Samstag, 16. Dezember 2017

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Rund 366.000 Weihnachtssterne aus heimischer Produktion

Zum bevorstehenden Weihnachtsfest werden in vielen Geschäften wieder Weihnachtssterne an-geboten. Die 28 heimischen Produzenten von Weihnachtssternen erzeugten – so das Statistische Landesamt in Bad Ems – dieses Jahr 366.000 Pflanzen als sogenannte Fertigware, die zum Ver-kauf an Endverbraucher bestimmt ist.

Insgesamt waren 2017 noch 149 Zierpflanzenbetriebe mit der Produktion von Blumen und Zier-pflanzen befasst. Innerhalb von fünf Jahren hat sich die Zahl der Betriebe um 26 Prozent verringert. Die Produktionsfläche nahm demgegenüber um drei Prozent auf 266 Hektar zu. Ein Zier-pflanzenbetrieb bewirtschaftete somit durchschnittlich 1,79 Hektar. Im Jahr 2012 waren es 1,28 Hektar. Im Blumen- und Zierpflanzenbereich kommt dem Anbau in Gewächshäusern und anderen Schutzanlagen eine große Bedeutung zu, wenngleich die Fläche gegenüber dem Jahr 2012 um elf auf 54 Hektar abnahm.

Neben Weihnachtssternen erzeugen die rheinland-pfälzischen Zierpflanzenbetriebe als Fertigware vor allem Chrysanthemen (5,5 Millionen Stück), Veilchen und Stiefmütterchen (3,7 Millionen), Im-patiens (3,0 Millionen) sowie Geranien (3,0 Millionen). Ein weiteres Segment bildet die Produktion von Grün- und Blattpflanzen, einschließlich Kakteen (2,6 Millionen).

Ein weiterer Produktionsbereich ist die Erzeugung von Schnittblumen. Auf 198 Hektar Freilandflä-chen wurden 2017 zum Beispiel Gehölze zum Grün- und Blütenschnitt (46 Hektar) sowie Rosen (31 Hektar) produziert. Aber auch Sommerblumen und Schnittstauden, wie Dahlien oder Päonien, nehmen mit 39 Hektar ein größeres Anbauareal ein. Im Gewächshausbereich dominierten Rosen mit gut vier Hektar. Insgesamt wurden für die Erzeugung von Schnittblumen und Zierpflanzen zum Schnitt rund zwölf Hektar genutzt, die mit hohen begehbaren Schutzabdeckungen versehen waren.

Die Daten stammen aus der alle vier bzw. fünf Jahre stattfindenden Zierpflanzenerhebung. Befragt wurden alle Betriebe mit Blumen- und Zierpflanzenflächen von mindestens 3.000 Quadratmetern im Freiland oder 1.000 Quadratmeter unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen (wie z. B. Gewächshäuser).

Fertigware: Pflanzen, die im gleichen Entwicklungszustand, den sie im Erzeugerbetrieb erreicht haben, an den Endverbraucher direkt oder über Wiederverkäufer vertrieben werden. Davon zu unterscheiden sind Jungpflanzen und Halbfertigware, die üblicherweise nicht an Endverbraucher verkauft werden, sondern zur Weiterkultur im eigenen Betrieb dienen oder an andere Erzeugerbetriebe verkauft werden.

Autor: Jörg Breitenfeld (Abteilung Landwirtschaft, Umwelt, Energie, Register)