Mittwoch, 20. September 2017

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Industrieproduktion im Juni 2017: Rückgang gegenüber dem Vormonat

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion ist im Juni 2017 gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex, der die mengenmäßige Ausbringung der Industrie misst, um 3,2 Prozent unter dem Niveau des Vormonats.

In der Vorleistungsgüterindustrie erhöhte sich der Output leicht um 0,4 Prozent. In den beiden anderen industriellen Hauptgruppen fiel der Güterausstoß im Juni niedriger aus als im Mai. Die Konsumgüterindustrie drosselte ihre Produktion deutlich um zehn Prozent. In der Investitionsgüterindustrie schrumpfte der Output um 2,2 Prozent.

In den drei umsatzstärksten Bereichen des Verarbeitenden Gewerbes entwickelte sich die bereinigte Produktion unterschiedlich. Während der Güterausstoß in der Chemischen Industrie, der umsatzstärksten Branche des Verarbeitenden Gewerbes, um 0,6 Prozent zulegte, war die Produktion in den zwei übrigen Branchen rückläufig. Im Fahrzeugbau, der Industriebranche mit dem zweitgrößten Umsatzanteil, verringerte sich der Output um 0,5 Prozent. Der Güterausstoß des Maschinenbaus, der Branche mit dem drittgrößten Umsatz, sank um 3,8 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat war die Produktion ebenfalls rückläufig. Der Output lag um 1,4 Prozent unter dem Niveau von Juni 2016. Lediglich die Hersteller von Vorleistungsgütern erhöhten ihren Güterausstoß (plus 0,3 Prozent). Die Investitionsgüterproduktion verringerte sich leicht um 0,2 Prozent. Der Output an Konsumgütern schrumpfte um 3,8 Prozent.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

Pflichtmitgliedschaft in IHKs

Bundesverfassungsgericht weist Klagen gegen gesetzliche Pflichtmitgliedschaft in IHKs vollumfänglich zurück

Das Bundesverfassungsgericht hat die Klagen zweier Unternehmen aus den Regionen Schwaben und Hessen-Kassel zurückgewiesen. Die Mitglieder hatten gegen Beitragsbescheide ihrer Industrie- und Handelskammern (IHKs) geklagt und die Rechtmäßigkeit der gesetzlichen Pflichtmitgliedschaft angefochten. Die Richter stellten fest, dass nur die gesetzliche Mitgliedschaft sicherstellen könne, dass „alle regional Betroffenen ihre Interessen einbringen“ und über ihre jeweilige IHK „fachkundig vertreten werden“ können.

Weiter führt das Bundesverfassungsgericht aus: „Die Artikulation der Belange und Interessen der Wirtschaft vor Ort, um diese insbesondere gegenüber Politik und Verwaltung zu Gehör zu bringen, gelingt zumindest besser, wenn die Betriebe und Unternehmen diese Aufgabe selbst in autonomer Verantwortung wahrnehmen und alle als Mitglieder beteiligt sind.“ (Randnummer 100 der Entscheidung, komplette Entscheidung hängt an). Die gesetzliche Mitgliedschaft einschließlich der daran gebundenen Beitragspflicht ist laut Bundesverfassungsgericht geeignet, dieses legitime Ziel zu erreichen. Die Beiträge belasten die Betroffenen nach Wertung des Gerichts nicht übermäßig. Auch sind die IHKs, einschließlich der Wahlen zu den Vollversammlungen, demokratisch legitimiert.

„Mit diesem Beschluss stärkt das Bundesverfassungsgericht erneut die funktionale Selbstverwaltung in Deutschland“, sagt Dr. Jan Glockauer, Hauptgeschäftsführer der IHK Trier. Das Gericht sichere so dauerhaft die Möglichkeit, dass sich Unternehmen regional, bundesweit und europäisch in allen Fragen der Wirtschaft angemessen einbringen können. „Besonders erfreulich ist, dass mit der Entscheidung das ehrenamtliche Engagement von mehr als 200 000 Unternehmern auch formal vom Bundesverfassungsgericht anerkannt wird“, sagt Glockauer. Diese europaweit einzigartige Struktur erfahre damit eine wichtige Bestätigung.


Industrie im Juni 2017: Anstieg der Auftragseingänge gegenüber dem Vormonat

Im Juni 2017 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 2,4 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Aus dem In- und Ausland gingen mehr Bestellungen ein (plus 3,0 bzw. plus 2,4 Prozent).

In allen drei industriellen Hauptgruppen fiel das Ordervolumen im Juni höher aus als im Mai. Den größten prozentualen Zuwachs verzeichnete die Konsumgüterindustrie (plus 7,8 Prozent). Bei den Vorleistungsgüterproduzenten gingen 3,6 Prozent mehr Aufträge ein als im Monat zuvor. Die Nachfrage nach Investitionsgütern blieb fast unverändert (plus 0,1 Prozent).

In zwei der drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes lag das Ordervolumen über dem Niveau des Vormonats. In der Chemischen Industrie, der größten Branche, legten die Bestellungen um 5,3 Prozent zu. Im Maschinenbau, dem Industriezweig mit dem drittgrößten Umsatz, stiegen die Auftragseingänge um 6,3 Prozent. Hingegen musste der Fahrzeugbau, die zweitgrößte Industriebranche, einen deutlichen Nachfragerückgang hinnehmen (minus 7,0 Prozent).

Gegenüber dem Vorjahresmonat sind die bereinigten Auftragseingänge der rheinland-pfälzischen Industrie kräftig gestiegen (plus 11,3 Prozent). Im In- und Auslandsgeschäft waren zweistellige Zuwachsraten zu verzeichnen (plus 12,9 bzw. plus 11,1 Prozent).

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

Neuer Jahrgang der Mittelrhein Riesling Charta vorgestellt

Die Mittelrhein Riesling Charta lud zu wein-kulinarischer Veranstaltung ein

(rrt) Der Romantische Rhein ist neben seiner einzigartigen (Kultur-)Landschaft für seinen hervorragenden Wein bekannt. Die Mittelrhein Riesling Charta, ein Zusammenschluss von 22 Winzern entlang des Mittelrheins, hat sich zum Auftrag gemacht, dieses Kulturgut zu bewahren und zu schützen. Gemeinsam luden die Winzer in diesem Jahr zu der Veranstaltung „Riesling Pur“ ein, die am Samstag, 29. Juli auf Schloss Rheinfels in St. Goar stattfand.

Im Fokus standen dabei die drei durch ihren Alkoholgehalt und ihre Restsüße kategorisierten Profilweine. Der „Handstreich“ ist ein moderner, feinfruchtiger und filigraner Riesling, während das „Felsenspiel“ ein ausgewogener, fein abgestimmter Riesling und das „Meisterstück“ ein vollendeter trockener Riesling ist. Jeder Charta-Winzer ist berechtigt, ‘seinen‘ Profilwein anhand festgelegter Qualitätskriterien herzustellen. So konnten die Besucher auf der Welterbeterrasse des Schloss Rheinfels insgesamt neun verschiedene ‘Handstreiche‘, 16 ‘Felsenspiele‘ und 14 ‘Meisterstücke‘ kosten. Während der Präsentation wurde den Gästen ein hervorragendes „Flying-Tapas-Buffet“ aus der Schlossküche gereicht.

Im Anschluss fand ein Gala Abend unter dem Motto „5 Gänge – 10 Weine: Wein, Gourmet und Comedy“ statt. Während die Schlossküche mit einem vorzüglichen 5-Gang-Menü zu überzeugen wusste, reichten die Winzer der Riesling Charta zehn korrespondierende Weine. Der Comedian Ingo Konrads präsentierte sein Programm „Freunde schöner Göttertropfen“ und sorgte damit für gute Unterhaltung für die zahlreichen Gäste.

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Traditionsunternehmen investiert massiv am Standort Lahnstein

Bei Kugel´s geht es rund!

Lahnstein. Das Familienunternehmen Kugel, „Deutschlands Bester Bäcker 2015“, baut an der Koblenzer Straße in Lahnstein eine neue, zweigeschossige Backstube und investiert dort einen mittleren einstelligen Millionenbetrag.

"Vor dieser wegweisenden, strategischen Entscheidung zur Sicherung und Weiterführung des Unternehmens „Kugel's Backwelt“ und dem klaren Bekenntnis zum Standort Lahnstein, habe ich gehörigen Respekt und bin sehr dankbar dafür, dass ich hier gemeinsam mit zahlreichen Mitgliedern des Lahnsteiner Stadtrates heute mit dabei sein darf", so Oberbürgermeister Peter Labonte bei seinem Begrüßung. "Nicht nur für das Unternehmen, auch für einen Ort wie Lahnstein ist das eine wirklich große und bedeutende Investition."

Die Familie Kugel hatte 4500 qm auf dem Gelände der ehemaligen Drahtwerke C.S. Schmidt gekauft und Ende letzten Jahres für den Neubau ihrer Bäckerei eine positive Stellungnahme der Verwaltung zur Bauvoranfrage erhalten. Daraufhin ging es mit der Rodung und Gestaltung des Baugeländes los. Auf 2500 Quadratmeter, verteilt auf zwei Stockwerke, entstehen nun eine neue Backstube und eine Betriebswohnung. Die Bauzeit ist mit etwa 15 Monaten angesetzt.

Wenn alles glatt läuft, wäre eine Einweihung pünktlich zum 85-jährigen Firmenjubiläum im nächsten Jahr möglich. Neben modernsten Bäckereistandards wird auf ein umfassendes Energiekonzept und Umweltschonung Wert gelegt. Mit dem Neubau schafft das Familienunternehmen zugleich weitere attraktive Arbeitsplätze in der Stadt.

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