Dienstag, 21. November 2017

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Weniger Betriebsgründungen aber auch weniger Betriebsaufgaben

In Rheinland-Pfalz gab es im ersten Halbjahr 2017 weniger so genannte Betriebsgründungen, d. h. Gründungen von Betrieben, bei denen eine größere wirtschaftliche Bedeutung vermutet wird. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems ging die Zahl der Betriebsgründungen gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 10,8 Prozent auf 2.738 zurück.

Zu den Betriebsgründungen zählen alle Neugründungen von Kapital- und Personengesellschaften sowie Neugründungen von Einzelunternehmen, bei denen ein Handelsregistereintrag oder eine Handwerkskarte vorliegt bzw. die mindestens einen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben. Die größere wirtschaftliche Bedeutung wird aufgrund der Rechtsform oder der voraussichtlichen Beschäftigtenzahl angenommen.

Die meisten Betriebsgründungen gab es in den Bereichen „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ (23,2 Prozent), „Baugewerbe“ (14,2 Prozent) und dem „Gastgewerbe“ (11,4 Prozent).

Regionale Betrachtung

Regional betrachtet war die Anzahl der Betriebsgründungen je 10.000 Einwohner in der kreisfreien Stadt Kaiserslautern am höchsten. Dort ergab sich für diese Kenngröße ein Wert von 13,4. Zweistellige Werte wurden auch für die kreisfreien Städte Speyer (12,4), Zweibrücken (12,3) und Koblenz (10,6) festgestellt. Den höchsten Wert unter den Landkreisen erreichte der Landkreis Bad Dürkheim mit 7,5 Gründungen je 10.000 Einwohner. Die niedrigste Anzahl der Betriebsgründungen je 10.000 Einwohner war im Landkreis Kusel mit 3,2 zu ver-zeichnen. Auch in den Landkreisen Südwestpfalz und Trier-Saarburg (jeweils 3,3) sowie in der kreisfreien Stadt Pirmasens (4,0) war das Gründungsgeschehen relativ gering.

Sonstige Neugründungen

Die Zahl der sonstigen Neugründungen lag im ersten Halbjahr 2017 mit 10.773 um 6,1 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Als sonstige Neugründungen gelten Gründungen von Kleinunternehmen, d. h. von Einzelunternehmen ohne Handelsregistereintrag oder Handwerkskarte, die keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben. Darunter befanden sich 6.047 Gründungen im Nebenerwerb. Insgesamt wurden 16.400 Gewerbe angemeldet; 7,5 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Betriebsaufgaben

Die Zahl der Aufgaben von Betrieben mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung (Pendant zu den Betriebsgründungen) ging um 15,2 Prozent auf 2.149 zurück. Die sonstigen Stilllegungen verminderten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,6 Prozent auf 10.372. Insgesamt wurden 15.525 Gewerbe abgemeldet, das waren 5,9 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2016.

Die Daten stammen aus der Gewerbeanzeigenstatistik, die aus den monatlichen Lieferungen der rheinland-pfälzischen Gewerbeämter erstellt wird. Somit werden die Gewerbetreibenden durch die Statistik selbst nicht belastet. Die Gewerbeanzeigenstatistik stellt wichtige Informationen über Exis-tenzgründungen und Stilllegungen bereit. Die Zahlen finden in der Wirtschafts-, Wettbewerbs- und Strukturpolitik Verwendung und werden verstärkt auch zu Untersuchungen über die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt herangezogen.

Autor: Lutz Zaun (Sachgebiet Steuerstatistiken, Verwaltungsstatistiken)

Per Hybridbus die Energiewende in der Region entdeckt

Exkursion durch die Region macht die Energiewende anhand von Praxisbeispielen erfahrbar und zeigt, dass die Energiewende eigentlich aus drei Wenden besteht

Altenkirchen/Montabaur/Niederwerth, 06.09.2017: Die Energiewende in ihrer ganzen Vielfalt erleben - darum ging es bei der Exkursion „Per Hybridbus durch die Energiewende“, die jetzt im Rahmen der Aktionswoche „Rheinland-Pfalz – Ein Land voller Energie“ stattfand. Die Teilnehmer fuhren mit einem klimaschonenden Hybridbus zu vier Exkursionszielen in der Region, um mehr über die Stromwende, die Wärmewende und die Mobilitätswende zu erfahren. Veranstalter der Tour waren die Energieagentur Rheinland-Pfalz, die Klimaschutzinitiative des Landkreises Altenkirchen und seiner Verbandsgemeinden sowie der BUND Rheinland-Pfalz.

Das ehemalige Wasserwerk auf der Rheininsel Niederwerth war erstes Ziel der Exkursion. Während auf der anderen Rheinseite der Rückbau des Atomkraftwerks Mülheim-Kärlich Schritt für Schritt voranschreitet, setzt die Bürgerenergiegenossenschaft  „Neue Energie Bendorf eG“ ein innovatives Vorhaben zur regenerativen Stromerzeugung um. Frank Simonis, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft, stellte das Wasserkraft-Projekt vor. Zehn schwimmende Mikro-Strömungsturbinen sollen, sobald die Baugenehmigung vorliegt, vor der Insel in den Rhein gelassen werden und jährlich rund 120.000 Kilowattstunden Strom erzeugen, ohne die Gewässerökologie wesentlich zu beeinflussen. „Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement für die Energiewende ist“, sagte Dr. Dominik Böckling von der Energieagentur Rheinland-Pfalz.

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Besuch bei Blue Bytes

Heike Raab: Games-Branche ist wichtiger Wachstumsfaktor für Kultur- und Kreativwirtschaft

„Die Games-Branche in Rheinland-Pfalz zeigt die großen Potentiale der digitalen Wirtschaft und beeindruckende Kreativität“, erklärte Medienstaatssekretärin Heike Raab bei einem Besuch des deutschen Spieleentwicklers Blue Byte in Mainz. Während in anderen Branchen in Asien oder in den USA produziert oder entwickelt werde, beweise Blue Byte, dass auch in Rheinland-Pfalz erfolgreich Computerspiele entwickelt werden können, unterstrich die Staatssekretärin.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 100-prozentigen Tochterfirma von Ubisoft Entertainment kommen aus aller Welt. Das Unternehmen, das 2016 den Deutschen Computerspielepreis erhielt, zählt zu den Pionieren der Spielbranche. Neben einem Rundgang beim Entwicklerteam des PC-Strategiespiels „Anno 1800“ fand ein Austausch über die Entwicklungspotentiale für die Produktion digitaler Spiele und die Fachkräftegewinnung statt. Blue Byte zeichnet eine lange Geschichte der Entwicklung von Spielen aus. Hierzu zählen unter anderem die beliebte Aufbaustrategie-Serie „Die Siedler“, welche ihr Debüt 1993 feierte, und „ANNO“, für welches das Studio seit 2007 die Produktion verantwortet. Auch daher wird  Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrer Kanadareise einen Standort des Mutterkonzerns Ubisoft besuchen und sich dort ein Entwicklungsstudio des Games-Herstellers anschauen.
Benedikt Grindel, Studioleiter von Ubisoft Blue Byte und Thomas Pottkämper, Standortleiter Mainz, begrüßten auch die Initiative „Game Up“, die 2015 von der Landesregierung Rheinland-Pfalz, der IMG Innovations-Management GmbH und der Hochschule Trier gestartet wurde. „Game Up“ ist Anlaufstelle an der Hochschule Trier für die Bereiche Netzwerk, Wissenschaft, Ausbildung und Wettbewerb im Bereich der Softwarebranche und stärkt in erster Linie die Vernetzung der Akteure der Games- und Softwarebranche.
Das Entwicklerstudio erhielt bereits vielfältige Auszeichnungen. So war es mehrfacher Gewinner des Red Dot-Designawards sowie 2012 Gewinner des „Best European Studio“-Preises und erhielt zuletzt 2016 den „Deutschen Computerspielpreises“ für „Anno 2205“ in der Kategorie “Bestes Deutsches Spiel” sowie den „BIU Sales Award“ in Gold.

IHK-Branchenforum Handel 2017

Rund 400 Händler diskutieren über die „Marke Mensch“

Koblenz, 6. September 2017.  „Wie wird ein Mensch zur Marke?“ Zu dieser Frage haben sich rund 400 Branchenvertreter am Dienstag auf der Festung Ehrenbreitstein beim diesjährigen IHK-Branchenforum Handel ausgetauscht. Bereits zum sechsten Mal hatte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz Unternehmer aus Groß- und Einzelhandel sowie Handelsvermittlung und Vertrieb zu dem Treffen eingeladen.
„Wenn sich der Einzelhandel behaupten möchte, muss er auf seine individuellen Stärken setzen. Der persönliche Kontakt zum Kunden steht dabei an vorderster Stelle“, betonte IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel. „Zugleich können markante Unternehmerpersönlichkeiten ein Quartier prägen und gestalten. Je vielfältiger und lebendiger sich der Handel präsentiert, desto attraktiver wird eine Innenstadt.“
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Industrieproduktion im Juli 2017 höher als im Vormonat

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion ist im Juli 2017 gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex, der die mengenmäßige Ausbringung der Industrie misst, um drei Prozent über dem Niveau des Vormonats.

Produktionssteigerungen gab es in zwei der drei industriellen Hauptgruppen. In der Konsumgüterindustrie nahm der Güterausstoß deutlich um 5,7 Prozent zu. Die Hersteller von Vorleistungsgütern steigerten ihren Output um 3,6 Prozent. In der Investitionsgüterindustrie verringerte sich die Produktion hingegen um 1,3 Prozent.

Zwei der drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes erhöhten ihren Güterausstoß. Besonders kräftig fiel der Zuwachs mit plus sieben Prozent in der Chemischen Industrie aus, die in Rheinland-Pfalz die größte Industriebranche ist. Der Fahrzeugbau, der gemessen am Umsatz an zweiter Stelle steht, steigerte seine Produktion um 0,5 Prozent. Der Output des Maschinenbaus, der Branche mit dem drittgrößten Umsatz, sank hingegen um 1,7 Prozent.

Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat war im Juli eine Produktionssteigerung zu verzeichnen. Der Güterausstoß lag um 3,7 Prozent über dem Niveau von Juli 2016. Am stärksten erhöhte sich der Output in der Vorleistungsgüterindustrie (plus 8,6 Prozent). Die Konsumgüterproduktion nahm um 2,7 Prozent zu. Die Hersteller von Investitionsgütern verringerten hingegen ihren Güterausstoß um 3,7 Prozent.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

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