Montag, 19. Februar 2018

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Großregion: Positive Signale aus der Wirtschaft im dritten Quartal 2017

Der Arbeitsmarkt zeigte sich im dritten Quartal 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sehr aufnahmebereit. Jeweils etwa 19 Prozent mehr offene Stellen meldeten das Saarland, Wallonien und Lothringen. Rheinland-Pfalz folgte mit 14 Prozent und Luxemburg registrierte ein Plus von 1,5 Prozent.

Die Zahl der Arbeitslosen konnte im Vergleich zum dritten Quartal 2016 mit Ausnahme Lothringens in allen anderen Regionen abgebaut werden. Die Rückgänge waren im Saarland (minus 6,4 Prozent), in Wallonien (minus 5 Prozent) und in Rheinland-Pfalz (minus 4,8 Prozent) sehr deutlich ausgeprägt. In Luxemburg waren es minus 3,2 Prozent. Lothringen hatte mit einem Plus von 1,7 Prozent eine leicht steigende Arbeitslosigkeit hinzunehmen.

Im dritten Quartal 2017 kamen auch mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zum Einsatz. Luxemburg meldete für das dritte Quartal 2017 ein Plus von 3,4 Prozent, es folgen Rheinland-Pfalz mit plus 2,1 Prozent, das Saarland mit plus 1,3 Prozent und Lothringen mit plus 0,9 Prozent. Für Wallonien liegen keine Angaben vor.

Die Umsätze in den Wirtschaftsbereichen entwickelten sich zum Teil sehr positiv: So meldete das Verarbeitende Gewerbe im Saarland ein Plus von 14 Prozent und das Baugewerbe in Rheinland-Pfalz plus 10 Prozent. Im Saarland florierte der Einzelhandel mit plus 5,7 Prozent, wohingegen es Umsatzrückgänge im Baugewerbe (minus 2,7 Prozent) und im Gastgewerbe (minus 5,8 Prozent) gab. Luxemburg punktete vor allem im Verarbeitenden Gewerbe (plus 8,1 Prozent) und im Gastgewerbe (plus 5,1 Prozent). Rheinland-Pfalz verbuchte in allen Wirtschaftsbereichen beachtliche Zuwächse. Auch Wallonien konnte sich in allen Wirtschaftsbereichen verbessern, blieb aber meist hinter den Ergebnissen von Rheinland-Pfalz zurück. Im Gastgewerbe erreichte es mit 6,7 Prozent Plus einen Spitzenwert. Für Lothringen liegen keine Angaben vor.

Die positiven Konjunktursignale stimulierten auch den Außenhandel. Vor allem das Saarland exportierte mit plus 13 Prozent deutlich mehr Waren als im gleichen Vorjahresquartal. Hohe Einfuhrzuwächse verzeichneten das Saarland (plus 20 Prozent), Rheinland-Pfalz (plus 18 Prozent) und Lothringen (plus 8 Prozent). Im Vergleich zum dritten Vorjahresquartal stieg das Bruttoinlandsprodukt in Luxemburg mit plus 3,1 Prozent sehr kräftig an. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im gleichen Zeitraum in allen Regionen, gingen jedoch nicht über die 1,9 Prozent hinaus, welche in Luxemburg und in Wallonien erreicht wurden.

Konjunktur in der Großregion, 3. Quartal 2017 (PDF-Datei)

Autor: Klaus Jungbluth (Referat Veröffentlichungen)

Georg Müller-Fürstenberger als Vizepräsident wiedergewählt

VWL-Professor setzt Schwerpunkte in Forschung und Infrastruktur

Kontinuität im Präsidium der Universität Trier: Der Senat hat Prof. Dr. Georg Müller-Fürstenberger einstimmig für weitere vier Jahre in das Amt des Vizepräsidenten gewählt. In dieser Funktion ist er zuständig für Forschung und Infrastruktur. Georg Müller-Fürstenberger forscht und lehrt seit 2006 als Professor für Kommunal- und Umweltökonomie im Fach Volkswirtschaftslehre. Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel dankte ihm für die geleistete Arbeit und wünschte für die im April beginnende zweite Amtsperiode viel Erfolg.

Einer der Arbeitsschwerpunkte Müller-Fürstenbergers ist der Aufbau des Servicezentrums eSciences, das er auch leitet. Es ist ein zentraler Baustein in der Strategie zur Optimierung der IT-Infrastruktur, um Wissenschaftler bei IT-basierter Forschung oder im Bereich des Managements von Forschungsdaten zu unterstützen. Müller-Fürstenberger traut der Universität Trier zu, auf diesem Gebiet deutschlandweit in den Geisteswissenschaften und der Psychologie eine Führungsposition erreichen zu können. Dazu tragen Maßnahmen bei, mit denen die Universität auf neue Anforderungen durch die Digitalisierung an die Bibliothek, die Informationsbereitstellung und das Datenmanagement reagiert.

In der Forschung will der Vizepräsident dazu beitragen, Schwerpunkte für die Universität zu definieren. Im Verbund mit der Universität der Großregion strebt Müller-Fürstenberger an, künftig Potenziale in der europäischen Forschungsförderung besser zu erschließen. Ein weiteres Anliegen ist ihm die Entwicklung des wissenschaftlichen Nachwuchses. „Ohne ihn können wir in großen Forschungsprojekten nicht erfolgreich sein“, so Müller-Fürstenberger.

Die Universitätsleitung

Die Universität Trier wird von Präsident Prof. Dr. Michael Jäckel geleitet, den zwei Vizepräsidenten und die Kanzlerin unterstützen und vertreten. Der wiedergewählte Prof. Dr. Georg Müller-Fürstenberger ist als Vizepräsident für Forschung und Infrastruktur zuständig, sein Kollege Prof. Dr. Martin Przybilski für Studium und Lehre. Kanzlerin Dr. Ulrike Graßnick leitet die Verwaltung und ist Beauftragte für den Haushalt.

Auftragseingänge der Industrie im Dezember 2017: Rückgang gegenüber dem Vormonat

Im Dezember 2017 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 1,1 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Der Grund für den Rückgang ist das schwächere Auslandsgeschäft (minus 2,9 Prozent); aus dem Inland gingen 1,2 Prozent mehr Bestellungen ein als im November.

Die Hersteller von Investitionsgütern mussten deutliche Einbußen hinnehmen (minus 4,3 Prozent). In den beiden anderen industriellen Hauptgruppen waren die bereinigten Auftragseingänge etwas höher als im Vormonat: In der Konsumgüterindustrie stieg die Nachfrage um 0,7 Prozent. Die Vorleistungsgüterindustrie erzielte ein geringes Plus von 0,3 Prozent.

In den drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes verringerte sich das Ordervolumen. In der Chemieindustrie, der umsatzstärksten Branche des Verarbeitenden Gewerbes, lagen die bereinigten Auftragseingänge um 1,9 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die gemessen am Umsatz in der Industrie an zweiter Stelle stehen, mussten deutliche Nachfragerückgänge hinnehmen (minus 5,2 Prozent). Auch im Maschinenbau, der drittgrößten Branche, schrumpfte das Ordervolumen (minus 4,3 Prozent).

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das Niveau der bereinigten Auftragseingänge weiterhin hoch: Im Dezember 2017 gingen 6,3 Prozent mehr Bestellungen ein als ein Jahr zuvor. Besonders gut lief das Inlandsgeschäft, das um 11,4 Prozent zulegte. Die Nachfrage aus dem Ausland stieg um 2,9 Prozent. In zwei der drei industriellen Hauptgruppen erhöhte sich das Ordervolumen. Von den drei größten Branchen verzeichneten zwei einen Anstieg der Bestellungen gegenüber dem Vorjahresmonat.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

Arbeitgeberverband vem.die arbeitgeber klagt gegen rechtswidrige Streiks

„24-Stunden-Streiks sind reines Gift für den Standort Deutschland“
vem.die arbeitgeber e.V. weiter verhandlungsbereit

Der Arbeitgeberverband vem.die arbeitgeber e.V. hat heute die begonnenen
24-Stunden-Streiks der IG Metall als "schädlich für die Metall- und Elektroindustrie“ kritisiert.

"Die 24-Stunden-Streiks sind reines Gift für den Standort Deutschland. Sie schädigen nicht nur unsere direkt betroffenen Mitgliedsunternehmen – heute die Firma Federal Mogul in Herdorf, in den nächsten Tagen unsere Mitglieder Eaton in Holzhausen und Dausenau und Aleris in Koblenz, GEA Westfalia Separator in Niederahr und thyssenkrupp Rasselstein in Andernach. Angesichts der internationalen Vernetzung unserer Firmen richten sie auch schweren Schaden in unserer gesamten Industrie und am Produktionsstandort Deutschland an. Denn unsere Kunden haben Null Verständnis für Lieferengpässe aus einem Land mit den geringsten Arbeitszeiten und den höchsten Arbeitskosten“, so Thorsten Bröcker, Hauptgeschäftsführer des vem.die arbeitgeber e.V.

Bröcker erklärte, dass bei allem Einigungswillen auch die unterschiedlichen wirtschaftlichen Lagen der Unternehmen berücksichtigt werden müssten.

11 Prozent der M+E-Betriebe lägen bei einer Nettoumsatzrendite von 0 bis 1 Prozent. Alleine die zuletzt von der IG Metall geforderte Erhöhung in der ersten Stufe von 4,5 Prozent würde bedeuten, dass ein mittelständischer Gießereibetrieb mit einer Umsatzrendite von 0,8 Prozent (laut ifo Befragung Sept. 2017) und einem Personalkostenanteil von 40 Prozent in die roten Zahlen rutschen würde.

Der Arbeitgeberverband vem.die arbeitgeber e.V. hat heute (31. Januar 2018) nach dem Beginn der 24-Stunden-Streiks im Tarifgebiet Rheinland-Rheinhessen
beim Arbeitsgericht Koblenz Klage gegen die IG Metall erhoben - und zwar im Hauptsacheverfahren auf Unterlassung der Streiks und Feststellung eines Schadensersatzanspruchs dem Grunde nach. Damit verbunden ist die Feststellung der Rechtswidrigkeit des Arbeitskampfes. Gleichwohl sei man weiter bereit, eine Lösung am Verhandlungstisch und nicht im Gerichtssaal zu suchen.

Die Jugend hat Heimweh nach Zukunft!

Jobcenter Landkreis Mayen-Koblenz und Andernacher St.-Thomas-Realschule plus veranstalten regionale Jobbörse

Andernach. Unter dem Motto „Azubi-Begeisterung anders“ führten das Projekt INKA-MYK (Innovation, Netzwerk und Kompetenz für Arbeitgeber in MYK) des Jobcenters Landkreis Mayen-Koblenz in Kooperation mit dem Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) und der St.-Thomas-Realschule plus eine regionale Jobbörse in der Andernacher Schule durch. Christoph Kretschmer, Bereichsleiter Projekte im Jobcenter MYK, eröffnete die Jobbörse der etwas anderen Art mit den Worten von Jean Paul Sartre: „Die Jugend hat Heimweh nach Zukunft!“, und lud die teilnehmenden Schüler, Betriebe, Eltern und Vertreter der Schule sowie des Jobcenters MYK ein, an diesem Abend in einen engen Austausch miteinander zu treten, Netzwerke zu bilden. 420 Schüler hat Martin Leupold, Leiter der St.-Thomas-Realschule plus, inzwischen an seiner Schule. Ihm ist es eine Herzensangelegenheit, seine Schüler in eine gesicherte Zukunft zu entlassen. Er hat dementsprechend seine Schule stark gemacht in Sachen Berufsbildung: die sogenannte „Praxistag-orientierte Ausbildungsgarantie“, eine Art Pakt, den Schüler bzw. Schülerin und ein Betrieb für ein Jahr eingehen, hat er sich von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) absegnen lassen. Innerhalb dieses Jahres wird der Schüler/die Schülerin von der Schule freigestellt für einen wöchentlichen Praxistag, der im Betrieb verbracht wird. Ziel ist die anschließende Übernahme in ein Ausbildungsverhältnis.

Welche Voraussetzungen aus Arbeitgebersicht hierzu erfüllt sein müssen, stellte Martin Neudecker, Regionalgeschäftsführer der IHK, in seinem Impulsvortrag dar: neben schulischen Leistungen seien insbesondere die sozialen Kompetenzen wie Team- und Konfliktfähigkeit, Toleranz, Pünktlichkeit und gute Umgangsformen entscheidend, ob ein Schüler oder eine Schülerin überhaupt eine Ausbildungsstelle bekomme.

Auch vor dem Hintergrund, dass viele Ausbildungsstellen in Rheinland-Pfalz nicht besetzt sind, stellt sich die Frage, warum Schüler und Betriebe nicht mehr zueinander finden. Im Rahmen einer Talkrunde hatten die Teilnehmer Gelegenheit ihre Erwartungen und Vorstellungen, aber auch Kritik, an alle am Prozess der Berufsorientierung beteiligten Parteien zu richten, so Barrieren abzubauen und in einen Austausch miteinander zu treten.

Sechs Betriebe aus der Region luden sodann in Form von Infoständen zum aktiven Ausprobieren ihrer Berufsbilder ein. Mit dabei waren die Andernacher Betriebe Steuerberatungsbüro Schwickert, Roch Friseure, aiconetworks, Waurig Bedachungen, SHD, ZA Pflege. Ein erstes Ergebnis des Abends kann sich sehen lassen: fünf Jugendliche konnten in ein Berufsorientierungspraktikum vermittelt werden.

Christoph Kretschmer dankte den teilnehmenden Betrieben für ihre Breitschaft an dem Austausch teilzunehmen und so den jungen Menschen eine berufliche Zukunft zu bieten. Im Rahmen der Veranstaltung wurde den mit dem Jobcenter MYK kooperierenden Betrieben ein Zertifikat für die Arbeit im Netzwerk des Projektes INKA-MYK überreicht.

Eindrucksvoll begleitet wurde die Veranstaltung von der Schülerband der Realschule plus. Durch das Programm führte Moderator Dirk Schäfer vom BVMW.

Das Projekt INKA-MYK wird gefördert vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Weitere Infos unter: www.myk-zukunft.de sowie www.jobcenter-myk.de .

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