Sonntag, 22. April 2018

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Bildungsministerin besucht Dalton-Unterricht

Am 26. Februar besuchte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig die August-Horch-Schule Berufsbildende Schule Andernach. Anlass des Besuchs der Ministerin war es, einen Einblick in den Daltonunterricht zu erhalten, der an der August-Horch-Schule in allen Klassen des Beruflichen Gymnasiums und der Höheren Berufsfachschule mit dem Schuljahr 2016/17 eingeführt wurde.

Und auch die neue hervorragend ausgestattete KfZ-Werkstatt der Schule, die erst im Oktober 2017 eingeweiht wurde, weckte das Interesse der Ministerin. Die neue KfZ-Werkstatt bereichert das Angebot der beruflichen Bildung an der August-Horch-Schule.

Die Einführung der Daltonpädagogik hingegen bringt frischen Wind in den Fachunterricht des Beruflichen Gymnasiums und der Höheren Berufsfachschulen. Was ist Daltonunterricht? Der Daltonunterricht wurde von der US-amerikanischen Reformpädagogin Helen Parkhurst (1887 – 1974) entwickelt. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten innerhalb eines festgesteckten Rahmens selbstständig Aufgaben und entwickeln neben den fachlichen auch ihre überfachlichen Kompetenzen, die vielzitierten Soft Skills. Die Aufgaben werden von allen Fachlehrern in Form von Fünf-Wochen-Lernplänen vorgelegt und sind jederzeit in der Lernplattform Moodle online verfügbar.

Die mögliche und notwendige Selbständigkeit im Rahmen der Dalton-Pädagogik soll vor allem fit fürs Studium und eine Berufsausbildung machen. Die Ursache von vielen Studienabbrüchen sind nicht die fachlichen Schwächen der Studierenden sondern Überforderungen bei der Selbstorganisation. Auch die Bildungsministerin sieht hier einen Pluspunkt des Daltonunterrichtes.

Dies war vielleicht auch der Grund dafür, dass sie sich sehr viel Zeit für Gespräche mit Schülerinnen und Schülern in Kleingruppen genommen hat - über die Pausenklingel hinaus. Nach diesem Erfahrungsaustausch war sie beeindruckt vom Engagement und den positiven Erfahrungen mit Dalton. Überraschend war auch die konstruktive Offenheit, mit der einige Schülerinnen und Schüler auf Verbesserungspotentiale hingewiesen haben.

Die Ministerin und die beteiligten Lehrkräfte waren sich einig, dass die gut umgesetzte Dalton-Pädagogik der richtige Weg ist für die Vorbereitung der jungen Menschen auf eine sich immer schneller ändernde Welt.

5.000 Besucher erlebten glanzvolle Schoko-Premiere im Koblenzer Schloss

Konditorenhandwerk begeisterte mit Spitzenleistungen, kulinarischen und optischen Genüssen wie auch Nachwuchswerbung

Koblenz. Lange Schlangen schon kurz vor der Eröffnung und dichtes Gedränge vor Ausstellerständen und Exponaten des Wettbewerbs: Die Premiere des „Championnats du Chocolat à Coblence“ übertraf selbst die optimistischsten Prognosen. Über 5.000 Besucher wollten am ersten März-Wochenende die außergewöhnliche Schau im Kurfürstlichen Schloss zu Koblenz erleben. Die Mischung aus Information, kulinarischem wie auch optischem Verwöhnprogramm, die ganze Veranstaltung mit ihren Inhalten und Erscheinungsbildern war erstklassige Werbung für das Handwerk, das Konzept der Handwerkskammer (HwK) Koblenz als Organisator ging voll auf.

Der gelungene Auftakt ist für die HwK-Verantwortlichen um die Bäcker- und Konditormeister Joachim Schäfer und Rainer Hahn eine Bestätigung wie auch Ermutigung, dieser gelungenen Premiere eine Neuauflage 2019 folgen zu lassen. „Exzellente Arbeiten“, schwärmte Philippe Fischer. Auch für den Vizepräsidenten der Handwerkskammer in Metz und seine Chokolatier-Kollegen aus dem Nachbarland Frankreich verlief die zweitägige Großveranstaltung überaus erfolgreich. Der Andrang an ihren Ständen war enorm und auch der Verkauf lief gut. Doch die Hoffnung auf einen kommerziellen Erfolg war nicht der Grund für die Teilnahme in Koblenz. „Es geht darum, Kontakte zu knüpfen und die Zusammenarbeit zwischen beiden Kammern zu vertiefen“, erklärte Philippe Fischer. Insbesondere die Nachwuchsgewinnung war ein bestimmendes Thema – auch hier konnte man mit dem Publikumszuspruch gerade der jüngeren Besucher mehr als zufrieden sein.

„Kunstwerke aus Schokolade können wie Leuchttürme sein“, brachte es Alexander Baden bei der Eröffnung auf den Punkt. Für den HwK-Hauptgeschäftsführer müssen attraktive Veranstaltungen wie die jüngste das Ziel haben, für eine Lehre im Handwerk – in diesem Fall für die Welt der Konditoren – zu werben. Mehr noch: Es geht um die gesamte Nachwuchsförderung im Handwerk, die als echte Alternative zu einer akademischen Qualifizierung positioniert werden muss. „Das gehört zu den zentralen Aufgaben einer Kammer“, betonte Präsident Kurt Krautscheid am zweiten Tag der Schau, an dem er auch die designierte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner begrüßen konnte. Die CDU-Politikerin lobte das Engagement der HwK Koblenz, immer wieder Großveranstaltungen wie diese zu stemmen. Für das Thema Schokolade schwärmte sie, „ein wunderbares Produkt, dessen Faszination sich wohl kaum jemand entziehen kann. Hier darf auch das Auge mitessen, denn die Verbindung aus Optik und Geschmack überzeugt. Der Publikumsandrang ist eine wunderbare Bestätigung für die Idee, die hinter diesem Event steht.“

Neben der Ausstellung mit Chokolatiers aus dem gesamten Bundesgebiet, Belgien und Frankreich waren es vor allem die Wettbewerbsbeiträge, die das Publikum zum Staunen brachten. Prächtige Bäume, filigran ausgearbeitete Blüten und kunstfertig hergestellte Schokouhren: Was die 18 Wettbewerbsteilnehmer gezaubert hatten, hinterließ bleibende Eindrücke, zumal Moderator Jürgen Rademacher beeindruckende Informationen aus den Chokolatiers herauskitzelte: Zwei bis drei Stunden Arbeit für eine Blüte und ein Minimum von 60 bis 70 Stunden Arbeit für eine Schokoskulptur – mit diesen Dimensionen hatten wohl die wenigsten gerechnet. Überraschend war übrigens auch die Qualität der Nachwuchsarbeiten, die in einem eigenen Wettbewerb zu sehen waren. Am Ende wurden Preise einer Expertenjury und zusätzlich ein Publikumspreis vergeben.

Die eigentlichen Gewinner der Großveranstaltung waren jedoch die Besucher. Sie hatten nicht nur die Möglichkeit zu probieren, sondern konnten im Rahmen kleiner Vorführungen auch erleben, wie die süßen Köstlichkeiten entstehen. Beim Blick über die Schulter der Schoko-Experten konnten Fragen gestellt werden und der Dialog mit dem Fachhandwerk wurde rege genutzt.

Projekt IHKhub rheinland-pfalzweit gestartet: IHKs bündeln Angebote zur Digitalisierung

Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Rheinland-Pfalz starten heute die Initiative „IHKhub“. Mit der neuen Marke bündeln die vier IHKs im Land künftig ihre Digitalisierungsangebote. Ziel ist es, die bestehenden Angebote für Unternehmen noch leichter zugänglich zu machen und eine aktivere Unterstützung im Themenfeld Digitalisierung zu leisten.

„Die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz befindet sich mitten im Prozess der Digitalen Transformation. Mehr als die Hälfte der rheinland-pfälzischen Unternehmen sehen Chancen durch neue Geschäftsmodelle“, so Arne Rössel, Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz. „Gleichzeitig bestehen bei vielen Betrieben aber noch Unsicherheiten über die Auswirkungen der Digitalisierung und über den Umgang mit so entscheidenden Themen wie IT-Sicherheit und Datenschutz. An dieser Stelle setzen die IHKs an und bieten ein Unterstützungsangebot, das auf die Bedürfnisse der Unternehmen zugeschnitten ist.“

Über www.ihkhub-rlp.de stellt die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz mit einem Klick den Zugang zu den regionalen IHKhubs bereit. Dort finden die Betriebe schnell Fachinformationen zu den relevanten Aspekten der Digitalisierung. „Praxisorientierte Workshops, Beratungstage und Informationsveranstaltungen bieten die IHKs vor Ort ebenso an wie maßgeschneiderte Fortbildungen für Mitarbeiter“, so Arne Rössel. Darüber hinaus sollen die regionalen IHKhubs ein Netzwerk für Unternehmen in der Region schaffen und Möglichkeiten zum Dialog eröffnen. Zentrale Ansprechpartner stehen für die Anliegen der Betriebe zur Verfügung und nehmen auch deren Vorschläge auf, um das Angebot beständig weiter zu entwickeln. Ziel der IHK-Initiative ist es, einen Prozess anzustoßen, um die Herausforderungen der Digitalisierung gemeinsam mit den Unternehmen zu meistern.

Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigt das aktuell von den IHKs erhobene „Unternehmensbarometer Digitalisierung", an dem sich rund 900 Unternehmen beteiligt haben. „Über alle Branchen hinweg äußern die Unternehmen Bedarf an Unterstützung und Beratung. Diesen Anforderungen wollen wir mit unseren Angeboten künftig noch stärker gerecht werden", unterstreicht Rössel.

Ein wichtiges Anliegen der Unternehmen richtet sich auch direkt an die Landespolitik:
87 Prozent aller befragten Betriebe wünschen sich eine leistungsfähige, flächendeckende Breitbandinfrastruktur. „Im gesamten Land laufen vielfältige Initiativen zum Breitbandausbau. Die Rückmeldung aus den Unternehmen bestätigt einmal mehr, dass hier ein hoher Druck besteht – der auch künftig anhalten dürfte. Die Politik muss sich darauf einstellen, dass der Ausbau der digitalen Infrastruktur nicht in einigen Jahren abgeschlossen sein wird, sondern parallel zum technischen Fortschritt fortlaufende Investitionen erfordert."

Fragen statt raten – Umfrage für Westerwälder Unternehmen

„Nur wer weiß, wo es hingehen soll, setzt die Segel richtig“ – Unter diesem Motto führt die  Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (WFG) im März 2018 eine Onlineumfrage der Westerwälder Betriebe durch.

Die Themen mit denen sich Unternehmer auseinander setzen müssen sind vielseitig, komplex und oftmals dringlich. Märkte, Anforderungen von Kunden und Fachkräfte verändern sich immer schneller und die gesetzlichen Vorgaben nehmen zu. Die strategische Personalentwicklung von qualifizierter Ausbildung bis zur Weiterbildung und Beschäftigung älterer Arbeitnehmer, die Digitalisierung mit neuen Prozessen und wachsenden Anforderungen an Sicherheit und Datenmanagement, die gewünschte Nachhaltigkeit vom Rohstoff bis zum Endprodukt und  viele weitere kleinere und größere Herausforderung gehören zum Arbeitsalltag der verantwortlichen Unternehmer.

Gemeinsam mit den Partnern in der Region, wie den Kammern und Verbänden, der Kreishandwerkerschaft, der Agentur für Arbeit und Nachbarlandkreisen, werden verschiedene Formen der Unterstützung angeboten. Nur was genau hilft den Betrieben? Was brauchen sie wirklich? Und wie? Die eine Antwort wird es auf diese Frage sicherlich nicht geben, aber „um gute und vor allem passende Angebote machen zu können, ist es wichtig zu wissen, was die Unternehmer von uns erwarten und wo sie sich in welcher Form Unterstützung wünschen. Damit wir falsche Annahmen vermeiden und am Ziel vorbei schießen, fragen wir lieber direkt“, begründet Katharina Schlag, WFG-Geschäftsführerin, diese Aktion. „Erste Gespräche haben gezeigt, dass unser breites Spektrum draußen gar nicht so bekannt ist, wie wir es uns wünschen – daran möchten wir arbeiten und freuen uns über eine starke Beteiligung!“

Über die Internetseite www.wfg-ww.de können Westerwälder Betriebe aller Größen und aus allen Branchen an der Umfragen teilnehmen.

n Rheinland-Pfalz weiden weniger als fünf Prozent der in Deutschland gehaltenen Schafe

Im November 2017 hielten in Rheinland-Pfalz rund 600 landwirtschaftliche Betrieben mit mindestens 20 Schafen insgesamt etwa 68.700 Schafe. Mehr als 70 Prozent der Tiere waren Mutterschafe und gut ein Viertel des Bestandes Lämmer. Milchschafe werden selten gehalten; auf sie entfallen weniger als ein Prozent des Bestandes. Annähernd die Hälfte der Schafe steht in Beständen zwischen 50 und 500 Tieren.

In Deutschland (ohne die Stadtstaaten) gibt es rund 1,6 Millionen Schafe. Die Schafhaltung konzentriert sich auf die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen mit gut der Hälfte des Bestandes. Dagegen lag der Anteil der in Rheinland-Pfalz weidenden Schafe bei unter fünf Prozent.

Als Auswahlgrundlage für die Erhebung dient das Betriebsregister Landwirtschaft. Zur Grundgesamtheit zählen alle landwirtschaftlichen Betriebe mit mindestens 20 Schafen. Zur Aktualisierung der Grundgesamtheit wird u. a. das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier) als Informationsquelle herangezogen.

Seit 2011 ist der Erhebungsstichtag der 3. November. Kleinere Veränderungen des Bestandes an Schafen sind aufgrund stichprobenbedingter Fehler nur bedingt aussagekräftig. Das Ergebnis für den Schafbestand insgesamt liegt mit einer 95-prozentigen Wahrscheinlichkeit in einem Schätzfehlerkorridor von maximal rund 2 700 Tieren.

Autorin: Dr. Birgit Hübbers (Abteilung Landwirtschaft, Umwelt, Energie, Register)

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