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Das geänderte Geldwäschegesetz

Das geänderte Geldwäschegesetz – Pflichten, Fragen und Handlungsbedarf (Koblenz)

20. Februar 2018, 17:00 - 18:30 Uhr

in der IHK Koblenz, Schlossstraße 2, 56068 Koblenz

Das Geldwäschegesetz wurde im Juni 2017 geändert, aber nach wie vor herrscht vielerorts Unsicherheit über die nun bestehenden Pflichten und den entsprechenden Handlungsbedarf. Wer ist tatsächlich Verpflichteter? Was ist genau zu tun? Was kann passieren, wenn man nichts unternimmt? Diese und andere Fragen werden die Referentinnen der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion als zuständiger Aufsichtsbehörde, Frau Monshausen und Frau Dr. Grewing, beantworten und in der Veranstaltung einen Überblick über die Thematik sowie den Handlungsbedarf geben. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Güterhändler, Immobilienmakler und Versicherungsvermittler und ist für Zugehörige der IHK Koblenz kostenfrei. Weiter Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf www.ihk-koblenz.de, unter Angabe der Nummer 141107863.

IHK-Konjunkturbericht Rheinland-Pfalz:

Boom hält an – Fachkräfte knapp und teuer

Die rheinland-pfälzische Wirtschaft erlebt weiterhin branchenübergreifend einen Boom. Zu diesem Ergebnis kommen die rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) in ihrem aktuellen Konjunkturbericht, an dem sich mehr als 1.000 Betriebe mit über 200.000 Beschäftigten beteiligt haben. Neben der guten Binnennachfrage, die von einem robusten Arbeitsmarkt gestützt wird, trägt die Expansion der Weltwirtschaft zum dynamischen Wachstum bei.

Als zusammenfassende Beurteilung von Geschäftslage und Geschäftserwartungen legt der IHK-Konjunkturklimaindikator von 125 Punkten im Herbst 2017 auf aktuell 128 Punkte zu. Dabei erlangt die Geschäftslage in ihrem Saldo aus positiven und negativen Meldungen mit plus 43 Prozentpunkten ein neues Allzeithoch. Auch mit Blick auf die mittelfristigen Geschäftserwartungen zeigen sich die rheinland-pfälzischen Unternehmen zuversichtlich.

Die Investitionsneigung lässt in ihrem Expansionstempo zwar nach, liegt aber weiter über ihrem langjährigen Durchschnitt. Zudem hält die hohe Einstellungsbereitschaft auch zum Jahreswechsel an. 90 Prozent der Betriebe planen, ihren Personalbestand zu erhöhen oder zumindest konstant zu halten. Lediglich 10 Prozent fassen Entlassungen ins Auge. „Damit liefern der Arbeitsmarkt, aber auch die Investitionsperspektiven der Unternehmen weiterhin zuverlässige konjunkturelle Impulse“, folgert Arne Rössel, Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.

Weiterhin erfreulich entwickelt sich die Industriekonjunktur, allen voran die Vorleistungs- sowie die Ge- und Verbrauchsgüterproduzenten. Sowohl der Auftragsbestand als auch die Kapazitätsauslastung der Industriebetriebe notieren Rekordwerte, die durch gestiegene Umsätze und zuversichtliche Exporterwartungen abgerundet werden.

Unerwünschte Nebeneffekte zeigen sich im Fachkräftemangel und in steigenden Arbeitskosten. Aktuell sorgen sich branchenübergreifend 55 Prozent der Unternehmen um die Sicherung des eigenen Fachkräftebedarfs. Im Baugewerbe sind es sogar 72 Prozent. Als Kehrseite des Beschäftigungsrekords und der steigenden Reallöhne gewinnen auch die Arbeitskosten unweigerlich an Bedeutung. Sie werden bereits von 42 Prozent der Unternehmen als Risikofaktor benannt. „Fachkräfte werden zunehmend knapp und teuer. Das dürfte die Wachstumsperspektiven einzelner Branchen und Regionen in absehbarer Zeit begrenzen“, sagt Robert Lippmann, wirtschaftspolitischer Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft.

„Trotz der Fachkräfteproblematik wird sich der Aufschwung in Rheinland-Pfalz auch in den Folgemonaten fortsetzen. Darauf deuten die einschlägigen IHK-Indikatoren hin. Dennoch muss der konjunkturelle Rückenwind genutzt werden, um drängende standortpolitische Herausforderungen zu lösen und eine Grundlage für eine krisenresistente Wirtschaft zu schaffen“, mahnt Rössel. Die Hängepartie um die Regierungsbildung in Berlin zeige bislang zwar keine konjunkturellen Auswirkungen, als Risikofaktor für die weitere wirtschaftliche Entwicklung werde das Thema allerdings von zahlreichen Unternehmen benannt.

Der vollständige Konjunkturbericht steht auf www.ihk-rlp.de unter der Nummer 3975698 als Download zur Verfügung.

Lahnsteiner Unternehmen mit Innovationspreis ausgezeichnet

Neuartige Idee zur Ladungssicherung

Lahnstein. Vergangene Woche wurde zum 30. Mal der Innovationspreis Rheinland-Pfalz durch das Wirtschaftsministerium verliehen und auch ein Unternehmen aus der Stadt Lahnstein durfte sich zu den Preisträgern zählen. Das Kunststoffwerk Philippine GmbH & Co. KG entwickelte zusammen mit der Firma StreeProtec aus Koblenz einen Betonauslaufschutz für Transportbetonmischer, der dafür sorgt, dass während der Fahrt keine Betonreste verloren gehen und auf der Fahrbahn landen.

Vor der Preisverleihung informierte sich Lahnsteins Bürgermeister Adalbert Dornbusch, der den erkrankten Oberbürgermeister vertrat, bei den Fachleuten von Philippine und StreeProtec über das gemeinsame Produkt.

Der Innovationspreis ist mit insgesamt 40.000 Euro dotiert und wird gemeinsam vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau sowie den Arbeitsgemeinschaften der Industrie- und Handelskammern und den Handwerkskammern vergeben.

IHK-Konjunkturumfrage zum Winter 2017/18:

Wirtschaft wächst weiter – Fachkräftemangel setzt Grenzen

Koblenz, 6. Februar 2018. Ausgehend von einer starken Position zum Jahreswechsel 2017/18 wächst die Wirtschaft im IHK-Bezirk weiter. Das geht aus dem aktuellen Konjunkturbericht der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz hervor, der auf Antworten von rund 400 Betrieben mit rund 58.000 Beschäftigten basiert. Der IHK-Konjunkturklimaindikator, der Lagebeurteilung und Erwartungshaltung der Unternehmen zusammenfasst, steigt auf 128 Punkte – nach 124 Punkten im Herbst 2017.

Bei der Lagebeurteilung übersteigt der Saldo aus positiven und negativen Meldungen mit plus 44 Prozentpunkten den Rekordwert der Vorumfrage. Auch die mittelfristigen Geschäftserwartungen nehmen neuen Schwung auf. „Wichtigster Wachstumstreiber bleibt der private Konsum. Aber auch die positive Entwicklung der Weltwirtschaft belebt die heimischen Exporte und trägt zum anhaltenden Wachstum bei“, erläutert Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz.

Stärkende Impulse, die auf eine anhaltende wirtschaftliche Dynamik im IHK-Bezirk Koblenz schließen lassen, liefert die Investitions- und Beschäftigungsneigung der Unternehmen. 90 Prozent der Betriebe wollen ihren Personalbestand in den kommenden zwölf Monaten konstant halten oder sogar aufstocken, lediglich 10 Prozent rechnet mit einem Abbau. Auch die Investitionsperspektiven bleiben insgesamt expansiv. Auffälliger Ausreißer: Die Investitionsbereitschaft der Handels- und Dienstleistungsunternehmen korrigiert sich teilweise deutlich nach unten.

Sehr erfreulich ist das Stimmungsbild in der Industrie. Insbesondere die Investitions- und die Vorleistungsgüterindustrie legen hinsichtlich ihrer Stimmungs- und Wachstumsindikatoren merklich zu. Die Auftragsbücher füllen sich weiter, die Kapazitätsauslastung erreicht Spitzenwerte und die zunehmenden Auftragseingänge aus dem Ausland lassen einen Anstieg des Exportgeschäfts erwarten.

Zunehmend als Wachstumsbremse wirkt allerdings der Fachkräftemangel, der mittlerweile branchenübergreifend von 59 Prozent der Unternehmen als Geschäftsrisiko benannt wird. Parallel hierzu führen die Engpässe auf dem Arbeitsmarkt auch zu steigenden Arbeitskosten, die bereits 40 Prozent der Unternehmen Sorgen bereiten. „Damit gefährdet der Fachkräftemangel das Wachstumspotenzial der Unternehmen“, mahnt Rössel. „Aufträge können nicht abgearbeitet werden, die Produktivität hinkt der Entwicklung der Löhne hinterher und Investitionen und Innovationen drohen auf die Wartebank zu wandern.“ Aus Sicht der IHK müsse daher noch aktiver an der Stärkung der beruflichen Aus- und Weiterbildung gearbeitet und zugleich mehr um qualifizierte Zuwanderung geworben werden.

Der vollständige Konjunkturbericht steht auf www.ihk-koblenz.de unter der Nummer 3711468 zum Download bereit.

Industrieproduktion im Dezember 2017 fast unverändert

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion blieb im Dezember 2017 im Vergleich zum Vormonat fast unverändert. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex, der die mengenmäßige Ausbringung der Industrie misst, um 0,1 Prozent über dem Niveau von November 2017.

In der Vorleistungs- und in der Investitionsgüterindustrie schrumpfte der bereinigte Output jeweils um 0,5 Prozent. Die Konsumgüterindustrie produzierte 0,7 Prozent weniger als im November.

Der Güterausstoß war in zwei der drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes rückläufig. Der Output der Chemiebranche, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und in Rheinland-Pfalz die umsatzstärkste Industriebranche ist, verringerte sich um 3,7 Prozent. In der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, der zweitgrößten Branche, nahm die Ausbringung um 1,8 Prozent ab. Die Produktion des Maschinenbaus, der gemessen am Umsatz unter den Industriezweigen an dritter Stelle steht, lag im Dezember um 1,2 Prozent über dem Niveau des Vormonats.

Gegenüber Dezember 2016 ist die bereinigte Produktion kräftig gestiegen (plus 10,7 Prozent). In allen drei industriellen Hauptgruppen lag der Output über dem Niveau des Vorjahresmonats. Der Güterausstoß der drei umsatzstärksten Industriebranchen war ebenfalls höher als ein Jahr zuvor.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat

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