Mittwoch, 21. Februar 2018

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Internetplattform Top-Wissenschaft.de

Rheinland-pfälzische IHKs vernetzen Unternehmen und Wissenschaftler

Mehr Kooperation von Mittelständlern mit Hochschulen und wissenschaftlichen Instituten: Das ist das Ziel des Portals „Top-Wissenschaft.de“ der Arbeitsgemeinschaft rheinland-pfälzischer Industrie- und Handelskammern (IHKs), mit dem Unternehmen geeignete Kooperationspartner aus der Wissenschaft online suchen und finden können. Wissenschaftliche Institute und Einrichtungen aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg stellen hier ihre anwendungsorientierten Forschungs- und Entwicklungskompetenzen vor.

„Lückenhaftes Wissen über die regionale Forschungslandschaft ist immer noch eines der größten Kooperationshemmnisse“, sagt Arne Rössel, Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz. „Mit ,Top-Wissenschaft.de‘ möchten wir das breite wissenschaftliche Know-how des Landes transparenter machen und besonders kleine und mittlere Unternehmen zur Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern ermutigen. Dabei kann es darum gehen, neue Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen, Organisationsformen oder Geschäftsmodelle zu entwickeln.“

„Top-Wissenschaft.de“ wird fortlaufend erweitert. Die in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ansässigen Institute an staatlichen und freien Hochschulen sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen können sich bei den IHKs kostenfrei zur Teilnahme anmelden. Einzige Voraussetzung: Sie sollten aktiv und anwendungsbezogen forschen sowie für Kooperationen mit Unternehmen offen sein.

Ergänzend zur Internetplattform „Top-wissenschaft.de“ bietet die IHK-Arbeitsgemeinschaft Unternehmern eine neue Broschüre, die mehr als 60 Profile von Instituten und Einrichtungen alleine aus Rheinland-Pfalz vorstellt. Alle aufgelisteten Einrichtungen forschen praxisnah und sind zugleich an einer Kooperation mit Unternehmen interessiert. Die Broschüre kann über die Technologie- und Innovationsberater in den Industrie- und Handelskammern (IHKs), zu finden unter www.Top-wissenschaft.de, bezogen werden.

Weitere Informationen zu Top-Wissenschaft.de: www. ihk-rlp.de, Nummer 3733744

Studie von IHK und HwK Koblenz

Nahversorgung im nördlichen Rheinland-Pfalz ist im Umbruch

Koblenz. In 554 Ortsgemeinden im nördlichen Rheinland Pfalz gibt es zurzeit keine Nahversorgungseinrichtungen – damit ist etwa die Hälfte der Orte im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz und der Handwerkskammer (HwK) Koblenz  unterversorgt. Rund 63 Prozent der befragten Ortsbürgermeister gehen davon aus, dass sich an diesem Umstand auch in den nächsten zehn Jahren nichts ändern wird. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von IHK und HwK Koblenz.

Um ein umfassendes Bild der gegenwärtigen Nahversorgungsstruktur in der Region zu erhalten, hatten IHK und HwK Koblenz die insgesamt über 1.000 Ortsbürgermeister in ihrem gemeinsamen Kammerbezirk befragt. Rund 90 Prozent von ihnen beteiligten sich an der Erhebung. 37 Prozent der Oberbürgermeister gaben an, die Nahversorgungssituation habe sich seit dem Jahr 2000 verschlechtert oder sogar stark verschlechtert; demgegenüber beobachteten lediglich neun Prozent eine (starke) Verbesserung. Ein weiteres Ergebnis der Erhebung: Mobile Nahversorgung ist schon jetzt für viele Regionen das Mittel der Wahl – rund 28 Prozent der Ortgemeinden ohne Nahversorgungseinrichtungen werden durch mobile Verkaufswagen beliefert.

„Der Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs gerade aus dem handwerklichen Bereich kommt eine hohe Bedeutung zu. Wo es keine Nahversorgungseinrichtungen wie Lebensmitteläden, Bäcker oder Metzger gibt, sinkt nicht nur die Lebensqualität beträchtlich“, kommentiert Alexander Baden, Hauptgeschäftsführer der HwK Koblenz, die Umfrageergebnisse. „Die Digitalisierung könnte dabei helfen, Angebot und Nachfrage besser zusammenzuführen.“ Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz, ergänzt: „Unsere Studie soll als Ausgangspunkt für eine Diskussion über die Nahversorgung in unserer Region dienen. Die Sicherung der Nahversorgung ist eine Aufgabe, die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gemeinsam schultern müssen – von ihr hängt maßgeblich die Standortqualität und damit die Attraktivität der Region für Fachkräfte ab.“

Handel mit USA bleibt rege

Trump trübt Wirtschaftsbeziehungen bislang nicht

Während die Außenpolitik von US-Präsident Donald Trump die Unternehmen in der Region sehr besorgt, bleibt der Handel mit den Vereinigten Staaten weiter rege. Das zeigte die Veranstaltung zur Zukunft der US-Wirtschaftspolitik, zu der die Industrie- und Handelskammern (IHK) Trier und Koblenz zusammen mit der Vereinigung Trierer Unternehmer eingeladen hatten.

IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Glockauer kritisierte die protektionistische Haltung Trumps, der unter dem Motto „America first!“ den Freihandel infrage stellt. „Abschottung und Alleingänge schaden deutschen wie amerikanischen Unternehmen.“ Die USA sind der zweitwichtigste Handelspartner für die rheinland-pfälzischen Unternehmen. Aus der Region Trier werden vor allem Maschinen, Wein und Lebensmittel exportiert.

Bislang ist allerdings keine Eintrübung der Handelsgeschäfte zu spüren. Dietmar Rieg, Hauptgeschäftsführer der deutsch-amerikanischen Handelskammer, nahm die Ergebnisse einer noch unveröffentlichten Umfrage unter in den USA tätigen deutschen Unternehmen vorweg. Demnach sei die Stimmung so gut, „dass es uns selbst überrascht hat“. Insgesamt habe sich die US-Wirtschaft seit der Wahl Trumps gut entwickelt, die geplante Deregulierung und Steuerreform seien in der Tat dringend nötig, um international wettbewerbsfähiger zu werden und der Abwanderung von Unternehmen entgegenzuwirken.

Dies sei aber nicht isoliert vom gesamten Gebaren Trumps zu betrachten, sagte Marc Licharz, Geschäftsführer der Licharz GmbH (Buchholz). Unternehmer und VTU-Vorsitzender Frank Natus warf dem Präsidenten vor, er hinterlasse „in der Außenpolitik einen großen Scherbenhaufen“ – mit unabsehbaren Folgen. „Die deutsch-amerikanischen Beziehungen insgesamt haben wegen seiner extremen Positionen in den vergangenen Monaten gelitten“, so Licharz.

James W. Herman, Generalkonsul der USA, sieht weder die persönlichen noch die wirtschaftlichen Verbindungen in Gefahr und ruft zur Gelassenheit auf. „Wir haben die gleichen Ideale, wenn auch nicht immer die gleichen Ziele.“ Viele ihrer Pläne habe die Trump-Regierung nicht umgesetzt, stattdessen bereits einige Aussagen revidiert. Sie lerne ja dazu.

Regionalplan Mittelrhein-Westerwald genehmigt – stellvertretender Vorsitzender verabschiedet

Die Regionalvertretung der Planungsgemeinschaft Mittelrhein-Westerwald hatte in ihrer Sitzung am 08. Dezember 2016 die Gesamtfortschreibung des regionalen Raumordnungsplans für die größte Planungsregion des Landes beschlossen. Innen- und Landesplanungsminister Roger Lewentz hat diese nun Ende Oktober 2017 genehmigt.

Der Genehmigungsbescheid enthält verschiedene Änderungsauflagen im Bereich Erneuerbare Energien. Unter deren Berücksichtigung entspricht das neue Planwerk auch den mit der Dritten Änderung des Landesentwicklungsprogramms (LEP IV) erst im Sommer 2017 in Kraft getretenen aktuellen landesplanerischen Vorgaben zur Steuerung der Windenergienutzung.

Der Plan soll voraussichtlich noch im Dezember verbindlich werden und den zwischenzeitlich mehr als 10 Jahre alten Regionalplan 2006 ablösen. Damit verfügt die Region Mittelrhein-Westerwald wieder über einen aktuellen Regionalplan, der insbesondere den Städten und Gemeinden als verbindlicher Rahmen bei der planerischen Steuerung der Siedlungsentwicklung sowie der Freiraum- und Infrastruktur dient. Die Steuerung der Windenergienutzung sowie des Rohstoffabbaus, aber auch die Begrenzung des Flächenverbrauchs durch Siedlungsentwicklung stellten die Schwerpunkte dieser Gesamtfortschreibung dar.

Gleichzeitig mit dem Planaufstellungsprozess endet auch eine politische Ära in der Planungsgemeinschaft. Der langjährige stellvertretende Vorsitzende Herr Landrat Rainer Kaul legt zum Ende des Jahres seine Ämter nieder. Herr Kaul war seit März 1993 ordentliches Mitglied sowohl in der Regionalvertretung, als auch im Regionalvorstand. Seit dem Jahr 2003 wurde er viermal in Folge zum 1. stellvertretenden Vorsitzenden der Planungsgemeinschaft gewählt. Nach 24 Jahren tatkräftiger Arbeit für die Region in den Gremien der Planungsgemeinschaft wurde Herr Landrat Kaul nun in der Sitzung der Regionalvertretung vom Vorsitzenden, Herrn Landrat Lieber, verabschiedet.

Anstieg der Industrieproduktion im Oktober

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion ist im Oktober 2017 gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex, der die mengenmäßige Ausbringung der Industrie misst, um 1,9 Prozent über dem Niveau des Vormonats.

In allen drei industriellen Hauptgruppen war der Güterausstoß im Oktober höher als im Monat zuvor. Den größten prozentualen Zuwachs verzeichnete die Konsumgüterindustrie mit plus 4,6 Prozent. In der Investitionsgüterindustrie erhöhte sich die Produktion um 2,3 Prozent. Am schwächsten fiel der Anstieg in der Vorleistungsgüterindustrie aus; ihr Output nahm um 0,4 Prozent zu.

In zwei der drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes lag der Güterausstoß im Oktober über dem Niveau des Vormonats. Die Chemiebranche, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und in Rheinland-Pfalz die umsatzstärkste Industriebranche ist, steigerte ihren Output um drei Prozent. In der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, der zweitgrößten Branche, erhöhte sich die bereinigte Produktion um 9,2 Prozent, allerdings hatte sie im September auf einem niedrigen Niveau gelegen. Der Maschinenbau, der gemessen am Umsatz unter den Industriezweigen an dritter Stelle steht, drosselte seinen Güterausstoß im Oktober um 2,2 Prozent.

Gegenüber Oktober 2016 ist die bereinigte Produktion deutlich gestiegen (plus 8,1 Prozent). In allen drei industriellen Hauptgruppen lag der Output über dem Niveau des Vorjahresmonats. Der Güterausstoß der drei umsatzstärksten Industriebranchen war ebenfalls höher als ein Jahr zuvor.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

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