Sonntag, 19. November 2017

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Steuerliche Anforderungen an Registrierkassen:

IHK informiert über Änderungen der Kassenführung ab 2017

Viele Unternehmen, die Bargeld einnehmen, nutzen Registrierkassen oder PC-Kassensysteme, obwohl die Nutzung von elektronischen Kassen in Deutschland nicht verpflichtend ist. Hintergrund ist die im Jahr 2010 vom Bundesfinanzministerium neu definierte Regelung zur Kassenführung und Nachrüstungspflicht. Die Übergangsfrist zur Nachrüstung von elektronischen Kassen läuft im Dezember 2016 ab. Ab dem 1. Januar 2017 dürfen dann nur noch Kassen geführt werden, welche den neuen steuerlichen Anforderungen entsprechen. Bei unterlassener Nachrüstung ist keine ordnungsgemäße Buchführung gegeben. Dies kann zu hohen Bußgeldern führen. Daher informiert die IHK Koblenz am 15. Dezember, in ihren Räumen in der Schlossstraße 2, im Rahmen eines Businessfrühstücks zum Thema "Steuerliche Anforderungen an Registrierkassen". Beginn ist um 08.30 Uhr, die Veranstaltung ist kostenfrei. Unter www.ihk-koblenz.de/recht können Interessierte sich anmelden.

Konjunktur aktuell

Industrie im Oktober 2016: Auftragseingänge höher als im Vormonat, aber niedriger als im Vorjahresmonat

Im Oktober 2016 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie leicht gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte war der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 0,5 Prozent höher als im September. Das Ordervolumen aus dem Inland erhöhte sich um ein Prozent; die Bestellungen aus dem Ausland lagen um 0,2 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Nachfrage um 1,5 Prozent. Während aus dem Inland etwas mehr Aufträge eingingen als im Oktober 2015 (plus 0,4 Prozent), nahmen die Bestellungen aus dem Ausland um 2,7 Prozent ab.

In den drei umsatzstärksten Branchen entwickelten sich die bereinigten Auftragseingänge unterschiedlich. In der Chemischen Industrie, dem größten Bereich des Verarbeitenden Gewerbes, verringerte sich das Ordervolumen im Oktober um 3,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat blieb die Nachfrage fast unverändert (minus 0,1 Prozent). Der Fahrzeugbau, die Industriebranche mit dem zweitgrößten Umsatz, verbuchte gegenüber dem Vormonat einen Zuwachs von 4,8 Prozent. Zugleich gingen 2,2 Prozent mehr Bestellungen ein als im Oktober 2015. Auch im Maschinenbau, der Branche mit dem drittgrößten Umsatzanteil, fiel die Nachfrage höher aus als im Monat zuvor (plus 4,7 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat legten die Auftragseingänge um 0,9 Prozent zu. Deutliche Schwankungen waren in den vergangenen Monaten im Konsumgüterbereich zu verzeichnen. Im Oktober lag das Ordervolumen um 3,5 Prozent unter dem Niveau des Vormonats und war um 23 Prozent geringer als ein Jahr zuvor.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen/Auswertungen)

Viel Ärger, Aufwand und kaum Nutzen: IHK Trier lehnt PKW-Maut entschieden ab

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier lehnt die Einführung einer PKW-Maut trotz des vorgelegten Kompromissvorschlags weiterhin entschieden ab und stützt damit die Einschätzung des rheinland-pfälzischen Verkehrsministers Volker Wissing. „Der in Brüssel gefundene Kompromiss ist zu bürokratisch und bietet noch immer keine Lösung für drohende Konflikte in den Grenzregionen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Glockauer. Die regionale Wirtschaft profitiere entscheidend vom Handel mit den europäischen Nachbarn. „Eine Maut als Eintrittsgeld in unsere Region belastet die guten Beziehungen erheblich“, sagt Glockauer weiter.

Die Maut stelle außerdem keine Lösung für wichtige Investitionen in die Infrastruktur dar. Die von vornherein geringen Zusatzeinnahmen fallen durch den gefundenen Kompromiss noch geringer aus. Nach Ansicht von Experten dürften die Einnahmen aus der PKW-Maut weniger als 300 Millionen Euro im Jahr betragen. „Der zu erwartende Nutzen einer Maut rechtfertigt den zusätzlichen bürokratischen Aufwand und drohenden Ärger in keiner Weise“, stellt Glockauer fest.

Finanzverwaltung

Finanzamt Sankt Goarshausen-Sankt Goar wird Teil des Finanzamts Koblenz

Zum 01. März 2017 erfolgt die Integration des Finanzamts St. Goarshausen-St. Goar in das Finanzamt Koblenz, wie die rheinland-pfälzische Finanzministerin Doris Ahnen heute in Mainz mitteilte. „Damit wird ein weiterer Baustein der Strukturreform der rheinland-pfälzischen Steuerverwaltung umgesetzt. Bereits im Jahr 2012 haben wir einen Reformprozess angestoßen, der Behördenstrukturen schaffen soll, die sich noch stärker am Grundsatz der Wirtschaftlichkeit orientieren. Durch eine effizientere Raumnutzung sollen Miet- und Immobilienkosten reduziert werden, denn bereits heute sind in den Dienststellen teilweise erhebliche Leerstände oder nicht ausgeschöpfte Raumkapazitäten vorhanden“, so Ministerin Ahnen.

Die Standorte St. Goar und St. Goarshausen bleiben als Außenstellen des Finanzamts Koblenz erhalten. Steuerliche Angelegenheiten können somit auch weiterhin in den bisherigen Service-Centern vor Ort erledigt werden, sodass die Maßnahme keine Auswirkung auf den Bürgerservice haben wird.

Sämtliche Steuerfälle, die bislang im Finanzamt St. Goarshausen – St. Goar (Steuernummern 38/XXX und 39/ XXX) bearbeitet wurden, erhalten eine neue Steuernummer. Diese stehen Ende Februar 2017 fest und werden Anfang März 2017 allen betroffenen Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen schriftlich mitgeteilt.

Weitere Informationen werden frühzeitig in der örtlichen Presse sowie auf den Internetseiten der Finanzämter veröffentlicht.

Neue Ansprechpartner und Telefonnummern

Im Rahmen der Integration des FA St. Goarshausen – St. Goar in das FA Koblenz werden neben der technischen Umstellung der Steuernummern die drei Dienststellen ab dem 01. Februar 2017 auch organisatorisch neu strukturiert. Dies führt dazu, dass sich die finanzamtsinternen Zuständigkeiten in vielen Steuerfällen ändern werden.

IHKs zeichnen zehn Betriebe für hervorragende Leistung in der Ausbildung aus

Sie haben sich über das normale Maß hinaus engagiert: Insgesamt zehn Betriebe aus Gastronomie und Hotellerie in den Regionen Koblenz und Trier sind am Mittwoch in einer Feierstunde im Tagungszentrum der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier für ihr Engagement in der Ausbildung ausgezeichnet worden. Unter den Preisträgern befinden sich mit dem Landgasthof Michels aus Schalkenmehren und dem Nells Park Hotel Trier zwei Betriebe aus der Region Trier.

Das Gastgewerbe hat zunehmend Schwierigkeiten qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Hotel- und Gaststättengewerbe ist seit einigen Jahren rückläufig und folglich stehen dem Gastgewerbe landesweit weniger ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung. Dabei gibt es einiges zu tun: Laut Branchenbericht 2015 ist die Zahl der Gäste in Rheinland-Pfalz um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Die rückläufigen Ausbildungszahlen im Gastgewerbe erfordern von den Betrieben ein starkes Engagement im Werben um Nachwuchskräfte. „Unternehmer und Ausbilder müssen mit Leidenschaft und Motivation für die Berufsbilder in Gastronomie und Hotellerie werben, indem Sie hervorragende Ausbildungsbedingungen schaffen“, sagt IHK-Geschäftsführer Ulrich Schneider.

Zehn Betriebe mit Vorbildfunktion haben die IHKs Trier und Koblenz nun – gemeinsam mit den Berufsbildenden Schulen, den Agenturen für Arbeit und dem deutschen Hotel- und Gaststättenverband Rheinland-Pfalz (DEHOGA) – ausgezeichnet. Das Qualitätssiegel dient potenziellen Auszubildenden, Eltern und Berufsberatern als Empfehlung bei der Auswahl des geeigneten Ausbildungsbetriebs. Den Betrieben wiederum dient es als öffentlichkeitswirksamer Nachweis ihrer Aktivitäten in der Ausbildung. Die Laufzeit der Auszeichnung beträgt drei Jahre.

Die Preisträger sind:
•        Landgasthof Michels, Schalkenmehren
•        Nells Park Hotel GmbH, Trier
•        Hotel Schloss Montabaur, Montabaur
•        Das Bollants GmbH & Co. KG, Bad Sobernheim
•        Food hotel Neuwied GmbH, Neuwied
•        GaW mbH, Bad Neuenahr
•        Hotel und Kongresszentrum Wanderath, Baar
•        Hadi Verwaltungs GmbH, Mayen
•        Rhine Koblenz Opco GmbH, Koblenz
•        Seehotel Maria Laach, Glees

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