Mittwoch, 20. September 2017

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70 Jahre IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz:

IHKs unterstreichen Kernforderungen der Wirtschaft im Gespräch mit Dr. Volker Wissing

Zum 70-jährigen Bestehen der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz haben die vier IHKs im Land bei einem Pressegespräch ihre zentralen Forderungen an die Landesregierung gegenüber dem rheinland-pfälzischen Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing unterstrichen. Die IHK-Vertreter mahnten, die derzeitige Boom-Phase dazu zu nutzen, langfristig gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu schaffen.  In den Mittelpunkt stellen die IHKs die Stärkung der Aus- und Weiterbildung, die Sicherung der Exportstärke und die Förderung von Unternehmensgründungen.

Der Präsident der IHK-Arbeitsgemeinschaft und Präsident der IHK Trier, Peter Adrian, verwies auf die derzeitige Konjunkturlage: „Bei Steuereinnahmen in Rekordhöhe hat das Land jetzt alle Chancen, um für schlechtere Zeiten vorzubeugen, den Haushalt zu konsolidieren und zukunftweisende Investitionen zu tätigen.“

Zur beruflichen Bildung in Rheinland-Pfalz sagte der Präsident der IHK Pfalz, Albrecht Hornbach: „Die Verantwortlichen müssen alles daran setzen, das Image der dualen Aus- und Weiterbildung in der Öffentlichkeit wieder zu stärken.“ Hierzu fordern die IHKs, dass in allen allgemeinbildenden Schulen eine Berufs- und Studienorientierung verlässlich angeboten wird, und dabei Vorteile, Chancen und Vielfalt der beruflichen Bildung beworben werden. Zudem müsse das Land leistungsfähige Berufsschulen in den Regionen sichern. Mischformen beruflicher und akademischer Bildung, wie die Dualen Studiengänge, sollten praxisnah, qualitätsorientiert und bedarfsgerecht ausgebaut und die Entwicklung neuer Modelle unterstützt werden.

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Gastgewerbe erzielte im ersten Halbjahr Umsatzplus

Das rheinland-pfälzische Gastgewerbe setzte im ersten Halbjahr 2017 mehr um als im Vorjahreszeitraum. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren die Umsätze real, also um Preisveränderungen bereinigt, um 3,1 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2016. Nominal bzw. in jeweiligen Preisen stiegen die Erlöse um fünf Prozent. Deutschlandweit blieben die Gastgewerbeumsätze preisbereinigt fast unverändert (plus 0,3 Prozent); in jeweiligen Preisen legten sie um 2,2 Prozent zu.

Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen
In der Gastronomie, auf die zwei Drittel der Gastgewerbeumsätze entfallen, lagen die Erlöse von Januar bis Juni 2017 real um 3,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die speisengeprägte Gastronomie, zu der Restaurants, Cafés, Eissalons und Imbissstuben zählen, verzeichnete preisbereinigt eine Erlössteigerung von 6,3 Prozent. Die Umsätze der Caterer und Erbringer sonstiger Verpflegungsdienstleistungen gingen hingegen um 4,8 Prozent zurück. Im rheinland-pfälzischen Beherbergungsgewerbe, das gut ein Drittel der Umsätze des Gastgewerbes erwirtschaftet, fielen die preisbereinigten Erlöse um 2,7 Prozent höher aus als im ersten Halbjahr 2016.

Beschäftigung
Die Zahl der Beschäftigten im Gastgewerbe war mit einem Minus von 0,2 Prozent von Januar bis Juni 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur leicht verändert. Dabei verringerte sich die Zahl der Vollzeitkräfte um 0,7 Prozent, während gleichzeitig die Zahl der Teilzeitkräfte um 0,2 Prozent anstieg.

Die Daten stammen aus der monatlichen Stichprobenerhebung bei 270 ausgewählten Gastgewerbeunternehmen in Rheinland-Pfalz. Durch das Handelsstatistikgesetz wird die Zahl der zu befragenden Einheiten bundesweit auf höchstens fünf Prozent aller Unternehmen begrenzt. Die Angaben für Filialbetriebe von Hotel- und Restaurantketten mit Sitz in einem anderen Bundesland sind in den Ergebnissen enthalten. Da es sich um eine Stichprobenerhebung handelt, liegen absolute Werte sowie Regionalangaben nicht vor.
Die Ergebnisse sind vorläufig und können durch Korrekturmeldungen verändert werden. D. h. die Unternehmen haben 24 Monate die Möglichkeit zur Korrektur ihrer Angaben. Die Monatserhebung im Gastgewerbe basiert auf einer repräsentativen Stichprobe, die in Abhängigkeit vom Stichprobenumfang und der Streuung der zu beobachtenden Merkmale einem stichprobenbedingten Zufallsfehler unterliegt.

Autor: Wolfgang Ellermeyer (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

Wie sich Energiekosten im eigenen Betrieb reduzieren lassen

Energie – einkaufen oder selber machen? Diese Frage beschäftigte die über 20 Gäste beim diesjährigen Unternehmerfrühstück bei der Firma ITEX Gaebler-Industrie-Textilpflege GmbH & Co. KG in Heiligenroth. Unter dem Titel „Zahlst Du noch oder sparst Du schon? Die Energiekosten im eigenen Betrieb reduzieren!“ hatten die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (WFG) und das Regionalbüro Westerwald der Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH eingeladen.

Die Eigenversorgung mit Strom und Wärme in Betrieben lohnt sich – so die zentrale Botschaft der Referenten. Verbesserungen im Bereich der Energieeffizienz können zudem die Betriebskosten nachhaltig senken und einen Wettbewerbsvorteil für die Unternehmen darstellen. Gleichzeitig werden Umwelt und Klima entlastet. Wie die Strom- und Wärmewende im eigenen Unternehmen aussehen kann, zeigt das Praxisbeispiel der Firma ITEX Gaebler-Industrie-Textilpflege: Mehr für die Umwelt zu tun, ist ein wichtiges Anliegen der ITEX-Geschäftsführung. In ihrem Betrieb in Heiligenroth erzeugt das Unternehmen nahezu 50 % des anfallenden Strombedarfs über das firmeneigene Blockheizkraftwerk und einer Photovoltaikanlage selbst. Die Wärmeerzeugung für das Waschwasser in der Wäscherei übernimmt eine solarthermische Anlage. „Mir ist es wichtig, einen Betrieb zu übernehmen, der nahezu energieautark läuft“, so Geschäftsführerin Eva Reiter. Durch die umgesetzten Maßnahmen können rund 220 t Treibhausgasemissionen pro Jahr eingespart werden, so Dr.-Ing. Susanne Veser, Björnsen Beratende Ingenieure GmbH, die die Maßnahmen von Rainer Raabe und dem ITEX-Team begleitet. Bei einem Rundgang durch das Firmengebäude des Gastgebers bot sich den Teilnehmenden die Gelegenheit, selbst eine Reihe von Beispielen effizienter Technik zu besichtigen, vom Blockheizkraftwerk bis zur Wärmerückgewinnung aus dem Waschwasser.

Landrat Achim Schwickert stellte heraus, dass die Energieeffizienz wichtig ist, aber die Umsetzung immer auch wirtschaftlich betrachtet werden muss. Daher seien Informationen, wie sie im Rahmen des Unternehmerfrühstücks angeboten werden, immer eine gute Orientierungshilfe, so Schwickert.

Informationen über Förderprogramme

Förderprogramme des Bundes und des Landes können helfen, die Umsetzung der Maßnahmen wirtschaftlicher zu gestalten. Über aktuelle Fördermöglichkeiten in den Bereichen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien informierte Peter Müller von der Energieagentur in seinem Vortrag. Welche Einsatzmöglichkeiten von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen in Unternehmen bestehen, verdeutlichte Dr. Fabian Theis von der Wilhelm Theis GmbH.

Die KMU-Energiekarawane der Energieagentur deckt Effizienzpotenziale in Unternehmen auf

„Welche Energieeffizienzpotenziale in Ihrem Unternehmen stecken, können Sie mit Hilfe der KMU-Energiekarawane herausfinden“, so Stefanie Weber, Referentin der Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH. Kernstück der Energiekarawane ist eine kostenfreie und individuelle Energiekurzberatung vor Ort im Betrieb. Ohne bürokratischen Aufwand oder lange Vorbereitung seitens des Betriebes steht nach einem Rundgang durch den Betrieb fest, ob und wenn ja, welche Energieeinsparmöglichkeiten bestehen und ob es sich für den Betrieb lohnt, entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Die Energiechecks führen ausschließlich qualifizierte, anbieter- und produktneutrale  Energieberater durch. Interessierte Betriebe können sich im Westerwaldkreis noch bis zum 28. August bei Stefanie Weber Tel.: 0631/20575-7141, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder über die Homepage der Energieagentur www.energieagentur.rlp.de/kmu-energiekarawane anmelden.

Katharina Schlag von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH und Moderatorin des Unternehmerfrühstücks, war erfreut über das rege Interesse an der Veranstaltung. Ihr Fazit: „Die gute Resonanz zeigt, dass viele Unternehmen, sich bereits mit der Umgestaltung der Strom- und Wärmeversorgung im Betrieb beschäftigen. Es lohnt sich dabei immer, kreativ über die Dinge nachzudenken und sich mit kompetenten Beratern zusammenzusetzen“.  Die Vorträge finden Interessierte unter www.wfg-ww.de!

Mit Weitblick in Innovation und Digitalisierung investieren

Große Herausforderungen für rheinland-pfälzischen Mittelstand

Koblenz, 16. August 2017. Mittelständische Unternehmen als wesentliches Element der rheinland-pfälzischen Wirtschaft stehen angesichts der ständig steigenden Vernetzung und der zunehmenden Digitalisierung von Produkten und Prozessen vor großen Herausforderungen: Unternehmerische Entscheidungen erfordern den Weitblick, die wichtigsten Trends zu erkennen, und die richtigen Strategien zur Umsetzung. Nur wer sich und sein Leistungsangebot weiterentwickelt und erfolgreich am Markt platziert, kann morgen noch erfolgreich sein.

„Innovation und Digitalisierung sind in der Region Koblenz-Mittelrhein Themen, die wir ganz oben auf der Agenda haben“, sagte Hans-Jörg Assenmacher, Vorsitzender der Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e. V. „Wir sehen Zukunftspotenziale im Ausbau bestehender und der Gründung neuer Cluster, die auf Basis regionaler Schwerpunkte Forschung und Technologie, Bildung und Wissenschaft, Industrie, Handel und Handwerk zusammenführt.“ Dies wird die Regiopolregion Koblenz-Mittelrhein auch im Wettbewerb der Regionen stärken.

Die Digitalisierung gilt als wichtige Triebkraft zukünftiger Entwicklungen und Innovationen mittelständischer Unternehmen. „Mit verschiedenen Förderprodukten unterstützen wir Investitionen in die Zukunft“, erklärte Dr. Ulrich Link, Mitglied des Vorstandes der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB). Die Förderbank stellt für Digitalisierungsvorhaben gezielt Kredite zur Verfügung und fördert innovative Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit Zuschüssen. „Daneben beteiligen wir uns über unseren Venture-Capital-Bereich an innovativen Unternehmen, indem wir deren Eigenkapitalbasis stärken. Unser Ziel ist es, die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von innovativen Produkten, Prozessen und Dienstleistungen zu unterstützen.“

Von seiner Geschäftsidee überzeugte das Koblenzer Start-up Particulate Solutions die ISB, die seit 2012 an dem Unternehmen beteiligt ist. Unter der Marke „Socialfunders“ bietet das innovative Unternehmen eine umfassende Beratungs- und Dienstleistungspalette an. Aus der ursprünglichen Idee, eine neuartige Crowdfunding-Plattform aufzubauen, entstand das Geschäftskonzept, klassisches Marketing und Kundenbindung mit gesellschaftlichem Engagement zu verknüpfen. Stefan Pandorf, geschäftsführender Gesellschafter von Particulate Solutions: „Wir entwickeln Lösungen, die gesellschaftliches Engagement für Marketing und Vertrieb nutzbar machen, indem wir die Spendenprozesse öffnen und transparent über unsere Online-Plattform kommunizieren. Digitalisierung und Spenden klingt zunächst nach einem ungleichen Paar, bietet aber in der Kombination enormes Potenzial für unsere Kunden. Das gilt sicher auch für viele weitere Bereiche des täglichen Lebens.“

Schweinepest

Speisereste aus dem Gastgewerbe ordnungsgemäß entsorgen!

Koblenz. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau macht darauf aufmerksam, dass die Erreger der Klassischen sowie der Afrikanischen Schweinepest bereits durch ein Stück Wurst, das beispielsweise von einem infizierten Schwein stammt und gedankenlos weggeworfen wurde, übertragen werden können. Deshalb ist es auch seit Jahren in der EU verboten Speisereste an Schweine zu verfüttern. So müssen in Restaurants, Gaststätten und Übernachtungsbetrieben Speiseabfälle und Essensreste getrennt von anderen Abfällen gesammelt werden. Laut dem Tierkörperbeseitigungsrecht dürfen Speisereste, die tierische Bestandteile wie Fleisch, Fisch, Ei oder Milchprodukte enthalten, nur getrennt und in geschlossenen Behältern gesammelt werden. Diese sind nach Möglichkeit gekühlt zu lagern, um Schädlingsbefall vorzubeugen. Anschließend müssen diese Abfälle durch einen behördlich genehmigten Entsorgungsfachbetrieb abgeholt und z.B. in einer Biogasanlage entsorgt werden.

Der Bauern- und Winzerverband bittet die Gastronomen eindringlich, nicht der Versuchungen zu unterliegen, Speisereste in der Biotonne zu entsorgen oder gar an einen Jäger weiter zu geben - das kann die Gesundheit der Wildtiere und mittelbar auch der Nutztiere gefährden. Ein solches Fehlverhalten zieht außerdem empfindliche Geldbußen nach sich.

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