllbares Ultimatum gestellt. Unser Angebot mit einem Gesamtvolumen von 6,8 Prozent für 27 Monate wurde gar nicht erst zur Kenntnis genommen.

Augenscheinlich wollte der IG Metall-Vorstand diesen jetzt beschlossenen Streik unbedingt, um sein neues "Spielzeug" 24-Stunden-Streik auszuprobieren. Da hätte ein Tarifabschluss, den beide regionalen Verhandlungsführer unbedingt erreichen wollten, nur gestört. Das ist sehr bedauerlich, denn damit werden die Tarifpartnerschaft, die Arbeitsplätze der Mitarbeiter und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen aufs Spiel gesetzt und für organisationspolitische Ziele der IG Metall missbraucht."

Logistikexperte hat den Nachwuchs zu Gast

110 Schüler schnuppern Logistikluft bei Ehrhardt + Partner

Boppard-Buchholz. Eigenständig einen Transportroboter austesten und einen Blick ins „Gehirn“ eines hochtechnisierten Warenlagers werfen: Rund 110 Schülerinnen und Schüler aus der Region lernten bei Ehrhardt + Partner (E+P) in Boppard-Buchholz die spannende Arbeit in einem modernen IT- und Logistikunternehmen kennen. Zum vierten Mal hat der international führende Anbieter von Logistiksoftware am Mittwoch, 24. Januar 2018, die Türen seiner Firmenzentrale für den Nachwuchs geöffnet. Dabei wurde den jungen Besuchern klar, dass Innovationen nicht nur in weit entfernten Metropolen entstehen – auch im Hunsrück locken anspruchsvolle Berufe in einer zukunftsfähigen Branche.

Hochmodernde Lager- und Fördertechnik im Live-Betrieb beobachteten die Schülerinnen und Schüler von neun Schulen während des Tages der offenen Tür bei E+P im Industriegebiet Hellerwald. Dabei lernten sie auch das Herzstück eines modernen Logistikzentrums kennen, die Software LFS.wms von E+P. Das Lagerführungssystem steuert alle Transportbewegungen in einem Lager und behält immer den Überblick, was wo zu finden ist. „Bei Logistik denken viele nur an den Lkw auf der Straße. Dabei steckt viel mehr hinter dieser wachstumsstarken Branche. Und genau das wollen wir am Tag der offenen Tür zeigen und die Schüler neugierig machen“, sagt Cathrine Puttkammer, Human Resources Manager bei E+P.

Der Firmenhauptsitz in Boppard-Buchholz ist nicht nur Dreh- und Angelpunkt für die Produktentwicklung des Unternehmens, sondern auch Ausbildungsstätte für zukünftige IT- und Logistikexperten. Die Teilnehmer erfuhren, was die Arbeit von IT-Systemkaufleuten, Fachinformatikern für Anwendungsentwicklung,  Fachinformatikern für Systemintegration und Industriekaufleuten ausmacht. „In Zeiten der Globalisierung warten in der Logistik vielfältige Aufgaben und Perspektiven auf Berufseinsteiger. Auch in Zukunft werden wir bei E+P Fachkräfte ausbilden, die den Ehrgeiz mitbringen, etwas bewegen zu wollen. Denn Logistik bewegt“, sagt Puttkammer.

Ein Bewerbertraining, eine Führung durch den Firmensitz und ein Blick ins Konzept der LFS.academy, des unternehmenseigenen Schulungs- und Trainingszentrums, rundeten das Programm ab. Zu Gast waren Schüler der Realschulen plus Oberwesel und Lahnstein, der Fritz-Straßmann-Schule und des Kant-Gymnasiums Boppard, der IGS Emmelshausen sowie der Berufsbildenden Schulen (BBS) Simmern, Andernach, Westerburg und der BBS Technik Koblenz.

Bauhauptgewerbe im November 2017: Aufträge und Umsätze höher als im Vormonat

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im November 2017 mehr Aufträge und höhere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum Oktober 2017 – kalender- und saisonbereinigt – um 11,0 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz erhöhte sich um 5,6 Prozent. Gegenüber den ersten elf Monaten 2016 stieg das Ordervolumen um 6,0 Prozent, der Umsatz verbesserte sich um 12,5 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Oktober 2017 zogen die bereinigten Auftragseingänge im Hochbau um 22,1 Prozent an. Im Tiefbau gab es eine Steigerung der Nachfrage nach Bauleistungen um 1,7 Prozent. Der kräftige Anstieg im Hochbau ist auf die günstige Entwicklung im gewerblichen Hochbau sowie im Wohnungsbau zurückzuführen (plus 45,7 bzw. plus 21,7 Prozent). Auftragsrückgänge errechnen sich dagegen für den Straßenbau sowie für den öffentlichen Hochbau (minus 2,7 bzw. minus 2,4 Prozent). Gegenüber den ersten elf Monaten 2016 wurden sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau Auftragszuwächse registriert (plus 6,7 bzw. plus 5,4 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Oktober 2017 errechnet sich sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau ein Anstieg der bereinigten Erlöse (plus 7,8 bzw. plus 3,4 Prozent). Steigende Umsätze verzeichneten vor allem der gewerbliche Tiefbau sowie der gewerbliche Hochbau (plus 10,8 bzw. plus 10,7 Prozent). Dagegen lagen die Erlöse im Wohnungsbau unter dem Vormonatswert (minus 4,7 Prozent). Gegenüber den ersten elf Monaten 2016 zogen die baugewerblichen Umsätze sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau deutlich an (plus 12,6 bzw. plus 12,3 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

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