Mittwoch, 20. September 2017

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Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke steigen das fünfte Jahr in Folge

Die Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke sind zum fünften Mal in Folge gestiegen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lagen die Kaufwerte je Hektar Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung (FdlN) in Rheinland-Pfalz 2016 im Durchschnitt bei knapp 13.300 Euro; das waren 3,8 Prozent mehr als im Jahr 2015.

Die Zahl der Kauffälle stieg um 1,1 Prozent auf 4.446. Die veräußerte Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung war jedoch rückläufig: Im Jahr 2016 wechselten 3.520 Hektar den Eigentümer, was einen Rückgang um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutete. Pro Verkaufsfall wurden im Durchschnitt 0,79 Hektar veräußert.

Der weitaus größte Teil der verkauften Flächen liegt in den Landkreisen (97 Prozent). Dabei reichte die Spanne der Kaufwerte je Hektar Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung von rund 4.600 Euro im Landkreis Kusel bis zu 42.200 Euro im Rhein-Pfalz-Kreis. Im Durchschnitt aller Landkreise errechnet sich ein Hektarpreis von 12.500 Euro. In den kreisfreien Städten war er mit 34.600 Euro wesentlich höher.

Neben der regionalen Lage sind vor allem die Nutzungsart und die Bodenqualität für den Kaufpreis von Bedeutung. So war Ackerland mit durchschnittlich 17.700 Euro pro Hektar mehr als doppelt so teuer wie Grünland mit 8.500 Euro. Eine noch größere Spanne ist bei der Unterscheidung nach der Bodengüte zu beobachten: Gute Böden mit einer Ertragsmesszahl von 60 und mehr erzielten mit durchschnittlich rund 29.900 Euro einen mehr als dreimal so hohen Verkaufspreis wie Böden mit einer Ertragsmesszahl von unter 30.

Daten über Verkäufe von landwirtschaftlichen Grundstücken werden dem Statistischen Landesamt vierteljährlich von den Gutachterausschüssen bei den Kataster- und Stadtvermessungsämtern übermittelt. Erhoben werden Verkäufe von Grundstücken mit einer Mindestgröße von 0,1 Hektar (1.000 m²), die zumindest für einen überschaubaren Zeitraum weiterhin als Ackerland oder Grünfläche genutzt werden.

Die durchschnittlichen Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke sind im Zeitverlauf nur bedingt vergleichbar, weil sie sich in jedem Jahr aus unterschiedlich gearteten Einzelfällen zusammensetzen. Die Statistik der Kaufwerte für landwirtschaftlichen Grundbesitz hat daher mehr den Charakter einer Grundeigentums-wechselstatistik als den einer Preisstatistik.

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

CEO-Betrug – Das Bundeskriminalamt warnt

Mit einer neuen Masche des CEO-Betrugs gehen Betrüger derzeit in Deutschland vor. Sie kommunizieren dabei fast ausschließlich per E-Mail. Die Täter nutzen die Domain @ceopvtmail.com. Von dieser Domain versenden sie die betrügerischen E-Mails mit der Systematik Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. und versuchen, die Empfänger der E-Mail unter Vorspiegelung falscher Tatsachen dazu zu bringen, hohe Zahlungen zu leisten. Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt ausdrücklich vor E-Mails mit dieser Adresse. Der dem BKA bekannte Schaden in diesen Fällen beläuft sich bisher auf mindestens 5,6 Millionen Euro. Opfer wurden bislang Unternehmen, aber auch Berufs- und Wohlfahrtsverbände sowie Stiftungen.

Werden Sie kein Betrugsopfer und warnen Sie andere davor: Verifizieren Sie Zahlungsaufforderungen, die über diese Absenderadresse an Ihre Redaktion, Ihr Unternehmen oder anderen Einrichtungen gerichtet werden, unbedingt beim Auftraggeber und nehmen Sie bei Unstimmigkeiten direkt und unmittelbar mit der Geschäftsleitung oder Ihrem Vorgesetzten Kontakt auf. Lassen Sie sich von den Betrügern nicht zu vorschnellen Zahlungen bringen.

Ausführliche Informationen zur Betrugsmasche CEO-Fraud finden Sie unter www.bka.de und im Social Web, #CEOFraud #BKA.

Ausgaben für Sozialhilfe stiegen 2016 um fast sechs Prozent

Im Jahr 2016 wurden in Rheinland-Pfalz netto mehr als 1,4 Milliarden Euro für Sozialhilfe ausgegeben. Das waren nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes 5,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Zu den Leistungen der Sozialhilfe nach dem Zwölften Buch des Sozialgesetzbuches (SGB XII) zählen unterschiedliche Leistungsarten, die neben der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen, der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung auch Hilfen zur Pflege, zum Lebensunterhalt, zur Gesundheit sowie sonstige Hilfen umfassen.

Die Ausgaben für diese Leistungen steigen seit Jahren kontinuierlich. Im Jahr 2006 waren landesweit noch weniger als 900 Millionen Euro für die Sozialhilfe aufgewendet worden. Die Leistungen der Sozialhilfe beseitigen bzw. mildern die Folgen von Behinderungen, gesundheitlichen und altersbedingten Einschränkungen und decken den Bedarf an Ernährung, den hauswirtschaftlichen Bedarf sowie die persönlichen Bedürfnisse des täglichen Lebens.

Eingliederungshilfe größte Ausgabenposition

Mit 61 Prozent stellte die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen die größte Ausgabenposition dar. Es folgt die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung mit 18 Prozent der gesamten Nettoausgaben. Für die Hilfe zur Pflege wurden 14 Prozent und für die Hilfe zum Lebensunterhalt 3,7 Prozent aufgewendet. Etwa zwei Prozent der Ausgaben entfielen auf die Hilfe zur Gesundheit und rund ein Prozent auf sonstige Hilfen in besonderen Lebenslagen.

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Teuerungsrate im Juli unverändert bei 1,5 Prozent

Die Teuerungsrate blieb im Juli 2017 unverändert. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex um 1,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Juni hatte die Inflationsrate ebenfalls plus 1,5 Prozent betragen.

Die Energiepreise waren im Juli 2017 um 1,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Mineralölprodukte verteuerten sich um 3,5 Prozent (Heizöl: plus 6,2 Prozent; Kraftstoffe: plus 2,9 Prozent). Die Strompreise stiegen leicht um 0,4 Prozent. Die Preise für Gas sowie die Umlage für Zentralheizung und Fernwärme waren dagegen rückläufig (minus 1,7 bzw. minus 0,6 Prozent).

Kräftige Preiserhöhungen waren bei den Nahrungsmitteln zu verzeichnen (plus 3,3 Prozent). Dazu trugen aufgrund ihrer hohen Verbrauchsbedeutung insbesondere die Molkereiprodukte und Eier bei, deren Preise um 13,8 Prozent stiegen. Deutliche Preiserhöhungen gab es zum Beispiel bei H-Milch (plus 37,6 Prozent) und Quark (plus 30,7 Prozent). Speisefette und -öle waren ebenfalls wesentlich teurer als im Juli 2016 (plus 32,7 Prozent). Dies ist insbesondere auf den starken Anstieg der Butterpreise zurückzuführen (plus 71,1 Prozent). Gemüse wurde hingegen deutlich billiger (minus 7,6 Prozent). Die Obstpreise lagen ebenfalls unter dem Niveau des Vorjahresmonats (minus 1,0 Prozent).

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die oft auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, belief sich im Juli auf plus 1,4 Prozent; im Juni hatte sie bei plus 1,5 Prozent gelegen.

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Betrüger versuchen Millionen von Unternehmen zu ergaunern

Sie geben sich am Telefon oder per Mail als Geschäftsführer oder Unternehmensbevollmächtigte aus und fordern den schnellen Transfer einer hohen Geldsumme, um ein dringendes Geschäft abzuschließen. Dahinter stehen Kriminelle, die mit dieser Masche Millionen erbeuten wollen. Die Polizei warnt erneut vor dem so genannten CEO-Fraud.

In den letzten Tagen haben wieder mehrere Unternehmen aus der Region Trier, Wittlich und Idar-Oberstein Anzeigen bei der Polizei erstattet, weil Unbekannte versucht haben, hohe Geldüberweisungen zu veranlassen. So wollten die Täter von einem Trierer Unternehmen am 25. Juli knapp eine Million Euro erbeuten. Einen Tag später versuchten sie es bei einem anderen Unternehmen mit einem vierstelligen Betrag. Eine Firma aus der Eifel sollte rund 900.000 Euro überweisen, ein Hunsrücker Unternehmen wollte man gar um rund 1,5 Millionen Euro betrügen. Hier ging eine E-Mail mit dem Absender vom Firmenchef ein, in dem die Buchhaltung angewiesen wurde, den Betrag für eine Firmenübernahme umgehend auf ein Konto in Taiwan zu überweisen. Der Absender mahnte strenge Vertraulichkeit an und drängte auf eine schnelle Erledigung des Geldtransfers. Nach mehrmaligen E-Mail-Nachfragen schöpfte der Buchhalter Verdacht und informierte Firmenleitung und die Polizei.

Die Taten, die allesamt in den vergangenen beiden Wochen angezeigt wurden, blieben zum Glück im Versuchsstadium stecken. Die Verantwortlichen in der Buchhaltung durchschauten die kriminelle Absicht. „Die Polizei hat in der Vergangenheit mehrfach auf die Betrugsmasche des „CEO-Fraud“ hingewiesen“, sagt der Pressesprecher des Polizeipräsidium Trier, Karl-Peter Jochem, „dies zeigt offenbar Wirkung“.

Nichtsdestotrotz weist die Polizei nochmals auf die Masche hin. Die Täter nutzen Informationen der Unternehmen in Wirtschaftsberichten, im Handelsregister oder auf Internetseiten und Werbeprospekten. Auch soziale Netzwerke, in denen Mitarbeiter Ihre Funktion innerhalb des Unternehmens oder firmeninterne Details preisgeben, dienen als wichtige Informationsquelle. Mit dem so beschafften Insiderwissen treten sie über E-Mail oder telefonisch mit den Mitarbeitern in Kontakt, geben sich als Geschäftsführer, leitender Angestellter oder Handelspartner aus und fordern zum Beispiel unter Hinweis auf ein bevorstehendes Investment oder eine geänderte Kontoverbindung die Überweisung eines hohen Geldbetrages auf ein ausländisches Konto.

Insgesamt sind beim Polizeipräsidium Trier vier neue Verfahren anhängig. Im Mai waren sieben Strafanzeigen erstattet worden. Die Ermittlung der Täter gestaltet sich schwierig. E-Mails oder Telefonate kommen meist aus Fernost, Telefonnummern und E-Mail-Absenderdaten sind gefälscht und die Überweisungen sollen auf ausländische Bankkonten erfolgen.

Auch das BKA warnt vor dieser Betrugsmasche, die schon zu Millionenschäden geführt hat, und gibt auf seiner Homepage Tipps zum Schutz der Unternehmen. https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/IhreSicherheit/CEOFraud.html

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