Sonntag, 22. April 2018

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Die Jugend hat Heimweh nach Zukunft!

Jobcenter Landkreis Mayen-Koblenz und Andernacher St.-Thomas-Realschule plus veranstalten regionale Jobbörse

Andernach. Unter dem Motto „Azubi-Begeisterung anders“ führten das Projekt INKA-MYK (Innovation, Netzwerk und Kompetenz für Arbeitgeber in MYK) des Jobcenters Landkreis Mayen-Koblenz in Kooperation mit dem Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) und der St.-Thomas-Realschule plus eine regionale Jobbörse in der Andernacher Schule durch. Christoph Kretschmer, Bereichsleiter Projekte im Jobcenter MYK, eröffnete die Jobbörse der etwas anderen Art mit den Worten von Jean Paul Sartre: „Die Jugend hat Heimweh nach Zukunft!“, und lud die teilnehmenden Schüler, Betriebe, Eltern und Vertreter der Schule sowie des Jobcenters MYK ein, an diesem Abend in einen engen Austausch miteinander zu treten, Netzwerke zu bilden. 420 Schüler hat Martin Leupold, Leiter der St.-Thomas-Realschule plus, inzwischen an seiner Schule. Ihm ist es eine Herzensangelegenheit, seine Schüler in eine gesicherte Zukunft zu entlassen. Er hat dementsprechend seine Schule stark gemacht in Sachen Berufsbildung: die sogenannte „Praxistag-orientierte Ausbildungsgarantie“, eine Art Pakt, den Schüler bzw. Schülerin und ein Betrieb für ein Jahr eingehen, hat er sich von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) absegnen lassen. Innerhalb dieses Jahres wird der Schüler/die Schülerin von der Schule freigestellt für einen wöchentlichen Praxistag, der im Betrieb verbracht wird. Ziel ist die anschließende Übernahme in ein Ausbildungsverhältnis.

Welche Voraussetzungen aus Arbeitgebersicht hierzu erfüllt sein müssen, stellte Martin Neudecker, Regionalgeschäftsführer der IHK, in seinem Impulsvortrag dar: neben schulischen Leistungen seien insbesondere die sozialen Kompetenzen wie Team- und Konfliktfähigkeit, Toleranz, Pünktlichkeit und gute Umgangsformen entscheidend, ob ein Schüler oder eine Schülerin überhaupt eine Ausbildungsstelle bekomme.

Auch vor dem Hintergrund, dass viele Ausbildungsstellen in Rheinland-Pfalz nicht besetzt sind, stellt sich die Frage, warum Schüler und Betriebe nicht mehr zueinander finden. Im Rahmen einer Talkrunde hatten die Teilnehmer Gelegenheit ihre Erwartungen und Vorstellungen, aber auch Kritik, an alle am Prozess der Berufsorientierung beteiligten Parteien zu richten, so Barrieren abzubauen und in einen Austausch miteinander zu treten.

Sechs Betriebe aus der Region luden sodann in Form von Infoständen zum aktiven Ausprobieren ihrer Berufsbilder ein. Mit dabei waren die Andernacher Betriebe Steuerberatungsbüro Schwickert, Roch Friseure, aiconetworks, Waurig Bedachungen, SHD, ZA Pflege. Ein erstes Ergebnis des Abends kann sich sehen lassen: fünf Jugendliche konnten in ein Berufsorientierungspraktikum vermittelt werden.

Christoph Kretschmer dankte den teilnehmenden Betrieben für ihre Breitschaft an dem Austausch teilzunehmen und so den jungen Menschen eine berufliche Zukunft zu bieten. Im Rahmen der Veranstaltung wurde den mit dem Jobcenter MYK kooperierenden Betrieben ein Zertifikat für die Arbeit im Netzwerk des Projektes INKA-MYK überreicht.

Eindrucksvoll begleitet wurde die Veranstaltung von der Schülerband der Realschule plus. Durch das Programm führte Moderator Dirk Schäfer vom BVMW.

Das Projekt INKA-MYK wird gefördert vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Weitere Infos unter: www.myk-zukunft.de sowie www.jobcenter-myk.de .

SPD-AfA Rheinland-Pfalz

SPD-AfA Rheinland-Pfalz unterstützt die Forderung der IG Metall und ist solidarisch mit den Beschäftigten in den unvermeidlich gewordenen 24-Stunden-Warnstreiks.

Metall-Arbeitgeber sollen ihre Blockadehaltung aufgeben und endlich ein akzeptables Angebot auf den Tisch legen. Die Wirtschaft boomt – Kein Grund für Zurückhaltung beim Geld und endlich einen Rechtanspruch für flexible Arbeit im Sinne der Metallbeschäftigten und ihrer Familien.

Bei den SPD-ArbeitnehmerInnen stößt die ideologische Blockade der Metall-Arbeitgeber auf völliges Unverständnis. In der fünften Verhandlungsrunde fegten die Arbeitgeber alle Lösungsvorschläge der IG Metall vom Tisch. „Die überfällige Modernisierung der Arbeitswelt und den Beschäftigten einen fairen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg zu verweigern ist nicht verantwortungslos!“ so Michael Jung, Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in Rheinland-Pfalz.

Die IG Metall fordert 6 Prozent mehr Geld für zwölf Monate Laufzeit, einen Anspruch auf kurze Vollzeit für alle und einen Zuschuss für Beschäftigte, die ihre Arbeitszeit reduzieren, um Kinder zu erziehen, Angehörige zu pflegen oder die in Schicht arbeiten. Die AfA in Rheinland-Pfalz unterstützt diese Forderungen - und jetzt auch die eintägigen Warnstreiks der Gewerkschaft.

„Die Metall-Arbeitgeber wollen alleine entscheiden und auch die satten Gewinne alleine einstecken“, so der AfA-Landesvorsitzende Michael Jung, „In diesen Tagen und in den kommenden Wochen wird die AfA die IG Metall bei den nun unvermeidlich gewordenen Streikmaßnahmen unterstützen. Ihre Forderung nach Rechtsansprüchen auf flexible Arbeit und in den Lohnausgleich in begründeten Fällen ist berechtigt und machbar“, so Jung. „Die Wirtschaft boomt, die Beschäftigten haben dazu beigetragen - deshalb muss auch anständig mehr Geld in die Lohntüte!“

Weniger Milchkühe in Rheinland-Pfalz

Im November 2017 gab es in Rheinland-Pfalz noch rund 112.200 Milchkühe. Das waren 1,3 Prozent weniger als im November 2016. Der Rinderbestand insgesamt ist um zwei Prozent abgebaut worden. Aufgrund der niedrigen Milchpreise hatte die Zahl der Milchkühe im vergleichbaren Vorjahreszeitraum sogar um fast vier Prozent abgenommen.

Zwischen November 2016 und 2017 wurden 2,8 Prozent der Rinderhaltungen ganz aufgegeben. Überdurchschnittlich häufig wurde die Milcherzeugung eingestellt. Die Zahl der Haltungen mit Milchkühen ging um 5,5 Prozent zurück. Im November 2017 waren noch 4.972 Rinderhaltungen registriert, davon 37 Prozent mit Milchkühen. Im Durchschnitt hielt im November 2017 ein Milcherzeuger 61 Milchkühe, das waren fast drei Kühe mehr als ein Jahr zuvor.

Annähernd die Hälfte der Milchkühe in Deutschland werden in Bayern und Niedersachsen gehalten. Auf Rheinland-Pfalz entfallen nur 2,7 Prozent des Bestandes in Deutschland. Abgesehen von den Stadtstaaten stehen nur in Thüringen und dem Saarland weniger Kühe als in Rheinland-Pfalz.

Die Milchkuhhaltung ist vor allem in den Mittelgebirgslagen in Rheinland-Pfalz eine wichtige Einnahmequelle in der Landwirtschaft. Rund 46 Prozent der Milchkühe werden im Eifelkreis Bitburg-Prüm und im Landkreis Vulkaneifel gehalten. Vom Rinderbestand insgesamt entfallen 35 Prozent der Tiere auf die beiden Kreise.

Für die regelmäßigen Erhebungen der Rinderbestände wird das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier) zu den Stichtagen 3. November und 3. Mai ausgewertet. Die Zahl der Milchkühe wird je Haltung berechnet. Basis ist die vom Betrieb angegebene Produktionsrichtung (z. B. Milchkuhhaltung oder Ammen/Mutterkuhhaltung). Bei Angabe mehrerer Produktionsrichtungen wird zusätzlich die Rasse der Kühe berücksichtigt.

Die Rinderbestände werden ebenfalls im Rahmen der mehrjährigen Strukturerhebungen  aufbereitet, zuletzt bei der Agrarstrukturerhebung 2016. Von der Viehbestandserhebung Rinder unterscheidet sich die Strukturerhebung bei landwirtschaftlichen Betrieben hinsichtlich der Grundgesamtheit (Betriebsdefinition) und des Stichtages.

Autorin: Dr. Birgit Hübbers (Referat Auswertungen, Analysen Landwirtschaft)

Teuerungsrate liegt im Januar bei 1,4 Prozent

Zum Jahresauftakt ist die Teuerungsrate in Rheinland-Pfalz gesunken. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex im Januar 2018 um 1,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Dezember hatte die Inflationsrate 1,5 Prozent betragen.

Die Energiepreise stiegen nur leicht. Sie waren im Januar 2018 um 0,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Dazu trug der schwache Preisanstieg bei Mineralölprodukten bei, die nur um 0,2 Prozent teurer waren als im Vorjahresmonat. Der Grund dafür ist der Rückgang der Kraftstoffpreise um ein Prozent; die Heizölpreise erhöhten sich hingegen um 4,4 Prozent. Die Umlage für Zentralheizung und Fernwärme stieg um 1,4 Prozent. Die Strompreise änderten sich kaum (plus 0,3 Prozent). Gas war im Januar 2018 um 1,1 Prozent billiger als ein Jahr zuvor.

Für Nahrungsmittel mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher im Januar 2018 deutlich mehr ausgeben als im Vorjahresmonat (plus 2,9 Prozent). Besonders stark stiegen die Preise für Speisefette und -öle (plus 13,0 Prozent) und für Molkereiprodukte und Eier (plus zehn Prozent). Auch Obst sowie Fleisch und Fleischwaren verteuerten sich spürbar (plus 4,5 bzw. plus 3,7 Prozent). Gemüse war hingegen wesentlich billiger als ein Jahr zuvor; die Preise sanken um 5,9 Prozent. Dabei spielt allerdings auch ein statistischer Basiseffekt eine Rolle: Vor einem Jahr lagen die Gemüsepreise aufgrund von Lieferengpässen infolge ungewöhnlich niedriger Temperaturen in Südeuropa auf hohem Niveau.

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die oft auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, belief sich im Januar 2018 auf 1,3 Prozent nach 1,4 Prozent im Dezember 2017.

In zehn der zwölf Hauptgruppen lagen die Preise über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die größten Zuwächse gab es bei alkoholischen Getränken und Tabakwaren (plus 3,6 Prozent). Dahinter folgten Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (plus 2,7 Prozent). In den Hauptgruppen „Bekleidung und Schuhe“ sowie „Nachrichtenübermittlung“ waren Preisrückgänge zu verzeichnen (minus 1,2 bzw. minus 0,7 Prozent).

Veränderungen gegenüber Dezember 2017

Gegenüber dem Vormonat ist der Verbraucherpreisindex im Januar 2018 um 0,6 Prozent gesunken. Deutliche Preisrückgänge waren im Bereich „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ zu verzeichnen, was zu dieser Zeit durchaus üblich ist (minus 5,8 Prozent; darunter Pauschalreisen: minus 22,2 Prozent). Gleiches gilt für den Bereich Bekleidung und Schuhe, in dem die Preise um 5,2 Prozent niedriger waren als im Vormonat. Die höchsten Preissteigerungen gab es bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken (plus 0,6 Prozent).

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in 11 rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 17 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 700 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.
Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. Hier wird der Gesamtindex ohne Energie und Nahrungsmittel als Kerninflationsrate bezeichnet.
Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat Januar 2018 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 5. Februar 2018 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.
Hinweis zur Umstellung des VPI auf das Basisjahr 2015:
Die für den Jahreswechsel 2017/2018 geplante turnusmäßige Revision des VPI mit Einführung des Basisjahres 2015 muss aufgrund von Verzögerungen bei notwendigen Anpassungen der IT-Programme um ein Jahr verschoben werden. Revidierte Ergebnisse werden im Frühjahr 2019 veröffentlicht. Der VPI wird somit bis zum Berichtsmonat Dezember 2018 weiterhin mit dem Basisjahr 2010 berechnet.

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

Gemeinsam die berufliche Weiterbildung für die Branche stärken

Gastronomisches Bildungszentrum (GBZ) und DEHOGA Rheinland-Pfalz kooperieren auch in Weiterbildung

Jetzt ist es beschlossene Sache, das Gastronomische Bildungszentrum der Industrie- und Handelskammer Koblenz und die DEHOGA Akademie der Gastlichkeit Rheinland-Pfalz führen zukünftig auch gemeinsame Seminare durch. Beide Bildungsträger sind Fortbildungsspezialisten und verfügen über langjährige Erfahrung und qualifizierte Trainer, mit branchenspezifischen Kompetenzen. „Besonders mittelständige Unternehmen des Gastgewerbes sind auf praxisnahe Fortbildungsangebote angewiesen, denn viele Betriebe entwickeln Mitarbeiter in Eigenregie zu Fachkräften. Ein wichtiges Instrument, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken“, so Gereon Haumann, Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz.

Um Fach- und Führungskräften ein noch breiteres Spektrum bieten zu können, werden gemeinsame Lehrgänge angeboten und ausgewählte Veranstaltungen beider Institutionen zukünftig gemeinsam vermarktet. Durch diese Transparenz finden Weiterbildungsinteressierte jetzt schneller die Lösung für den speziellen Bildungsbedarf. „Ein weiterer Vorteil ist, dass Seminare durch die Kooperation an zwei unterschiedlichen Standorten durchgeführt werden, so zum Beispiel der Assistant Sommelier (IHK) in Bad Kreuznach und in Koblenz. Dies bietet den Teilnehmern mehr Flexibilität“, so Dr. Sabine Dyas, Geschäftsführerin GBZ.

Die ersten Fortbildungsveranstaltungen finden bereits im Februar und März statt, zu Themen wie Lebensmittelhygiene im Gastgewerbe sowie Lebensmittelkontrolle und Risikobeurteilung. Weitere Themen folgen: Unternehmensnachfolge ▪ die erfolgreiche Speisekarte ▪ Englisch für Hotel-Rezeption und Tourist-Info ▪ Angebote ansprechend gestalten und die Belegung optimieren.

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