Mittwoch, 21. Februar 2018

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Digitalisierung

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Mehr Transparenz bei automatisierten Entscheidungen durch Algorithmen

„Bei automatisierten Entscheidungen, die von Algorithmen getroffen werden, muss es mehr Transparenz und eine unabhängige Kontrolle geben“, forderte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Ministerpräsidentin schlägt hierzu vor, eine bundesweite Zertifizierung von Algorithmen sowie eine Beschwerdestelle für Nutzerinnen und Nutzer einzuführen.

„Das Zertifikat soll bestätigen, dass Algorithmen bestimmte Kriterien erfüllen. Wir müssen uns auf gemeinsame Standards verständigen, die weitgehend verhindern, dass Algorithmen diskriminierend wirken oder der Vertrauensschutz der Nutzerinnen und Nutzer im Hinblick auf Daten verletzt wird“, so die Ministerpräsidentin. Der Landesrat für digitale Entwicklung und Kultur, dem Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft angehören und der die Ministerpräsidentin berät, fordert zudem den Aufbau einer Stelle, die die Zertifizierung durchführt. Sie soll die Einhaltung der Kriterien prüfen und als Beschwerdestelle für Nutzerinnen und Nutzer dienen. Außerdem sei eine Intensivierung der Anstrengungen zur sicheren Beherrschung wichtiger innovativer Technologien und Anwendungen notwendig, zum Beispiel Technologien aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz und Anwendungen in autonomen Systemen.

Ausdrücklich begrüßte Ministerpräsidentin Malu Dreyer das vom Bundesverband der Verbraucherzentralen veröffentlichte Thesenpapier „Algorithmenbasierte Entscheidungsprozesse“. „Wir stellen als Gesellschaft noch zu wenig Fragen hinsichtlich Algorithmen und ihrer Wirkung“, erklärte die Ministerpräsidentin. „Wie viel Entscheidungsmacht wollen wir an Algorithmen abgeben, wie sollen Algorithmen abgesichert werden und wie kann die Gesellschaft bestmöglich von Algorithmen profitieren? Diese Fragen müssen gesamtgesellschaftlich breiter diskutiert werden.“

Automatisierte Entscheidungsfindungen durch Algorithmen seien weit verbreitet, erläuterte die Ministerpräsidentin. Sie würden in Zukunft zunehmend durch Technologien wie künstliche Intelligenz unterstützt. Diese Automatismen seien in vielen Fällen im Sinne des Benutzers, beispielsweise wenn ein Algorithmus im Navigationsgerät den besten Weg ohne Baustellen und Staus umgehend von alleine errechne. „Algorithmen können aber auch diskriminierend wirken“, so die Ministerpräsidentin. Sie verwies auf Fälle aus den USA, in denen Bewerbungen durch Computerprogramme vorsortiert würden. Algorithmen seien zudem bei Versicherungsunternehmen imstande, die Lebenserwartung von Menschen zu berechnen, und seien so an der Entscheidung beteiligt, welcher Kunde welchen Tarif bekomme. Das sei den Nutzerinnen und Nutzern oftmals gar nicht bewusst.

Teuerungsrate liegt im Dezember bei 1,5 Prozent

Inflationsrate im Jahresdurchschnitt bei 1,6 Prozent

Die Teuerungsrate ist im Dezember 2017 gesunken. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex um 1,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im November hatte die Inflationsrate 1,7 Prozent betragen.

Die Energiepreise stiegen nur geringfügig. Sie waren im Dezember 2017 um 0,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Mineralölprodukte verteuerten sich um 0,4 Prozent. Während die Heizölpreise binnen Jahresfrist um 1,5 Prozent zulegten, blieben die Kraftstoffpreise nahezu unverändert (plus 0,1 Prozent). Die Umlage für Zentralheizung und Fernwärme erhöhte sich um 1,4 Prozent. Die Strompreise änderten sich kaum (plus 0,2 Prozent). Gas war im Dezember 2017 um ein Prozent billiger als im Vorjahresmonat.

Die Nahrungsmittelpreise lagen um 2,6 Prozent über dem Niveau von Dezember 2016. Starke Preissteigerungen waren bei Speisefetten und -ölen (plus 17,1 Prozent) und bei Molkereiprodukten und Eiern (plus 9,8 Prozent) zu verzeichnen. Auch Obst war merklich teurer als ein Jahr zuvor (plus 5,4 Prozent). Für Gemüse mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher hingegen nicht so tief in die Tasche greifen wie im Vorjahresmonat. Die Preise sanken um acht Prozent. Dabei spielt allerdings auch ein statistischer Basiseffekt eine Rolle: Vor einem Jahr lagen die Gemüsepreise aufgrund von Lieferengpässen infolge ungewöhnlich niedriger Temperaturen in Südeuropa auf hohem Niveau.

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die oft auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, belief sich im Dezember auf 1,4 Prozent nach 1,3 Prozent im November.

Zehn der zwölf Hauptgruppen verzeichneten Preissteigerungen gegenüber dem Vorjahresmonat. Die größten Zuwächse gab es bei alkoholischen Getränken und Tabakwaren (plus 3,1 Prozent). Dahinter folgten Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke sowie das Bildungswesen (jeweils plus 2,5 Prozent). In den Bereichen „Nachrichtenübermittlung“ sowie „Andere Waren und Dienstleistungen“ lagen die Preise unter dem Niveau des Vorjahresmonats (jeweils minus 0,4 Prozent).

Veränderungen gegenüber November 2017
Gegenüber dem Vormonat ist der Verbraucherpreisindex im Dezember um 0,6 Prozent gestiegen. Am stärksten erhöhten sich die Preise im Bereich „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ (plus 4,5 Prozent; darunter Pauschalreisen plus 20,1 Prozent), was auf saisonale Einflüsse zurückzuführen ist. Auch für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke sowie für alkoholische Getränke und Tabakwaren musste spürbar mehr bezahlt werden als im November (plus 0,9 bzw. plus 0,7 Prozent). Preisrückgänge gab es hingegen bei Bekleidung und Schuhen (minus 1,8 Prozent).

Entwicklung der Verbraucherpreise im Jahresdurchschnitt 2017
Im Jahresdurchschnitt waren die Verbraucherpreise 2017 um 1,6 Prozent höher als 2016. Dies war der höchste Anstieg seit 2012. Am stärksten verteuerten sich Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (plus 3,0 Prozent). Dazu trugen unter anderem kräftige Preiserhöhungen bei Speisefetten und -ölen sowie Molkereiprodukten und Eiern bei (plus 24,0 bzw. plus 9,6 Prozent). Auch im Bereich „Verkehr“ gab es deutliche Preissteigerungen (plus 2,9 Prozent). Ein wesentlicher Grund dafür ist der Anstieg der Kraftstoffpreise um 6,2 Prozent; allerdings hatten sie 2016 auf einem außergewöhnlich niedrigen Niveau gelegen. Auch für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher merklich tiefer in die Tasche greifen (plus 2,5 Prozent). Preisrückgänge waren in einer der zwölf Hauptgruppen zu verzeichnen: Im Bereich Nachrichtenübermittlung sanken die Preise um 0,7 Prozent.

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in 11 rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 17 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 700 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.
Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. Hier wird der Gesamtindex ohne Energie und Nahrungsmittel als Kerninflationsrate bezeichnet.
Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat Dezember 2017 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 10. Januar 2018 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.
Hinweis zur Umstellung des VPI auf das Basisjahr 2015:
Die für den Jahreswechsel 2017/2018 geplante turnusmäßige Revision des VPI mit Einführung des Basisjahres 2015 muss aufgrund von Verzögerungen bei notwendigen Anpassungen der IT-Programme um ein Jahr verschoben werden. Revidierte Ergebnisse werden im Frühjahr 2019 veröffentlicht. Der VPI wird somit bis zum Berichtsmonat Dezember 2018 weiterhin mit dem Basisjahr 2010 berechnet.

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

Nach der Regionalwahl in Katalonien:

Rheinland-pfälzische Wirtschaft beunruhigt über Konfliktpotenzial

Nach dem Sieg der Unabhängigkeitsbefürworter bei der Regionalwahl in Katalonien ist die rheinland-pfälzische Wirtschaft beunruhigt. „Es ist zu befürchten, dass die Diskussion um eine Abspaltung der Region von Spanien nun erneut entbrennt. Rheinland-pfälzische Unternehmen, die in Katalonien tätig sind, verfolgen den Streit zwischen Barcelona und Madrid mit Sorge“, erklärt Volker Scherer, Sprecher International der Arbeitsgemeinschaft der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKs)

Der Konflikt um eine mögliche Unabhängigkeit von Spanien werfe viele grundlegende Fragen über den Status Kataloniens auf. Insbesondere für ausländische Firmen, die in Katalonien investiert haben, sei die Unsicherheit über die künftigen rechtlichen Rahmenbedingungen eine große Belastung.

„Unternehmer müssen planen, beispielsweise Investitionen oder Produkt- und Marktstrategien. Deswegen ist politische Unsicherheit immer schlecht für unternehmerische Aktivitäten“, so Scherer. „Die Firmen, die in Katalonien aktiv sind, wünschen sich eine möglichst schnelle, friedliche und dauerhafte Beilegung des Konflikts mit Madrid, damit sie ihre Geschäfte wieder in einem rechtssicheren Umfeld tätigen können.

Sollte es tatsächlich zu einer Abspaltung Kataloniens von Spanien kommen, wäre die Region zumindest vorläufig nicht mehr Teil des EU-Binnenmarktes. Dadurch würden wieder Zollverfahren und ggf. auch Zölle beim Warenverkehr mit dem Ausland greifen. „Dass in den vergangenen Wochen bereits viele Unternehmen ihren Sitz aus Katalonien in andere Regionen Spaniens verlagert haben, zeigt die Brisanz der politischen Krise für die dortige Wirtschaft“, kommentiert Scherer.

Von den 1.300 deutschen Unternehmen in Spanien sind rund 40 Prozent in Katalonien aktiv. Aus Rheinland-Pfalz sind nach Schätzung der IHK-Arbeitsgemeinschaft ca. 40 Firmen mit einer eigenen Niederlassung in Katalonien vertreten.

Agentur aus Wiesbaden als europäischer Sieger bei Awardverleihung in London ausgezeichnet

  • STERN gewinnt European Property Award mit der Marketing-
    Kampagne für den Grand Tower in Frankfurt am Main
Wiesbaden, 20. Dezember 2017 – Weitere Auszeichnung für die Agentur STERN: Die Spezialisten für Immobilienmarketing wurden jetzt bei einer feierlichen Gala in London mit dem European Property Award ausgezeichnet. Die Agentur konnte sich den Preis als Gesamtsieger europaweit für den Bereich Development Marketing sichern. Prämiert wurde erneut die Vermarktungsarbeit für das spektakuläre Wohnhochhaus Grand Tower in Frankfurt am Main. STERN hat sowohl den Namen, als auch die Marketing-Konzeption sowie alle Vermarktungsunterlagen für das Gebäude konzipiert und umgesetzt.

Preisträger sind STERN, der Projektentwickler gsp Städtebau und das Maklerhaus Zabel Property (part of the JLL Group) aus Berlin, die gemeinsam mit der Agentur ein starkes Vermarktungsteam bilden. STERN zeichnete für die Entwicklung aller Marketing-Tools verantwortlich – von der Website bis zum Imagebuch.

Geschäftsführer
Martin Jung: „Wir haben in den letzten Jahren bereits einige bedeutende Designpreise gewonnen, aber auch wir wurden noch nie als die Besten Europas im Bereich Immobilienmarketing ausgezeichnet. Das ist ein Riesenerfolg für unser Real Estate Team und ein toller Ansporn für die Zukunft. Wir möchten uns bei gsp Städtebau und Zabel Property für die Zusammenarbeit bedanken, die nun mit diesem Award gekrönt wird. Kampagnen für Projekte wie den Grand Tower, der voll im internationalen Fokus steht, kann man nur in enger Zusammenarbeit mit den Auftraggebern kreieren."

Pioniere im Immobilienmarketing

STERN ist schon seit über 20 Jahren in der Immobilienvermarktung tätig und hat die
hochgradige Professionalisierung im Real-Estate-Marketing maßgeblich mitgestaltet und die Vermarktungskampagnen für zahlreiche Hochhausprojekte in Deutschland und im europäischen Ausland erfolgreich initiiert und begleitet.

Kurzprofil Stern GmbH – Agentur für Kommunikation

Die Stern GmbH wurde 1972 in Wiesbaden gegründet. Das Team um die Geschäftsführer Ferdinand
Stern, Florian Hirt und Martin Jung besteht aus 35 Mitarbeitern, der Schwerpunkt der Agentur liegt auf integrierter Kommunikation, die Elemente aus den Disziplinen PR, Design, Marketing, Events und Social Media bzw. Digital Services miteinander verknüpft. Stern entwickelt Strategien und Konzeptionen für Auftraggeber diverser Branchen – von Lifestyle-Brands und Konsumgüterherstellern über Finanzdienstleister und Automobilkonzernen bis hin zu Charity-Organisationen. Neben der Vermarktung von Gewerbe- und Wohnprojekten ist die Agentur auch deutschlandweit als Spezialist für Standortmarketing bekannt und steuert mehrere Eigentümerinitiativen, zum Beispiel die Standortinitiativen im Frankfurter Mertonviertel und in Stuttgart-Weilimdorf. Zu den aktuellen Kunden der Agentur zählen unter anderem ARDELL, Braun, Boehringer Ingelheim, CA Immo, CBRE, Clariant, De’Longhi, GEG, gsp Städtebau, Kenwood, Momeni, Pandion, SodaStream, SIGMA und TRACOE medical. Die agentureigenen Pressedienste Public Star® und Deutscher Pressestern® zählen zu den wichtigsten Publishern für Industrie, Wirtschaft und Handel.

Bauhauptgewerbe im Oktober 2017: Aufträge höher, Umsätze niedriger als im Vormonat

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im Oktober 2017 mehr Aufträge und niedrigere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum September 2017 – kalender- und saisonbereinigt – um 0,4 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz ging dagegen um 0,4 Prozent zurück. Gegenüber den ersten zehn Monaten 2016 stieg das Ordervolumen um 4,4 Prozent, der Umsatz verbesserte sich um 11,9 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum September 2017 erhöhten sich die bereinigten Auftragseingänge im Tiefbau um 7,0 Prozent. Im Hochbau ging die Nachfrage nach Bauleistungen dagegen um 6,8 Prozent zurück. Die höchsten Auftragszuwächse errechnen sich für den öffentlichen Hochbau sowie für den Straßenbau (plus 20,1 bzw. plus 13,6 Prozent). Der Rückgang im Hochbau ist auf die ungünstige Entwicklung im gewerblichen Hochbau sowie im Wohnungsbau zurückzuführen (minus 27,7 bzw. minus 12,8 Prozent). Gegenüber den ersten zehn Monaten 2016 wurden sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau Auftragszuwächse registriert (plus 5,2 bzw. plus 3,7 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum September 2017 gingen die bereinigten Erlöse im Tiefbau um 2,9 Prozent zurück. Für den Hochbau errechnet sich dagegen ein Anstieg um 2,2 Prozent. Sinkende Umsätze verzeichneten vor allem der gewerbliche Tiefbau sowie der sonstige öffentliche Tiefbau (minus 9,3 bzw. minus 6,6 Prozent). Dagegen lagen die Erlöse insbesondere im Wohnungsbau über dem Vormonatswert (plus 6,8 Prozent). Gegenüber den ersten zehn Monaten 2016 zogen die baugewerblichen Umsätze sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau deutlich an (plus 12,1 bzw. plus 11,6 Prozent).

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