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„Dein Tag für Afrika“:

„Tagwerk-Jobs“ für sieben Schülerinnen und Schüler bei Griesson - de Beukelaer -  Griesson - de Beukelaer unterstützt Kampagne zum achten Mal

Polch, 21. Juni 2017. – „Gemeinsam gleiche Chancen schaffen“: Unter diesem Motto des diesjährigen Aktionstages „Dein Tag für Afrika“ engagierten sich sieben Schülerinnen und Schüler aus der Region Polch einen Vormittag lang für die Aktion Tagwerk beim Familienunternehmen Griesson - de Beukelaer (GdB). Die Freiwilligen verzichteten auf ihren Stundenlohn von 9,80 Euro, den GdB stattdessen an den Organisator Aktion Tagwerk überweisen wird. Der Erlös wird für Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche in Ruanda, Uganda, Burundi, Südafrika und Ghana sowie für junge Geflüchtete in Deutschland eingesetzt.

Die sieben Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 und 15 Jahren halfen im Betriebsrestaurant, erledigten Arbeiten im Fabrikverkauf und unterstützten bei der Bewirtung von Gästen sowie in der Pflege der Außenanlagen. Insgesamt erarbeiteten sie 274,40 Euro. GdB stockt diesen Betrag auf und wird 500 Euro direkt an die Aktion Tagwerk weitergeben. GdB nimmt in diesem Jahr bereits zum achten Mal in Folge an dem bundesweiten Aktionstag teil. „Bei ‚Dein Tag für Afrika‘ setzen sich Jugendliche aus Deutschland für Gleichaltrige in einem anderen Kontinent ein, die dadurch qualifizierte Schul- und Ausbildungen und Zukunftsperspektiven erhalten – das schafft Bewusstsein, Verständnis und Toleranz. Wir freuen uns, einen Beitrag zu dieser einzigartigen Kampagne leisten zu dürfen“, sagt Peter Gries, Pressesprecher von GdB.

In Kooperation mit der Kinderhilfsorganisation Human Help Network e.V. veranstaltet die Aktion Tagwerk die Kampagne in diesem Jahr zum 15. Mal.  Seit drei Jahren ist auch das Hilfswerk Brot für die Welt als Projektpartner beteiligt.

Experte für Vegetarische-Vegane-Küche werden

IHK-Zertifikatslehrgang geht in die nächste Runde

Was ist vegetarisch – was ist vegan? Diese Frage hören Mitarbeiter aus Hotellerie und Gastronomie immer häufiger. Der Kunde erwartet kulinarische Leckerbissen, stellt dabei aber auch besondere Ansprüche an Lebensmittelauswahl und Zubereitung.

Das Gastronomische Bildungszentrum der Industrie- und Handelskammer Koblenz führt die berufsbegleitende Weiterbildung zum Experten für Vegetarische-Vegane-Küche bereits im dritten Jahr erfolgreich durch. Fachkräfte und Quereinsteiger erhalten innovative Impulse für ihre Menüangebote in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung.

Essen und Trinken hat inzwischen auch mit Lifestyle zu tun und der verantwortungsvolle Gast interessiert sich zunehmend für Erzeugung und Vertriebswege. Gastronomen können punkten, wenn sie über entsprechende Kenntnisse verfügen. Der Zertifikatslehrgang zum Experten für Vegetarische-Vegane-Küche (IHK) greift viele Themen der modernen Lebensführung auf. Inhalte wie innovative Zubereitungsarten, geeignete Gartechniken und Lebensmittelkunde bieten dem engagierten Koch ein breites Spektrum, um zukünftig durch seine Speisekarte neue Zielgruppen zu erreichen.

„Unsere Gäste beschäftigen sich inzwischen immer intensiver mit ihrer Ernährung. Dadurch werden die Erwartungen an unsere Köche und Angebote immer größer. Dank des vermittelten Wissens, kann ich diese Anforderungen jetzt in unserem Betriebsrestaurant besser erfüllen und habe außerdem wertvolle Tipps für die Verpflegung von Migranten bekommen“, so Markus Schleicher, ehemaliger Teilnehmer des Zertifikatslehrgangs.

Lehrgangsleiter und Küchenmeister Detlev Ueter, gibt sein Wissen am Herd gerne weiter. Dabei setzt er auf ein –Baukastensystem-. „Alle Rezepturen folgen einer gewissen Logik. Wer dies einmal gelernt und verstanden hat, ist in der Lage kreative, neue Gerichte zu entwickeln. Einfach die Fleischkomponente wegzulassen, ist mir zu einfach und dem Gast zu langweilig“.

Der nächste berufsbegleitende Lehrgang startet am: 23.10. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.gbz-koblenz.de oder telefonisch: 0261/30489-43.

 

Langzeit-Lieferantenerklärung:

IHK-Organisation bewirkt deutliche Verbesserungen für Exportunternehmen

Die Europäische Kommission ist einem Vorschlag der Industrie- und Handelskammern (IHKs) gefolgt und hat nun eine Verbesserung für exportorientierte Unternehmen beschlossen. Mit Inkrafttreten des neuen Unionszollkodex am zum 1. Mai 2016 hatte sich die Regelung zu den sogenannten Langzeit-Lieferantenerklärungen sehr zum Nachteil der Unternehmen entwickelt – dies wurde nun wieder rückgängig gemacht.

Langzeit-Lieferantenerklärungen werden beispielsweise benötigt, um den Herstellungsprozess, beziehungsweise den Ursprung von Waren lückenlos zu dokumentieren. Die Erklärung dient dann im Export als Nachweis, um Waren zollfrei oder zollvergünstigt einführen zu können, wenn ein entsprechendes Abkommen zwischen zwei Handelspartnern besteht. Seit Mai 2016 mussten die Unternehmen jährlich zwei dieser Erklärungen gegenüber dem Kunden abgeben, wenn diese unterjährig angefragt wurden. Nach der Neuregelung ist es nur noch eine, wie es auch zuvor der Fall gewesen ist

Das wirkt sich laut einer Umfrage der IHK Region Stuttgart auch direkt auf die Unternehmen aus. Diese hatten ergeben, dass allein die Personalkosten für die Ausstellung einer einzelnen Langzeit-Lieferantenerklärung von 62 Euro im Jahr 2012 auf inzwischen 96 Euro angestiegen sind. Pro Jahr bezahlten die Unternehmen also knapp 200 Euro für unterjährig beantragte Erklärungen. Diese Kosten wurden auf Drängen der IHKs nun wieder halbiert.

Zwei weitere Pluspunkte: Die Langzeit-Lieferantenerklärung darf zukünftig mitten im Jahr für einen Zeitraum von zwei Jahren ausgestellt werden. Die Erklärung darf dabei außerdem bis zu zwölf Monate zurückdatiert werden.

Daniela Schmitt mit HwK Koblenz im Dialog zur Digitalisierung der Wirtschaft

Staatssekretärin informiert sich über Stand und Potential digitaler Prozesse im Handwerk

KOBLENZ. Wo steht das Handwerk beim Einsatz und der Nutzung digitaler Prozesse? Wie hilft die Handwerkskammer (HwK) Koblenz Betrieben, effektiv und wirkungsvoll Digitalisierung einzusetzen? Welche Hemmschwellen gilt es dabei zu überwinden und wie kann die Politik helfen? Das waren Themen beim Besuch von Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk bei der HwK Koblenz. Das Zentrum unterstützt Handwerksunternehmen bei der Einführung und Optimierung digitaler Prozesse. Ab Herbst/Winter 2017 sollen zusätzlich Digitalisierungsberater eingesetzt werden.

„Wir unterstützen die rheinland-pfälzischen Handwerksbetriebe und gestalten den digitalen Wandel mit ihnen zusammen. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk und die Digitalisierungsberater sind ein wichtiger Beitrag von Handwerkskammern, Bund und Wirtschaftsministerium. Sie sind Wegbereiter insbesondere für die mittelständischen Handwerksunternehmen auf ihrem Weg hin zur Digitalisierung von Produktions- und Arbeitsprozessen und bringen so den digitalen Wandel im Handwerk voran“, sagte Staatssekretärin Daniela Schmitt bei ihrem Besuch in Koblenz.

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Im ersten Quartal weniger Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen

Im ersten Quartal 2017 stellten weniger rheinland-pfälzische Unternehmen einen Insolvenzantrag als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems ging die Zahl der Unternehmensinsolvenzen gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres 2016 um 5,6 Prozent auf 168 zurück. Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen sank und lag mit 778 Fällen um 2,5 Prozent niedriger als im ersten Quartal 2016.

Von den Unternehmensinsolvenzen waren 644 Beschäftigte betroffen, das waren 43,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Mit 75 Millionen Euro verringerte sich die Summe der geltend gemachten Gläubigerforderungen um 18,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Damit war jedes insolvente Unternehmen durchschnittlich mit 448.310 Euro verschuldet (Januar bis März 2016: 516.478 Euro).

Die meisten Insolvenzanträge betrafen das Baugewerbe mit 35 Fällen, gefolgt vom Wirtschaftsbereich „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“  mit 26 Insolvenzverfahren. Im Bereich „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ waren 23 und im Gastgewerbe sowie im Verarbeitenden Gewerbe je 17 Verfahren anhängig.

Die Insolvenzhäufigkeit war in der kreisfreien Stadt Neustadt an der Weinstraße mit 2,1 Unternehmensinsolvenzen je 1.000 wirtschaftlich aktive Unternehmen am höchsten. Keine Insolvenzen gab es in den ersten drei Monte in den kreisfreien Städten Frankenthal und Zweibrücken. Unter den Landkreisen ergab sich für die Landkreis Ahrweiler sowie den Eifelkreis Bitburg-Prüm  mit jeweils 2,0 Insolvenzen je 1.000 Unternehmen die  höchsten Werte, im Donnersbergkreis gab es keine Unternehmensinsolvenz.

Verbraucherinsolvenzen

Die Summe der voraussichtlichen Forderungen bei den Verbraucherinsolvenzen belief sich auf 39 Millionen Euro. Die durchschnittliche Verschuldung insolventer Verbraucher erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal von 46.570 auf 50.111 Euro.

Mit einem Wert von 5,3 je 10.000 Einwohner gab es im ersten Quartal 2017 in der kreisfreien Stadt Zweibrücken die meisten Verbraucherinsolvenzen. Unter den Landkreisen wies der Kreis Kusel den höchsten Wert auf (4,5). Die niedrigsten Werte ergaben sich bei den kreisfreien Städten in Landau mit 0,4 sowie bei den Landkreisen im Kreis Cochem-Zell mit  0,6 Verbraucherinsolvenzen je 10.000 Einwohner.

Die monatliche Insolvenzstatistik gibt Auskunft über das Insolvenzgeschehen und ist damit ein wichtiger konjunktureller Spätindikator. Erhebungsbasis sind die Meldungen der Amtsgerichte über die von ihnen bearbeiteten Verfahren.

Autor: Lutz Zaun (Sachgebiet Steuer- und Verwaltungsstatistiken)

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